Aktionstage für Bradley Manning begonnen

Eine „Internationale Hilfswoche“ des „Bradley Manning Support Network“ hat gestern begonnen zur Unterstützung des „Whistleblowers“  Bradley Manning, dessem Ungehorsam Wikileaks die Filmaufnahmen vom Beschuss und der Hinrichtung irakischer Zivilisten und internationaler Journalisten in Bagdad am 12. Juli 2007 von einem amerikanischen Kampfhubschrauber aus verdankt. Wie das Bradley Manning Support Network „mit Erleichterung“ bereits am 1. September 2010 über cryptome.org mitteilte, hätte man den „erfahrenen und qualifizierten Zivilverteidiger () David Coombs von Providence, Rhode Island“ bewegen können, die Verteidigung Mannings zu übernehmen. „Herr Coombs hat über ein Jahrzehnt Erfahrung als militärische Strafverteidiger und ist ehemaliger Jura-Professor am Judge Advocate General’s Legal Center and School in Charlottesville, Virginia“, heißt es in der Meldung, und weiter: „“Seit unserer ersten Kontaktaufnahme mit Bradley, als er noch in Kuwait inhaftiert war, versprachen wir die Unterstützung und Finanzierung der zivilrechtlichen Verteidigung seiner Wahl“, sagte Jeff Paterson, Mitglied des Lenkungsausschusses des Bradley Manning Support Network, „Wir sind froh, dieses Versprechen nun zu erfüllen, beginnend mit der Überweisung erster Gelder an Herr Coombs.““
Schon zu diesem Datum hätten 835 Spender einen Betrag von 50 000 $ aufgebracht, wovon 37 500 als Anzahlung für die Anwaltskosten gedacht seien. Insgesamt rechnet das Netzwerk mit Gesamt-Anwaltskosten von 90 000 $.

Nicht nur um Spenden bittet das Bradley Manning Support Network, auch Briefe und Postkarten, selbst wenn die ihren Klienten, wie bisher, nicht ausgehändigt wurden, setzten Zeichen und unterstützten den Angeklagten auf diesen Weg. Nicht zuletzt verlinkt das Netzwerks auf seiner Webseite zu einer e-mail-Petition zugunsten Mannings an den amerikanischen Kongress .

Veranstaltungen und Kundgebungen in Großbritannien, New York, Oakland, San Diego, Minneapolis, Houston,  Olympia, Columbus und Quantico – in der Nähe der Marine Corps Base wo Manning derzeit in Untersuchungshaft sitzt, hatte das Netzwerk am 1. September für die Aktionswoche bereits koordiniert.

Unterdessen waren aus anderen Quellen interessante Neuigkeiten bekannt geworden, was die Enttarnung des Whistleblowers anbelangt. FAZ.Net berichtete am 3. August 2010 über eine Reportage des „San Francisco Examiner“ über das „geheime „Project Vigilant““: „In ihr berichtete ein Projektleiter namens Chet Uber davon, dass die von der Privatwirtschaft finanzierte Truppe den Militärbehörden, dem FBI und der NSA zuarbeitet. Sechshundert Freiwillige, vor allem Linguisten und Computerspezialisten, analysieren demnach den Netzwerkverkehr auf verdächtige Inhalte. Stimmten diese Angaben, würden sie das Bild vom „allzu naive(n) Soldat, der sich einem überraschten Dritten anvertraute“ zerstören, so Faz.Net und fällt aus allen Wolken: „Stimmen die Angaben, werden amerikanische Bürger in größerem Stil überwacht als bisher angenommen“.
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Corpus delicti – das Video, dass Manning an Wikileaks weitergab (Teil 1 von 4)

Quellen:
Den vollständigen Artikel in der FAZ.Net finden Sie hier.

Die Webseite des Bradley Manning Support Network’s – „Kriegsverbrechen öffentlich machen ist kein Verbrechen!“

Die Meldung auf Cryptome
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