Von Wölfen und Schafen

 - Rückblick auf die 48. Münchner Sicherheitskonferenz

Am ersten Wochenende dieses Monats fand die “Münchner Sicherheitskonferenz” statt – und wenn wir hier bereits mehrfach eine ohne Legitimation durch ihre Völker und am Völkerrecht vorbei agierende Elite unterstellten, verdient auch diese öffentliche  Zurschaustellung der “Sicherheits” – Strategen  im Gewand der  48. Auflage der “Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz (gemeinnützige) GmbH”  einer Betrachtung.

Als ein Konzert des besorgten Verantwortungsbewusstseins kam sie  daher; das Publikum war hochkarätig. Vortragende  aller Kontinente waren vertreten, an alle Interessen schien gedacht: da fanden Freiheitskämpfer aus den arabischen Ländern ebenso wie die Schwergewichte der militärischen Strategie ihr aufmerksames Publikum. Alle einte die Sorge um den Planeten.

Die Themen waren erwartungsgemäß die Gefahren für die Welt durch Egoismus und Machtmissbrauch, die erbrachten Illustrationen kamen über die Populismen: Klimawandel, Demokratieverlust, politische und Wirtschaftskrise, nicht hinaus; so konnten wieder nur Schlagworte getauscht werden; der Wahn einer Handvoll waffenstarrer Konglomerate, global als Heilsbringer gefordert zu sein, schien dabei in allen der Diskussionsrunden stiller Konsens.

Die Konferenz war in “Panele” – thematische Diskussionsrunden – aufgeteilt. Die Eröffnungsrede nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Ischinger hielt der deutsche “Bundesminister der Verteidigung”, Thomas de Maizière. (Der Wortlaut seiner Rede weicht ab vom Wortprotokoll darunter) Hier ein Auszug, der das Anliegen des Treffens konkretisiert:
“Die Blockkonfrontation ist Vergangenheit. Und doch stehen wir gerade in diesem Jahr vor großen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Ich muss sie vor diesem Kreis nicht näher erläutern, nur nennen: Dynamische und asymmetrische Bedrohungen, Entwicklungen in der arabischen Welt, keine Fortschritte im Nah-Ost Konflikt, iranisches Atomprogramm, Terrorismus, Afghanistan, Cyber, Nordkorea, failed states, neue Sorgen im Westen Afrikas u. v. a. m.. Und die verfügbaren finanziellen Mittel, diesen Herausforderungen zu begegnen, sind begrenzt, oder nehmen sogar ab.
Die Finanz- und Staatsschuldenkrise belastet die Haushalte langfristig und damit unweigerlich auch die Verteidigungsbudgets beiderseits des Atlantiks…”

Deutschland feiert im ersten “Panel” nach der Eröffnung dieser “48. Münchner Sicherheitskonferenz” seine Aufnahme im Club – “Germany’s Role in Europe and the World”, denn, so de Maiziere in seiner Eröffnungsrede (Zit. nach Transscript MSC):
“Lange Zeit wäre alleine diese Fragestellung, insb. die Frage nach der militärischen Rolle oder Verantwortung Deutschlands, einem Tabubruch gleichgekommen.
Zwar hat Deutschland bereits vor 1990 militärisch Verantwortung getragen. Eine gesteigerte Eigenständigkeit oder gar eine Führungsrolle in der Welt war jedoch weder von innen gewollt – aber auch nicht von außen gewünscht – und auch das war verständlich”, und einige Zeilen später: “…Ebenso offen will ich sagen, dass vielen unserer Bündnispartner eine starke ökonomische Rolle der Bundesrepublik Deutschland, aber gleichzeitig eine schwache sicherheitspolitische Rolle durchaus Recht war. Das alles ist vorbei (wenn auch vielleicht noch nicht in allen Köpfen). Viele unsere Partner sehen uns längst als „gleichberechtigten“ und damit auch „gleichverpflichteten“ Partner an…”.

So liest sich auch die Teilnehmerliste dieses eröffnenden Panels:
Radoslaw Sikorski – Minister of Foreign Affairs, Republic of Poland, Warsaw; Timothy Garton Ash – Professor of European Studies, Oxford University, Oxford.
Robert B. Zoellick – President, The World Bank Group, Washington, D.C. – sinniert über Deutschlands Führungspotential in Europa, betont “in ökonomischer und finanzieller Hinsicht”.

Frank-Walter Steinmeier (“Member of the German Bundestag, Chairman of the SPD Parliamentary Group; former Federal Minister of Foreign Affairs), wohl aus Romantik hierhergeraten – oder glaubt, wer hier den amtierenden Außenminister vermisst – der ja ohnehin in München war, im “Panel “Building a Euro-Atlantic Security Community”" zusammen mit den Großen am Abend eine (wiederum mit den Script darunter nicht identische) Rede hielt – noch immer, Wahlen würden vom Volk entschieden?)

De Maizière gehörte auch zu diesem Panel. Seiner Eröffnungsrede, eben schon in Teilen zitiert, verdanken wir diesen Leckerbissen: “Wir nehmen aus guten Gründen schon jetzt mehr internationale Verantwortung wahr als wir es manchen unserer Bürger vermitteln können.”
“Oder verweigern sie – je nachdem, was unser Bündnispartner erwartet” – könnte hier nun auch Steinmeier beitragen.

Willkommen Deutschland – aber warst Du je fort, von diesem Club?

Geredet über militärische Strategien wird in “Smart Defense, the EU, and the Future of the Transatlantic Alliance”. Als Redner/innen treten auf: Claude-France Arnould, “Generaldirektorin European Defence Agency, Brüssel”, Philip Hammond, Verteidigungsminister, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, Lindsey Graham, Senator, Vereinigte Staaten von Amerika, Stéphane Abrial, “General, Supreme Allied Commander Transformation, NATO, Norfolk”;
Der Diskussionsbeitrag von “Dr. Thomas Enders, Präsident und CEO, AIRBUS, Toulouse”, der zu einer “Meinung aus der Wirtschaft” zu “Smart Defense” befragt ist und der den Rückgang deutscher und französischer Firmen in der Rüstungsindustrie bedauert, ist ebenfalls unter diesem Panel gelistet.

In “Energy, Resources, and the Environment: New Security Parameters?”
tritt Europa einstimmig auf mit dem “Commissioner for Energy, European Union”, Oettinger;
Ilham Heydar oglu Aliyev, der Präsident persönlich, für die ölreiche “Republic of Azerbaijan”.
Ein weiterer Präsident – der der Ukraine, Viktor Yanukovych, sitzt hier bei “Moderator” Carl Bildt, “Minister of Foreign Affairs, Kingdom of Sweden”, auch der “Executive Director” von “Greenpeace International”, Kumi Naidoo und Michael Diekmann von der “Allianz SE”. Die Allianz SE (München) ist, zit wikiped, “nach Umsatz und Marktkapitalisierung der weltgrößte [] Versicherungskonzern und einer der größten Finanzdienstleistungskonzerne”

(Anm. “Das Environment (englisch environment = das Umfeld, die Umgebung) ist ein in den späten 1950er Jahren aus dem amerikanischen Englisch entlehnter Begriff für künstlerische Arbeiten, die sich mit der Beziehung zwischen Objekt und der Umgebung auseinandersetzen. Dabei kann die Umgebung Teil des Kunstwerkes werden…; zit. n. wikiped.)

Wo wir besonders arglos sind, dürfen “Sicherheits” – Befürchtungen wohl nicht fehlen: “Internetsicherheit” – im Panel “Cybersecurity: Is Offense the Best Defense?” – wird wohl das Rollenfach “Zauberlehrling” geprobt. Gecastet: “Vice-President of the European Commission; Commissioner for the Digital Agenda, European Union” Neelie Kroes, Ex-CIA- und NSA-Chef Hayden, USA, Italiens amtierenden Verteidigungsminister Giampaolo Di Paola – und Eugene Kaspersky (Vorsitzender und Geschäftsführer des privaten, russischen Netzsicherheits-Anbieters Kaspersky Lab).

Militärische Zwerge, gleichwohl Hoffnungsträger (Tunesien, Ägypten), kommen bei “Building the New Middle East?” gleichberechtigt neben den Großen zu Wort, versichern ihre freudige Kooperationswilligkeit, legen ihre Vorzüge dar.
Ob die junge Frau – Tawakkul Karman – “Funktion: Friedensnobelpreisträgerin 2011; Vorsitzende Journalistinnen ohne Ketten” aus dem Yemen weiss, was sie Syrien anhängen kann, wenn sie als Sympathieträger für das Embargo gegen das Land auftritt, oder aus ihrer teilnahmsvoll-kämpferisch klingenden Stimme nur die Naivität ihrer Lebensjahre spricht
ihr Auftritt, arabisch, mit farbenfrohem Kopftuch, ist aber sicher eine gute optische Aufhellung.

Das Panel: “Building a Euro-Atlantic Security Community” gibt mit Beiträgen von Westerwelle (“Federal Minister of Foreign Affairs, Federal Republic of Germany”), Hillary Clinton (“Secretary of State, United States of America”), Leon Panetta
(“Secretary of Defense, United States of America”), Anders Fogh Rasmussen (“Secretary General, North Atlantic Treaty Organization”, dem polnische Präsident Komorowski und Russlands Außenminister Sergey V. Lavrov Ideen zu einer “euro-atlantischen Sicherheitgemeinschaft” zum besten. Russlands Außenminister Lavrov bestätigt unseren Verdacht, dass “die geschichtlichen Ereignise immer schneller stattfinden”. Er mahnt an diesem Wendepunkt zur Abkehr vom dogmatischen Denken der Vergangenheit hin zu einer multipolaren Weltsicht, gemäß der weltweiten Entwicklung und Identitätssuche der Völker. Den Nahen Osten und Nordafrika nennt er als Beispiele dafür. Russlands Interesse bei der Mitgestaltung bei diesen globalen Modernisierungsprozess im Einklang mit Europa, der USA, aber auch ausdrücklich mit China, betont Lavrov. Kein System der Konfrontation – angesprochen auch der geplante “Raketenabwehrschild” der Nato – wolle Russland anerkennen. Sein Land strebe nach politischer Verantwortlichkeit, auch um nicht letztendlich als Opportunisten dazustehen. Unteilbare Sicherheit für alle – das sei die Mindestforderung seines Landes, und dafür sei es in der jüngsten Vergangenheit und werde auch in der Zukunft eintreten.

Russlands Anspruch als Mitgestalter einer sicheren Zukunft betonte in München auch der ehemalige Minister des Auswärtigen und derzeitige Präsident des “Russian Council on International Affairs” Igor Ivanov, der als Mitautor eine Studie der “Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden”, die “Euro-Atlantic Security Initiative (EASI)” vorstellt.
Das Papier einer “breiten Gruppe potentieller Akteure” aus “Regierungen, akademische Institutionen, dem privaten Sektor” Russlands, Europas und der USA – dort genannt: “Robert Bosch Stiftung, Calouste Gulbenkian Foundation, Carnegie Corporation of New York, Hurford Foundation, Robert & Ardis James Foundation, Nuclear Threat Initiative, Starr Foundation, Institute of World Economy and International Relations of the Russian Academy of Sciences, United World International Foundation”.
Die “euro-atlantische Zone” hätte im Vordergrund gestanden, ehemalige Staatslenker der USA, Russlands und Europas aus der Ära des Kalten Krieges hätten ihr Wissen und ihre Befürchtungen eingebracht – das “von Anfang an bestehende beiderseitige Misstrauen” sei so mit eingeflossen – die Initiative daher auch unter allen sicherheitspolitischen Erwägungen relevant.

Auch Sam Nunn, US-Senator, Zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer der “Initiative Nukleare Bedrohung”, neben Ivanow und Ischinger Mitunterzeichner des Papiers, hat EASI zum Thema, wenn er über Spielregeln sinniert, die die Gefahr atomarer Angriffe eindämmen sollen.

Im Gesprächskreis “America, Europe, and the Rise of Asia” ist Russland nicht vertreten. Der dritte geladene Russe, General a.D.; Generalsstabschef der strategischen Luftabwehrstreitkräfte, Mitglied der Global Zero Initiative, Victor Esin, referiert bei “Global Zero: Tactical Nuclear Weapons in Europe”. Die atomare Bedrohung weiß er noch immer als das größte Dilemma für die Welt, und anders als sein Kollege – “US-Vorsitzender von Global Zero”, Richard Burt, der Europa als den vorgeschobenen Brückenkopf beider Atommächte von strategischen Kernwaffen befreien zu wollen vorgibt, spricht der Russe von der “Reduzierung aller Atomwaffen – strategischer wie nichtstrategischer, dislozierter und nichtdislozierter”, dazu mahnt er Schritte zur Ratifizierung ausstehender bilateraler und die gemeinsame Ausarbeitung multilaterale Verträge an, – auch, um “China und anderen wichtigen Nuklearmächten” in Zukunft auf diesen Weg zu bringen.

China ist im Gesprächskreis “Amerika, Europa, und der Aufstieg Asiens” vertreten.
Der in einigen Staaten wegen Kriegsverbrechens gesuchte Henry Kissinger “(Chairman) Former Secretary of State of the United States of America; Chairman Kissinger Associates Inc., New York” – in Müchen hat er wohl nichts zu befürchten – eröffnet hier die Diskussionsrunde; bezugnehmend auf Obamas Neue-Strategie-Bekundung vom Jahresanfang meint er,
Sicherheitsfrage-Fragen hingen nur davon ab, wie die Gegenseiten aufeinander zugingen; “geschichtlich” bereits weiß er die Diskussion des Themas China aus der die Kräfteverteilung beachtenden Erwägungen der USA, “der Sitzordnung nach” wird auch Zhang Zhijun, “Vice Minister of Foreign Affairs, People’s Republic of China, Beijing” sich dazu als erster zu äußern haben.

Der versteht Asiens Aufstieg ein Lichtblick für die krisengeschüttelte westliche Welt; seine Entwicklung als Zeichen seines Lebenswillens aber zurückhalten zu wollen, müsse geächtet werden.
Sowohl Asien als auch Europa hätten “die Zivilisation stets geehrt”, erinnert er.
In Gesprächen zu Nordkorea und selbst Afghanistan sei China bereits über den eigenen Tellerrand engagiert – als starker Kämpfer für Sicherheit in Asien, und bekundet weiteres Interesse an einem kooperativen Kontinent
Wohl nicht nur an die Adresse Asiens bekennt Zhang Zhijun: “China verpflichtet sich zu friedlicher Entwicklung – als unsere Langzeitstrategie; und das sind nicht nur hohle Worte

Auch das wird ihm nicht nutzen – genau wie Russland wird China noch vor Sonnenuntergang auf die Achse des Bösen rücken – gerade wohl, weil es im UNO-Sicherheitsrat in diesem Sinne handelte.

Mammonschanz

“Die Demokratie” macht Kasse

Es mag für manchen arglosen Zeitgenossen nur wie die vorrübergehenden Belastung klingen, die schon ein hier bekanntes “Sprichwort” freundschaftlicher Beziehung prophezeit, sollte es eimal “um Geld” gehen – und mag im anschwellenden Konzert der undifferenzierten Schuldzuweisungen und starken Unterstellungen wenig oder lediglich amüsiertes Publikum gefunden haben – wir sehen in den Vorfällen vom Wochenende eine weiteren Erfolgsbeweis für die Anstrengungen aller möglichen “Führungseliten”, die wir auch im letzten Artikel behandelten: eine Politik zu betreiben, die nicht nur am Volk vorbei, sondern geradezu auf seine Vernichtung hinauslaufen muss.

Am Sonntag schrieb (z. B.) “Hamburger Abendblatt” online vor einem dieser unzähligen Eurorettungsgipfel:
“Die Debatte über ein zweites Hilfspakets für Griechenland wird härter: Angesichts wachsender Zweifel an der Reformfähigkeit des hoch verschuldeten Landes dringt die Bundesregierung darauf, dass die Politik der Regierung in Athen im Gegenzug für weitere Finanzhilfen notfalls unter internationale Kontrolle gestellt wird, und zitiert Deutschlands Wirtschaftsminister gegenüber “Bild”: „Wir brauchen bei der Umsetzung des Reformkurses mehr Führung und Überwachung () Wenn dies den Griechen nicht selbst gelingt, müssen Führung und Überwachung stärke(r) von außen kommen, zum Beispiel durch die EU.“
Aus “Berliner Regierungskreisen” wisse man, “dass Deutschland die Idee eines Sparkommissars oder eines Vetorechts gegen einen nationalen Haushalt in die Debatte auf EU-Ebene eingebracht hatte”, oder, kurz und knapp “Der Tagespiegel” am Montag: “Aus Berlin war am Wochenende der Vorschlag gekommen, dem völlig überschuldeten Griechenland die Hoheit über seine Haushaltspolitik zu entziehen und einem EU-Kontrolleur zu übertragen”.

Ob Athen nun lediglich etwas undiplomatisch vom eigenen Fehlern der letzten Zeit ablenken will, wenn es als Reaktion auf den Vorschlag Berlins das wohl allseits bis ins Unterbewußtsein der Völker eingebrannte Symbol für Fremdherrschaft, Völkermord, Zerstörung, Chauvinismus und selbstverherrlichenden Rassismus bemüht, oder Merkel einen Tag später vor der  Presse diesen Vorschlag nicht mehr vertritt, sich stattdessen um “Schadensbegrenzung (be)müht”, wie  “Der Tagesspiegel” meint, wenn er sie folgend zitiert: “Ich glaube, dass wir eine Diskussion führen, die wir nicht führen sollten.“ – in Griechenland funktioniert vielleicht auch aus geschichtlicher Prägung das Erinnerungsvermögen noch besser als auf der Seite der Täter; – um ein gesundes, allgemeinverständliches Argument, uns darüber zu mockieren, dass andere Völker “uns” nun eben wieder im Vormundschaftsstreben sehen, haben uns unsere Bonzen in Innen- und Außenpolitik, in den Krämerstuben des Geldkapitals, letztendlich bis in die Wirtschaft hinein, aber doch wirklich gebracht?
Im Zusammenwirken mit der von ihr gekauften “öffentlichen Meinung”, genannt die “Massen-Medien”…?

Vor nicht ganz anderthalb  Jahren schrieb “Bild” ganz groß in Okkupantenmanier erst: “Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen”, und vielleicht nur, um von der wahren Intention abzulenken, “… und die Akropolis gleich mit!”
Und weiter: “Auch wenn es vielleicht verrückt klingt: Wenn wir den Griechen doch noch mit Milliarden Euro aushelfen müssen, sollten sie dafür auch etwas hergeben – z. B. ein paar ihrer wunderschönen Inseln. …Tatsächlich ist es der größte Schatz der Griechen: 3054 Inseln, nur 87 davon bewohnt.
Und einen Markt gibt es! Derzeit bietet z. B. das Hamburger Maklerbüro Vladi Private Islands eine unbewohnte griechische Insel an
…Ob die Kanzlerin morgen mit ihrem Amtskollegen Papandreou bei dessen Berlin-Besuch die Insel-Frage anschneidet …?”

Wer hier lediglich gutgelaunten Populismus oder Gagenhumor eines nicht weiter ernstzunehmenden Blättchens (2, 7 Mio Auflage, zit. wikiped.) sehen will, muss nicht weiterlesen:
“Der Koalitionspartner rät dazu. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler zu BILD: „Die Kanzlerin darf keinen Rechtsbruch begehen, darf Griechenland keine Hilfen versprechen. Der griechische Staat muss sich radikal von Beteiligungen an Firmen trennen und auch Grundbesitz, z. B. unbewohnte Inseln, verkaufen.“
CDU-Mittelstandschef Josef Schlarmann: „Ein Bankrotteur muss alles, was er hat, zu Geld machen – um seine Gläubiger zu bedienen. Griechenland besitzt Gebäude, Firmen und unbewohnte Inseln, die für die Schuldentilgung eingesetzt werden können.“
Marco Wanderwitz, Chef der Jungen Gruppe in der Union, zu BILD: „Das Vertrauen in Griechenland ist schwer geschädigt. Wenn die EU und damit auch Deutschland den Griechen Geld geben soll, muss es dafür gerade im Sinne der jungen Generation auch Sicherheiten geben, die im Notfall verkauft werden können. Dabei kommen zum Beispiel auch einige griechische Inseln infrage.“

Dass solches Ansinnen selbst nicht ohne eine gewisse Tradition sei, fängt den Blick des Überflieger des Artikels dickgelettert nochmal am Ende, hinter dem verräterischem: “Übrigens: Schon einmal wurde der Kauf einer Trauminsel in Deutschland heiß diskutiert. Das war 1993 – und die Insel hieß Mallorca. Die Idee zweier Bundestagsabgeordneter setzte sich damals leider nicht durch” – obwohl sie keineswegs von politischen Nobodies gekommen war: Bild: “Einer der beiden war Peter Ramsauer (CSU) – heute Bundesverkehrsminister …”

In der Folge bohrte sich die Vorstellung von einer finanziell sorglos bis betrügerischen, frech auf die Barmherzigkeit bauenden, dabei aber unproduktiven Frührentner- und Beamtenseele der Griechen in die Köpfe der deutschen Medienkonsumenten. Was revidiert da viel, wenn “Die Zeit” im Wirtschaftsteil (Juni 2011) erkennt: “Das griechische Volk ist unschuldig. Die einfachen Griechen leiden am stärksten unter der Krise, die Eliten haben die Misere verursacht.”

Der Focus zeigte in jenen Tagen vor anderthalb Jahren in Gestalt der griechischen  Liebesgöttin höchstselbst den “Stinkefinger” den “Betrügern in der Euro-Familie – womit er “Griechenland”, aber vielleicht auch “Spanien, Portugal, Italien?” anspricht.
Es gab in der Folge einige Unruhen – in dem zum Aufmacher gehörenden Artikel im Heft wurde (Zit. Spiegel/Kultur: “die griechische Finanzmisere ausführlich beschrieben: Von säumigen Steuerzahlern war da die Rede, missglückten Bauvorhaben und verirrten Fährschiffen – alles in allem konstatierten die Autoren “2000 Jahre Niedergang” in Griechenland.” Athen stellte eine Prozess wegen Beleidigung in Aussicht, sollten sich Focusverantwortliche nicht entschuldigen, später wurde vertagt…

Die Zeitung „Eleftheros Typos“ revanchierte sich mit eine Fotomontage der Göttin Viktoria von der Berliner Siegessäule, wie sie nun in der salbungsvoll erhobenen Hand ein Hakenkreuz hält. Focus: “Im Text dazu hieß es: „Finanznazitum bedroht Europa“”

Diesmal, nur eineinhalb Jahre später – die den Griechen  auf ihrer Odysee auf den unbekannten Ozeanen des neun Geldflusses und schwindeleregend demokratiefernen Änderungen im Regierungsgefüge freilich wie wie eine Ewigkeit erschienen sein mögen – nun sollen diese Bemühungen (wikiped.?) lediglich Überlegungen bei den Brüsslern hervorgerufen haben über “Abgabe der finanzpolitischen Souveränität”, und ausgerechnet Deutschland will einen “Sparkommissar” entsenden?

Man ahnt sicher auch in Griechenland schon Schlimmstes, und hätte auch allen Grund, wenn dort nun heute die Finanzjongleure aus den Zeiten des gefälschten Haushaltsberichts Griechenlands in der Regierung angekommen sind – des Begleichens ihrer Schuld vor unsichtbaren Hintermännern auf Volkes Rücken sind Politiker heute ohnehin verdächtigt.

Aber sie werden dort auch wie die Scharfrichter ihrer eigenen Krise auftreten, als die Verwalter des nun so glücklich für sie auf uns gekommenen Mangels  – so wie wir Deutschen auch nur noch ein wenig länger relativ resistent gegen die Krise scheinen werden, nur weil viele Interessen hier noch zusammenlaufen.

Am Ende verbleibt das Volk, nachdem es die blutigen Ausseinandersetzungen geführt haben, geplündert, gemordet, vor Ruinen – und der ganze einstige Reichtum ist auf märchenhafte Weise dahin – bisher war das nie anders, so geht es Völkern unter Diktatoren; sei deren Diktat ein rassisches, sei es ein von Habsucht bestimmtes – über Leichen gehen sie alle ganz unbeeindruckt.
Die Leichen sind dann Griechen, Deutsche, Iranis….

An einen Konflikt mit einem ganz anderen Feind gemahnt dies Einschätzung aus London, im November 2011 in der “Times”. Die Welt übersetzt:
“Deutschland hat der Euro-Zone den Krieg erklärt”

 

 

Die Glücksritter ziehen weiter

 - die Knappen verbleiben dankbar mit gerechtem Lohn

In den ersten Neujahrstagen verkündete Obama ein Pamphlet: “Zur Aufrechterhaltung des globalen US-Führungsanspruchs”. “US-Präsident Obama hat eine neue Verteidigungsstrategie verabschiedet. Er setzt auf moderne Streitkräfte und richtet den militärischen Fokus auf den pazifischen Raum”, versimplifiziert am 6. Januar “Die Zeit”.

Schon im April des Vorjahres hatte – so erinnert am selben Tag “Die Welt” – “Obama dem Verteidigungsministerium Kürzungen von 400 Milliarden Dollar in der laufenden Dekade auferlegt”, und fährt fort in seiner Interpretation des “Dokument(s) …, “für dessen Vorstellung Obama ungewöhnlicherweise im Pentagon auftrat”: “Der Streit zwischen Weißem Haus und den Republikanern im Kongress über eine Anhebung des Schuldenlimits könnte das Pentagon zu Einsparungen von weiteren 500 Milliarden Dollar zwingen.

Doch unabhängig davon haben sich die Weltkarte ebenso wie die militärische Herausforderungen verändert”, kommentierte das Blatt das Geschehnis. “Ein Bekenntnis zu den transatlantischen Beziehungen” lese es in Obamas Auftritt, “aber auch () eine “Neugewichtung” der US-Präsenz in Europa.” Dies kündige “eine mutmaßlich nicht nur marginale Truppenreduzierung in Europa” orakelt die Zeitung und erinnert: “Voriges Jahr hatte sich der scheidende US-Verteidigungsminister Robert Gates in recht schroffer Form darüber beschwert, dass die europäischen Verbündeten viel zu geringe Verteidigungslasten trügen.”

Wurden wir in diesen Tagen des neuen Jahres nun Zeuge eines – unverholenen, aber damit nur noch zynischeren als sein Vorbild aus nicht zu ferner Zeit – Konstruktionspapieres einer Neuaufteilung der Welt – eines Obama – Ashton – Paktes? (Frau M. Ashton – “Catherine Margaret Ashton, Baroness Ashton of Upholland” – ist die alleinige Instanz – in “Personalunion für die Ämter des Hohen Vertreters für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik” und des Kommissars für Außenbeziehungen” (wikip.), die nach der administrativen Übernahme der EU-Mitgliedsstaaten durch Brüssel nun noch ihre – auch stille – Zustimmung geben müsste.) Oder verspricht diese “strategische Neuorientierung Amerikas” und ihre Auflage an die “Europäer” gar die Tragweite des Vetrags von Tordesillas vor 500 Jahren, mit dem die Weltmächte Portugal und Spanien sich gegenseitig ihre Stücke vom Kuchen Welt zusicherten?

Kaum von Obama ausgesprochen, eilt der Außenminister Deutschlands in die arabischen Revolutionsparadiese des vergangenen Jahres – Algerien, Libyen und Tunesien – um sich dort “ein Bild der Lage” zu machen.

Überall dort,  so war von verschiedenen Beobachtern gemeldet worden, sei einer anfänglichen Euphorie eine tiefe Frustration und Resignation gewichen. Überall dort seien im Vorfeld Agenten internationaler Geheimdienste am Werk gewesen, die eine Handvoll mitgebrachter oder am Rande der Gesellschaft rekrutierter “Revolutionäre” mit Know-How und Waffen ausgestattet hätten.

Nach Ägypten fährt der deutsche Außenminister nicht, obwohl, oder vielleicht weil, dort gleich Wahlen anstehen. Kurz darauf, so meldet “Die Zeit” am 15.Januar, wird der Ägypter El Baradei auf seine Kanditatur zur Präsidentschaft dort verzichten. Frustriert, wie es heißt (Deutschlandfunk, 15.01.2012 13:13), weil nach wie vor die gleichen Kräfte an der Macht seien.

Dieser Tage meldete der Spiegel: “Libyens neuen Herrschern entgleitet die Kontrolle”, und schon im letzten Jahr hatte Amnesty International den neuen Herrschern dort Folter unterstellt, Die Welt berichtete im September 2011 davon; und auch in Tunesien, soll, so berichtet Deutschlandfunk, muss die Freiheitsstimmung einer breiten Frustration gewichen sein und das Terrain, so vermuten Beobachter und Tunesier gleichsam, für radikale Gruppen freigeschossen.
Moslembrüder und Salafisten werden kurz darauf dann auch in Ägypten die Wahl gewinnen.

Westerwelle schwant nichts. Er ist stattdessen vor Hoffnung fast sprachlos, und auch der Leiter des Büros in Kairo der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung wertet dies sehr liberal – verglichen mit seinen merklich unversönlicheren Ausführungen über Syrien am Ende dieses Interviews gegenüber Deutschlandfunk (15.01.2012 13:15: Sendung: Informationen am Mittag, Interview Ronald Meinardus, Büroleiter Kairo der Friedrich-Naumann-Stiftung): “Wir in Europa müssten uns daran gewöhnen, dass die Ergebnisse dieser Wahlen vielleicht nicht immer so ausfallen, wie wir uns das wünschen. Die ganz große Mehrheit der Ägypter, wie ähnlich die große Mehrheit der Tunesier und vorher auch der Marokkaner, haben halt andere Vorstellungen in Bezug auf das Verhältnis von Politik und Religion… Es wäre voreilig, jetzt zu behaupten, das sind die iliberale, undemokratische und antidemokratische Kräfte, ich glaube, das sollte man erst nach einigen Jahren sagen, wo sie eine Chance hatten.”

Sind uns denn aber nicht, spätestens seit dem 11. September 2001 – ein “Prophet” damals hatte recht: Nichts wird seitdem mehr so sein, wie es war – unzählige “Beweise” der Gefahr seitens “Schurkenstaaten” für unsere Gesellschaft aufgezeigt worden, die eben gerade durch deren Ferne zu einer Demokratie, wie wir sie verstehen wollen, wegen ihrer “politischen Instabilität” aufkommen konnten, und war uns nicht geweissagt worden, dass dies Gefahr permanent wäre, solange die alten Kräfte dort am Werke seien?
Wenn der große Kampfverbündete auf der anderen Seite des Atlantik von einer Handvoll Höhlenbewohnern über tausende Kilometer bis ins Mark erschüttert werden konnte, was blüht den unmittelbaren Anrainern der aufgemischten explosiven Regionen in Nord- und Ostafrika, dem Balkan und Nahost.

Was der Orient einst mit “Deutschland” verband, hat ihm innerhalb einiger weniger Zahrzehnte die Freundschaft so radikal gekündigt, dass da (hoffentlich) auch nicht das Lavieren um die direkte Beteiligung am physischen Morden einer objektive Betrachtung im Wege steht – und damit dürfte sich die Reihe der vertrauenswürdigen Staaten Europas, abgesehen vielleicht von einer Handvoll allgemein expansions- und kolonisierungsuntüchtiger Randstaaten, in orientalen und afrikanischen Augen schon erschöpft haben. Andere “große Nationen” Europas hatten dort noch weniger Kredit…

Man wird uns Europäer sicher alle in einen Topf werfen können, zugesellen den Mördern und Invasoren des Abendlandes, die wir bis aufs eigene Blut mitunterstützten. Weder wird der Balkan, noch Afghanistan ein Auge zudrücken können, kämen die je wieder zu besonnener Betrachtung. Gerade sind wir kräftig dabei, es mit Iran zu vergeigen. Das europäische Interesse für Syrien ist beängstigend, und wohl nur seinen Vorstellungen vom “friedlichen Handel mit Afrika” sind die “Anschläge” geschuldet, die just dort wieder stattfinden [1] – mit “religiös verbrämten Fundamentalismus gegen Wahrheits- und Nächstenliebereligion” – Hintergrund, versteht sich [2].

Für die Werke der USA empfand Obama eitel Wohlwollen: “Die USA hätten den Krieg im Irak “verantwortungsvoll beendet”, die Terrororganisation al-Qaida auf den “Weg der Niederlage” gebracht, ihren im Mai getöteten Führer Osama Bin Laden zur Verantwortung gezogen und “signifikanten Fortschritt in Afghanistan” gemacht”, zitiert “Die Welt” am 6. Januar den Präsidenten; “Gleichzeitig müssen wir unsere Finanzen daheim in Ordnung bringen und unsere langfristige wirtschaftliche Stärke erneuern…”

Wir haben vollstes Verständnis – wenn Sie unseren Zeitungen glauben – Herr Obama – schließlich sind “Ihre” Finanzen auch die unseren wie wohl auch unsere mit Ihrer wirtschaftlichen Stärke verbandelt ist.
Mitte dieser Woche beschloss der Bundestag in Deutschland so auch die Fortsetzung Ihrer Mission in Afghanistan, von der ja auch, wie da schon einer sagte, neben Deutschlands Freiheit auch seine Handelswege geschützt würden; alle Diskussionen über tote deutsche Soldaten wegen falschverstandener Vasallenpflicht unserer Deutschland beherrschenden Parteien Ihnen gegenüber, alles Lamentieren über getötete Zivilisten waren ganz still; nur die vermeintlich verfassungsfeindlichen Roten moserten. Wir haben nämlich einen Außenminister der Umsichtigen-Buchführungs-Sonderklasse. Zitat im Morgenmagazin von ARD/ZDF: “Vorher weiß man oft nicht, was ein solcher Einsatz an Geld und Blutzoll kostet”.

Der Ko-Direktor des “Afghanistan Analysts Network” – Sitz in Berlin und Kabul – warnte im Dezember gegenüber der ARD: “Ich spüre eine große Verunsicherung und Angst unter den Afghanen, dass ihr Land erneut zusammenbricht und in einen noch blutigeren Bürgerkrieg zurückfällt. … Wir beobachten eine drastische Verschärfung der sozialen Gegensätze, die es früher in dieser Gesellschaft, die eigentlich relativ egalitär strukturiert ist, nicht gegeben hat.”

Und auch Obama verheißt wohl mit diesem Lehen für “Europa” nicht Friedensland, wenn er seine Beschränkungen auf den anderen Teil der Welt begründet wie im Januar: “Künftig haben die USA nicht mehr den Anspruch, zwei Kriege gleichzeitig führen zu können.”

Seine Sicht von der Afghanistanmission gab diese Woche unser Bundesminister der Verteidigung gleich nach dem Beschluss über seine einjährige Fortsetzung der Medie auf die Frage, ob der Kampfeinsatz 2014 auch dann endet, “wenn Afghanistan wieder im Bürgerkrieg zu versinken drohe”
“Wir haben bisher auf dem Fahrersitz gesessen und die Afghanen auf dem Beifahrersitz. Jetzt wechseln wir das allmählich. Und anschließend sind wir dann noch ein bisschen Fahrlehrer.”

Anmerkungen

[1]
21. Januar 2012, Deutschlandfunk
20:00 Uhr
: “Bei der Serie von Anschlägen im Norden von Nigeria sind weit mehr als 100 Menschen getötet worden. Das Rote Kreuz spricht inzwischen von mindestens 120 Toten, Ärzte berichten von mehr als 160 Opfern. Ziel der Attentate in Kano – der zweitgrößten Stadt des Landes – waren gestern mehrere Polizei-Einrichtungen. Zu den Taten bekannte sich die radikal-islamische Sekte Boko Haram. Sie hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Anschlägen mit vielen Toten verübt.
http://www.dradio.de/nachrichten/201201212000/2

[2]
14.Januar 2012, Deutschlandfunk
13:30 Uhr
Sicherheitskräfte inspizieren die Zerstörungen der katholischen Kirche St. Theresa nach der Explosion einer Autobombe in Madalla.

Mit dem Stopp der Subventionen für Treibstoff hat der nigerianische Präsident die Bevölkerung gegen sich aufgebracht…In Nigeria liegen die Nerven blank. Wegen der Anschläge der Terrorsekte Boko Haram trauen sich viele Menschen eigentlich kaum noch auf die Straße. Doch gehen sie auf die Barrikaden – gegen die Regierung.

Occupy Nigeria: In Lagos blockieren Demonstranten die Stadtautobahn, Autoreifen brennen, wichtige Häfen sind lahmgelegt, Flüge gestrichen, Geschäfte geschlossen. Der Generalstreik geht weiter – und eskaliert. Bei Zusammenstößen mit der Polizei starben bisher mindestens zehn Menschen. Im Zentrum der Kritik: Präsident Goodluck Jonathan. Immer weniger Nigerianer vertrauen ihrem Staatsoberhaupt.
…unregierbar erscheint Nigeria schon jetzt. Die Proteste werden immer härter, außerdem bekommt die Regierung die Terrorsekte Boko Haram nicht in den Griff. Bei islamistischen Anschlägen wurden allein seit Weihnachten mehr als 100 Menschen getötet. Der Staat wirkt hilflos, gelähmt, und die Angst geht um. Und dann taucht auch noch dieses Video im Internet auf: Imam Abubakar Shekau, der Anführer von Boko Haram, verteidigt darin die Angriffe auf Christen und erklärt, es handele sich um Rache für Anschläge auf Muslime.

“Wir sehen, wie das Land möglicherweise in einen Bürgerkrieg schlittert. Wir kennen die Pogrome, die es zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen gegeben hat. Wir wissen, dass sie aufgehetzt und manipuliert wurden – durch korrupte Politiker, die ihre Spuren verwischen, indem sie Chaos säen. Terroristen können einfach Gotteshäuser angreifen und wehrlose Menschen töten, und niemand stoppt diese Leute. Unsere Nation steht am Scheideweg. Das lässt sich nicht mehr leugnen.”

[3] Und auch diese Schlagzeile “Mali droht eine Hungersnot Folgen des Klimawandels” (auf Deutschlandfunk am 10.12.2011)
hat ihren Bezug auf “Kolonisierung Afrikas” und “europäische Vorstellungen von friedlichem Handel”

Wunderland

Wunderbar, wie über die Feiertage die Demokratie quasi über Nacht in Deutschland Einzug hielt – und dabei gleich auf den Richtigen traf – der Bundespräsident, oberste Figur im Lande, von ihr zerhackt und wohl bald fortgespült sein wird. Von einem Gottesgericht muss man wohl nicht ausgehen, angesichts der relativ geringen Vergehenen des Deliquenten – dieses hätte jeden, und Wulff vielleicht nicht zuerst, treffen können.

Die Medien überschlagen sich im Beitragen zur Bloßstellung des Bundespräsidenten, und wohl nicht nur Daniel Neun von Radio Utopie erscheint es wie “eine Hinrichtung in Zeitlupe”, und der “Deutschlandfunk” bring heute Mittag – da gab es ein Interview mit Lengsfeld – die “erste” Rücktrittsforderung aus der schwarzgelben Ecke

Wie sie sich alle nun so aufrüsten – auch das “soziale Netzwerk” soll, laut Lengsfeld, von Verachtung nur so triefen, dass sie sich ums Ansehen des Amtes sorge – können den Betrachter schon Zweifel kommen, ob vielleicht Wulff – Geheimbündelei hin, Geheimbündelei her,  nicht vielleicht aus unserer Sicht noch die bessere Besetzung des Postens war – mit dem verglichen, was uns nun angetragen würde.

Am späten Nachmittag hat Wulff wohl nun ARD und ZDF ein Interview gegeben (das beide Sender 20:15 ausstrahlen wollen); der MDR weiß 18:15, Wulff bleibe im Amt und bereue seine Fehler; uns ist damit freilich nicht geholfen – bleibt er, hat er wohlmöglich Zugeständnisse gemacht gegenüber seinen Peinigern, vielleicht in einen Pakt eingewilligt, der ihm deren Schweigen und Wellenglätten zugunsten seiner, seiner Fraus Integrität sichert, worauf er auf die Autonomität seines hochen Amtes verzichtet, die wir dringend benötigten als den Gleichrichter einer wildgewordenen Regierungsclique; dass Merkel gestern zum Erstaunen und Spekulieren der Medien über ihre Vorlieben zur Bereinigung der Causa Wulff kein Wort verloren hatte, heute am Nachmittag sich aber plötzlich klar zu Gunsten des amtierenden Bundespräsidenten aussprach, läßt auch hier den Eindruck entstehen, es gab langwierige Vorbereitungen auf den Auftritt heute Abend, und die Überwacher der Konditionen für einen Vergleich werkelten nicht unbedingt regierungs- und parlamentsnahe.

Anhang:
Grundgesetz, V. Der Bundespräsident – Auszüge
Artikel 57
Die Befugnisse des Bundespräsidenten werden im Falle seiner Verhinderung oder bei vorzeitiger Erledigung des Amtes durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen

Artikel 58
Anordnungen und Verfügungen des Bundespräsidenten bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung durch den Bundeskanzler oder durch den zuständigen Bundesminister. Dies gilt nicht für die Ernennung und Entlassung des Bundeskanzlers, die Auflösung des Bundestages gemäß Artikel 63 und das Ersuchen gemäß Artikel 69 Abs. 3.

[Artikel 63
(1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt.
(2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich vereinigt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.
(3) Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen vierzehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.
(4) Kommt eine Wahl innerhalb dieser Frist nicht zustande, so findet unverzüglich ein neuer Wahlgang statt, in dem gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Vereinigt der Gewählte die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich, so muß der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen nach der Wahl ernennen. Erreicht der Gewählte diese Mehrheit nicht, so hat der Bundespräsident binnen sieben Tagen entweder ihn zu ernennen oder den Bundestag aufzulösen.

Artikel 69
(3) Auf Ersuchen des Bundespräsidenten ist der Bundeskanzler, auf Ersuchen des Bundeskanzlers oder des Bundespräsidenten ein Bundesminister verpflichtet, die Geschäfte bis zur Ernennung seines Nachfolgers weiterzuführen.]

Artikel 59
(1) Der Bundespräsident vertritt den Bund völkerrechtlich. Er schließt im Namen des Bundes die Verträge mit auswärtigen Staaten. Er beglaubigt und empfängt die Gesandten.
(2) Verträge, welche die politischen Beziehungen des Bundes regeln oder sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehen, bedürfen der Zustimmung oder der Mitwirkung der jeweils für die Bundesgesetzgebung zuständigen Körperschaften in der Form eines Bundesgesetzes. Für Verwaltungsabkommen gelten die Vorschriften über die Bundesverwaltung entsprechend.

Artikel 60
(1) Der Bundespräsident ernennt und entläßt die Bundesrichter, die Bundesbeamten, die Offiziere und Unteroffiziere, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
(2) Er übt im Einzelfalle für den Bund das Begnadigungsrecht aus.
(3) Er kann diese Befugnisse auf andere Behörden übertragen.
(4) Die Absätze 2 bis 4 des Artikels 46 finden auf den Bundespräsidenten entsprechende Anwendung.

[Artikel 46
(2) Wegen einer mit Strafe bedrohten Handlung darf ein Abgeordneter nur mit Genehmigung des Bundestages zur Verantwortung gezogen oder verhaftet werden, es sei denn, daß er bei Begehung der Tat oder im Laufe des folgenden Tages festgenommen wird.
(3) Die Genehmigung des Bundestages ist ferner bei jeder anderen Beschränkung der persönlichen Freiheit eines Abgeordneten oder zur Einleitung eines Verfahrens gegen einen Abgeordneten gemäß Artikel 18 erforderlich.
(4) Jedes Strafverfahren und jedes Verfahren gemäß Artikel 18 gegen einen Abgeordneten, jede Haft und jede sonstige Beschränkung seiner persönlichen Freiheit sind auf Verlangen des Bundestages auszusetzen.

Artikel 61
(1) Der Bundestag oder der Bundesrat können den Bundespräsidenten wegen vorsätzlicher Verletzung des Grundgesetzes oder eines anderen Bundesgesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht anklagen. Der Antrag auf Erhebung der Anklage muß von mindestens einem Viertel der Mitglieder des Bundestages oder einem Viertel der Stimmen des Bundesrates gestellt werden. Der Beschluß auf Erhebung der Anklage bedarf der Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages oder von zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates. Die Anklage wird von einem Beauftragten der anklagenden Körperschaft vertreten.
(2) Stellt das Bundesverfassungsgericht fest, daß der Bundespräsident einer vorsätzlichen Verletzung des Grundgesetzes oder eines anderen Bundesgesetzes schuldig ist, so kann es ihn des Amtes für verlustig erklären. Durch einstweilige Anordnung kann es nach der Erhebung der Anklage bestimmen, daß er an der Ausübung seines Amtes verhindert ist.

Artikel 64
(1) Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen.

Artikel 65
Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener Verantwortung. Über Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bundesministern entscheidet die Bundesregierung. Der Bundeskanzler leitet ihre Geschäfte nach einer von der Bundesregierung beschlossenen und vom Bundespräsidenten genehmigten Geschäftsordnung.

Nachtrag 5. 1. 2012 – zur gefälligen Beachtung: terragermania: “…Wulff wird von denselben Kreisen geschlachtet, welche ihn ins Amt gehievt haben. Die honorigen Damen und Herren haben anfänglich befriedigt zur Kenntnis genommen, dass ihr Mann „00 Wulff“ bestens funktioniert und brav zunächst die Integrationsplatte aufgelegt hat, sich wie erwartet verhielt. Aber dann die Katastrophen:
1.) Bundespräsident Wulff ist keine Marionette und entwickelt plötzlich ein eigenes Bewusstsein.
2.) Volkswagen wird nicht den Heuschrecken geopfert. Wulff allein sorgte dafür, dass NRW die Sperrminorität behielt!
3.) Wulff allein sorgte dafür, dass ein ordentlicher Schwabe den durch üble Skandale untragbar gewordenen Bahnchef, Klaus „Meh-Dorn“ ersetzt. Wenn man sagte, Mehdorn ging über Leichen, so hat Wulff davor gesorgt, dass dieses Wüten ein Ende hat und die Bahn wieder in die richtige Spur gerückt wurde.
4.) Dann das vorläufige i-Tüpfelchen: Wulff trifft in seiner „Donnerhall-Rede“ in Lindau den Nerv unserer Bevölkerung und prangert den drohenden Verlust von demokratischen Werten an. Nichts Neues? Bis dahin vielleicht ja, allerdings setzt Wulff energisch nach und stellt die 17 Wirtschaftsnobelpreisträger, sowie rund 370 Ökonomen mitten in der größten Krise seit 1945 bloß: Er wäscht der gesamten Branchen samt allen Mitläufern mit seiner Generalabrechnung mit dem Irrungen und Wirrungen in der Finanz-, Schulden- und Euro-Krise förmlich den Kopf…”
Zitat, viel mehr und Dank: terragermania

Update: Deutschlandfunk, 22.01.2012
Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken über die Wahlen im Saarland, die Eurokrise und die Affäre Wulff, Auszug:

Frage: Herr Gysi, zum Abschluss müssen wir über den Bundespräsidenten reden. Christian Wulff hat öffentlich auf 240 Seiten auf Fragen von Journalisten geantwortet. Ist für Sie damit der Kern der Affäre, nämlich die Kreditgeschäfte mit der BW-Bank um die Finanzierung seines Eigenheimes aufgeklärt?
Gysi: Wissen Sie, es gibt ja mehrere Probleme in diesem Zusammenhang. Das eine Problem ist die Kreditfrage, weil ich ja weiß, wie da andere Ermittlungsverfahren laufen, wie da Strafverfahren laufen. Dann haben wir die Sache mit dem meines Erachtens völlig idiotischen Anruf beim Chefredakteur der BILD-Zeitung und der noch idiotischeren Idee, dem auf die Mailbox zu sprechen. Das ist ja nun überhaupt gar nicht mehr nachvollziehbar. Aber das meine ich alles nicht. Ich sage Ihnen, was mich stört und was wir im Augenblick überhaupt nicht repariert bekommen. Ich sage Ihnen, der Bundespräsident ist nicht mehr souverän.
Frage: Warum?
Gysi: Er ist jetzt abhängig von Frau Merkel. Frau Merkel unterstützt ihn, damit auch die Union, halbherzig noch die FDP, obwohl es auch immer mehr kritische Stimmen in der Union gibt. Und wenn Frau Merkel sagen würde, er ist wirklich nicht mehr zu halten, dann ist er am Ende. Das weiß er. Dadurch wird er abhängig von Frau Merkel. Ich möchte aber einen Bundespräsident, der überparteilich ist, der souverän ist, der auch mal die Regierung kritisiert, oder der zum Beispiel ein Gesetz, das der Bundestag oder vielleicht auch der Bundesrat beschlossen hat, das offenkundig grundgesetzwidrig ist, nicht unterzeichnet. Das hat unser vorhergehender Bundespräsident Köhler drei- oder viermal gemacht.
Frage: Und das trauen Sie Herrn Wulff jetzt nicht mehr zu?
Gysi: Zur Zeit nicht, nein. Das würde er sich nicht trauen, weil er weiß, dass Frau Merkel dann so sauer ist, dass die ganze Stimmung kippt. Und das können wir uns nicht leisten. Wir brauchen einen souveränen Bundespräsidenten.

Kanzler reden Kanzlerreden.

Vielleicht hab ich als Ossi nur Verfolgungswahn vor diesem mantrahaften Plappergesang der “Agit-Prop”  – wie im Osten der Stab im Dienste der “Einheitspartei” hieß, der die Verlautbahrungen fürs Volk  verfasste, das Eiapopeia zum Diktat der Einheitspartei, sozusagen; so habe ich Merkel am Diktus als “ein Mädchen aus dem Osten” wiedererkannt, noch bevor mir Gerüchte über ihre Verbandlung mit dem SED-Regiem in der DDR bekannt waren; so nur, mit dieser Abwesenheit vom Gesagten, im Trance fast, kann vortragen Plattheiten mit traurigoptimistischmahnendsiegesgewisser Stimme, wer sich über Inhalte jeden eigenen Gedanken verbieten muss  – wenn es, wie im damaligen wie auch heutigen Fall, um Augenwischerei und Durchhalteparolen für die noch weiterhin profitable Masse geht.

Eine “Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin” lockt wohl ohnehin keinen Hund vom warmen Ofen, ein paar Blätter aus der regierungspolitiknahen Presse steuerten Kritik/Lob/Prognosen am/zum Festhalten an den Euro bei – na ja… Ernsthaft möchte man sich auch nicht beschäftigen mit solch nichtssagenden Zeugs von, nun schon, vorgestern.

Es ist wohl nicht nur Merkels Moskauer Schulung, dass dreimal stramm an der Gegenmeinungen vorbei lautstark und im Brustton der Überzeugung Verlautbartes beim vierten Mal als unumstößliche Wahrheit gilt? Dass dieses darauf folgende, gespielt traurige, aller Hoffnungen auf Deine geistige Gesundheit bare Herabschauen auf Dich, der Du nun immer noch Zweifel hast, nicht etwa Deine Wut entfacht, sondern Du Dich entlädst in der Eintracht einer Einheitsmeinung – nicht nur das Problem von Personen mit “sozialistischen”  Hintergrund sein kann?

Was redet sie aber eigentlich, inhaltlich – ihrer Linie entwichen wird ja auch diese Ansprache nicht sein – lässt also (Ver)Führungsinhalte vermuten.

“Anfang dieses Jahres begannen die Menschen in Nordafrika und Nahost, in ihrer Region die politische Ordnung entscheidend zu verändern. Im März wurde Japan von einem gewaltigen Erdbeben, einer furchtbaren Flutwelle und in der Folge einer verheerenden Reaktorkatastrophe heimgesucht. Im Herbst wurde der siebenmilliardste Erdenbürger geboren…”
– dies seien zwar “nur ganz wenige Ausschnitte aus dem zurückliegenden Jahr”, aber schon hier ziehe sie den Schluss:  “2011 war ohne Zweifel ein Jahr tiefgreifender Veränderungen.”

Unmittelbar schwenkt sie von Außensicht auf Innensicht (was bei ihr “wir in Europa” heißen muss) – lassen Sie uns noch eine wenig über die mögliche Intention der Kanzlerin spekulieren, gerade diese “Ausschnitte” gewählt zu haben:

Einen GAU in Atomkraftwerken hat es immer schon gegeben, die meisten wurden vertuscht, dieser aber weltweit medial um die Ohren gehauen, und vielleicht auch um einiges übertrieben. Der Eisatz von nanopartikelverdampfender Nuklearmunition seitens der Nato in “Krisengebieten” weltweit mit noch ganz ungemessenen “Strahlenwerten” und Nachwirkungen hätten Merkel ebenso in den Sinn – Ausschnitt – kommen können. Krieg ist aber Freiheit, klar – aber was ist dann Atomenergie?
Aber gut – ein Unglück, mit beachtlichem Potential – wohlmöglich; das Volk wird schon wissen, warum es die lieber abgeschaltet sieht…
Gut also, dass wir  im selben Jahr, “im Herbst den siebenmilliardesten” Erdenbürger begrüßen konnten? Was aber ist die Geburt des “siebenmilliardensten” Menschen? Eine Veränderung von einem Siebenmilliardstel – und das Ausschitt in der Kanzlerinnenrede?

Was lenkt ihr Augenmerk – hier wird die Intention des Heraushebens wohl am unklarsten – aber auf die “Menschen in Nordafrika und Nahost”, die “in ihrer Region die politische Ordnung entscheidend zu verändern” begannen?

Merkel weiß noch besser als wir, dass all diese politischen Neuordnungen nicht Resultat demokratischem Neubesinnens sein müssen – um es gelinde und unter der Vorstellung einer völlig dem Studium der Weltpolitik abholden Staatenlenkerin zu formulieren? Brachte es nicht gar die Bild? “CIA. MI6. Mossad.” – wo überall? – “Revolutionen vorbereitet”?

Was läßt die deutsche Kanzlerin die “Revolutionen in Nahost/Afrika” aufhorchen, innehalten, einen Ausschnitt fassen? Dass eine regiemekritische Neuorientierung die Runde mache, und vielleicht in Europa – “bei uns” – Schule? Das dürfte selbst dem naivsten amtierenden Kanzler hierzulande ein Gräuel sein – es sei denn, er bereitet einen Umsturz vor…
Demokratisierungsstabilisierende Kräfte senden, nach Nahost/Afrika? Polizisten schulen, Brunnen graben? Arbeitslosigkeit verringern? Die Weichen für eine staatsunverantwortliche Söldnerarmee müssten gestellt sein – Blackwater, oder wie sie jetzt heißen, machen es global längst vor. Hartz4entzug bei Weigerung, eine Putzstelle bei einem Natogeneral in Ostjerusalem anzunehmen?
“Polizisten und Soldaten unter Einsatz ihres Lebens…, zu Hause und in vielen Regionen der Welt” – denen dankt sie weniger mühevoller Worte – vielleicht nicht Gedanken – später auch.

Ein freiheitsliebendes Deutschland in einem dem Finanzkapital solidarisch erlegenen Europa – diese Vision hat die Kanzlerin dann beim Innenblick. Deutschland, und das zeigt sie wieder, hat sie aber längst gestrichen – es dient nur noch symbolisch zur Aktivierung der letzten Ressourcen
Typisch in dieser Ansprache wieder das namenlose Heer der Unterstützer einer Idee, der Staatsführer Merkel fiktiv dankt, obwohl doch alle Umfragen zum Thema Großeuropa eher eine Minderheit  als Unterstützer gerade dieser “Idee” bestätigen. In der DDR war es die “zahllose Heerschar der Arbeiter, Bauern und Intellektuellen, die dem stetigen Fortschritt (dort hieß es Sieg) der Idee (dort: von einem Weltkommunismus) all ihr Wissen, Können, Denken, Trachten -  alle ihre Energie opferten.

Wir erkennen die Agenda der Neuen Welt-Regierung wieder, die Merkel fördert – in allem ihren Basta!s haben wir das, und auch hier erkennen wir den Rapport an die wieder, die die Weltherrschaft am konstruieren sind. (Dass Merkel, “die mächtigste Frau Europas”(??), auch dann nur ein winziges dienstbares Teilchen war und der Olymp ihr versperrt, ahnt sie wohl noch nicht?)

Wir, die wir die angemaßten Weltbeherrscher studieren – “Globalisten”, Gleichmacher, Neutralisierer, Schafstreiber, Entinitäten unbestimmter Herkunft, nicht nachfolgbaren Fortgangs – , wir hören und verstehen wiederum: “Europa, äh Deutschland – Agenda immer im Auge: Wohlstand (-sanspruch) herabfahren, Population herabfahren, global denken und Ziele in Nordamerika oder Nahost anvisieren bei eventuellen Machtgelüsten – eiligst mit der Umstellung sich zu befassen versichert Eure treue Dienerin.”

Weiße Weihnacht

Schlechter als diese fiese Mischung aus Nässe, Kälte und Lichtlosigkeit konnte selbst ein Winterwetter wohl nicht ausfallen?

“Wetter” – als brächte die Natur solch Widersetzliches hervor wie die klimatischen Neuerungen der letzten Jahre – will ich es nun auch nicht mehr nennen; Wetter, glaube ich, findet zunehmend außerhalb des für uns Bodenbewohner sichtbaren Bereichs statt – “über den Wolken”, oder, auch das bedarf einer Sprachkorrektur – über dieser, jahreszeitlich bedingt, wasserhaltigen und damit undurchsichtigen Masse, in trockener Jahreszeit jenseits des braunen oder zirrhuswolkenähnlichen Schleiers am braunblauen und, bei bestimmten Sonnenstand, bereits weißem Himmel [1].

Einen ganzen Frühling, Sommer und Herbst lang hab ich den Blick wieder nicht vom Himmel lassen können und auf einem Dutzend Gigabite an Bildern und Videos mit Grausen das Werk der “Geoengineers”, der selbsternannten “Erd-Ingenieure”, wie man aus dem Amerikanischen übersetzen müsste, festgehalten. “White Sky” – “Weißer Himmel” – eine noch vor kurzem unglaubliche Phrase aus dem ästhetisiertem Vokabular der Himmelschmiede – diesen weißen Himmel haben diese “Ingenieure” nun fast schon über uns gebracht.

Momentan ist von Weiße freilich nichts zu sehen, auch sieht man nicht die Tiefflieger über uns ihre Muster ins Himmelsblau sprühen. Dennoch kann man sie hören, wie sie im Schutz des am Himmel aufgehangenen Filzlappens kreisen, Stunde um Stunde, Tag und Nacht. Im Sommer, bei noch halbwegs durchsichtigem Himmel, geschieht dieses großflächige Zusprühen im Schutz der Nacht. Es klingt dann, als wären an nicht allzu ferner Stelle Traktoren am Bestellen der Felder – wem dieses monotone, behäbige und dauerhafte Geräusch aus landwirtschaftlichem Gebiet bekannt ist.

Militärflieger sollen es sein, die Nato soll für das Einsprühen verantwortlich sein – und wohl auch nur über Nato-Ländern, einschließlich der Schweiz und Österreich – wurde es bisher beobachtet.

Haben Sie wieder nichts bemerkt? Keine künstlichen Wolken noch etwas anderes als hin und wieder ein paar Kondensstreifen gesehen? Meinen, es sei ein normal warmer Sommer gewesen – und eher zu warm, als dass da oben ein wirkungsvoller Schleier die Sonnenhitze abhielte? Dieses Licht wie von 25-Watt-Glühbirnen an manchen Sommerabenden, eine Stunde etwa vor Sonnenuntergang, nicht bemerkt? Das zunehmende Fehlen von Niederschlägen? Die Antriebslosigkeit ihrer Saatpflanzen im Frühjahr?
Mich macht es in der Seele krank – zu allem Übel dazu.

Dass diese Streifen am Himmel Aluminium enthalten, ist fast schon gewiss. Tests von Niederschlägen legen das nahe. Aluminium ist ein stark reaktionsfreudiges Element und giftig im Naturkreislauf, es verseucht Lebewesen, Boden und Gewässer. In Nanopartikelgröße nochdazu, der verehrten neuen Größe für trojanischen Pferde, soll das Alu dort oben ausgekippt werden – Nanopartikel kennen im Körper keine Grenzen, durch Venenwände, Organe, durch die Zellen an sich gehen sie locker durch; Mediziner fanden in den Toten dieser Tage Aluminiumablagerungen, wie sie nach ihrer Meinung nur bei Menschen mit jahrelanger Aluminiumkochgeschirrbenutzung und einem Leben in Aluminiumbekleidung plausibel wären; das Vorhandensein von Nanoteilchen war der kleine, aber feine Unterschied zwischen den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe – mit fürs Volk, ohne für die Behörden und das Militär.
Strontium und  Barium sollen weitere Zutaten der Chemieköche dort oben sein – die Elite ließe diese Chance nicht aus, in diese Gemisch auch ein Detektormedium einzubringen, um an ihren weltumspannenden Überwachungsplänen weiterzuarbeiten – Barium könne in Verbindung mit Aluminium elektrische Ladungen verteilen und verstärken. Als Bariumoxyd wäre es auch in der Lage, in der Atmosphäre Wasser einzusammeln [2] – dass das stattfindet, belegen die oft wassserschweren Himmel – Ungetüme von schwarzen Wassersäcken schleppten sich hier im Sommer über die Berge, “schwere Gewitterfronten” machten sich, ohne einen Tropfen zu verlieren, davon, begleitet von einem permanentem, schepperndem Grollen – und das sollte ein Sommergewitter gewesen sein!

Mehr als Spekulieren können wir nicht; Anfragen an Behörden werden ignoriert oder als blanke Einbildung hingestellt, als der Stoff für lächerliche Verschwörungstheorien, werden bestenfalls kryptisch beantwortet [3]
Auch Greenpeace, Wetterstationen und Bundeswehr sehen nichts, wissen nichts, sagen nichts [4].

Der Kreis der neurotischen Spinner und Verschwörungstheoretiker wird aber eher größer. Russlands und Venezuelas Staatsführung bezichtigen USA und Nato, mittels dieser Chemiebrühe und leistungstarken Niederfrequenzsendern Unwetter- und Hitzekatastrophen über den Feind zu bringen. Als um die Atomreaktoren in Fukushima herum die Erde bebte und während dieser Zeit die Niederfrequenzanlage “Haarp” in Alaska ungewöhnlich stark sendete, gab es mit einem Mal eine Erklärung für die Heftigkeit und Permanenz der Beben [5].
Bis 2025 “das Weter zu besitzen”, soll heißen: das Wetter weltweit selbstzumachen und sich damit strategischen Vorteile zu sichern, gehört längst zu den Planspielen US-amerikanischer Krieger [6].

Quellen
[1] Chemie- oder Kondensstreifen? http://www.chemtrails-info.de/chemtrails/contrails-chemtrails.htm.
[2] vermeintliche Inhaltsstoffe der Chemtrails (“Chemtrails” – als Abwandlung von “Contrail” – Kondensstreifen) http://www.chemtrails-info.de/chemtrails/chemikalien.htm#Top
[3] hier, letzter Abschnitt http://volksauge.wordpress.com/2011/04/08/im-himmel-nichts-neues/
[4] http://www.chemtrails-info.de/seite.htm
[6] http://www.abovetopsecret.com/forum/thread59281/pg1

Artikel hier auf volksauge, die das Thema tiefer behandeln:

Über vermeintliche Zusammenhänge von metallischen Leitern in der Ionisphäre und Niederfrequenzsendern http://volksauge.wordpress.com/2010/04/25/verspielte-jungs/

[5] Das Erdbeben von Fukushima als geostrategisches Kriegsspiel?
http://volksauge.wordpress.com/2011/04/08/im-himmel-nichts-neues/

Über die Ignoranz im deutschen Verschwörerstaat bezüglich der Aktivitäten am Himmel über uns
http://volksauge.wordpress.com/2010/03/07/killin-us-softly/

Eine fotografische Himmelsbeobachtung über meinem Heimatort im Sommer 2010 http://volksauge.wordpress.com/2010/06/24/am-himmel-spinnen/

Erstmals nahm die UNO das “Phänomen” wahr. Diese Video berichtet http://www.youtube.com/watch?v=9nTGrYlt1zc&feature=related

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Im Himmel nichts Neues

Die Partikelspur zum Supergau

Noch immer ist der Zenit über uns weiß bis grau, noch immer registrieren wir diese ominösen Schleierwolken, die mit kondensstreifenähnlichen Ausscheidungen der Flugzeuge beginnen, sich im Laufe einiger Tage so verdichten, dass selbst die Sonne, auf die wir doch so warten, sich nicht durchsetzen kann.


Wieder war von Vielen an den ersten Sonnentagen auch dieses Jahres zu hören: “Ich hab mich von der Sonne täuschen lassen – aber es ist bitterkalt.” Das passierte wieder auch Menschen, die lange schon auf diesem Planeten weilen – was sie – unterstellt deren gewisse Routine und Verbundenheit mit dem “Draußen”, der Natur – vielleicht zu besonderen Zeugen macht.

Im letzten Jahr konnten wir die Flora befragen, dafür ist es dieses Jahr noch zu früh. Eine Freundin wunderte sich vor kurzem: “Plötzlich, von heute auf morgen, blüht alles! Vorgestern noch kein gelber Schimmer an der Forsythia – heute der Busch in vollster Blüte; und die Frühjahrsblüher, eigentlich immer alle schön nacheinander, kommen plötzlich alle zur selben Zeit?”

Und verblühen auch ebenso schnell wieder. Der Frühling, was hier das Erwachen und die Entfaltung der Natur meinen will, schien 2010 extrem kurz. Ob sich dies auf messbarem Gebiet – in der Nahrungsmittelproduktion – bereits negativ auswirkte, kann wohl in Gesamtheit der negativen Witterungsbedingungen von 2010 nicht eindeutig differenziert werden – es folgte ein niederschlags-, und mit einem mehr oder weniger transparentem alten Filzlappen anstelle eines Himmels -  auch lichtloser “Sommer” -  und nach langem frustriertem Dahindämmerns- am kümmerlichen Wuchs erkennbar – ging dann ausgerechnet das Signal: “Fruchtbildung schnellstens zuende bringen” an die Flora, als das nährende Manna endlich einsetzte und nicht mehr aufhörte, bis es die ohnehin mickrige Brut erstickt hatte. Die auf die auf Notreife gestellte Natur – alles eine Frage des Lichts, an dessen Temperatur (°K) liest die Pflanze die Zeit ab und darum in Verbindung zu “Chemtrails” vielleicht nicht ohne Belang – versank im Dauerregen, die Ernte konnte nicht eingebracht werden, das spärliche Korn verfaulte am mickerigen Halm, Kartoffeln wurden Matsch – der gestiegenen Preise später wegen vielleicht noch nicht vergessen. (mehr unten bei [1])

All diese zufälligen Launen der Natur – angefangen beim völligen Fehlen eines klaren Himmels – an einem Wochenende im Mai, anlässlich eines Flugverbotes, erinnerte ich mich wieder, was das wirklich meint – bis zum Ausbleiben von Niederschlag, Wachstumsbeinträchtigungen, Missernten – bis hin zu Überschwemmungen, Dürre und Waldbränden – ließen sich bereits mit unserem spärlichen Wissen auf die kondensstreifenartigen Ablagerung an unserem Himmel zurückführen.

Auskunft erhalten wir nicht, darum der Spekulationen reichlich. Wer behauptet, nicht zu sehen, wenn er da hochschaut, sei da bereits außen vor – dazu zählen auch Bundesumweltamt und Greenpeace.  Hier und da, in langatmigen Ausführungen versteckt, darf hin und wieder die Presse des Imperiums andeuten: “Geoengeneering. Ja.” – und plappert dann von unserm Schutz vor wahlweise Wärmestrahlung oder UV, welchen ein derart bearbeiteter Himmel uns brächte – würde es je gemacht. Aber…” – das verbale Reiben des Daumens gegen den Zeigefinger soll das Ganze wie die Vision einer wohlhabenderen Zukunft erscheinen lassen.

Wir allerdings registrieren bereits das, was im Programm der Planeten-Neu-Designer steht:
Den Licht- (und damit Wärme-) Einfall dezimieren im Sinne einer Abfederung des Treibhauseffektes – einer Katastrophe durch Überhitzung des Planeten.

Alle bisherigen seriösen relevanten Messungen allerdings belegten keine Klimaerwärmung. Die Temperaturanstiegs-Kurve des “Weltklimarates”, der wir als den gewaltigsten statistischen Beleg dafür aufgesessen waren, hat sich als dreiste und makabre Fälschung erwiesen, die behauptete Klimaerwärmung verlor wieder ihre Salonfähigkeit – das Sprühen in der Stratosphäre ging dennoch weiter und vermehrte sich augenscheinlich noch. Die zaghaft vorgebrachten Argumente für eine guten Absicht hinter der Himmelsverschmutzung sind damit widerlegt.

Das Gegenteil scheint sogar der Fall zu sein. “Zeitenschrift” erinnerte 2006 (“Chemtrails: Leise rieselt das Gift”), die USA “haben das Ziel, das Wetter bis zum Jahr 2025 zu ‚besitzen‘, sprich, global nach ihrem Gutdünken manipulieren zu können. Dies besagt eine offizielle Abhandlung, welche auf einer Webseite der US-Air Force nachgelesen werden kann. „Owning the Weather in 2025“ ist deren Titel. Es spricht von „cloud seeding“ (Wolkensäen), was bedeutet, daß man die Wolken mit bestimmten chemischen oder klimatologischen Eigenschaften zu versehen gedenkt. Eine Passage darin verrät, Spezialisten seien schon zur Zeit der Niederschrift (1996) dabei, Chemikalien aus hochfliegenden Tankerflugzeugen zu versprühen. Der Zweck dieser Versuche liege darin, eine „atmosphärische Verdunkelung“ herbeizuführen. () Die Abhandlung enthält auch einige besonders niederträchtige Strategien. So wird der Air Force unter der Überschrift „Weather Modification“ empfohlen, in der nahen Zukunft das Wetter insgeheim so zu manipulieren, daß weltweit Katastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen begünstigt würden. Dann solle systematisch bekannt gemacht werden, über welche Fähigkeiten zur Wetterbeeinflussung das Militär bereits verfüge. Die mürbe gemachte Öffentlichkeit würde bald um Hilfe vor den schrecklichen Naturkatastrophen bitten, die in Wirklichkeit genau von jenen Wettermanipulatoren verursacht worden waren – womit die Wettermanipulation gesellschaftliche Akzeptanz gewonnen hätte.”

Im Oktober 2010 hatte gar eine aus 193 Mitgliedern bestehende UN-Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) ihre zehnten Tagung in Japan mit einem Moratorium gegen Geo-Engineering-Projekte und -Experimente beschlossen. Deutsche Medien ignorierten das vollständig.

In den USA erschien neulich eine Dokumentation von Fachleuten über Chemtrails (hier mit deutschen Untertiteln). Nach dieser enthalten Chemtrails einen hohen Anteil an Aluminium. Da Aluminium wegen seiner hohen Reaktionsfreudigkeit als toxisch für Mensch und Umwelt angesehen werden muss und in Chemtrails seine Partikel mit einer Größe unterhalb eines Mikrometers vorkommen (ab 8 min., 30 sek.), widerlegt bereits hier angesichts der Kontaminierung von Menschen und Umwelt mit Langzeitfolge jegliche gutmeinende Absicht. Wir wissen nicht zuletzt um die erhellende Wirkung des Sonnenlichts auf das menschliche Wesen, was mit dessen Gehalt am lebenswichtigen Vitamin D eine Erklärung abseits von lediglich psychologisierender Bertrachtung gefunden hat – und verstehen zunehmend “Geo-Engeneering” als weiteren beachtlichen Beitrag in der Agenda der Reduktion der Weltbevölkerung. Wie sich die von dieser Dezimierung Ausnehmenden unter den Folgen ihre weitere Existenz vorstellen, blieb uns zwar bisher verborgen – dass der Saatgut- und Pestizit-Tycoon “Monsanto” an aluminiumresistenten Pflanzen forscht, scheint uns aber ein Fingerzeig zu geben, dass sie daran gedacht haben.

Haarp-Anlage Alaska foto: Vynith

Spekuliert wurde auch immer über einen möglichen Beitrag der Chemtrails bei der Anwendung elektromagnetischer Waffensysteme. Die Anlage HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program – Hochfrequentes Aktives Aurora-Forschungsprogramm”) in Alaska ist ein hochfrequenter Sender für elektromagnetische Wellen und hat, wenn das auch vom vom Betreiber – US-Nayy und -Airforce – energisch bestritten wird, wohl das Potential zu einer globusweit wirksamen “Skalarwaffe”.
In einem Bericht an das Europäische Parlament (hier, s.u.: “HAARP – Ein klimabeeinträchtigendes Waffensystem”) von 14. Januar 1999 über Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik, erklärte jedenfalls der “Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten, Sicherheit und Verteidigungspolitik”: “HAARP ist ein Forschungsprojekt, bei dem mit einer bodengestützten Anlage mit einem Netz von Antennen, die alle mit einem eigenen Sender ausgestattet sind, Teile der Ionosphäre(24) mit starken Radiowellen erwärmt werden. Die erzeugte Energie heizt bestimmte Teile der Ionosphäre auf, was auch Löcher in der Ionosphäre und künstliche “Spiegel” herbeiführen kann. () HAARP ist für viele Zwecke einsetzbar. Durch Manipulation der elektrischen Eigenschaften in der Atmosphäre lassen sich gewaltige Kräfte kontrollieren. Wird dies als militärische Waffe eingesetzt, können die Folgen für den Feind verhängnisvoll sein. Durch HAARP läßt sich ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufladen als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle.”

Dem SDI-System, angestrengt zur “Raketenabwehr unter dem amerikanischen Präsidenten Reaggen im Kalten Krieg in den 80ern (“SDI”, Wikiped.) und die Technik der Skalarwellen nutzend, wird bereits die Zerstörung des Atommeilers Tschernobyl 1986 nachgesagt (mehr darüber hier).

Wegen des verwendeten Aluminiums kamen die Chemtrails nun wieder in diesen Kontext: Was mit HAARP energetisch wohl nicht leicht bewerkstelligt werden konnte – wie, schmunzelnd über unsere Paranoia, zumindest verschiedene Fachleute versichern – könnte nun, bei Vorliegen eines ausgedehnten leitfähigen Mediums – alle Länder der Nato und einige darüber hinaus machen beim Geo-Engeneeering mit – ein Kinderspiel sein. Inzwischen gibt es weitere Anlagen, die nach der Wirkungsweise von HAARP arbeiten. „Laut „India Daily“ besitzen heute viele Staaten solche Skalarwaffen zur Umwelt- und Menschenbeeinflussung. (zit. auch hier) – Norwegen und Brasilien die bekanntesten.

Ende vergangenen Monats erhielten solche Theorien weitere Nahrung. In einem Interview erklärte die Wisseschaftlerin Leuren Moret*, “… dass die Vorgänge in Japan seit dem 11.03.2011 das Ergebnis eines beabsichtigten Aktes einer tektonischen Nuklearkriegsführung seien, die sich gegen die Ökologie und Bevölkerung Japans und der Nationen der nördlichen Hemisphäre richte” (zitiert nach politaia.org).

Schon 2004 hätte sie in einen vielbeachteten Artikel in der Japan Times (23. 5. 2004 “Japans tödliches Spiel mit dem nuklearen Roulette”, (zitiert auch hier) vermutet, welches wohl die Gründe zum Bau von Atommeilern in seismisch aktiven Gebieten seien. Leuren Moret sagte dort voraus, dass “es keine Frage ist, ob eine nukleares Desater in Japan passieren kann oder nicht, sondern dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis dieses passiert. Wie die frühere Sowjetunion nach Tschernobyl wird Japan ein radioaktiv verseuchtes Land sein, das unter Strahlenkrankheiten zu leiden hat;  zukünftige Generationen werden zerstört und und eine weitflächige Verseuchung der landwirtschaftlichen Flächen wird zu einer Katastrophe bei der Volksgesundheit führen. Die Wirtschaft wird sich möglicherweise nie mehr erholen.” (zitiert nach www.politaia.org)

Schon einmal, im Bericht des Journalisten Benjamin Fulford (Forbes) über sein Gespräch mit dem ehemaligen japanischen Finanzminister Hezo Takenaka, soll Japan mit einer “Erdbeben-Maschine” bedroht worden sein – auf Fulfords Frage: „Warum haben Sie die Kontrolle über das japanische Finanzsystem an eine Gruppe von amerikanischen und europäischen Oligarchen ausgehändigt?”, soll Takenaka von einer Bedrohung Japans mit solch einer Erdbebenmaschine gesprochen haben (zit hier). Takenage wurde 2002 Staatsminister für “Financial Services” und legte das Amt 2005 nieder (n. Wikiped.).

In dem Interview Ende vergangenen Monats beschreibt Frau Monet nun “das tektonische Nuklearwaffensystem als ein ausgereiftens Waffensystem, das aus mehreren sich gegenseitig ergänzenden Komponenten besteht und den Start einens tektonischen Nuklearkrieges praktisch von jedem Computersystem zu Lande, zu Wasser, in der Luft und vom Weltraum  ermöglicht. Jede Region der Welt” könne damit attackiert werden.
Notwendig dafür nennt sie “HAARP – zum Erzeugen von elektromagnetischen und skalaren Wellen, die in seismischen Spannungsgebieten/tektonischen Bruchkanten des Planeten (auf denen sich die meisten Atomkraftwerke befinden)  Erdbeben und Tsunamis auslösen.” und als  ““Steuerungsmedium” für Luftmassen in der Troposphäre (), die mit hochtoxischen strahlenden Partikeln wie Plutoniumstaub angereichert sind (aus den Reaktorexplosionen), und die an beliebige Orte gesteuert werden können und durch künstliche Niederschlagsbildung dort Menschen und Umwelt verseuchen” sowie “Chemtrails, die in diesem Falle als elektromagnetische Spiegel für die HAARP-Wellen dienen, um so die Prozedur an jeden beliebigen Ort des Planeten ausführen zu können”, desweiteren “Atomkraftwerke als Quellen der radioaktiven Verseuchung” und neben “Satellitensystemen, U-Booten und anderen Komponenten () Computerviren, wie Stuxnet, die Havariesituationen in den Atomkraftwerken hervorrufen, wie dies in Japan der Fall war” (Zit. wie oben) – und wie sie auch Anfang des Jahres, wir erinnern uns, in iranischen Atommeilern für Ausfälle gesorgt haben sollen.

Ein Blick auf die Aktivitäten der Anlage um den 11. März (grüne Linie Zeitpunkt des Bebens mit Stärke 9) herum zeigt dort eine enorme Betriebsamkeit.

Zum Vergleich: Wie rechsstehend kann der Kurvenverlauf des Magnetometers über Tage oder auch Wochen aussehen. (Seit dem erneuten Beben in Japan gestern ist die Seite im Internet nicht  aufrufbar.)

Unzählige bisherige Versuche, Informationen über das “Phänomen” Weißer Himmel (beschrieben etwa hier) oder gar eine Untersuchung oder Beendigung der Himmelsverschmutzung zu bewirken, liefen in den Sand und zuguterletzt auf eine Verunglimpfung der Aktivisten als “Verschwörungstheoretiker” hinaus. Mit “demokratischen” Anstrengungen scheint, wiedereinmal, und daher uns nicht neu, der Sache nicht beizukommen sein. Auf  einem Schweizer Blog bezüglich eines Artikels, der auch über die Verschmutzungen in der Atmosphäre spekulierte, veröffentlicht eine Kommentatorin ihren E-Mail-Wechsel mit der „Zentrale der Grünen in Berlin“. Sie hatte, nach ihren Angaben, dorthin u.a. geschrieben: „Es gibt eine Internetseite eines Grünen-Ortsverbandes (gemeint ist diese, m. Anm), der die Chemtrails als „Verbrechen am Himmel“ bezeichnet. Was sagen die Grünen in ihrer Zentrale dazu? Gibt es die Chemtrails also doch?“
Sie zitiert wie folgt die Antwort aus Berlin: „Es gibt ein modernisiertes Gerät basierend auf den Forschungen von Wilhelm Reich, einen Chembuster (Link und alles im Anhang) (- dort nicht veröffentlicht, m. Anm.). Vielleicht ist Ihnen hiermit geholfen, bis wir eine politische Lösung gefunden haben.“
Auf ihre erneute Nachfrage: “Die Grünen suchen also eine politische Lösung der Chemtrail-Frage? Ist die denn nötig? Wie soll die denn aussehen, interessant!!!!!Was bitte sollten die Bürger darüber wissen????” wich der Mitarbeiter in der Grünen-Zentrale auf Allgemeinplätze aus, und so bleibt in diesem politischen System auch nicht die Hoffnung  auf eine politische Lösung – auf die angedeuteten Chembuster hingegen schwört eine zunehmende Anzahl Menschen, die diese gebaut und ihre erstaunlichen Wirkungen gesehen haben wollen. Ganze Netze von Cluod- und Chembustern, auch in Deutschland, scheinen im Entstehen, und die Ernsthaftigkeit und intellektuelle Gestütztheit diese Unterfangens könnte ein Nachdenken über diesen zugegeben märchenhaft anmutenden Versuch der Selbsthilfe bewirken. Dieser Mann hier bereist seit Jahren ganz Afrika zu diesem Zweck, ein Interview mit ihm soll daher hier das Thema schmackhaft machen.

Vielleicht nicht bis, sondern während von uns nach einer politischen Lösung gesucht wird, ist uns erstmal so geholfen? Glaube ist Hoffnung, und Glaube soll ja Berge versetzen können.

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Update 12. April 19:00h, youtube-video, merkwürdige Lichterscheinungen als Begleiterscheinung der Beben in Japan

Anmerkungen, weitere Quellen

*Leuren Moret ist Geophysikerin, unabhängig als Wissenschaftlerin und gesuchte Expertin beim Thema “Atomare Strahlung und Gesundheit”, auch unter Würdigung des Einsatzes von Uranmunition.

[1] Zur Erntesituation 2010 siehe http://volksauge.wordpress.com/2010/08/18/alle-reden-nur-vom-wetter/

Weitere Artikel in diesem Blog zum Tema Chemtrails: “killin’ us softly” , “am himmel spinnen”, “alle reden nur vom wetter”, “der mai hat aufgehört” und Skalarwaffentechnik, -anwendung – “verspielte jungs”

Oben bleiben!

Zu beneiden sind Sie dieses Wochenende nicht, liebe Landsleute in Baden-Württemberg! Nun haben Sie mehr als alle anderen in diesem Land die Illusion gehabt, mit Ihrer Wahlstimme über etwas von Wert zu verfügen – und müssen es nun bis morgen, Schlag 18 Uhr, eingelöst haben – wieder nur für Plunder,werden Sie schnell feststellen! Ich sehe sie jetzt schon – wer immer die Wahl für sich entscheidet – wie sie mit geschwollenem Kamm herumstolzieren, als hätte der Wähler auch großartig die Wahl gehabt.
Dann ist der Rausch vom Ernstgenommenwerden wieder verflogen?

Seien Sie froh, dass der trügerische Schein gleich vorbei ist! Wir wissen doch längst, wie “Demokratie” in Deutschland funktioniert? Oder meinte wirklich noch jemand, die Macht ginge hier vom Volke aus? Lobbyismus, wohin man schaut; Filz, Korruption, Vetternwirtschaft, Machtmissbrauch, Kompetenzübertretung – und alles straffrei, sollte es, trotz der hörigen Medienbranche, doch einmal auffliegen.

Dass unsere jeweiligen Wahlsieger vielleicht schon vorher feststehen – davon hat man auch gehört? Dass unmittelbar nach Besuch einer deutschen Figur aus Politik (oder Wirtschaft – das mag uns hier aber nicht gleichstark interessieren) zum Beispiel bei gewissen, alljährlich von den Besitzern oder Verwaltern des global grassierenden Finanztums abgehaltenen “zwanglosen Zusammenkünften” – geheimgehalten, polizeilich und von Geheimdiensten bewacht, an wechselnden Plätzen in der Welt – deren politische Karriere hierzulande einsetzte? Bei Merkel war es so, bei Westerwelle. Cem Özdemir soll letztens dorthin eingeladen gewesen sein – er hätte aber abgelehnt und lieber in Berlin demonstriert, was er dann auch mit Bildern von dieser Demo beweisen konnte. Eine Selbstverständlichkeit, möchte man meinen – ist es deutschen Politikern doch bereits per Grundgesetz strengstens untersagt, sich hinter dem Rücken ihres Volkes zum Klüngeln oder wofür auch immer einzuschließen. Geschweige denn, dass die bei den strippenziehenden Mächtigen ohne soziale Empfindung zum Casting antanzten, die uns ja vereinen und repräsentieren sollen gerade gegen jene?

Wer mit der vermuteten Agenda – offiziel wird nichts bekannt, wie gesagt; wir sehen nur, wohin die Politik ihrer herzitierten Besucher führte und führen wird – wer mit der vermuteten Agenda der “Bilderberger” (wie dieser Kreis der Mächtigen sich nach seinem ersten Tagungsort in den Fünfzigern benannte) etwas vertraut ist, dabei vielleicht noch von deren Affinitäten (und personellen Überschneidungen) zu Trilateraler Kommission und dem Orden Opus Dei weiß, könnte sich Özdemir – als Träger des Grünen Gedankens, nicht explizit charakterlich – dort recht gut zugehörig vorstellen. Sehr könnte die von Grün verlautbarte Ankündigung ihres Weges ebendieser erahnten Agenda der zu globaler Macht Strebenden dienen.
Aber gleich ist ja das nächste gemütliche Beisammensein bei Bilderbergers…

Ein x-beliebiges Programm bei Grün liest sich so auch wie aus dem Bilderbergerbilderbuch. Wer dessen Inhalt ahnt, lese unter dieser Sicht mit – alle anderen seien wenigstens verdutzt über die “Unstimmigkeiten”, die hier “irgendwie” bestehen:
Das Grüne Sofortprogramm: “Wir Grünen haben die Konzepte, das Land neu zu gestalten und den Willen, Baden-Württemberg kraftvoll zu regieren.”

(“Wir haben die Wahrheit, kraftvoll werden wir sie durchsetzen” – wer so schon zwischenzeilig liest, versteht vielleicht nichts von Wahl-Kampf oder ist mit seinem misstrauenzerfressenem Geist ohnehin nicht in der Lage, das zugegebenermaßen spärliche Gute neben all dem Bösen noch wahrzunehmen; dem da ausgerechnet Kissinger vor Augen springt, der alte (und nicht alternde) Haudegen , angeklagt zahlloser Beihilfen, zumindest, zu Kriegsverbrechen im großen Stil, glaubhaft verdächtigt der aktiven Beihilfe zu Massenmord, nur weil der auch zum Inneren Kreis bei “Bilderberger” gehört, verdirbt sich mit dem Geständniss solcher Assoziationsketten möglicherweise den Allgemeine Nachvollziehbarkeitswillen – ich werde auch gleich zu bodenständigen Betrachtungen zurückkehren – aber sich vorzustellen, dass der vielleicht schon um die latente Kaltschnäuzigkeit der niedlich-unbedarft-besorgt daherkommenden Ain’tShe – unserer Bundeskanzlerin von heute – wusste – mit einer Äinschie des Volkes wären wir doch nicht hierhergekommen, wo wir uns noch immer in gefälliger Gesellschaft derer bewegen, denen unsere Angeschlagenheit gut zupasse kommt.)

Weiter im Grünen Sofortprogramm: “Und wir wissen, welche drängenden Aufgaben wir als erstes anpacken wollen. 14 konkrete Vorhaben werden wir in der Landesregierung im Kalenderjahr 2011 angehen.
Dabei werden folgende Leit(z)iele unser Regierungshandeln bestimmen:
* Ökologische und soziale Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft
* Bessere Bildung
* Echte Bürgerbeteiligung
* Nachhaltiges Haushalten”

Es beginnen die 14 Punkte:
“1. AKW-Laufzeitverlängerung vor dem Bundesverfassungsgerichts zu Fall bringen und eine konsequent sicherheitsorientierte Atomaufsicht praktizieren…
Baden-Württemberg soll die Chancen der Erneuerbaren Energien nutzen, statt sie im Bundesvergleich aller Länder am längsten mit Atomstrom auszubremsen und weiter Atommüll anzuhäufen. Mit der von uns angestrebten Abwahl der jetzigen CDU/FDP-Landesregierung würde die Zahl der Länder, die eine Laufzeitverlängerung ablehnen, weiter wachsen. Eine grün geführte Landesregierung wird sich der Klage der Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bremen, Brandenburg und Berlin anschließen. Denn der Beschluss von Schwarz-Gelb im Bund, die Laufzeitverlängerung im Atomgesetz ohne Zustimmung des Bundesrats zu verankern, ist nach unserer Einschätzung verfassungswidrig. Diese Auffassung wird selbst durch Rechtsgutachten gestützt, die vom CDU-geführten Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben wurden. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass die geplante Laufzeitverlängerung mit einem entsprechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts und einer sich daran anschließenden Abstimmung im Bundesrat zu Fall gebracht werden kann. Ungeachtet dessen werden wir dafür Sorge tragen, dass seitens des Umweltministeriums eine konsequent sicherheitsorientierte Atomaufsicht praktiziert wird, die auch die aus der Laufzeitverlängerung resultierenden zusätzlichen Anlagenrisiken (z.B. Auslegung gegen Flugzeugabsturz, Materialbeanspruchung und versprödung, Austausch veralteter Komponenten und analoger Leittechnik u.a.m.) berücksichtigt. Denn mit Neckarwestheim I und Phillipsburg haben wir zwei der störanfälligsten AKWs im Land.”

Das ist wohl auch ein sehr anschauliches Wahlkampfthema, und findet sich daher, gerechtermaßen sicher, gleich an erster Stelle. Für die ihre Sorge im ganzheitliche Zusammenhang vorstellenden “Grünen” – ob Welt-, Landes- oder Ortsverband, fällt aber das Fehlen des (vermeldeten) Interesses an einer Verbesserung der Endlagersituation auf. Doch auch gut ausschlachtbar im Kampf gegen die “Vorgängerregierung”? Fast so peinlich wie damals Joschka Fischers Verkauf eines in Deutschland stillgelegten AKWs an China zum Weiterbetrieb. Und das Programm nicht sagt: Alle AKW in Baden-Würtemberg haben eigene Zwischenlager. Und dass die abgewrackten dann auch wieder, möglichst end-, gelagert werden müssen. Und das ist die Mache der Neuen Weltinordnerer: Alle wie die Kaninchen auf eine ferne Vision starren lassen, um sie von den schnellwachsenden Felsbrocken abzulenken, die sich stetig auf dem Weg dorthin auftürmen.

Die Alternativen zum Stillgelegten stellen sie sehr schön dar:
“2. Wir beseitigen die planungsrechtlichen Hürden und schaffen ein positives Klima…”

Nein. Kein Zwischendenzeilen-Einwand der Art – “Für den Ausbau der Windenergie das positive Wetter schaffen”. Das tun sie ja bereits, wenn auch nur unbewusst vielleicht oder aus Not, in den Koalitionen mit den dafür bekannteren Machtkreisen. Auch nichts gegen “Klima der Annahme schaffen” – das kann auch echtes Bemühen im eigenen Besorgsein bedeuten. Wie sie dieses Klima allerdings schaffen wollen, verrät die Erläuterung zu Punkt 2 nicht. Da ist vorerst nur von Landnahme die Rede:

“Wir reformieren das Landesplanungsgesetz. Die bisherige Gesetzesvorgabe, dass für die Windkraft nur Ausschluss- und Vorranggebiete geplant werden können, nicht jedoch Vorbehaltsgebiete wie in den meisten anderen Bundesländern, wird geändert. Regionalpläne, in denen ungeeignete Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen sind, sollen nicht mehr zugelassen werden. Zudem wollen wir Anlagenstandorte außerhalb bestehender Vorranggebiete planerisch sichern. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Altanlagen möglichst bald durch moderne, leistungsfähigere Windkraftanlagen ersetzt werden können. Um zukünftig an diesen Standorten moderne, leistungsfähige Anlagen installieren zu können, werden wir die vorhandenen Höhenbeschränkungen in den Vorranggebieten aufheben. Rheinland-Pfalz ist der Beleg dafür, dass bei einem konsequenten Ausbau mittelfristig 10 Prozent des landesweiten Strombedarfs durch Windenergie gedeckt werden können.”

Beim “Bundesveband Windenergie e.V” liest man in den “Länderinfos” zu Rheinland-Pfalz dann auch folgendes: “Das „Land der Rüben und Reben“ ist traditionell ein Stromimportland. Die SPD-Landesregierung möchte den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch, der derzeit rund 11,5% beträgt, bis zum Jahr 2020 auf 30 Prozent steigern.
Wenn man nur die „leistungsfähigsten Anlagen der heutigen Generation“ einsetzen würde, könnte mit lediglich 60% der bestehenden Anlagenzahl 30% des Jahresstromverbrauches von Rheinland-Pfalz erzeugt werden.”

Auch in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung an Windenergie gesteigertes Interesse. Dort hat sie den “Entwurf eines neuen Windenergie-Erlasses” vorgelegt. “Damit würde die rein ideologisch motivierte Blockade des Ausbaus der Windenergie durch die Vorgängerregierung aufgehoben und der Weg für mehr Klimaschutz in NRW geebnet” – begrüßt dort BUND und NABU die Vorlage (zit. hier bei nabu.de)
Weiter heißt es dort: „Der naturverträgliche Ausbau der Windenergie ist unverzichtbar, wenn wir die Klimaschutzziele erreichen wollen“, sagte Paul Kröfges, Landesvorsitzender des BUND. „Wir halten einen naturschutz- und menschenverträglichen Ausbau der Windkraft auf bis zu 2 % der Landesfläche für machbar. Dafür müssen allerdings die ideologisch motivierten Restriktionen der schwarz-gelben Vorgängerregierung beseitigt werden.“

(Ein Schmankerl für die, die Schlichtung gesehen haben, nach der obligatorischen Klage des Zitiertenüber Zustände in seinem Bundesland: “Dabei lägen gerade im Ausbau der Erneuerbaren Energien enorme Potenziale zur Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes NRW”.)

Auch Grün kann das nur beklatschen: “Wie der Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) () will Rot-Grün die Windkraft im Land weiter ausbauen. Zuvor hatte die Schwarz-Gelbe Regierung strenge Beschränkungen für neue Windräder aufgestellt und den Ausbau der Windkraft damit erheblich erschwert. Remmel sagte dazu: „Wir werden den Windenergie-Verhinderungserlass der Vorgängerregierung durch einen Windenergie-Ermöglichungserlass ersetzen.”, schreibt energieblog24.de, und weiter: “Geplant ist, dass der Erlass zur Aufhebung der Restriktion im Bereich der Windkraft bereits im März in Kraft tritt.”

Dabei ist so ein Windpark nicht einfach mal schnell eingestielt. Zumal, so wird Remmels Aussage fortführend zusammengefasst, wenn mittels dieses “Windenergie-Ermöglichungserlasses”: “… beispielsweise die aktuell festgelegte Maximalhöhe der Windräder von 100 Metern aufgehoben werden (soll). Grund für diese Beschränkung war für CDU und FDP die Bewahrung des Landschaftsbildes. Heutige moderne Windräder können sind allerdings bis zu 200 Meter hoch.” kein zitirfehler http://www.energieblog24.de/windkraft-nordrhein-westfalen/
“Auf insgesamt 2 Prozent der Landesfläche sollen Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen werden.”

„Unverzichtbar bleibt allerdings eine regionalplanerische Steuerung der Ausweisung von Windkraft-Vorranggebieten. Hier sehen wir noch Nachbesserungsbedarf“, mahnt der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck an.”, wird bei nrw.nabu.de weiter zitiert:„Im Windenergie-Erlass sollte die verbindliche Verpflichtung zur textlichen und zeichnerischen Darstellung der Vorranggebiete verankert werden, um lokales Klein-Klein zu verhindern.“ Durch die im Erlass-Entwurf definierten Tabubereiche wie z.B. Naturschutz-, Vogelschutz- und FFH-Gebiete würden die Anforderungen des Naturschutzes ansonsten weitgehend erfüllt.”, denn “Auch die Eröffnung der Möglichkeit zum Bau von Windenergieanlagen in intensiv genutzten Nadelwaldforsten sei aus Naturschutzperspektive akzeptabel.”

Dagegen redet z. B. windland.ch aus der Schweiz über ähnliche Pläne dort unter der Überschrift “Das Grosse Halali auf den Wald ist eröffnet”: Beim Bau müssen die Waldstrassen massiv verbreitert werden, Bäume links und rechts der Waldautobahn werden gerodet. Es muss neben dem eigentlichen Bauplatz für die Windkraftanlage auch noch eine etwa fünfmal so grosse Fläche für die Baumaschinen und die Arbeitsplattform gerodet werden. Beim Rückbau (Geri Müller:” Man kann das alles spurlos entfernen!“) muss die Waldstrasse wieder verbreitert werden oder bleibt praktischerweise gleich auf 4 Meter Breite anstelle der ursprünglichen 2 Meter Breite.”

“Wer das als ökologisch bezeichnet, soll sich doch so eine Baustelle mal genauer anschauen.”, schlägt der Schreiber vor, und zeigt diese beiden Fotos (eines Autors Mathias Kreh, Deutschland) (hier und hier)

“Das grösste Problem”, so dort dann aber weiter, “ist aber die entstehende Lichtung im geschlossenen Wald. Nachdem der europaweit massiv den Wald schädigenden Sturm Lothar 1999 über die Lande gezogen war, konnte eine professionelle Analyse die Ursachen klar eingrenzen. Das Dokument „LOTHAR – Ursächliche Zusammenhänge und Risikoentwicklung“ bezeichnet die Lücken im geschlossenen Waldgefüge als grösste Ursache der massiven Schäden”.
Zitiert wird dieses Analyse (dort auch als pdf-Dokument abladbar) z. B. auf: “Seite 33: „Untersuchungen im Windkanal lassen annehmen, dass die Schaffung von Lücken grösser als eine Baumlänge entscheidend wirken könnten. … Dank grösseren Zwischenräumen in den Kronen steigt die Bewegungsamplitude der verbleibenden Bäume; der Dominoeffekt wird dann offensichtlicher. Sind einmal einzelne Lücken gebildet, tritt der Wind mehr in die Lücken ein und bildet Turbulenzen, welche den Lückenrand in Windrichtung destabilisieren (GARDINER et al. 1997). Ab einer bestimmten Auflösung des Bestandes kann die Netzwerkwirkung der Gerüstbäume nicht mehr funktionieren und die Kohärenz der Struktur hält nicht mehr Stand. So genügen bei fortgeschrittener Auflösung des Bestandes wenige starke Böen, um flächige Schäden zu verursachen.“

Wieder einmal kann man glauben, oder kann es lassen – die Panzer der Umgestaltungswut rollen unbeeindruckt, und warum nicht mit Grüngeschminkten im Cockpit. Wie läßt B. Traven so sinngemäß im “Totenschiff” über den aufkeimenden Kommunisten in Europa sagen: “Warum sollte ich sie hassen? Aus den schlimm Verfolgten sind oft noch schlimmere Verfolger geworden…” Macht macht blind.

Siegesgewissheit auch?
Können sich die mit den Schlichtungsgeprächen zu S21 Befassten erinnern, wie die Koalition der Unwilligen, zu der auch die Grünen von Badem-Würtemberg und BUND zählten, der Bahn das Schönrechnen der aus S 21 hervorgehenden wirtschaftlichen Zukunftserwartungen für Stuttgart und das Ländle nachwiesen? Denen könnte gewahr sein, über welch einflussstarke Beziehungen die Interessenlobby verfügt, wie sie unvehohlen die Politik unter der Knute hält und selbst in Mathematik und Naturwissenschaft mit neuen Regeln aufwarteten darf? Welcher Pein der logisch Denkende ausgesetzt war angesichts der von Bahn und Politik gemeinsam betriebenen Ignoranz des gesunden Menschenverstandes, wie oft er sich der geistigen Ohnmacht nahe fühlte unter dem allesverhüllendem Singsang der Lobbyisten?
Dem mag ein Klick auf diese Seite diesem übelerregende Gefühl wieder näherbringen, wo es ebenfalls um Betrug am Volk geht, um “systematische Fälschung der Leistungsprognosen” auch hier zur Durchsetzung beim Bürger unbeliebter und ihm schadenbringender Projekte geht, und – ganz am Thema – um Falschrechnungen durch den Windvermarkter Suisse Eole zugunsten seiner Projekte.

Waren es doch Kretschmann und Palmer, die fast gebetsmühlenartig und am Ende doch ohne Erfolg appellieren mussten, den Fokus der Faktenschlichtung auf die einzig interssierende Frage zu lenken, die bei der Offenlegung der Pläne zum Projekt “Stuttgart 21″ – und die wohl, schlicht formuliert, unserer Verständnis von “Demokratie” allgemein wiedergibt – die Präferenz haben müsse? “Kosten – Nutzen – Abwägung” war die Forderung der Grünen im Stuttgarter Rathaus – Was bekommt der Bürger für sein Geld, für seinen Verzicht auf Bewährtes, Geliebtes, als Gegenwert für die nun einsetzende und fast zehn Jahre anhaltende Störung seiner Ruhe und des gewohnte Ablaufs im Leben seiner Stadt?

Neben den Kosten-Nutzen-Abwägungen müsste Grün klar machen, wie es energetisch den Grundstein für seine neue Energiepolitik legen will. Das weiß der Kretschmann – wer ihn bei der Schlichtung sah – auch: Windräder, Solarzellen, (‘was vergessen?) – die Herstellung all dieser feinen Sachen ist sehr energieintensiv. Noch dazu, wenn scheinbar Windeseile oberstes Gebot ist: Wie werben sie für den Atomausstieg? – “2017 können wir den Stecker ziehen”. Wir kennen doch den Laden, oder? Ziehen “wir” dann dort den Stecker – Wahlversprechen ist Wahlversprechen! – und haben noch nicht rechtes Alternatives geschaffen? Wie gemütlich, wie urwüchsig alternativ! Sitzt Deutschland friedlich bei Kerzenschein, und draußen heult der Wolf…
Die Windenergiegewinnung dürfte ja kaum über ihre Grundlagenforschung hinaus sein. Ihr Strom – Gleichstrom – kann nicht gespeichert werden. Windstille Tage – auf die wir ja auch weiterhin wenigstens spekulieren wollen – sind dann elektroenergetisch stille Tage. Wer weiß, dass die Grünen die Chemtrailattacken protestlos mitansehen, kann sich auch den Grad der Effizienz von Solaranlagen unter deutschem Himmel ausmalen. Etwas vergessen? Dass Solarzellen leicht unter UV zerbröseln, und ihre ganzen giftigen Bestandteilchen um das Haus herum den Boden kontaminieren, vielleicht. Und sich ein weites Feld zur Kooperation mit der Wirtschaft auftut hinterm Umweltschutz und man ja sehen wird, wie die Grünen der Versuchung widerstehen!
Tragisch, dass mit den verpatzten Auftritten solcher Pakte immer dem Geist, unter dem sie sich vorgeblich sammelten, Schaden zugefügt wird.
Und diesen Tipp an Hartz-IV-Kostgänger vielleicht noch – begehren Sie bald nach Wahlerfolg von Grün einen 1-€-Job als Krötenüberdiestraßeträger. Da brauchen Sie sich nicht später an der MaPoT (Man Power Turbine) zu schinden;-)

Ja, und so hat “Das Grüne Sofortprogramm” mit dem Versprechen: “Wir Grünen haben die Konzepte” weitere 12 Punkte aufgeführt. Ich hinterlasse sie Ihnen als Link in den Quellenangaben. Ich bin nur noch darübergeflogen. Thema Gentechnik hab ich gesucht – vielleicht mit unbegründbarer Ahnung, wo die nach dem erfolgten Atomausstieg benötigten Energieträger zu befürchten sein, vielleicht, weil mir der Grünen ganzheitliche Weltsicht vor Augen springen möge – gefunden hab ich keinerlei Aussagen zur Gentechnik. Und dass die “Umweltschützer”-Koalition bei Treibhausgase – von denen sie nicht gelassen hat – nicht mehr explizit “CO2″ in den Mund nimmt.

Bisher sehe ich einen guten Beitrag zu Neuen Weltordnung, wie sie fühlbar gerade über uns kommt – mit Krisen, “Natur”-Katastrophen, Ressourcenvernichtung, entfesselter Gewalt des Staates “im Interesse” einer immer weniger zustimmenden, dafür immer mehr betonten Mehrheit; und das nicht nur bei S 21 – womit wir wieder im Ländle wären, wo ich mich gefreut hätte, dem Wähler von Morgen seinen vorgefassten Wahlbeschluss überdenklich gemacht zu haben.

Letzter Satz. Eigentlich soll Journalismus auch Wege aufzeigen. Liebe Baden-Württemberger – dieser Artikel muss das leider schuldig bleiben. Wie das geht – dass der Bürger eine Regierung in seinem Sinne wählt, ist ein gesamtdeutsches und grundlegendes Problem – morgen wohl noch nicht zu beheben…

………..
update 16:00: Sie wählt Mappus: Video, videogold.de
weitere Wahlhilfe s. Kommentar
update II 16:30, Video, youtube, weniger humoresk
update III 23:21 gerade gefunden, wenn auch hundealt; dennoch – dringliche Sehempfehlung: Video, alpenparlament.tv Sollte Grün nicht wissen, wovon hier die Rede ist? Dürfte einen echten Freund der Harmonie (Gottes – oder der Natur halt) dieses keiner Untersuchung wert sein? Der Interviewte spricht davon, dass sie es nicht wahnehmen wollen. Freunde, ich glaub besser denGrünen und BUNDlern und Greenpeacern – kein Wort! So blind kann man nicht sein; die leben klar davon, dass die Probleme sich verschärfen…
des updatens heute kein Ende – IV, neu, über Katastrophenangst als Einnahmequelle, Video
update V, 28. 3. 22:45 stevenblack.wordpress.com: …Beispielsweise seit etwa ca. den 1985 er Jahren, macht sich Herr Volker Beck aufrichtige Sorgen, um die – ja, wirklich, es ist so – “rechtlich harte Situation für Pädophile”. Lieb, gell, der Herr Beck?! Kindersex ist Menschenrecht – Volker Beck (Grüne)…”…viel mehr noch dort
………..
Quellen: Das Grüne Sofortprogramm

Dagegen redet z. B. windland.ch aus der Schweiz über ähnliche Pläne dort unter der Überschrift “Das Grosse Halali auf den Wald ist eröffnet”

Die Fotos dort – Autor: Mathias Kreh, Deutschland
“Wer das als ökologisch bezeichnet, soll sich doch so eine Baustelle mal genauer anschauen.”
http://www.windland.ch/wordpress/wp-content/uploads/baustelle3.jpg
und http://www.windland.ch/wordpress/wp-content/uploads/baustelle5.jpg

Remmel, Grüne: „Wir werden den Windenergie-Verhinderungserlass der Vorgängerregierung durch einen Windenergie-Ermöglichungserlass ersetzen.”, zitiert und mehr hier bei energieblog24.de

“Bundesveband Windenergie e.V” zu Rheinland-Pfalz

Rüffel! Der Nation, der elendigen!

Von deutschem Boden wollte nie wieder…!

Wir werden das vielleicht aber erst in 100 Jahren verstehen. Dann kann die Geschichtsschreibung wohlmöglich eine Sicht zulassen, die auch diese Epoche im Kontext des jahrhundertealten Spiels der lebensfeindlichen Kräfte mit seiner zur Versklavung herabgestuften Menschheit einordbar macht.

Obwohl wir nun über niedagewesene und vielleicht niemals wiederkommende Möglichkeiten des Informationsaustausches verfügen, sind es unsere vielleicht gerade deshalb überanspruchten Hirne, die wieder in entscheidenden Moment den Dienst quittieren. Der Mensch will wohl nach wie vor betrogen sein – das kollektive Schweigegebot hätte auch in Zeiten mündlichen Informationsübertragung nicht wirksamer ausfallen können. Er zelebriert wohl lediglich ihm moderner erscheinende Praktiken der Selbstverleugnung.

Ist es nicht aber bereits jetzt skuril, mit welchem unumstößlichen Selbstverständlichkeit wir noch immer glauben, mit Heben oder Senken des Daumens – je nach politischer Präferenz – der guten Absicht einen Dienst erwiesen zu haben? Wir uns wieder in den Zuschauerrängen wähnen, gar als Beobachter mit erkämpften Logenplatz uns sehen, wie wir uns dem Gemetzel der wilden Völker in der Arena – mit Sportsgeist, selbstverständlich – widmen.

Wir wissen doch eigentlich, dass es nicht um “Gaddafi” – “Sadam”, “Hitler” geht? Letzterer hatte nicht weniger den Segen von der damaligen Obertsen Moralischen Instanz, wie sie Erst- und Zweitgenannter von der heutigen hatten? Was hätten diese ohnehin verbrechen können, was unsere Führer noch nicht verbrochen haben oder wohl kalkulieren, es zu verbrechen? Alle blieben – und bleiben, wenn w i r es zulassen – bis der Bogen längst überspannt war, und das Volk zahlte wiederum, wie auch schon bei der Installation, immer reichlich mit seinem Blute. Die uns eingebläute Überheblichkeit – der auf allen Kanälen trompetende “unermessliche Zuwachs an Zivilisation und Demokratie” macht unseren Geist scheinbar stumpf für das Naheliegenste. Es mag uns manchmal aufleuchten, wie lächerlich wichtig wir angestrengt-ernsthaft diskutieren, ob der oder der ein Diktator ist, ob dieser oder jener den Strick verdiente oder es moralisch rechtens sei, ihn als Führer einer Nation zu belassen – wenn der Intellekt unserer propagandagebleichten Hirne sich zuschalten zu müssen vermeint, legen wir schnell mental mit die Hand an. Und verbal, denn wir fühlen uns ständig gefragt – wie das ihr eigenes Schicksal selbstgestaltende Individuen ja auch gebührt.
Vielleicht ist es nur eine aus den vielen Tiefschlägen resultierende Eigensucht, die übern Tellerand hinaus sich schmollend zu denken verweigert. Der ein übermüdet gutgelauntes Plappern zwischen den Mahlzeiten entfährt wie ein Furz – sehr zum Schaden freilich der Anderen. Die jetzt bei der Erstellung von Nichtflugkorridoren ihr Leben lassen.
Zuersteinmal-ICH – welche Ideologie könnte hier wohl sonst hoffähig werden. Unsere allgemeine, nach Argumenten ringende Billigung des Mordens beim Nachbarn ist hoffentlich nicht gerade einsetzender biologischer – unterbewusster – Überlebensmechanismus zur Erhaltung der Art?

Dass der Gaddafi – doch besser Lybiens Führer bliebe – derart belehrt uns, anmaßende Mitgerechte, nun der Allergerechteste! Ob wir AlQuaida dem irren Despoten vorzögen – sind wir scheinbar aufgefordert, mit unseren Ge-Wissen abzumachen. (Quelle – [1] – unten). Wir verpacken das gut in unseren Zwiedenk, das zwischen dem Allergerechtesten und AlQuaida zu unterscheiden mag. Wir schlucken, und die Macher an unserer Statt schütteln sich vor Lachen über das Gesicht, was wir dabei ziehen.
Es geht dem politischen (soweit man pseudo-prinzipielles Inhaben und Ausführen von Überzeugungen so nennt) System wohl bereits wie dem monitären – das sich ja viel leichter, und dazu mit Gewinnchance, beobachten ließ: Immer mehr Lücken reißen auf, die mit Gewalt gestopft werden müssen, immer mehr hektische Verrenkungen sind notwendig, immer mehr dem gesunden Menschenverstand nicht mehr zugängliche Manöver, um das System aufrechtzuerhalten; auch der Bedarf an Machthabern kann inflationieren – muss inflationieren, je mehr das Reich sich ausdehnt; und dieser Schneeballeffekt wird uns noch härter tangieren als irgendwelche Manipulationen an ohnehin unwertem Geld.

Da wir wohl nur wenig Mitgefühl für das selbstverschuldete Elend Anderer aufbringen können – soll hier ein Gegenstand her – aus uns ereiltem Leid, zur gefälligen Identifikation: Vor wenigen hundert Jahren (es waren fünf) begingen unsere Vorfahren, verfolgt dafür von einem Dreiviertel des bekannten Planeten, bekriegt, verbrannt, verketzert bis zum heutigen Tag, die Größte Auszudenkende Sünde: Sie lehnten sich gegen das Dogma der Katholischen Kirche und ihrem unfehlbaren Repräsentanten Gottes auf Erden auf und ermöglichten uns damit sozusagen diesen wohltuenden Ungehorsam gegenüber einer bestenfalls frömmelnden, schlimmstenfalls im Blutrausch alles mit sich nehmenden Sekte, die lächelnde (vermeintliche – aber das ist ein anderes Thema) Vernachlässigbarkeit dieser Inquisition in unserem weiteren Leben. Unser moderner Westen nennt diese Supersünde nach einem halben Jahrtausend der Bedenkbarkeit wohl zu Recht noch immer den Anstoß zum Aufbruch Europas aus der Dunkelheit.

Eben solches könnte sich nun im islamischen Glauben anbahnen. Verschiedentlich – und aus nicht nur unbedarfter Überlegung heraus [2] – wird ohnehin von einer seit 30 Jahren sich abspielenden islamischen Revolution gesprochen; augenfällig viele Länder der Glaubensgemeinschaft könnten die gerade durchmachen. Selbst dem flüchtig Interessierten müsste inzwischen auffallen, dass wir es wohl mit zwei sich widerstreitenden Religionsauffassungen zu tun haben. Unsere Geheimdienste wissen diesen Zwiespalt sehr gut, für sich zu nutzen – wenn sie ihn nicht gar erst herbeiführten. Bahrain meldete vorgestern, eine “ausländisches Komplott” gegen die Golfstaaten aufgedeckt und vereitelt zu haben [3]. Und auch in Lybien, wurde eben bekannt, waren lange vor Gaddafis angeblicher Aussetzer schon britische Geheimdienste am Werkeln.[4]

Gaben wir nicht immer gern die 600 Jahre einem Moslem vor, die seine Religion jünger ist, wenn wir den Stand seiner Zivilisierung veranschlagen wollten? Nun – im mittelalterlichen Islam könnte die Reformation begonnen haben? Wo die reine Lehre, Gottes Lehre – nenne man ihn auch Allah -, sich durchsetzen will gegen die unterdrückende der angemaßten Seinerstatt? Nun stehen vielleicht (erst) im Islam die Menschen auf gegen die Knechtung des Geistes und damit Knechtung allen Lebens? Was man hier meint – sie haben allen Grund. das verhießene Paradies nicht länger zu verhindern helfen. Was, genau, kann jegliches Eingreifen aus “Verantwortungsgefühl” gerade unsererseits dabei erhellen? Wer mag wohl, zum Beispiel, die “Demokratie” für sein Land wollen, die der Westen gerade vorlebt?

Wir haben unsere Zustimmung – speziell in Lybien – gut verschleiert [5][6]. Westerwelle hielt es gar für angesagt, einer vermeintlich wegen der Enthaltung beunruhigten Nation zu versichern, man stünde dennoch nicht isoliert da. Unsere Verbündeten wüssten schon…

Unseren “Feinden” wird es demnach ja auch nicht entgangen sein? Wir blieben Zielscheibe – so oder so.

Die islamistische Inquisition nicht zuletzt wird wieder hocherfreut über uns sein – und ist sie ja, seit wir in Afghanistan wieder Segen spenden. Wir sind ihr bestes Argument.

In 100 Jahren werden wir das verstehen.
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gefunden:  Kommentator “m.” auf alles-schallundrauch.blogspot.com, 23. März 2011, 21:30
“Ich hab mich schon einmal vergaloppiert. Damals sprach ein Seelen-Fischer von KZ’s in Jugoslawien….” weiter dort
gefundenII: conspirare.net, “Krieg gegen Gadaffi -eine Bilderberg Idee?”: “…Andere scheinen die Antwort schon gefunden zu haben. Beispielsweise schreibt der Bilderberg Enthüllungs-Veteran Jim Tucker auf American Free Press: ”Die Bilderberger hoffen, dass bis zum Zeitpunkt ihres diesjährigen Treffens ein Teil ihrer Agenda – die mit der Agenda der „Trilateralen“ deckungsgleich ist – erreicht sein wird: Eine US-Invasion in Libyen, um das Chaos im Nahen Osten weiter anzuheizen und einem amerikanischen Angriff auf den Iran zugunsten Israels…” mehr dort
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Anmerkungen, Quellen
[1] Gadaffi oder AlQuaida – “Es gibt nur Verlierer” – Kopp-Nachrichten 22.3., bei min 1:40
[2] Interview mit Peter Scholl-Latour: “Iran – 30 Jahre Islamische Revolution”, ARTE; youtube 1/4
[3] Bahrain will einen Komplott gegen die Golfstaaten aufgedeckt und vereitelt haben – meldet Kopp-Nachrichten am 22. 3., ab min 4:20
[4] “Sondereinheiten des britischen Militärs sind nach FOCUS-Informationen offenbar bereits vor Wochen nach Libyen eingesickert. Sie erkunden dort strategische Ziele. Wie FOCUS aus Berliner Sicherheitskreisen erfuhr, sollen getarnte Teams des Special Air Service (SAS) und des Special Boat Service (SBS)…” weiter in originaler Quelle, focus. de, Samstag, 19.03.2011, 09:32
[5] “Gedanken zur Zeit – 1949 – 20-03-11: Das peinliche Doppelspiel der Angela Merkel zwischen UN und Libyen-Militär-Gipfel in Paris…” weiter bei jjahnke.net
[6] abendblatt.de, 21. März 2011, 15:00 Uhr “Berlin. Die Bundesregierung bereitet eine Ausweitung des Militäreinsatzes in Afghanistan vor…” … weiter hier

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DurchgeGAUt

Zum vorläufigen Ausbleiben einer Katastrophe

Wir haben gut daran getan, dass wir die Konsequenzen so schnell verstanden und gefordert haben. Das hat sicher einigen Japanern das Leben gerettet.

Nun schalten wir zwar unsere Energiequellen ab und verdammen sie – alternativlos: hier erscheint dies Wort angebracht -, anstatt sie verantwortungsvoll zu händeln, verraten wieder unsere Demenz, wenn wir nun die Grüngeschminkten in die Parlamente loben, eben noch angeprangert des Deals mit schrottreifen deutschen AKW-Ruinen nach China und eher ein weiterer Inbegriff für menschenverachtenden Lobbyismus.

Gut, egal -  wenn der “Supergau” damit abzuwenden war.
Für Japans Autonomie ist er ja dennoch gewesen: Nahrungsmittel und Trinkwasser verseucht, die US-amerikanische Soldadeska im Land – wie könnte es schlimmer kommen!

Die Vorgänge aber im Reich der Roten Sonne der letzten Wochen lassen nicht zu, lediglich an eine Naturkatastrophe zu glauben – zu offensichlich waren hier nicht nur unglückliche tektonische Kräfte am Werk. “Energieverknappung, Nahrungsmittelvergiftung, Bevölkerungsdezimierung, Einschränkung der Freiheitsrechte, Zunahme von Angst und Gewalt” – wir konstatieren auch bei diesem Erdbeben wieder eine besorgniseregende Dienswilligkeit aller anzunehmenden Zufälle zugunsten einer Agenda, an die ansonsten keiner glauben mag.

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