Die Trompeten von Jericho?

Dann  auf, die Tore!

Hört die Posaunen des Zorns.
Höret, so werdet ihr sehen,
und ihr werdet sehen
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Ganz unaufgeregt ging am Mittwoch, 27. Januar, die atomare Dekontamination eines Reisebusses und seiner 4o Insassen im Zuge einer Katastrophenschutzübung in einem Jenaer Autobahntunnel von der Hand.
Auch in Oberhof -  unweit des Biathlonstadion und des neuen Ski-Tunnels – übt der Zivilschutz: Das Aufspüren und Bergen einer “schmutzigen Bombe”.
Dies im Rahmen der “bundesweiten Katastrophenschutzübung LÜKEX”, die “seit 2004 aller zwei Jahre – und mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft auch im Jahr 2005 – fortgesetzt” und durch “eine weitere großangelegte Übung im Jahr 2007″ Quelle Schutzmaßnahmen bei simulierten “Angriffen mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Waffen” trainiert. Quelle

Und nach eigenen Aussagen (des “Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe” in Bonn): “Länder Übergreifende Krisenmanagementübung (EXercise)
Übungsserie L Ü K E X
Donnerstag, 21.01.2010, 07:15 Uhr
LÜKEX steht für Länder übergreifende Krisenmanagement-Übung/EXercise. LÜKEX ist die Bezeichnung für eine Übungsserie im Bereich des nationalen Krisenmanagements in Deutschland.” und weiter unten: “In der Bundesrepublik haben die Terroranschläge vom 11.09.2001 und das Elbehochwasser im Sommer 2002 zu einem Umdenken geführt: Die Krisenanfälligkeit und Verwundbarkeit moderner Gesellschaften erfordern ressort- und länderübergreifende Übungen im Krisenmanagement. Die Innenministerkonferenz hat daher im Jahre 2002 eine Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung beschlossen und die Notwendigkeit von Übungen auf politisch-administrativer Ebene (strategische Krisenmanagement). Seit 2009 ist diese Aufgabe auch gesetzlich verankert (vgl. §14 Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes).”, heißt es da auch ganz unaufgeregt.

“Es nehmen alle Bundesländer teil”, weiß www.rettungsdienst.de ,”Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind so genannte “Kernübungsländer” und beüben ihre Krisenstäbe, zum Teil auch in Form von Katastrophenschutzübungen vor Ort. Die zentralen und groß angelegten Übungen werden in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Am 27. Januar werden in Köln, Dormagen, Gummersbach und Lemgo Katastrophenschutzübungen stattfinden, mit denen rund 2.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfs- und Rettungsdiensten und Polizei realistisch ihre praktischen Fähigkeiten im Katastrophenschutz üben.
Während in Köln beispielsweise die Rettungsmaßnahmen nach einem Anschlag auf ein Flugzeug und der Detonation einer sogenannten “schmutzigen Bombe” in einem Flughafenterminal geprobt werden, werden in den drei weiteren Orten Anschlagsszenarien mit konventionellen Sprengstoffen unter Beimischung chemischer Stoffe zugrunde gelegt.”

Wir sind empfindlich geworden beim Thema Katastrophenschutz- Übungen: Während der Flugzeugangriffe auf New York, während der Bombenattentate in Madrid und London, immer fanden zeitgleich und in unmittelbarer Nähe, staatliche Zivilschutzübungen statt, in Madrid sogar punktgenau (einer der  Zivilschützer: “dann explodierten die Züge genau dort, wo es auch auf dem Übungsplan verzeichnet war  – mir standen die Haare zu Berge!”); wir glauben weniger an Zufälle, und spinnen uns da wohl einiges zusammen. In unmittelbarer Nähe der Zivilschutzübungen in New York, Madrid und London roch es auch immer stark nach den Geheimdiensten der Länder, nach MI 5 und besonders nach der CIA. “Im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) werden die Analysespezialisten des Bundeskriminalamtes und des Bundesamtes für Verfassungsschutz zentral zusammengeführt.”, steht auf einer Webseite des Bundeiministerium des Inneren, wir sind also froh, wenn solche Übungen glimpflich abgehen, und die schmutzige Bombe, die am Vortag der Übung als möglicherweise scharf durch die Medien geisterte, als letztendlich gesicherte Attrappe gilt.

Die Ruhe, mit der das alles abgeht, lässt ein zufriedenstellendes Management ahnen.

“Mit den LÜKEX-Übungen bereitet sich Berlin auf Gegenschläge feindlicher Kämpfer im Inland vor, mit denen wegen der deutschen Interventionspolitik gerechnet wird. Der Ort der diesjährigen Übung, der Flughafen Köln/Bonn, ist nach Angaben des deutschen Militärs der “Dreh- und Angelpunkt für den Personaltransport deutscher Soldatinnen und Soldaten in die verschiedenen Einsatzgebiete der Bundeswehr”, erklärt german-foreigen-policy “eine Gruppe unabhängiger Publizisten und Wissenschaftler, die das Wiedererstarken deutscher Großmachtbestrebungen auf wirtschaftlichem, politischem und militärischem Gebiet kontinuierlich beobachten” (Editorial).

Auch welt-online-Kommentator T. Krauen will die Kanzlerin dahingehend verstanden haben, sie rechne von vornherein nicht mit einem Erfolg des Embargos und hätte ihren Frieden mit dem Kriegs bereits gemacht.

Wie zynisch allerdings die Großmächte mit ihrer “Weltatom”-Behörde im Iran auftreten, enthüllt Ria Novostni: “Die IAEO hat Fragen an den Iran hinsichtlich der Zweckbestimmung dieses Werkes und dessen Platz im Atomprogramm des Landes. Wozu hatte es Iran nötig, einen neuen Betrieb zu bauen, um dort veraltete R-1-Zentrifugen zu montieren?
Wie der Iran erklärte, ist Fordou für den Fall bestimmt, wenn der Betrieb in Natans zerbombt wird. Es wäre allerdings unwahrscheinlich, dass Fordou im Falle eines Krieges weiterhin angereichertes Uran zu zivilen Zwecken produzieren würde. Höchstwahrscheinlich würde dann dieser Betrieb hoch angereichertes und waffenfähiges Uran herstellen.”

Soll heißen, der Iran würde im Falle eines Erstschlages nicht vollständig ausgeschaltet sein?

Anstatt dieses im Bau befindliche Werk – mit Platz für Vieles, aber noch nicht an Strom und Wasseversorgung angeschlossen – nun auch mit auf die satelitengestützte Abschussliste aufzunehmen, “stellt () in diesem Zusammenhang()die IAEO fest, dass der ermittelte Betrieb in Fordou Grund zur Annahme liefert, dass sich auf dem Territorium des Irans auch andere geheime Betriebe dieser Art befinden.”

Wenn das Ziel unserer Regierung wirklich eine Konfrontation in Nahost ist (wir haben noch das Bedauern gegenüber Ritter Dabbeljuh im Ohr, ihn nicht auf seinem Raubzug ins Zweistromland begleiten zu können, bevor – zum Glück – unsere Königin wiklicht Recht auf  ihren Lehen erhielt), wenn nicht das oberste Ziel aller Beratungen der Natomächte ist, zu einemKonsens mit dem Iran zu kommen – stürtzt die Welt in einem Weltkrieg.
Wir müssen alles für möglich haten, das System hat finanzielle Nöte wie vorm Überfall auf Bagdad, und keine Geldquellen mehr in den bisher besetzten Ländern; und keine Skrupel;  mit dem Iran, fast um den Zynismus überzubetonen, laufen Spielchen wie einst mit dem Irak; (heute wurde Blair, ein bekanntgewordener Falschspieler, dafür ausgebuht). Auch von  hier aus wird die westliche “demokratische Welt” alle möglichen Rechtfertigungen finden, an der Traufe und Vasall  zu bleiben. International wirtschaftende Unternehmen haben schon  lang kein Vaterland mehr, die Koalition der “Wirtschaftsliberalen” zahlenmäßig stark geschrumpft und nun auch trittfest auf dem Megaliner “international”, hat zu knabbern an der Zeche für die Runden Schampus fürs ganze Schiff, und wohl kaum grad eine Kasse für einen Ernsfall auf dem alten Europa offen.
Zivilschutz?
“Und man blies Posaunen.
Josua aber gebot dem Volk und sprach: Ihr sollt kein Feldgeschrei machen noch eure Stimme hören lassen, noch soll ein Wort aus eurem Munde gehen – bis auf den Tag, da ich zu euch sagen werde: Macht ein Feldgeschrei! Und dann macht ein Feldgeschrei!

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Veröffentlicht in Augenblick. 1 Comment »

Eine Antwort to “Die Trompeten von Jericho?”

  1. Kriegsübungen? » Europnews Says:

    [...] auch im Jahr 2005 – fortgesetzt” und durch “eine weitere großangelegte Übung im Jahr 2007? Artikel komplett lesen Bookmarken [...]


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