…gnadenlose Weihnachtszeit

Das war doch klar, dass zum Christlichen Fest wieder allerhand Antichristliches sich ereignen würde? Lesen Sie nur – in einem Land der gebremsten Meinungs- und Agendafreiheit ausreichend repräsentativ – die Meldungen zweier beliebiger Medien nach nur 24 Stunden des Beginns dieses Friedensfestes; um zu sehen, wie sich gerade dann die Ereignisse gegen friedliches Christusbewusstsein und Nächstenliebe richten. Der Kontrast zwischen warmen, schmucken Wohnstuben und Familienglück und leuchtenden Kinderaugen zu Verfolgung, Mord und Terror ist wohl gar zu geeignet für die Kontaminierung mit Angst oder unterschwelligem Hass:

„Papst Benedikt der Sechzehnte hat in seiner Weihnachtsbotschaft zu Frieden und Versöhnung in der Welt aufgerufen. (). Zudem mahnte der Papst Religionsfreiheit an. Er verurteilte die Diskriminierung und Verfolgung von Christen in vielen Staaten.“ Quelle und Zitat: Deutschlandfunk

„In Nigeria hat es erneut gewaltsame Übergriffe auf Christen gegeben. Wie ein Armeesprecher heute mitteilte, wurden am Heiligabend in der Stadt Maiduguri Brandbomben auf drei Kirchen geworfen. Dabei kamen sechs Menschen ums Leben. Nach mehreren Explosionen in vorwiegend christlichen Wohngebieten in der Stadt Jos hat sich die Zahl der Toten auf 32 erhöht. Es gab viele Verletzte. Für die Taten werden muslimische Extremisten verantwortlich gemacht.“ Quelle und Zitat: Deutschlandfunk

„In den Niederlanden sind zwölf Somalier unter Terrorverdacht festgenommen worden. () Die Männer im Alter zwischen 19 und 48 Jahren sollen einen Anschlag in den Niederlanden geplant haben.“ Quelle und Zitat: Deutschlandfunk

„Bundeskanzlerin Merkel hat sich bestürzt über den Tod eines deutschen Entwicklungshelfers in Afghanistan geäußert. Sie verurteile diesen feigen Anschlag aufs Schärfste, (). Das Attentat zeige einmal mehr die Skrupellosigkeit der Terroristen, die kein Interesse an einer besseren Zukunft des Landes hätten ()“ Quelle und Zitat: Deutschlandfunk
Die „Konsequenz“, und hoffentlich nur ein Verschwörungstheorieverblendeter, wer dies in Anführungszeichen setzt: Es sei unverantwortlich, Entwicklungshelfer ohne soldatische Bewachung in Afghanistan operieren zu lassen, wird aus Natokreisen verlautbart.

„Im Norden Pakistans sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine Essensausgabestelle der Vereinten Nationen mehr als 40 Menschen getötet worden. Es habe mindestens 70 Verletzte gegeben, () Zu dem Anschlag bekannten sich die radikal-islamischen Taliban.“ Quelle und Zitat: Deutschlandfunk
Auch hier die durchaus die Verschwörungstheorien nicht entkräftende „Konsequenz“: „Die UNO schränkte ihre Lebensmittelhilfe im Land ein. Aus Sicherheitsgründen werde es in der Region vorerst keine Hilfslieferungen geben, meldeten pakistanische Medien….

Auch der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Kirchhof hat sich gestern mit einer Forderung vernehmen lassen, „die Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr im Innern zu erweitern (). Um „effizienter auf neue Bedrohungslagen reagieren zu können“, sollte über eine Grundgesetzänderung nachgedacht werden.“, () sagte er im Interview des Hamburger Abendblatts (Weihnachts-Ausgabe)“. Quelle und Zitat: Hamburger Abendblatt

Bleiben wir also unserem Motto zu diesem Fest treu und lassen uns nicht instrumentalisieren vom „Antichristen“ – wo immer der haust.

p.s. Wer in dieser Gewaltverzichtserklärung nun gerade die falsche oder eine labile Reaktion vermutet, sei mit diesem Interview von 2007 mit D. Ganser, Historiker, Spezialist für Geostrategie, Friedensforschung und Sicherheitspolitik Mitarbeiter der Forschungsstelle für Sicherheitspolitik an der Altgenössischen Technischen Hochschule Zürich, mehrfach Buchautor, zumindest beschwichtigt.

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