Winnenden. Unvergessen.

Aus einem Winnenden-Forum:  (Dank allen dort für die Unterstützung)

Du kannst wählen zwischen Wahrheit und Ruhe,
aber beides zugleich kannst du nicht haben.

Am Morgen des 11. März 2009 macht sich der 17jährige Tim Kretschmer zur Heilung seines angeschlagenen Egos in seine ehemalige Schule auf und tötet dort neun Schüler und drei Referendarinnen. Anschließend flüchtete er, was einem weiteren Menschen das Leben kostet, nimmt eine Geisel und erreicht unbehelligt das 40 Kilometer entfernte Wendlingen – wo er zwei weitere Menschen umbringt und anschließend sich selbst mit einem Kopfschuss aus dem Leben befördert.

Heute, ein Jahr später, sind die Untersuchungen zum „Amoklauf in Winnenden“ längst abgeschlossen. Das traurige Jubiläum soll Anlass sein, diese anzusehen.

Gegen 9:00 Uhr am Tag der Tat nahm Tim Kretschmer also die Pistole seines Vaters vom elterlichen Schlafzimmerschrank – woher er vier zusätzliche Magazine und 200 Schuss Munition hat, ist bisher ungeklärt – verstaut alles,  knapp achteinhalb Kilogramm, zusammen mit einer schwarzen Mütze und einer Maske  – vielleicht trug er bereits den schwarzen Kampfanzug, in dem der Täter bezeugtermaßen seine Taten vollbringen wird – und fährt mit dem Linienbus nach Winnenden. Er läuft dort den einen Kilometer  durch die Stadt in seine ehemalige Schule. Um dort „einmal richtig schön zu grillen“, wie er das in einer Internetankündigung genannt hatte, die an diesem Abend entdeckt werden wird, die sich später allerdings als Fälschung von Unbekannt erweisen wird – was aber nie richtig bekannt wird, und heute zum geflügelten Wort geworden ist, noch immer mit Tim Kretschmer und Winneneden verbunden.
Noch einiges später wird auch von einem Rucksack, angeblich mit Tims Monatskarte, der auf der Jungentoilette der Schule gefunden worden sein soll, und dessen Erwähnung lange Wochen nach der Tat immer unterblieb, die Rede sein; wir wollen uns an die Fakten halten.

Ob bereits in Kampfanzug oder nicht – viel Zeit zum Umkleiden hätte er nicht gehabt, wie wir gleich lesen werden – ganz sicher aber mit der Pistole und knapp 200 Patronen am Mann, erreicht Tim seine Schule – keiner hat ihn bis dahin gesehen – zieht sich eine Maske über den Kopf und beginnt mit der erwartbaren Routine eines durch vieles Computerspielen befähigten Schützen – auch hatte ihn sein Vater im Sportschützenverein ein  Mal – das wird bei solchen Vereinen streng aktenkundig gemacht – scharf schießen lassen – beginnt mit seiner Rachetat für Gehänseltwerden und Verkennung seines Potenzials – wie dann alle wissen, die von der Ankündigung im Internet lasen, die auch Polizei und Innenministerium lange nicht als eine Fälschung erkannten – weil man auch meinte, auf  Tims Computer Spuren davon gefunden zu haben. Man meldete es zumindest.

Wie dem auch sei, ins Bild des Verkannten und Verschmähten hätte das folgende gut gepasst: Innerhalb von nur sechs, sieben Minuten, taucht der Maskierte wechselnd in zwei verschiedenen Klassenzimmern auf, wobei er am Ende acht Mädchen mit gezielten Schüssen in die Hinterköpfe, einen Jungen mit einem Schuss ins Gesicht, und drei Referendarinnen, die seiner Flucht im Wege stehen, tötet, und aus der Schule entkommt, über die Hintertreppe an der zu Hilfe eilenden Polizeistreife vorbei, auf die er vom oberen Stockwerk noch zwei Schüsse abgab, ohne das ihn einer sieht und damit folgen kann. Insgesamt wird er 60 Schuss verballert haben, und unbeachtet der 160 Dezibel, die ihn dabei jedesmal aufs Gehör schlugen, mit dem Instinkt des Mordgierigen (Medienzit.) die heraneilenden Polizisten förmlich „riechen“.

Das fröstelnde Kopfschütteln der Beamten der Mordkommission über die Treffsicherheit des Jungen wird später nach außen sickern. Viel mehr wird man nicht erfahren – aus Rücksicht auf die Eltern, wird die mitfühlende ermittelnde Behörde die Opfer ohne die ja überflüssigen Obduktionen zur Einäscherung freigegeben. Manche Schüler schwören auch, zwei Täter am Werken gesehen zu haben – Kinder, noch dazu im Schock;

Mit der angsteinflößenden Energie und Behändigkeit eines Teenagers, erfolgreichen Armdrückers
und Tischtennisspielers überwindet der Junge, ungesehen aus der Schule und vorbei an den weiteren Klassenräumen zweier weiterer Schulen entkommend, nun auch nur noch mit sechseinhalb Kilogramm in Jacken-, Hosen-Taschen  – den Rucksack hatte er hier  ja nicht mehr – eine Strecke von über 450 m , wobei er zweimal über mannshohe Zäune klettern, wobei er die Zeit für neun Schüsse investieren muss, einen weiteren Menschen zu töten, und erreicht, in nur vier Minuten, wieder die Innenstadt von Winnenden, und hält – keine Viertelstunde nach dem Beginn seiner blutigen Tat in der Schule – vor der psychiatrischen Klinik, in der er auch einst Patient war, einen auf seine Frau im Wagen wartenden Mann die Pistole an den Kopf: „Los! Losfahren! Raus aus Winnende, erstmal!“

Zu dieser Zeit weiß die Polizei, eher intuitiv wohl, schon, wer der Täter ist – keiner im Schulgebäude, niemand auf seiner bisherigen Flucht, hatte den maskierten Tim ja erkannt: Kurz nach zehn ist das Wohnhaus der Familie Kretschmer von der Polizei umstellt, beginnt dort eine Haussuchung. Wohl wusste die Polizei, laut einer ihrer ersten Pressekonferenz, von einem „einschlägigen polizeilichen“ Bekanntheitsgrad Tims, später wurde diese Erklärung aber vergessen oder korrigiert, und es hieß dann: keine polizeilichen Ermittlungen jemals gegen Tim Kretschmer;

An diesem Tag im März ist ein Engel mit minderjährigen Amokläufern – als wolle der Herrgott sich mittels eines ruhigen, freundlichen und unauffälligen Jungen, so seine Nachbarn, Bekannten und Sportclubleiter über Tim, für alle Untaten der Menschheit auf einmal rächen: In einer Zeit , die für die Strecke unter normalen Umständen nicht ausreicht [1], erreichen Mörder und Geisel, hinter dem Rücken hunderter Eissatzkräfte, trotz ziellosem Hin- und Herfahrens und Steckens im Stau, wie die Geisel später berichten wird, bald Wendlingen – die zweite Station des Amoklaufs des Tim Kretschmer. Hier entkommt ihm zwar die Geisel, die gleichzeitig der Fahrer ist, aber er gelangt eben zu Fuß weiter zur Vollendung seiner Tat, vorbei am Streifenwagen der Polizei – der die Geisel wohl zu ihren todesmutigen Sprung bei Tempo 60 aus dem Fahrzeug erst ermunterte – in Sichtweite der Stelle, wo der führerlos gewordene Wagen sich nun am Straßenrand festfährt. Zu Fuß weiter, zum Autohaus Hahn, ohne den „nahezu 1000 Beamte der Schutzpolizei und Kriminalpolizei, einschließlich SEK, MEK, Kräfte der Bereitschaftspolizei und mehrere Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Stuttgart“ (Einsatzprotokollzitat) aufzufallen, die, was wieder nur gute Intuition verrät, schon einige Zeit vorher, wie Zeugen gesehen haben wollen, ahnten, wo die Autofahrt wegen des todesmutigen Aussteigens der Geisel enden würde – und das Gebiet der zweiten, und letzten, Etappe des Amokschützen bereits beobachten.

Unter normalen Bedingungen hätte nun hier spätestens Tims „Glückssträhne“ reißen müssen: vorm „Autohaus Hahn“ treffen ihn zwei polizeiliche Kugeln, je in die Beine, und eine davon, dass, wie Ärzte und Kriminologen sich einig werden, keiner mehr davon aufstehen würde. Nicht so Tim Kretschmer, als Amokläufer und Massenmörder protegiert: Ohne mit der Wimper zu zucken oder sich sonst etwas anmerken zu lassen, erhebt sich der Junge nach kurzem Besinnen wieder – um sich im Autohaus einen Wagen zu besorgen. (Sicher hat der Vater den Jungen auch schon heimlich dessen Bedienung beigebracht.)

Die Aussage des Mitarbeiters jedenfalls im Autohaus gegenüber später auf eigene Faust Recherchierender (Group UAW, siehe in den Anmerkungen): „Der Täter kam unvermittelt ins Autohaus (von draußen abgefeuerten Schüssen hatte man nichts wahrgenommen, Anm. d. V.), war maskiert und trug eine schwarze Wollmütze. Er verlangte einen Autoschlüssel und erschoss ohne Vorwarnung Denis Puljic und Sigurt Wilk.  Die anderen Personen im Verkaufsraum flüchteten oder begaben sich in Deckung. Als der Täter sein Magazin wechselte. Der Täter ging darauf hin unbehelligt aus dem Autohaus. Als er draußen war, kamen GSG9-Leute herein und schossen auf die Autos und Schaufensterscheiben.“ [1]

Nun bleibt Tim Kretschmer über eine  halbe Stunde wie vom Erdboden verschluckt.

Am Ende des Tages wird dann ein zufällig aufgenommenes (Handy?-) Video der Öffentlichkeit gezeigt werden, stark schlechtauflösend, mehrfach in der Aufnahme unterbrochen, unkommentiert auch spiegelverkehrt, das, so die Angaben dazu, Tim Kretschmer einigen Wegs entfernt vom Autohaus, auf einem Parkplatz zeigt, wo der Junge, von den in Sprunggelenk und Wade steckenden Kugeln unbeeindruckt, ohne auch nur eines Tropfens Blutes verlustig zu gehen, nervös auf und ab geht, als warte er auf einen, als suche er jemanden und nach links und rechts, das zeigt die Aufnahme, nichts einer fortgesetzten Flucht im Wege stünde.

Das Video, so der Kommentar auf allen Kanälen, zeigt nun hier aber, fast möchte man sagen, endlich, das Ende des Tim Kretschmer – weil wohl nicht stimmt, was auf einem RTL-Beitrag gesendet wird, wo eine Anruferin beim Sender zu hören ist, die behauptet, der Täter sei gerade in ihren Garten erschossen worden.

Mit links – wenn man das Video spiegel-rück-verkehrt – was zur richtige Ansicht führt, vergleicht man es mit dem Originalschauplatz – man glaubt hier mehr, als man sehen kann – mit links nun jagt sich Tim Kretschmer- so wird der spätere Obduktionsbericht feststellen, selbst eine Kugel in den Kopf und beendet den Grauenstag von Winneneden/Wendlingen. Freilich, ganz Hohn, nicht ohne post mortum seine Position noch einmal gründlich zu verändern – wie aus einem Vergleich des obengenannten und eines weiteren präsentierten Videos (hier, bei etwa 2min55sec).
sowie Veröffentlichungen der Spurensicherung hervorgehen wird.

Nun, die Geschichte hat ein paar Unrundheiten, sicher. So ganz total wird Aufklärung wohl nie sein.
Bis heute ist unklar, wer Tims Nachricht, Stunden nach der Tat, ins Internet stellte; wohl ist nicht bekannt, ob darüber überhaupt Nachforschungen betrieben wurde. Auch konnte dann der Finder der „Ankündigung“, nicht mehr aufgespürt werden, auch wenn die Rede davon war, Vater, vom Sohn, der fündig geworden, alarmiert, hätte sich telefonisch bei der Polizei gemeldet. Und ist nicht ganz klar geworden, wie eine Aktivität, die auf einem Computer, der da ja schon in Polizeigewahrsam ist, definitiv nicht stattfinden kann und dennoch Spuren hinterlassen.
Und, der Vollständigkeit halber, ist anzumerken, dass noch eine Viertelstunde nach Tims nun beglaubigten Ende, gut einen Kilometer entfernt, ein polizeiliches Einsatzkommando einen Supermarkt stürmt – aber die Beamten haben an diesem Tag so viel zähe Mordlust erlebt – da kann man sicher irrationale Handlungen nicht mehr ausschließen. Am Ende ist es wohl peinlich gewesen, und man hat, medial, für Ortsunkundige ohnehin nicht nachvollziehbar, diese beiden Handlungsorte miteinander vermengt.
Nörgler und Besserwisser wird es immer geben. In allen Kreisen:
„Aus Polizeikreisen ist uns zugetragen worden, dass auch in diesem Fall ermittelnde Beamte nicht damit einverstanden sind, was da an Polizeibericht veröffentlicht wurde. Dieser wurde von Stuttgart diktiert und, unseres Wissens nach, noch nicht einmal von den ermittelnden Beamten verfasst, sondern vermutlich von der Polizeiakademie. [1]

Die Lehren?

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat kurz nach der Tat ein Ermittlungsverfahren gegen den Vater des Täters wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.
Verschärfte Gestze über die Aufbewahrung von privat gehaltenen Waffen wurden in Kraft gesetzt.

Die Schule, in der Tim  wütete, ist in eine extra dafür neu gebaute Barackenschule umgesiedelt worden. Dort ist sie noch immer, ein Jahr nach der Tat, und soll bis „übernächsten Herbst dort bleiben“ [2]. Dieser neue Schulbau ist von allen Seiten kameraüberwacht. [1] Ein Umzug vom Ort des Grauens war überhaupt eine der e r s t e n medial übertragenen Überlegungen der Poitik.

Die Zahl der psychologischen Betreuer für die Schüler im Landkreis wurde verdoppelt; künftig sollen speziell geschulte Experten in den vorgeblich ruhigen, unauffälligen Schülern die Potenziale zu solchen Taten, wie sie Tim K. vorführte, früherkennen. [2]

Der mit den Ermittlungen damals beauftragte badenwürtembergische Landespolizeipräsident und heute im verdienten Ruhestand, hat selbst nachts keine Ruhe mehr; oft schreckt er aus dem Schlaf hoch und sieht Bilder, gestand er gestern im Deutschlandfunk.
Über die Gefahren, die am Computer für die Sicherheit entstehen, wird von allen führenden Parteien nun vorbildlich verstärkt nachgedacht.

Von den Veranstaltungen heute zum ersten Jahrestag der Tat werden, bis auf ein paar handverlesene, die Medien ausgeschlossen sein; gar zu augenfällig hätten sie nach der Tat Pietät vermissen lassen – und weder den Opfern, noch den Hinterbliebenen sei dies weiter zuzumuten. (Quelle)

Genutzte und weiterführende Quellen:

168 übersichtliche, gutbebilderte Seiten (pdf-download) einer: „Group UAW (Ungereimtheiten Amoklauf Winnenden)“ wegen: „Offensichtliche Diskrepanzen zwischen dem was in der Sache berichtet wurde und dem was Zeugen sagten und was nachvollziehbar war in den ersten Tagen. Darauf hin haben wir dann genau hin geschaut und das Papier dann ausgearbeitet.“ – eine Analyse, wie die Polizei sie sich wünschen würde. Alle [1]-Zitate von dieser pdf.

Alle Anm.: [2] aus: Deutschlandfunk, 10. 3. 18:40, „Hintergrund“

Das spiegelverkehrte Video, hier noch im Originalton (beachtenswert). (rechts auf der Seite von www.wn1103.de.vu auf VIDEO-klicken; hier aber auch weiteres  sehr Erhellendes!)

Zur Seite: www.der-fall-tim-k.de , anmelden erf.

Eine Seite, die Foren zum Thema führt. Update 9. 11 2010: Das Forum ist nun hierher umgezogen.

Hier können sie einen Sendungsmittschnit im Radio (Sendung Domian) zum Thema downloaden.

Vortrag mit der nötigen Bissigkeit über die Sicherung des, die Verlautbarungen über und die Ungreimtheiten des Falls, von Andreas Hauss.

„Fernsehkitik.tv“ mit Fersehkritik.

Spiegel.tv-Reportage, Teil 1 v. 4, Folgelinks bei Youtube

Veröffentlicht in Balken im Auge. 22 Comments »

22 Antworten to “Winnenden. Unvergessen.”

  1. Karlheinz Krass Says:

    Eine sehr gute Zusammenfassung der Widersprüchlichkeiten. Bleibt dran an dem Thema – diese Art Krimis werden seit JFK nur von der Bevölkerung selbst aufgedeckt.

    Der offiziellen Theorie kann langsam eine Alternative gegenüber gestellt werden: Könnte es sein, dass um Deutschlands Zukunft besorgte Geheimdienstkreise sich wünschen, dass

    1) in Deutschland das Waffenrecht dahingehend weiter verschärft wird, dass unangemeldete Kontrollen privater Waffenbesitzer erfolgen,
    2) man in Deutschland alle Schüler genauer beobachtet, überwacht und ihr Fehlverhalten dauerhaft dokumentiert?

    Um das zu begründen könnte man einen Profikiller angeheuert haben, der vermummt für die Morde in Winnenden sorgte, die man am Ende Tim Kretschmer untergeschoben hat.

    In einer Welt, die durch das skrupellosen 9-11-Attentat auf tausende Unschuldige gekennzeichnet ist – ausgeführt unter Beteiligung, wenn nicht sogar angeführt von der gewählten Regierung – und in einer Zeit, in der man Geheimdienste weltweit morden lässt, ist diese Alternative durchaus schlüssig.

    Mehr zur Geheimdienstarbeit hier:
    http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2009/03/1-5-staatsdiener-und-terrorismus-den.html

  2. Thomas Bertold Says:

    Schade, dass Tim nicht das Buch „Mission Boys4peace“ gelesen hat: Dort wird der angemessene Umgangs mit der eigenen Wut speziell Jungs erklärt.

    Ich hab das Buch in meiner Schule bereits recht erfolgreich im Unterricht eingesetzt.

    LG T.B.

  3. Preusse Says:

    Ich glaube nicht an den Amoklauf,weder in Erfurt, Guttenberg Gymnasium noch an den in Winnenden.Für mich sind die Täter und Verantwortlichen ganz woanders zu suchen.Was ist passiert?Man hat die Waffengesetze verschärft.Und warum?Weil die momentan herrschende, abgehobene Politkaste genau weis was in den nächsten Monaten passiert!

    • blechtrommler Says:

      @Preusse Dann wäre es nun umso an-der-zeiter, es nicht passieren zu lassen, wir haben das drauf!
      @CEO (s.u.-ich muss den Com.eingang mal einstellen? Also: CEO war schon da!):Ich machte mir auch „Gefühle, die einer hat, der sowas tut“; das hat mich dahingebracht, dass keiner sowas tut, zumindest nicht das, was uns da „zu Ohren gekommen“ ist; ich will sagen: In nicht zuletzt der psychischen Abteilung meines dreigespaltenen ICHs gab es Rebellion; und nur daher hab ich „Winnenden“ immer noch wie einen Schatten im Hinterkopf gehabt, nach: e i n e m (!) Jahr; und hab in wenigen Tagen Beschäftigung (der Anlass war ein Flugplatt von denen – Link dorthin?) mit dem Thema gesehen, was ich alles nicht weiß…(der „Schatten“, die dunkle Stelle im Hineinfühlen hat mich diese Pressemitteilung unter mehreren Dutzende, ebenfalls interessanten, bevorzugen lassen
      @T.B., und in der Sache stimm ich CEO zu: Einsätze brauche die „Kiddis“ heute sicher am allerwenigsten, zuhören (lohnt dort auch – die haben uns „Lehrer“, was das soziale Bewusstsein betrifft, längst überholt – das zeigten die total kompetenten Aktionen der Schüler von Albertvilleschule nach dem Tag?). Ich werde ihren Tip aber sicher unter : Literatur, was der Jugend als Ausweg aus der Krise gelehrt wird – oder Was Pädagogen empfehlen würden., für die Leseempfehlungen im Sommer vermerken;-) vielen Dank, für alle posts.

    • maziarworld Says:

      @Preusse
      Egal wer das getan hat, hat er wieder bewiesen, dass das Kostbarste auf dem ganzen Universum das Leben ist.
      Das Leben ist zu kostbar, dass es nicht ausreicht auf das eigene Leben zu achten, sondern jeder muss auf das Leben aller Menschen auch aufpassen.
      Der Beweis war leider sehr teuer.
      Gruß

      http://maziarworld.wordpress.com

  4. CEO Says:

    @T.B.
    Auch sehr schade finde ich, dass Sie glauben sie könnten die Gemütslage des Amokläufers mal eben einschätzen. Vorallem dann, wenn so enorm viele Ungereimtheiten im Tathergang aufgetreten sind, wie in diesem Fall.
    Sowas macht mich ehrlich gesagt wütend.
    Davon ab halte ich – ohne das Buch, welches Sie empfehlen, gelesen zu haben – gerechtfertigte Wut, die nicht zu Gewaltausbrüchen führt, für eine wichtige Sache ohne die wohl kein Mensch den Antrieb finden würde Ungerechtigkeiten aufzuklären.

  5. Devil Says:

    113 Kugeln kalte Wut am 11.3.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-64628264.html
    Keine Obduktion der Opfer
    Kein Motiv
    Keine glaubwürdigen Zeugen für Tatbeteiligung T.K.
    Strafvereitelung, Lügen und Fälschungen durch Polizei, Staatsanwaltschaft und andere staatlichen Organe.

    Die wahren Täter sind noch unter uns und bereiten das nächste „Grillfest“ vor, falls die Öffentlichkeit dem nicht Einhalt bietet.

    @Thomas Bertold
    Mit weissen Schleifchen kommen wir da nicht weiter, die wahren Täter und ihre Auftraggeber solcher Terrorakte gehören hinter Schloss und Riegel.

    • blechtrommler Says:

      AUS DEN VON DEVIL verlinkten Text:
      Jemand klopft. „Nicht aufmachen!“, schreit eine Klassenkameradin, dann sind Männerstimmen zu hören: „Alles gut, hier kommt Hilfe!“ Mit vereinten Kräften stemmen sie die verkantete Tür auf. Patrik erkennt den Hausmeister inmitten von Leuten vom Roten Kreuz und uniformierten Streifenpolizisten, die die Schüler rausbringen, runter zur Schwimmhalle. Sie müssen über den leblosen Körper einer Mitschülerin steigen.

      Und klar, devil: 113!
      Aber sie kommen nicht durch…

  6. Sascha Says:

    Also ich wollt nur mal sagen dass ich in dem jahr auf die gleiche schule gegangen bin wie tim und er ist auf jeden fall schnell aggressiv geworden aber das er zu sowas im stande war haette wohl keiner vermutet ausserdem ist das mit dem kampfanzug kompletter schwachsinn wer das video gesehn hat weiss das der normal gekleidet war es war fuer uns alle ein riesen schock aber ich finde das es an der zeit ist die opfer in frieden ruhen zu lassen der ganze medienwirbel nach der tat muss fuer die angehoerigen schon schlimm genug gewesen sein natuerlich muss man den opfern gedenken aber es ist bereits passiert und man kann nichts mehr daran aendern mehr hab ich dazu nicht zu sagen

    • Fool Says:

      Man Sascha, du scheinst nicht kapiert zu haben, was im obigen Artikel beschrieben wird. Tim K. war nicht der Täter.
      Er wurde wahrscheinlich vielmehr entführt, dann nach Wendlingen gebracht, dort abgesetzt und völlig verwirrt erschossen. Der wahre Täter oder die wahren Täter, waren bezahlte Profikiller (vermutlich osteuropäische Mafiosis).

  7. uberVU - social comments Says:

    Social comments and analytics for this post…

    This post was mentioned on Twitter by NNExpress: Winnenden. Unvergessen.: Gegen 9:00 Uhr am Tag der Tat nahm Tim Kretschmer also die Pistole seines Vaters vom elt… http://bit.ly/bDmD5q

  8. Autor Says:

    Allein im ersten Satz findet sich eine reißerische Phrase:
    „zur Heilung seines angeschlagenen Egos“.

    Er hat diesen Amoklauf bestimmt nicht als Heilung betrachtet, er war zutiefst verzweifelt, einsam und traurig. Insofern sollte man sich fragen, wieso er das war und wieso er das wurde. Er allein ist daran bestimmt nicht schuld.

    Aber es ist eben nicht populär ersteinmal die Schuld bei sich zu suchen, nicht wahr?

    • blechtrommler Says:

      Damit wollte ich bloßstellen, welch nichtiger Vorwand zu solchen Taten geführt haben soll; es hieß doch so, nachdem man die Internetankündigung fand: Ah, drum!…

  9. getwitterwolke Says:

    Ich zweifle diesen düsteren Tag auch an, ein Amoklauf diesen Ausmaßes zu planen, ist schon ziemlich beachtlich. Ich bin sicher, er hatte Hilfe. Was hat ihn jedoch ermutigt?

    • blechtrommler Says:

      Gute Frage; eigentlich hat er alles: gutes Elternhaus – seine Ruhe zu Hause und einen Vater, der mit ihm unternahm – Mitglied im Sportclub (also nicht allein); sicher kein Drogenproblem; sah nicht „nicht entwicklungsfähig“ aus…
      >Dazu auch das hier<

  10. George Orwell Says:

    nochmals danke für diese seite und die damit verbundene arbeit im dienste der wahrheit

    http://neunzehnhundert84.blogspot.com/2010/03/volksauge.html

  11. Anonym Says:

    Merkwürdigkeiten gibt es, aber selbst wenn die Bevölkerung auf eine Überwachung von Schülern eingestimmt werden soll, dann gibt es immer ncoh das BVG!
    Und ich sage nur VDS, das gesetz wurde gekippt und das Gesetz von ELENA ist gerade in Verhandlung….
    Solange die Politiker nicht am Grundgesetz rütteln und dadurch das BVG nicht abhängig wird, kann nur sehr wenig passieren…..

  12. Inszenierte Amokläufe – Amokläufe: Parallelen Newtown, Winnenden und andere? | Der Honigmann sagt... Says:

    […] Eine sehr gute Zusammenfassung der Widersprüchlichkeiten in der Berichterstattung zum Tod von Tim Kretschmer findet sich hier: https://volksauge.wordpress.com/2010/03/11/winnenden-unvergessen/ […]


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