Schmeißfliegendrohne im Werkstattklo

– wo immer man CIA begegnen kann

Der Journalist Eamon Javers, Autor der Enthüllungen über Blackwater (gleichnamiges Buch) „Reporter für Politico, where he covers the intersection of Wall Street and Washington“, (Zit. Politico) bringt in der nächsten Woche in den USA seine Erkenntnisse über die Verwicklungen des Geheimdienst CIA in der globalen Wirtschaft zur Kenntnis – eine „Erkundung der gefährlichen und explosiven Macht über das internationale Geschäft, die die Agenten in der Hand halten“ so der Klappentext des Verlegers des Buches: „Die heutige globale Wirtschaft hat eine dunkle Schattenseite: die Welt der Industriespionage. Unter Einsatz modernster Technik, uralten Techniken der Täuschung und Manipulation, wirken Spione  als die verborgenen Puppenspieler  globalisierter Unternehmen.
Sie kontrollieren Märkte bestimmen die Preise, bestimmen  unternehmerische Entscheidungen und kontrollieren die Flut von Daten und Informationen von einigen der größten Unternehmen der Welt.“
„Diese Branche hat Tentakeln in fast allen Bereichen, in fast jeder Ecke der Welt.“

Das online-Magazin Politikum veröffentlichte jetzt Auszüge aus dem Buch: ‚Broker, Trader, Lawyer, Spy: The Secret World of Corporate Espionage.‘ („…geheime Welt der Unternehmensspionage“) Hier enthüllt der Autor zum Beispiel die Existenz einer Firma BIA – die auch wegen ihrer Angestelltenliste wie ein Unternehmen des CIA erscheint, in der dann auch die Geheimdiensttechniken privaten Interessenten in der Wirtschaft vermittelt werden; auch die Auswertungen der damit erlangten Daten übernimmt BIA für ihre Kunden – und überprüft nun ihrerseits deren Wahrheitsgehalt und führt die Dateiensammlung weiter; auch, um sie an die Börse in der Wall Street weiterzugeben.

„Geheimdienste setzen gefälschte  Websites ins Netz, um Informationen zu entlocken, verfolgen Personen und dokumentieren deren Reisen, durchsuchen Müll von Haushalten und Papierkörbe von Unternehmen, mit superintelligenten (ultrasophisticated) Satelliten überwachen sie Betriebe, dringen als Mitarbeiter in Betriebe ein, um an Informationen zu gelangen und bringen raffinierte Systeme der Veruntreuung und des Betrugs ins Laufen, hacken E-Mail und gesicherte Netzwerke.

„Das Werk dieser Branche kann sinnvoll sein“, räumt der Verleger der Enthüllungen von Eamon Javers ein, erkennt aber –  und kommt damit dem Anliegen des Autors wieder nach: „Es wirft auch wichtige moralische und rechtliche Fragen auf in einer globalen Welt, in der Konflikte zwischen Unternehmen als ebenso wahrscheinlich zu veranzuschlagen sind wie solche zwischen Nationen.“

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3 Antworten to “Schmeißfliegendrohne im Werkstattklo”

  1. ReiHe Says:

    Wenn diese ganzen Spitzel, Spione, Agenten und was weiß ich noch alles es schaffen, das System zu kippen, verdienen
    sie meine Hochachtung!

    • blechtrommler Says:

      Danke für Ihren Eintrag – ein verführerischer Gedanke. Ich persönlich befürchte nur, die handelnden Personen auf dieser und der „anderen“ Seite sind identisch; dann hätten sie ihre Macht eigentlich nur mittels des Systems – und würden es bis zum letzten Blutstropfen verteidigen müssen. Aber ich bin sehr offen, mich von einer anderen Realität überzeugen zu lassen; ich konstatiere nur eine zunehmende Macht-(Rechte)Abgabe an einen sich herauskristallisierenden (zunehmend engeren) Personenkreis, und zähle dann 1 und 1 zusammen;
      nicht viertel soviel Pessimismus, wie das klingt: letzendlich wird das Gute siegen (weil wir doch in Frontendenken geraten sind), und was gut ist, ist wahr – und dem Gutem dient, der Wahrheit ein Stück entgegenzugehen (-kommen). Die dunklen Ecken zu erhellen…


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