Jubeljahre

Wir haben einen Jahrestag – den von Fukushima – und nehmen solches, wenn er nicht gefeiert werden kann, gern zum Anlass für ein paar Randnotizen, wenn sich durch das Nachrichten eines dann stark zukunftsverändernden Ereignisses ein allgemeiner, müder Konsens breitgemacht hat, wie wir finden, der mit dem, was wir selbst darüber in Erfahrung bringen konnten, nicht korrespondieren kann.

Wir haben – das sei zu unserem Verständnis und zu unserer Entschuldigung dafür angemerkt, dass wir hier nun ein Haar im Eintopf suchen, den alle so bereitwillig löffeln – wir haben dieses Bild einer Pyramide vor Augen, wenn wir uns die Machtstruktur auf diesem Planeten vorstellen. Nur so ist zu erklären, dass wir eine andere Wahrheit für möglich halten, als sie von hunderten Pressestellen weltweit verbreitet wird. Nur so können wir letztendlich erklären, wie gerade Medien, in mancher Vorstellung  die “4. Gewalt der Demokratie” , uns als die Helfershelfer einer zunehmend lebensfeindlichen Entwicklung in der Welt gelten, wenn sie uns im Brustton der Überzeugung die vermeintlich augenscheinlichen Blödigkeiten von oben – von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, von Geheimbünden, Spionagediensten, von Generälen, von Putschisten, von ausgemachten Kriegsverbrechern weltweit – einbläuen bei Nichtbeachtung jeder anderslautender Meinungsäußerung, förmlich jede Renitenz aus unseren Hirnen spülen und uns höchst dienstbar machen für oben genannte Clique!

Unsere Reaktion auf Fukushima war stark! Selbst Dr. Merkels Sicht auf die Atomenergie sollte sich an diesem Tage grundlegend verändern, wie sie bekannte. Deutschland schaltete eiligst ab, und im Land des “zweiten großen Gaus nach Tschernobyl” sind von den einst “50 Reaktoren auch nur noch 6 in Betrieb”. Während andere kompetente Stimmen ganz anderes nahe legen, scheint seit Fukushima der Menschheits schlimmster Teufel ausgemacht.

Mittels unsere Pyramidenvorstellung nun wieder nur zählen wir Birnen und Äpfel zusammen, so fallen uns weitere Mysterien der jüngsten Zeit ein; vor knapp zwei Jahren dieser Unfall, eine ebensolche Verkettung ungünstiger Umstände und Ausfälle von Sicherheitsanlagen wie in Fukushima, auf einer Bohrinsel im Golf von Mexiko – mit anschließend “masseweise Öl-Austritt in ökologisch und geoklimatisch sensibelem Gebiet” – glaubte man den offiziellen Verlautbarungen, war die Katastrophe endzeithaft und letztendlich wohl nur aufgehalten worden, weil noch viel katastrophalere Gegenmittel eingesetzt wurden – mit diesen Tagen, sichtbar oder nicht, kam Öl (aus Tiefseebohrungen) auf die Agenda der “Politik” – und die Einschränkung seiner Gewinnung.

Von Öl nimmt man mittlerweile an, dass es auf der Erde unbegrenzt zur Verfügung steht, sich ständig wieder neu bildet. Stimmen diese Ansichten, die durchaus von Fachleuten vorgetragen werden, wäre es, ähnlich wie die Atomenergie (die kalte Kernfusion ist da mitbedacht), eine fast unbegrenzte Energiequelle.

Dass die Weltkriege auch wegen dieser Ressourcen gehen, musste uns nicht erst von einem amtsmüden Bundespräsidenten gesteckt werden. Wir, am vermeintlich friedlichen Ende der Pipeline, haben diesen Frieden mit uns längst gemacht. Geschäftliches Interesse ist uns gleichwertig zu allseitigen Menschenrechten – wenn uns das Argument der Energieknappheit abhanden kommt, wo wollen wir da noch unbeschwerten Herzens Krieg treiben?

Zurück zum Geburtstagskind, den “GAU” von Fukushima.
Seismologen waren sich einig: “entgegen allen Regeln der Tektonik”: Ein halbes Jahr lang noch bebte die Erde nach dem ersten gewaltigen, 8,4 Grad starken, welches den Reaktoren in Fukushima den Garaus machte.

Das Fukushima einen GAU hatte, haben wir abseits von der Meinungsmache bisher nirgendwo bestätigt gefunden. Nach unserem Wissen ist eine unkontrollierbare Kettenreaktion nicht eingetreten, und das, obwohl an diesem Tag dort ein GAA stattgefunden haben musste – ein Größtmöglicher Anzunehmender Ausfall aller sicherheitstechnischen Einrichtungen des Reaktors. Angaben über Nachweise starker Radioaktivität, wie sie eine Kettenreaktion mit sich brächte, hatten wir keine glaubhaften gefunden, ganz so, wie die japanischen Verantwortlichen das auch an die Weltöffentlichkeit gaben; erhöhte Radiaktivität, “gemessen selbst in den USA”, wie neulich gemeldet, kann somit auch andere Ursachen haben.

Zu jener Zeit der Nachbeben hörten wir dann auch eine kompetente Stimme, die Parallelen zwischen der vermeintlichen geostrategischen Waffe “HAARP” und dem Erdbeben in Fukushima zog, und mit der aus der Beschäftigung mit dem Reaktor-”Unfall” in Tschernobyl gewonnenen Ahnung ließ sich leicht vermuten, es könnte sich auch bei Fukushima und seinen sinnlosen “Nachbeben” um eine Mikrowellenattacke gehandelt haben; mit einer “Erdbebenwaffe” gedroht, falls er sein Land nicht zum Einfallstor des internationalen Großkapitals umgestalte, hätte man vor einigen Jahren nach seinen Angaben bereits dem japanischen Finanzminister;

“Stuxnet” – war ein Computer-Virus, der in iranischen Reaktoren einen Unfall herbeiführen sollte – seine Väter angeblich israelisch/us-amerikanisch. Dass der Iran keine Bombe kann, weiß CIA seit Jahren, und hat es unlängst wieder betont – Obamas Besorgniss und Netanjahus Angst kann das nichts anhaben. Der Iran könnte seine Ölvorräte und die Umwelt schonen, hätte er Kernenergie. Ließe man ihm die Kernenergie.

Wenn die Welt heute im Gedenken an Fukushima um Verzeihung bittet und Verzicht gelobt, ihrem Verständnis dafür Ausdruck verleiht, dass uns langsam auch die Lichter ausgehen – wollten wir nur gesagt haben: Das kann von unseren Peinigern auch so gewollt sein?

*

Erlässliches update, (der “Vollständigkeit” halber): Auch Florian Rötzer, “Zufall verhinderte größere Katastrophe im AKW Fukushima” (auf “Telepolis”), kann nach Analyse einer Meldung in der japanischen Zeitung “Asahi Shimbun” nur sagen: “Wie die Zeitung Asahi Shimbun berichtet, ereignete sich in Reaktor 4 vermutlich nur deswegen keine Kernschmelze – die Reaktoren 5 und 6 waren vor dem Unglück ganz heruntergefahren -, weil dort gerade Arbeiten ausgeführt worden waren” und konstatieren, dass: “zufälligerweise größere Schäden verhindert wurden, sind sie doch beträchtlich”
Auf einen anderen Aspekt aber, der dieser Branche, abseits vom Medienrummel, den Todesstoß versetzen kann, bringt der Sensationssuchende uns dann wohl nur in seiner Not: “In Futaba, einem kleinen Ort in der Nähe des AKW Fukushima, lebten einmal mehr als 7000 Menschen. Durch den Tsunami wurden 90 Prozent der Häuser zerstört, aufgrund der Atomkatastrophe mussten die verbliebenen Bewohner evakuiert werden. Nun hat der Bürgermeister dem Fukushima-Betreiber eine erste Rechnung über 19 Milliarden Yen (175 Millionen Euro) für Schadensersatz gestellt. Futaba ist allerdings nur eine von 8 Kommunen des Landkreises Futaba. 90 Prozent des Landes (2,28 Quadratkilometer und 100 Prozent der 51 Gebäude, die der Stadt gehören, seien aufgrund des Unfalls kontaminiert und unbrauchbar geworden. Beim Land beschränkt sich die Schadensersatzforderung deswegen auf nur 90 Prozent, weil es sonst an Tepco übergeben werden müsste. Noch nicht in Rechnung gestellt wurden die mit der Evakuatierung verbundenen Kosten und der Steuerausfall.”

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