Missbrauch mit dem Missbrauch des Missbrauchs

– oder geht es noch abgehobener?

Natürlich – das Thema ist durch. Oder wäre es gewesen. Manchem taten sie schon wieder leid. Und spätestens des Papstes Versprechen, hart durchzugreifen, hatte die Gemüter beruhigt. Kein Anlass hätte bestanden für den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, in seiner Predigt im Regensburger Dom am Samstag im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen im Bistum Regensburg noch laut zu werden.
Ein wenig Betroffenheitsduselei in derart glücklich deeskalierter Situation hätte sich dankbar auswirken können. Aber Müller will nicht betroffen wirken. Sicher ist er es auch nicht – der Missbrauch in seinen Reihen ist nicht so ein Schlag, wie die Katholische Kirche jetzt dümmlichmachend suggerieren will: 2001 hält es Ratzinger immerhin für notwendig, eine kircheninterne Anleitung über den Umgang mit solchen Fällen zu verfassen. Müller aber will selbst anklagen, nach alter Bischofsmanier – wie der Augsburger zum Beispiel, Bischof Walter Mixa, vor zwei Wochen, mit dem Neuaufkommen von Meldungen über Missbrauch bei der katholischen Kirche: »Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig.«

Der zu Regensburg nun sieht eine mediale Kampagne gegen die Kirche, die ihn nochdazu an den Umgang des NS-Regimes mit der Kirche erinnere. Da hält es selbst die Präsidentin des Zentralrats der Juden nicht mehr zurück. Höchstens als einen dummen Jungen kann sie Müller noch durchgehen lassen. (“Ich gehe davon aus, dass Bischof Müller zu dieser Zeit noch nicht gelebt hat. Sonst hätte er so etwas nicht gesagt”, so die 1932 geborene Charlotte Knobloch gegenüber ddp.) Empört ist sie aber: “Unglaublich, wie mit solchen Aussagen Geschichtsfälschung betrieben wird.”
Dabei hat sie die Kollaboration der Katholischen Kirche mit dem deutschen Naziregime vor Augen?

Ja, diese nachträglichen Geschichtsklitterungen ist uns allen längst zuwider und das Vorgehen der Medien, wie es Bischof Müller anklagt – die Menschen würden “manipuliert durch verkürzte Berichte, durch ständige Wiederholung von Vorgängen aus alter Zeit.”, ebenso. Gerade diesen Medien zum Beispiel fällt es gar nicht ein, sich an die enge Kooperation zwischen Katholischer Kirche und NS- Regime zu erinnern. Zumindest nicht vernehmlich.

Und es geht auch nicht darum, nun zur Hatz auf die “Schwarzröcke” zu blasen – wenn auch gerade die Katholische Kirche für Gewalt in der Vergangenheit steht; kann man gar glauben, dass Fleischeslust derart das Ziel verfehlen kann, sind Priester ja selbst nur Opfer?
Schade eher, dass die letzte vermeintlich moralische Instanz – diese nicht ist.

Darüber hinaus munkelt man längst, dass die Gewalt am Menschen vor Kindern nie, und auch nicht in der “Moderne”, haltgemacht hat. In allen Schichten der Gesellschaft nicht, nicht zu Hause, nicht in der Schule (link hier!), weder bei Katholiken, noch den Evangelisten, nicht bei den Anthroposophen oder anderen “Reformpädagogen”. Wohl viel zu viele in der Gesellschaft haben sich aber auf die moralische Integritätsbehauptung der Kirche verlassen oder verlassen wollen – Kirche hatte sich wieder erfolgreich als am weitesten entfernt von Gewalt oder Sündhaftigkeit – je nachdem, wie man die “Verführung” eines Ministranten oder eines Heimkindes durch einen Priester nennen mag – wiedereingeführt, und die Massenmedia, um Bischof Müllers Klage auch hierin als Undankbarkeit abzuqualifizieren, hat meisterhaft die benebelnden Worte und suggestiven Bilder dazu geliefert.

Und so beschränkt sich das Thema eben fast ausschließlich auf Kindesmissbrauch durch den Klerus.

Als der Filmemacher Polanski wegen eines Vergehens an einer Minderjährigen vor Gericht sollte, sprang ihm sogar Francoise Mitterrand bei – wenn seineszeichens auch nicht integer, weil wiedererkannt als jungenvergewaltigender „Thai-Bordell“-Besucher.

„Diese Diskussion Kirche allein führt zu weiterer Tabuisierung in anderen Bereichen“, vermutet nicht nur Ursula Enders (Missbrauchsopfervereinigung „Zartbitter“).

Gordon Brown – das ist der Vorsitzende der derzeit Großbritannien regierenden Partei – steht gerade in Verdacht, sich an Kindern zu vergreifen.

In Belgien ließ man die Spurenverwischer im „Fall Dutroux“ mit warmer Anteilnahme des Staates solange wischen nebst Zeugenbeseitigung in 27 Fällen, bis das Gericht nur einen einzelnen Mann anklagen konnte oder durfte – für einen Umfang an Taten, die offensichtlich eines größeren Netzwerks bedurft hatten. 30 000 Brüsseler Bürger gingen in jenen Tagen warnend auf die Straße.

Ähnliches in Frankreich. Die Bürger mahnten letztendlich, als die Ermittlungen zu keinem Schuldigen führen wollten, in den Reihen der Regierung danach zu suchen.

Es wurden aus unterschiedlichen Ländern Zeugen solcher Rituale gehört: Sie alle sprachen von verkleideten Akteuren, bei denen Kinder vergewaltigt, anschließend zerstückelt und zeremoniell geschlachtet werden, alles vor laufender Kamera; und obwohl sie sich nicht persönlich kannten, erkannten sich die entkommenen Opfer wieder, schilderten übereinstimmend die Rituale (sprechen von “Priestern” in Roben, Kanibalismus, Kindsverstümmelungen, “Opferungen”), kennen die Orte, bezeigen vor der Öffentlichkeit geheimgehaltene unterirdische Gänge (die in einem Fall am Altar einer Kirche ausgeht), erkannten Akteure wieder.

Ein “snaf”-Video – die Darstellung einer solchen Sitzung mit letztendlichem Mord an dem Kind – so schätzen französische Ermittler – brächte immerhin bis zu einer Million Euro – wenn sie auch nur mutmaßen könnten, wen dieser Markt bedient; sie gehen in diesem Geschäft von einem 300-Mrd.-Jahresumsatz weltweit aus, (allein von einer Milliarde in Deutschland).

Die jahrelang von ihrem Vater missbrauchte und an den Ritualen beteiligte Tochter eines Kirchenmannes packte hier aus, und obwohl sich ihre Angaben bis in alle Einzelheiten nachweisen lassen, werden ihre Aussagen seit Jahren unter die Amtstische der französischen Justiz gekehrt.
Jetzt ist das Mädchen gleich 18 – sie will Frankreich verlassen, und von einem sicherem Ort aus Anklage erheben. Gegen ein länderübergreifendes Netzwerk – da ist die früh Erwachsene ganz sicher.

Belgien! Frankreich! England!
Deutschland? Mütter – holt besser die Kinder rein! Schließt Euch ein mit ihnen, bis der Spuk vorbei ist!?
Aber die nächsten sind schon da, die an Eure Kinder wollen!
Schöne Neue Welt – ja, zum Beispiel:
“Aus einem benachbarten Gebüsch tauchte eine Kinderschwester mit einem kleinen Jungen an der Hand auf, der vor sich hin brüllte. Ein ängstlich aussehendes kleines Mädchen trottete hinter ihm her. “Was ist los?” fragte der Direktor Die Schwester zuckte die Schultern. “Nichts weiter”, antwortete sie. “Nur dieser kleine Junge hier beteiligt sich offensichtlich nur sehr widerwillig an den üblichen erotischen Spielen. Mir war das schon ein-, zweimal vorher aufgefallen. Und nun heute wieder. Er fing zu eben an zu schreien…” “Wirklich”, warf das ängstlich aussehende kleine Mädchen ein, “ich wollte ihm nicht nicht weh tun. Wirklich.”
“Natürlich nicht, Kleine”, sagte die Schwester beruhigend.
“Und darum”, fuhr sie, wieder zum Direktor gewandt, fort, “bringe ich ihn zum stellvertretenden Psychooberinspektor. Nur um festzustellen, ob womöglich etwas unnormal ist.”

Nur ein Romantext? Aldous Huxley dürfen Sie ernst nehmen – er hat sich für das Werk seines Bruders interessiert: Julian Huxley, „Sir Julian Sorell Huxley“ – Biologe (besessen vom Basteln an Genen und Selektion), Philosoph (Zitat: “Wir müssen uns von der irrigen Annahme entfernen, zu glauben, dass es so etwas wie Wahrheit oder Tugend gibt.”). Mitbegründer und erster Generalsekretär der UNESCO (ja, die mit den veruntreuten Spendengeldern), Vizepräsident der Gesellschaft für die Reform der Abtreibung, Initiator des WWF, zusammen mit Prinz Philip, einen weiterer Verfechter von Rassentheorien und Erbgutveranlagungen, und Prinz Bernhard, den ehemaligen SS-Offizier und Immernochnazi.
Was der Schriftsteller da aus dem Werk des Bruders zur Fiktion machte, klingt übrigens nicht gewöhnungsbedürftiger als der Text in einer Broschüre der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ von 2002: »Scheide und vor allem Klitoris (von Kleinkindern) erfahren kaum Beachtung durch zärtliche Berührung (weder durch Vater noch Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.« (zitiert hier)
Oder lerne man für die Zukunft aus dem politischen Programme der Grünen, die die “Gesetze zum Schutz Minderjähriger” §§ 175 und §§ 182 StGB abgeschafft haben wollen. Sie »bedrohen einvernehmliche sexuelle Kontakte mit Strafe und dienen damit nicht dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Sie behindern die freie Entfaltung der Persönlichkeit …« (Bundestagsdrucksache 10/2832 vom 4. Februar 1985). Einvernehmliche sexuelle Kontakte? Oder gleich ganz ohne Diskussion! Wieder Programm “Die Grünen”: »Schutzgüter wie Virginität, Geschlechtsehre und ähnliches sind nur scheinbar individuelle und gehen auf ältere Vorstellungen von ›Marktwert‹ und ›Heiratschancen‹ des Mädchens zurück () Mädchen wird die Fähigkeit zur Entscheidung über ihre sexuellen Interaktionen abgesprochen, das Vorhandensein einer eigenständigen und selbstbestimmten Sexualität von Mädchen wird geleugnet.« (Bundesdrucksache 10/2832 vom 4. Februar 1985) (zit. alle hier)
Kindersex soll zukünftig nicht mehr Kindersache sein?
Darüber sind sich nun scheinbar alle a l l e einig.

Nun, und der Kinds-Missbrauch – ein Wort übrigens , das einen Gebrauch assoziiert – beschränkt sich nicht auf “Sexualität”!

Winnenden? Reden wir nur von dem, was wir genau wissen: Wie viele traurige Politritter nahmen “den Fall Winnenden” zum Anlass, das Entsetzen für ihre schmutzigen Spielchen auszunutzen? Elf Kinder, die ihr Leben ließen – und keine Fragen? Nur Antworten – wie aus der Pistole geschossen? Und keine sachdienlich. Ist das Kindsmissbrauch?

Bullemie. Markenbewusstsein. Mobbing. Fremdenfeindlichkeit. Diabetis. Steigende Suizidzahlen. Psychopharmaka. Versagensängste – alles das schon bei Kindern?

Der blog Kinder-Alarm berichtet aus der eigenen Familie: “Mein Sohn hat die Tage sein Schokoticket (Fahrkarte) vergessen. Die Kontrolettis kamen. Er hat zugegeben, dass er sein Ticket zu Hause vergessen hatte. Das bedeutet: ich habe das bezahlte Ticket und ich habe es vergessen mitzunehmen. Das braucht man eigentlich nur nachzuweisen. Sie drohten ihm. Sie holten die Polizei, die “gut” ausgerüstet war: Helme, Schlagstöcke, Waffen, Pfefferspray“.

Über 100 Alzheimerkranke in Oslo unter 30 Jahren – Folgen andauernden Handytelefonierens. Kindsmissbrauch? Atomare Abfälle, in wackeligen “Endlagern” – Versündigung bis hin zu den noch ungeborenen Ur-Ur-Ur-Ur-Enkeln? Tausendjährige Gewalt.

Kinderarbeit, Kinderprostitution, Kindersoldaten.

Und wie kann es noch in dieser so aufgeklärten Zeit sein, dass die Opfer aus Scham lieber schweigen, als der Welt ihre Schande ins Gesicht zu brüllen?

Nicht nur mittels Popen machen wir uns also schuldig – das Kind als schwächstes Glied ist längst zum Spielball aller zunehmend schwerer zu befriedigender gesellschaftlicher Interessen geworden.

Und am Ende des Tunnels wartet endlich der Staat mit seinen Pillen und Umerziehungs-, Besserungs-, Mädchenhaus-, Jugendhilfs-Verwahranstalten.

„Genderismus“ – in einem bald folgenden Artikel muss das näher angesehen werden – Genderismus?
Früher: Begriff auf internationalen Konferenzen für „das Geschlecht“.
Heute: Die Meinung, Geschlechterverhalten sei anerzogen – nicht angeboren.
„Gender Mainstreaming“ ist eine Initiative, die weitgehend hinter der Öffentlichkeit – weil vielleicht auch zu intellektualistisch – abgeht, aber zum Beispiel die UNO-Menschenrechtscarta beeinflussen und auf nationales (in unserem Falle wohl: Europa-) Recht durchschlagen wird. In einigen europäischen Orten noch ohne, in den USA aber schon per Gesetz, fällt, als eine Auswirkung vielleicht bald die Aufhebung der Trennung öffentlicher Toiletten in die Geschlechter auf. Schwarzenegger verfügte auf Grundlage dieser neuen Religion in seinem Bundesstaat, es könne ein Junge in der Schule nicht daran gehindert werden, die Mädchentoilette zu benutzen. Und, natürlich, gilt das auch umgekehrt. (zit. hier bei 13min)

Eigentlich sei „Genderismus“ gar nichts neues, erklärt Inge M. Thürkauf, Witwe des Naturwissenschaftlers und Philosophen Max Thürkauf, Schauspielerin, Publizistin, engagiert um die Gesellschaft: “Wir müssen uns darüber im klaren sein, dass die Pläne der Ideologen aus uralten Programmen stammen und keineswegs neu sind: denn nach den Vorstellungen von Lenin und Engels sah das sozialistische Programm vor, die Privathaushalte möglichst aufzulösen, die Frauen zur Arbeit zu zwingen, und die Kinder in Heimstätten unterzubringen.” Da sind wir schon wieder bei unseren Kindern, aber es läuft wohl auf mehr hinaus – Thürkauf warnt, am Ende eines einstündigen Vortrages über „Genderismus“ vor der “sukzessiven Übernahme des Kindes durch den Staate per Gesetz.”

In Spanien beschloss die Regierung, in Schulbüchern die Worte „Mutter – Vater“ durch “Erzeuger A” – “Erzeuger B” zu ersetzen (hier zit. bei 59min), und in England solle, so die Ratschläge des Staates an Kindergärtnerinnen und Unterstufenlehrer, “damit homesexuelle Paare nicht diskriminiert würden” von „Eltern“, und nicht mehr von Vater und Mutter gesprochen werden. (zit. hier, etwa 54.min)

Im oben zitierten „Zukunfts“ – Roman von Aldous Huxley ist es den “Studenten der Medizin” (in-vidro-Gentechnik) eine schamröteindiewangentreibende Vorstellung: Früher sei der Mensch durch “eine Mutter” auf die Welt gebracht worden.

———————————————————————————————————————————————————————————
p.s. Eine modernisierte Analyse von UAW (Ungereimtheiten Amoklauf Winnenden) gibt es!
klick hier: http://www.file-upload.net/download-2363288/Analyse.zip.html
———————————————————————————————————–

Veröffentlicht in Augenwischer. Leave a Comment »

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s