Die armen Leute!

1 h RTL!

Eine Stunde RTL! Manche machen das täglich? Und länger als eine Stunde? Die man kaum aushält, und vielleicht auch nur gefühlt wirklich 60 Minuten, 3600 einzelne Sekunden, war;  jeder Ton – eine Beleidigung, ein Übergriff, auch die schmeichlerischen; Bilderwechselfolgen auf Nichtzeigen angelegt; Information für wirklich niemanden außerhalb der Mattscheibe! Die armen Leute! Deren Abendgestaltung im Durchzappen solcher „Unterhaltungs – und Informationsangebote besteht? Oder wurde ich eben die Stunde auf einen Kaffee in der Kneipe an der Ecke mit RTL lediglich auf, es müsste mit Abstand sein, auf denkbar übelste Weise rangenommen?
Wir armen Leute!

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Wohin, Frau Merkel?

General Motors: Merkel-Regierung darf ihren Kopf durchsetzen beim OPEL-Verkauf

Kritiker sehen schlechte Zeiten für „Opel“

Konfrontiert mit Unerwünschten ist sie wirklich nicht die Frau.
In ihrem salbungsvollen Singsang mit den Argumentationssprossen eines Milchmädchens ist sie eher zu Hause. Heimelig-verschmitzt wie der Weihnachtsmann, und wohl selbst noch überrascht von der unerwarteten Wahlhilfe made in U.S.A. auf ihrem Weg zum Pult, von dem aus sie dies Botschaft gleich verlautbart:
„Alles so gelaufen, wie wir es auch wollten!“
Sie wollte hoffentlich unser bestes… Man möchte es ihrem zufriedenem Gesicht gern glauben.
Dass es ein Geschenk, ein Coup, etwas zu Feiern war, dem widersprechen schon zwei Treuhänder, die den Verkauf begleiteten. Zumindest nicht aus der Sicht von hier unten. Und Entlassungen, so war die Kanzlerin gewarnt, plane auch Magna! Es war eine politische, nicht eine wirtschaftliche Entscheidung – so distanzierten sich die Treuhänder (tagesthemen; ARD; 10. September).

Da seilt sich doch nicht schon wieder vor unser aller Augen ein deutscher Spitzenpolitiker/in nach sicheren russischen Aufsichtsratsposten hin ab? So nebenbei, neben dem Regieren, oder stattdessen, wer will das trennen?  Diesmal zu einer Bank dort? Banken… Banken… – da war doch mal was? Und noch keine Zeile eines Vertrages mit General Motors ist unterschrieben. Die Zeche aller ihrer „politischer Entscheidungen“ zahlen wir ja aus alter Gewohnheit…Unsere Loyalität gegenüber dem Krieg im Zweistromland hat das nicht gekostet, oder?
Aber, wie stehen wir denn ansonsten da? Machen wir vorher wenigstens in Afghanistan Schluss? Wenn wir verdächtigt sind als bombende  Mordbande? Nicht nur von den Angehörigen unserer Opfer. Auch unseren Allierten sind wir nicht geheuer. Ist nun klar, ob in Afghanistan etwas falschlief? Und wie wir das zukünftig ausschließen?
Oder: Ist geklärt ob der nachlässige, um es gelinde auszudrücken, Umgang mit radioaktiven Energiegewinnungsrückständen nicht wenigstens den Tatbestand der Fahrlässigkeit, wieder, um es gelinde auszudrücken, erfüllt? Und zu beraten, wie das auszuschließen ist? Ist noch „Frauenunion“ – mit diesem Verweis verwies sie neulich brüskiert die Leute eines NDR-Nachrichtenteam, das sich nach, wie sie behaupten, mehrfachen, vergeblichen Bitten um ein Interview, dieses Bad der Kanzlerin in der Menge zunutze machen wollten, sie in ihrer Eigenschaft als damalige Bundesumweltministerin über ihr versuchtes Erzwingen eines,  ebenfalls ungeeigneten, Atom- “ Endlagers“ in Sachsen-Anhalt zu befragen. Über ihre  „mehr als rüde“,  so die Betroffene, „Verhängung eines Maulkorbs“ betreffs der Bedenken der sächsisch-anhaltinischen Umweltministerin. Trotz deren Wissen als Physikerin, wundert sich die ehemalige Umweltministerin Sachsen-Anhalts noch heute über ihre damalige Kollegin auf Bundesebene.
Schnee von gestern? Da war Frauenunion, und Frau Merkel, auf dem Weg zu Ihrer Rede dorthin, wird übel bei solcher journaillelistischer Wegelagerei, man sieht es ihr sehr deutlich an. „Frauenunion“? Frauen sind auch nicht resistent gegen Nukleine im Trinwasser? Manche wollen Kinder. Und Enkel.
Und Sie, Frau Merkel! Wo wollen Sie dann denn hin?

Welch Spaß!

Lacht die Regierung von Amerika: Wir nehmen einfach 10 € Eintritt pro Tag!
Lacht die deutsche: Na, dann können wir das auch!
Lachen dort alle! Über 10 € pro Tag!

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Der Staat hat immer Recht

Wenn ein Minister sagt: „Da waren keine unschuldige Zivilisten…“?

Hier wird vielleicht ein Kopf fallen. Aber weich! Vielleicht wollte der gar vom Amtskörper  weg – vor wenigen Monaten äußerte er Gegenteiliges; und wie wir Politiker kennen… Kann ja sein, ein Aufsichtsratsposten irgendwo kann nicht länger warten.

Er wird weich fallen! Und ein neuer wird auf den Rumpf montiert werden. Deutschland kann schließlich nicht ohne Verteidigung bleiben; dann werden aber die Medien unter besserer Kontrolle sein; keine lausigen Bauern mehr vor einer lausigen Kamera dem deutschen Minister für Verteidigung widersprechen; oder die Bomben effektiver…

Die vielen ausgelöschten Leben? Was wiegen 90 tote Bauern im Vergleich zur Sicherheit unserer Söhne  – und wohl auch Töchter sind dort – in Afghanistan?

Das waren Menschen. Die ein eigenes Leben lebten, wenn möglich, und von der Politik umher so wenig verstanden wie wir; die einer Gruppe von LKW-Fahrern eines Nachts, als die das verschreckte Dorf um Hilfe baten, deren LKWs aus der verschlammten Flussfurt ziehen helfen wollten.  Die sich dann, als die Räuber ihre verlorene Beute dem Dorf zum „Geschenk“ machten und sich in die Büsche schlugen, nicht lange mit moralischen Überlegungen aufhielten. Diesel! Heizöl! Die Winter in Afghanistan sind rauh! Zwei ganze Wagenladungen voll! Ein Fest für das ganze Dorf, trotz  nachtschlafender Zeit.  Und viel zu tun! Kanister um Kanister. Da mussten alle ran – Alte, Frauen, Kinder. Es muss ein buntes Gewimmel gewesen sein, im Scheinwerferlicht der Bomber…

Die Sicherheit unserer Söhne und Töchter dort, in Afghanistan? Unsere Kinder händeln dort mit Uranwaffen. Über deren Toxität und Langzeitwirkungen wurden sie von Ihren Vorgesetzten nicht augeklärt. (Über deren fatale Wirkungen werden 16 unabhängige Gutachten gar unter Verschluss gehalten!) Vielleicht nicht unseren, es ist zumindest noch kein Fall zur Sprache gekommen, aber deren amerikanischen Genossen werden suizidfördernde Aufputschmittel verabreicht; die deutschen Truppenteile sind ohnehin schon als alles andere als kampfeslustig im Visier der Generäle! Jetzt wird Ihnen mit einem für seine Schlaglust verrufenem US-Kommando schon Beine gemacht… Die Vorgesetzten unserer Kinder dort, ein weiterer Faktor für deren Risiko, neigen zu blindwütiger Gewalt. Die mag wohl im rechten Verhältnis zu ihrer Angst stehen, die Sache ausbaden müssen aber die „Leichtverletzten“. Sie, die Vorgesetzten, wissen so wenig über Krieg. Nichtmal, das Diesel denkbar schlechte Bomben ergibt. Das sind schon wieder diese Täter, die ihre Schreibtische dazu nicht verlassen? Ohne Respekt vorm Leben hinter ihrer gepanzerten Einsatzzentrale? Fühllos gegen das Leben? Das der eigenen und das der anderen dort draußen?

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In 80 Minuten in einer neuen Welt

Alt oder Jung! Mann oder Frau! Links oder rechts! Oben oder unten! Weiß oder schwarz oder gelb oder rot! Rudolstadt und alle Welt! Ich muss Sie, während wir hier auf unsere Mitbürger warten, zu einem weiteren Film nötigen.
Das nimmt überhand, sagen Sie, für unseren Fersehabende ist bereits gesorgt, und ich gebe Ihnen recht. Ich wollte einen Artikel über diesen Film schreiben, in der Art einer Rezession vielleicht. Ich hab es nicht vermocht, obwohl ich viel Zeit mit dem Versuch verbrachte. Für das Unglaubliche fehlten die Worte, wegen der Brisanz versagten alle Genre.
Eines nur: Sie werden nach diesem Film vermutlich ein anderer sein.

,,Bitte sehen Sie hier nun selbst. (Ungeeignet für Kinder!)

Szenenfoto aus: Frank Höfer: „KRIEGSVERSPRECHEN“