Zeitenende

Kann dies sich den Spekulationen über das Zeitenende auf dem letzten Drücker noch anschließen…
Bei Sonnenaufgang 22. 12  – was wohl dem Zeitpunkt „Wintersonnenwende“ kalendarisch entspricht – las ich kürzlich, sei der Mayakalender erst am Ende.

Dass eine Zeit aufhört, und eine neue beginnt?
Hinter einem Dimensionssprung – er brauch ja nur „quantentheoretischen“, nicht göttlichen (schöpferischen) Ursprungs zu sein – neu beginnt? Ist es nicht das, was Wissenschaftler der Elementarphysik längst schon entdeckt haben wollen – eine Unzuverlässigkeit „in der Natur“, die die menschliche Kalkulationskünste beschämt?

Dass der Hergott aber für seine Schäfchen gesorgt hat. Er den Übergang für sie bereitete. Den einen auf einen unterirdischen Bunker brachte, den anderen zu Zuversicht, als Schild. Die Medien dazu, das Thema hoch- und runterzuleiern. Manch Unglücklichen vielleicht, fortan freimütig alle „Folgen“ zu tragen aus dieser „ach so glaubhaft wahrgewordenen Prophezeiung“.

Eine Zeit hört auf, eine neue fängt dann an – und der Kalender geht vielleicht nur zuende, wie jedes Zählmass halt ans Ende kommen muss. Keiner möge in Tausend Jahren angesichts unserer Kalender schlussfolgern, die Priester Anfang des vorigen Milleniums hätten jedes Jahr für den 31. Dezember das Ende prophezeit?

Eine besondere Konstellation des Planeten Erde soll in diesen Tagen außerdem herrschen. Auf einer Senkrechten genau über dem Inneren der Galaxis. Relativ wahr, sagen andere; „senkrecht“ sei wegen den Eigenheiten des Raums nicht denkbar, die am 21. 12 (heute) beobachtbare Position der Erde in Flucht zum Muttermund der Milchstraße sei ein an jedem anderen Tage auch – von anderem Beobachtungsstandpunkt aus – beobachtbares „Phänomen“.

Was uns möglicherweise auf ein Zeitenende brachte – trotz all der vielen und fruchtlos vergangenen Propheterien über die Jahrhunderte – ist die offentsichtliche Sichtbarkeit des Endes. Des allgemeinen Elends, dass letztendlich „selbst uns!“ fand. In der Familie, in den Beziehungen. Im Arbeitsleben. In materieller Hinsicht. In geistiger?

Käme nicht ein zwingender Neuanfang den schreckenstarren Völkern gerade recht? Gelähmt vom Reglement, in Schacht gehalten von der Waffenstarre des aufstrebenden Weltfaschismus – der ihr Blut auch noch saufen muss, in Raten, aber bis zum letzten Tropfen?

Könnten wir schlechter bedient sein nach einem Polsprung? Verschiebung der Klimazonen? Einer Tsunamiwelle „unvorstellbaren“ Ausmaßes? Das viele Leid – ja freilich, das vergessen wir bei unserem Ausmalen in unserer mittelgebirglichen Lage, in unserer Klimaregion Immerschlecht. Den Opferungen, die unser „Zivilisierung“ fordert, stimmen wir immer leichter zu als Opfern für Naturkatastrophen! Wobei wir – nebenbei – unseren Anteil an den Komponenten, die zu diesen Naturkatastrophen führen, leicht ausblenden. Wir letztendlich spekulieren mit solchen Katastrophen – und verstehen sie wohl längst technisch umzusetzen – zum Wohle u n s e r e r Zivilisierung. Kann die Natur überhaupt so grausam sein, wie es ein Menschenhirn sich ausdenken kann?

Irgenwo las ich über einen Zusammenhang zu seit einigen Monaten verstärkten Sonnenwinden. Diese, abgöttisch gefürchtet, bildeten das Update für das Leben auf der Erde in dieser neuen Zeit. In jenem Zusammenhang kamen Chemtrails als die Angstschicht einer missverstehenden Wissenschaft zur Sprache, einer untertellte die Absicht der Elite, uns dieses Update vorzuenthalten, als Erklärung für Chemtrails. Gott (oder die Sonne halt) hätte gesorgt – die Elite allein, im Bestreben, uns auszubluten, schaffe den Mangel. Wir kennen sie von anderen Handlungsorten, und halten dies deshalb für denkbar. Im Grunde hängt alles zusammen?

Sonnenwinde können auch verheerend wirken. Im elektronischem Bereich, angeblich. Von Spannungsschwankungen bis weltweiten Totalausfall gehen die Szenarien . Schlecht bis tragisch im maschinenunterstützten Leben, fast unbemerkt im Leben der Naturvölker, die es hoffentlich zuhauf noch gibt; gänzlich unentbehrlich für die Maschinerie des Weltfaschismus aber. Seine Unterdrückungsorgane, seine Zwangsalimentierung, seine Vollstrecker. Wie rechnete schon Lenin: „Sowjetmacht plus Elektrifizierung gleich Kommunismus“. Die Macht („kommisssarischer“ Räte) plus Steckdose – dann gehört uns die ganze Welt (Was Marx mit Kommunismus meinte: eine Weltherrschaft)?
Gäb es unter dieser Annahme nicht auch Notwendigkeit zu einem Lebensversuch fernab der hochherrschaftlichen Energieverschreibungen?

Was der Artikel wollte mit einer letzten Lebensmeldung in der elektronischen Welt vielleicht: wir waren beim Hoch-und-Runterjodeln des Themas in den Medien, die wir als die theoretisierenden Pfadbereiter unserer Peiniger erkannt haben. Solche bunten Sendungen sind natürlich billig, Archivmaterial ohne Ende. Aber sie senden nie ohne Intention! Gut möglich also, dass deren Geschrei eine „Dimension“ einleiten sollte, die uns als Folge des uns eingepaukten Zeitenendes“ präsentiert werden soll.

 

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Aktionstage für Bradley Manning begonnen

Eine „Internationale Hilfswoche“ des „Bradley Manning Support Network“ hat gestern begonnen zur Unterstützung des „Whistleblowers“  Bradley Manning, dessem Ungehorsam Wikileaks die Filmaufnahmen vom Beschuss und der Hinrichtung irakischer Zivilisten und internationaler Journalisten in Bagdad am 12. Juli 2007 von einem amerikanischen Kampfhubschrauber aus verdankt. Wie das Bradley Manning Support Network „mit Erleichterung“ bereits am 1. September 2010 über cryptome.org mitteilte, hätte man den „erfahrenen und qualifizierten Zivilverteidiger () David Coombs von Providence, Rhode Island“ bewegen können, die Verteidigung Mannings zu übernehmen. „Herr Coombs hat über ein Jahrzehnt Erfahrung als militärische Strafverteidiger und ist ehemaliger Jura-Professor am Judge Advocate General’s Legal Center and School in Charlottesville, Virginia“, heißt es in der Meldung, und weiter: „“Seit unserer ersten Kontaktaufnahme mit Bradley, als er noch in Kuwait inhaftiert war, versprachen wir die Unterstützung und Finanzierung der zivilrechtlichen Verteidigung seiner Wahl“, sagte Jeff Paterson, Mitglied des Lenkungsausschusses des Bradley Manning Support Network, „Wir sind froh, dieses Versprechen nun zu erfüllen, beginnend mit der Überweisung erster Gelder an Herr Coombs.““
Schon zu diesem Datum hätten 835 Spender einen Betrag von 50 000 $ aufgebracht, wovon 37 500 als Anzahlung für die Anwaltskosten gedacht seien. Insgesamt rechnet das Netzwerk mit Gesamt-Anwaltskosten von 90 000 $.

Nicht nur um Spenden bittet das Bradley Manning Support Network, auch Briefe und Postkarten, selbst wenn die ihren Klienten, wie bisher, nicht ausgehändigt wurden, setzten Zeichen und unterstützten den Angeklagten auf diesen Weg. Nicht zuletzt verlinkt das Netzwerks auf seiner Webseite zu einer e-mail-Petition zugunsten Mannings an den amerikanischen Kongress .

Veranstaltungen und Kundgebungen in Großbritannien, New York, Oakland, San Diego, Minneapolis, Houston,  Olympia, Columbus und Quantico – in der Nähe der Marine Corps Base wo Manning derzeit in Untersuchungshaft sitzt, hatte das Netzwerk am 1. September für die Aktionswoche bereits koordiniert.

Unterdessen waren aus anderen Quellen interessante Neuigkeiten bekannt geworden, was die Enttarnung des Whistleblowers anbelangt. FAZ.Net berichtete am 3. August 2010 über eine Reportage des „San Francisco Examiner“ über das „geheime „Project Vigilant““: „In ihr berichtete ein Projektleiter namens Chet Uber davon, dass die von der Privatwirtschaft finanzierte Truppe den Militärbehörden, dem FBI und der NSA zuarbeitet. Sechshundert Freiwillige, vor allem Linguisten und Computerspezialisten, analysieren demnach den Netzwerkverkehr auf verdächtige Inhalte. Stimmten diese Angaben, würden sie das Bild vom „allzu naive(n) Soldat, der sich einem überraschten Dritten anvertraute“ zerstören, so Faz.Net und fällt aus allen Wolken: „Stimmen die Angaben, werden amerikanische Bürger in größerem Stil überwacht als bisher angenommen“.
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Corpus delicti – das Video, dass Manning an Wikileaks weitergab (Teil 1 von 4)

Quellen:
Den vollständigen Artikel in der FAZ.Net finden Sie hier.

Die Webseite des Bradley Manning Support Network’s – „Kriegsverbrechen öffentlich machen ist kein Verbrechen!“

Die Meldung auf Cryptome
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„Stammtischsprüche seitenlang?“ – wenn das nicht eine Verhöhnung der Stammtische wäre

Kauft nicht bei Sarrazin!

Ich weiß schon, Herr Sarrazin, seit meinem letzten Offenen Brief an Sie, dass ich im Internet keine E-Mail-Adresse von Ihnen finden werde – was mich nun dennoch nicht hindern soll, mich wieder mit Ihnen (völlig unverhältnismäßig angesichts der Fülle ernstzunehmender Themen – da geb ich Ihnen recht) zu beschäftigen; dabei hab ich auch die Vorstellung, Sie werden spitzbübisch alles beobachten, was auf Ihren letzten Streich nun so reagiert und über-reagiert wird); und wenn Sie es nicht lesen, lesen es andere – etwas in der Art wie Mobbing wenigstens, Sie verstehen? Doch, S i e verstehen: Das sich Stürzen in der Meute auf Mitmenschen, von denen man wenig Gegenwehr zu erwarten hat, um sich auf dessen Kosten zu profilieren. Nur in der Art freilich, zwar ahne ich nach den Verlautbahrungen gegen Sie die Meute mit mir, weiß auch von ihrer Wehrlosigkeit – die wird Thema meiner unverhältnismäßen Widerbeschäftigung mit Ihnen – hier aber ein Fall von, wenn Sie so wollen, Mobbing – gegen einen vermeintlich Stärkeren, Überflieger oder gar Unangreifbaren – und da ist ein Kampf mit gleichen Waffen schon legitim?

Aber zum Thema und ihrer Wehrlosigkeit in geistigen Dingen (auch der Grund, warum ich mich um eine Anrede Doktor drücke – um die Promovierten insgesamt nicht in missliches Licht zu rücken). Wer wie Sie immer mal wieder an der falschen Stelle auf die Pauke haut, dass das gutmenschliche Publikum erstarrt und sogar das Orchester kurz stockt und aufschaut und Gutmenschlichkeitsheuchelndes zum Vortrage bringt  (das ist Ihnen zumindest gelungen – wird aber hierzulande jedem Hanswurst gelingen), wer also so „von sich Reden macht“ wie Sie – sollte der nicht mehr zu bieten haben als platte Texte für imaginäre Stammtischrunden? (Glauben Sie mir, als wirklichem Stammtischbesucher: Die Ansagen dort sind längst nicht so platt, wie sie Ihre Regie vorsieht). Sollte der nicht wenigstens „etwas geleistet“ haben, einen nachweisbaren Nutzen gebracht, wie Sie den ja nun von anderen auch fordern, oder wenigstens der Liebe und dem Frieden gedient haben?
Denn sehen Sie zum Beispiel das, womit man Sie in Verbindung bringt – „Bankenwesen, irgendwie“. Würde ein einziger türkischer Lebensmittelhändler seinen Laden so führen wie Sie den Ihrigen – er müsste sich die Verfehlung seines Berufes attestieren, und hätte sicher nochdazu Grund gehabt, diesen an einen Nagel zu hängen; Ihr „Bankenwesen“ geht derweil bald bautz, und betrieben solches, um beim Beispiel zu bleiben, Lebensmittelhändler – sie wären gar eine Gefahr für die Menschheit;

Ich nehme einmal an, aufgrund Ihrer Stellung, Sie sind im Salonleben verblieben – sorgen hier vielleicht nach dem fünften Whisky oder „Goldwasser“ für einen tolerablen Eklat, weil Sie sich im Ton oder Dekoltees vergreifen oder beim Dinner einen Rülpser lassen – bei Menschen wie Ihnen wird das zwanghaft sein – fühlen sich hier aber gut aufgehoben un verstanden. Sie haben sich nie im normalen Leben befunden – worauf sich wohl Ihr irriges Gefühl für Stärke und Macht und Fliegenkönnen begründen mag – und das lässt sie eine völlig eingeschränkte Vorstellung von diesem haben. Mal ehrlich – wo sie hofieren und domizilieren – „richtige Türken und Moslems“ laufen doch dort höchstens im Fernseher? Die Famlie des ausländischen Gemüsehändler hier in meiner Stadt zum Beispiel haben Sprühungen mit Androhung physischen Niedergangs Ihrer geldmächtigten Kollegen von ihrer vietnamesischen Ackerscholle in die dann übervollen und verarmten Städte vertrieben, und Schlitzohren in meiner Regierung haben ihn in die DDR gelockt mit billigen Versprechungen und noch viel billigeren Geld; da war er eben, als, wiederum Ihre Kollegen, das Land für einen Appel und ein Ei übernahmen; Ihre „Türken“ – ich bin kein Freund davon, den Menschen nach seinem Nutzwert zu beurteilen, ihrer Begriffswelt mit dem Termini „Humankapital“ mag dies aber entgegenkommen – der Türke, der sie so nervt, dass Sie sich so vergessen – hat es wohl erst möglich gemacht, dass Sie auf einen, vermeintlich Ihren, Geldhaufen sitzen, von wo Sie nun gern die Pauke schlagen!
Nun wollen Sie das auch noch in eine Buchform bringen – von Ihnen erscheint heute ein B u c  h ! Viel mehr als schlechtverhüllte Selbstvergessenheit kann ich mir zwischen den Deckeln nicht denken! Was ich aber gelesen hab dazu, lässt mich wieder zurückkommen auf Ihre geistige Schwäche; das Handelsblatt wollte wohl auf Ihr Trittbrett steigen und auch die Pauke rühren; unglücklicherweise haben die eine Aussage zur Überschrift gewählt, die sie Ihnen in den Mund legen, und die, falls das keine bösartige Verdrehung war, Ihre ganze geistige Unbedarftheit nun schon vorher in die Welt posaunt. Sie werden dort aus „Welt am Sonntag“ zitiert mit genetischen Reinheitsgedanken zum europäischen „Genpool“, die wohl Ihren Plattheiten ein wissenschaftliche Krone aufsetzen sollen, und auch hier erscheint dann im Text wieder Ihre Aussage, die handelsblatt in die Titelzeile bracht: „Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen…“ Herr Sarazzin: Im reifen Alter zu glauben, dass eine religiöse Überzeugung einen Abdruck in der Genstruktur hinterlässt – wo hat man da promoviert? Oder meinten Sie lediglich: (Auch) Juden haben ein Gen (und nicht nur eins)?

Sie sehen, weit ist uns mit Ihren „Gedanken“ und wohl auch mit ihren Büchern nicht geholfen. Sie richten mehr Schaden an – wie ich Ihnene das auch schon letztens nahebringen wollte, und da mein ich nicht nur die nutzlose Papierwerdung unschuldiger Bäume; sie bringen uns von den wahren Problemen des Alltags ab, säen Unfrieden unter uns, die ohnehin nicht viel Frieden haben – sei es vor Verfolgung, Missionierung, Existenzangst oder Ihren verehrten Kollegen – seien wir „Deutsche“, Türken oder Mosleme. Sie sehen aber zumindest: Kein Grund für Sie besteht, sich aufzuspielen?

p. s. Denken Sie doch nochmal über die Gene nach; es könnte zu einer Lösung Ihres Problems führen…

Unten ein Link zu einer Sendung des Deutschlandfunks – leider nur noch im Internet zu bekommen – der meine obiges Schenkelklopfen über Ihren Glaubens verteidigt – überhaupt an die langen vergeblichen Bemühungen zum Finden eines „jüdischen Gens“ erinnert;
Deutschlandfunk 14.04.2010 09:53; Sendung: Tag für Tag „Wenn das „jüdische Gen“ nicht aufspürbar ist“; Jutta Schwenksbür im Gespräch mit dem jüdischen Historikers Shlomo Sand
anhören oder den Beitrag downloaden als mp3
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Update
02.09.2010 13:17 Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.
„Die genetischen Thesen von Herrn Sarrazin sind nicht mit den modernen Erkenntnissen zur Evolutionsbiologie des Menschen vereinbar.“ ganzer Text dort

– weitere Stimmen: 30.8. 2010 auf „ceiberweiber“ – Alexandra Bader: Die Gene des Herrn Sarrazin

Update 26. September 2010
„…Worauf Sarrazin mit seinem Buch abzielt, lässt sich auf Seite 93 lesen. Dort schreibt er, dass die evangelische Kirche seit der Reformation „die intelligentesten Knaben für die geistliche Laufbahn ausgewählt“ habe. Da „evangelische Pfarrersfamilien traditionell sehr kinderreich“ gewesen seien, habe sich diese Auslese darin niedergeschlagen, dass ein Pool von besonders intelligenten Menschen gezüchtet worden sei, aus dem sich „ein erstaunlich großer Teil der deutschen wissenschaftlichen Elite“ rekrutiert habe, während die katholische Kirche durch den Zölibat die Vermehrung der Intelligenzgene verhindert habe.
Abgesehen davon, dass diese Behauptungen (wieder einmal) nicht belegt und im übrigen auch falsch sind (nicht die evangelische Kirche hat Knaben ausgewählt, sondern häufig wurden die drittgeborenen Knaben von ihren Eltern in die geistliche Laufbahn entsandt), legt diese Passage Sarrazins Vorstellung von einem idealen Deutschland offen: Ein totalitäres System, das Menschen mit ihren Erbanlagen so züchtet, wie dies Hunde- und Pferdezüchter tun. Das nennt sich „Eugenik“ – der Erfinder dieses Begriffs, Francis Galton, wird von Sarrazin hoch gelobt (S. 92f.) – oder auf deutsch „Rassenhygiene“ und diente zur Zeit des Nationalsozialismus zur Rechtfertigung von Zwangssterilisierungen, Euthanasie und Völkermord.“ – da hat einer (Prof. Dr. Volker Eichener, Rektor der EBZ Business School – University of Applied Sciences) wahrhaftig dieses Zeug gelesen und selbst die Mühe einer Analyse nicht gescheut; hier seine komplette Ausführung: http://www.rohmert-medien.de/immobilienbrief/analyse-die-seltsamen-methoden-des-thilo-sarrazin,108286.html

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Der 2. Mai…

Auch wenn gerade der Auslöser jetzt die beste Inspiration böte für bitteren Schmäh – ich „verzichte“ auf einen eisigen Kommentar dort zu Gunsten eines Angriffs hier.
Gut möglich, dass das ohnehin der effektivste Weg ist. Wer lese denn schon „Spiegel“?

Ich tat es, online, heut nacht, nach ersten (Video-) Bildern suchend vom „1. Mai“, die allerersten, die google spuckte, dort; vorbei am verbalen Frohlocken – wie ich dieser Textwerkstatt schon lange andichte – über „Brennende Barrikaden“, und womit Radaumedien sonst so punkten, in eine mageren feuerschein- und spärliche fünf Bilder lange Fotostrecke, deren sonst Bildunterschriften freigehaltene Unterzeilen zusätzliche – d. h. so im Bild nicht belegbare – negative, pessimistische Informationen verbreiten. (Man schaue bitte die wenigen Bilder und lese den nichtswissenden und kurzen Text, um meinen Ekel eventuell nachzuempfinden (hier – rechte Spalte {links ist sogar ein Video – genauso feurig, aber vom Vorjahr, und somit nicht mehr aktiviert;-).

Aber richtig, er ist es nicht wert, und auch die Kommentare dort lassen nur auf intellektuell vorbeihastende Leserschaft schließen. Dennoch wird es nächstes Jahr dann heißen: Brennende Barrikaden in Hamburg, soundsoviel verletzte Polizisten – und das Wissen sein für mehr staatliche „Gegen“gewalt (was auch ans Portemonnaie geht) oder die Räumung des Hamburger („Assi“-) Viertels; und jeder wird sich „erinnern“…

Berlin erwartet Offensive, oder so ähnlich (man schicke mich nicht nochmal hin), ging der Text dann weiter, Mitternacht, am 2. Mai fast schon, auf Spiegelonline.

Da warten sie noch immer?

p.s. Nicht, dass ich das Feilschen um Schweregrad oder Legitimität von „Gewalt gegen den Staat“ in diesem post verpasst hätte.  Wär ich Hamburger und nur e i n Polizist wäre durch meine harmlos aussehenden Happening (oder Walpurgisnacht -Feuer – SPon schreibt, „schon kurz nach Mitternacht am 1. Mai“) – wäre auch nur ein Polizist durch meine Bessoffenenspiele zu Schaden gekommen – ich ginge mich wenigstens im Krankenhaus erkundigen nach ihm; und würde wissen wollen, wie das passieren konnte…

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Alles neu

Gutes Gelingen will ich all denen wünschen, die den 1. Mai nutzen werden, um ihren politischen Willen zu bekunden. Ich will an die Möglichkeit erinnern, dass auf Demonstrationen Provokateure auftreten können und an den Fakt, dass „Polizisten“ Menschen wie du und ich sind (auch wenn sie vielleicht etwas  befremdend gekleidet sind). Überflüssige Worte, klar. Einen schönen Maientag!

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Schnauze voll von heute

Was für ein Scheißtag!

Als er am späten Vormittag endlich die Temperaturen entwickelt hatte, die Menschen hintern Ofen hervorlocken können, steht als erstes die Erkenntnis: auf die Triebe der Kartoffeln, (im November gesetzt, wie jedes Jahr) kannst du lange warten – alle Saat erfroren! Matsch.
Ohnehin über die Natur dieses Winters nicht entschieden, wie zur Bekräftigung der innerlichen Grämlichkeit: Als die Blumenkohlwolken am späten Nachmittag abgezogen und ein paar Sonnenstrahlen auf die noch immer eiskalte Erde mit der nun neuen Saat fallen, beeilt sich eine Staffel von einem halben Dutzend Fliegern, ihre weißen Kreuze ins Himmelblau zu schrammen.

Dann diese Kanzlerin, bei der Trauerfeier, in der Tagesschau!
Nicht, dass ich das öfters täte; ich wollte einfach in das verantwortliche Gesicht – jetzt, wo es bei „sowas“ noch keine Routine hat – sehen.
Wenn dieses maschinengleiche Machtbekunden bei Außenstehenden nur noch Bitternis erregt – wie hielten das die Angehörigen dort aus?
Dann, drei, vier Schnitte später, ihr Vorgänger, traut man den Augen? Wie er – umtriebig, wie wir seit damals wissen – versucht, seine Taten schon wieder als Segen für Deutschland, und, kurz gestutzt: „die ganze westliche Welt!“ zu verkaufen.
Und die Medien lichten ab und recken Mikrofone als gäbs ‚was.

Auch ohne Bild war es bei ihnen frustrierend.
In den Nachrichten bei Deutschlandfunk wird wieder die Klimaerwärmung verantwortet – fürs Gletschertauen. In „Kulturfragen“ versammelt man sich, um das Projekt Odenwaldschule neu anzusehen. Man erfährt nun, dass die Odenwaldschule ein Kind der UNESCO ist, aber niemandem im Kreis, weder Journalisten noch „Experten“, will da ein Licht aufgehen…
Gut. Abgelegt. Dieser Tag.
Morgen muss ein besserer sein.

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Die Trompeten von Jericho?

Dann  auf, die Tore!

Hört die Posaunen des Zorns.
Höret, so werdet ihr sehen,
und ihr werdet sehen
link

Ganz unaufgeregt ging am Mittwoch, 27. Januar, die atomare Dekontamination eines Reisebusses und seiner 4o Insassen im Zuge einer Katastrophenschutzübung in einem Jenaer Autobahntunnel von der Hand.
Auch in Oberhof –  unweit des Biathlonstadion und des neuen Ski-Tunnels – übt der Zivilschutz: Das Aufspüren und Bergen einer „schmutzigen Bombe“.
Dies im Rahmen der „bundesweiten Katastrophenschutzübung LÜKEX“, die „seit 2004 aller zwei Jahre – und mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft auch im Jahr 2005 – fortgesetzt“ und durch „eine weitere großangelegte Übung im Jahr 2007“ Quelle Schutzmaßnahmen bei simulierten „Angriffen mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Waffen“ trainiert. Quelle

Und nach eigenen Aussagen (des „Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe“ in Bonn): „Länder Übergreifende Krisenmanagementübung (EXercise)
Übungsserie L Ü K E X
Donnerstag, 21.01.2010, 07:15 Uhr
LÜKEX steht für Länder übergreifende Krisenmanagement-Übung/EXercise. LÜKEX ist die Bezeichnung für eine Übungsserie im Bereich des nationalen Krisenmanagements in Deutschland.“ und weiter unten: „In der Bundesrepublik haben die Terroranschläge vom 11.09.2001 und das Elbehochwasser im Sommer 2002 zu einem Umdenken geführt: Die Krisenanfälligkeit und Verwundbarkeit moderner Gesellschaften erfordern ressort- und länderübergreifende Übungen im Krisenmanagement. Die Innenministerkonferenz hat daher im Jahre 2002 eine Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung beschlossen und die Notwendigkeit von Übungen auf politisch-administrativer Ebene (strategische Krisenmanagement). Seit 2009 ist diese Aufgabe auch gesetzlich verankert (vgl. §14 Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes).“, heißt es da auch ganz unaufgeregt.

„Es nehmen alle Bundesländer teil“, weiß www.rettungsdienst.de ,“Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind so genannte “Kernübungsländer” und beüben ihre Krisenstäbe, zum Teil auch in Form von Katastrophenschutzübungen vor Ort. Die zentralen und groß angelegten Übungen werden in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Am 27. Januar werden in Köln, Dormagen, Gummersbach und Lemgo Katastrophenschutzübungen stattfinden, mit denen rund 2.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfs- und Rettungsdiensten und Polizei realistisch ihre praktischen Fähigkeiten im Katastrophenschutz üben.
Während in Köln beispielsweise die Rettungsmaßnahmen nach einem Anschlag auf ein Flugzeug und der Detonation einer sogenannten “schmutzigen Bombe” in einem Flughafenterminal geprobt werden, werden in den drei weiteren Orten Anschlagsszenarien mit konventionellen Sprengstoffen unter Beimischung chemischer Stoffe zugrunde gelegt.“

Wir sind empfindlich geworden beim Thema Katastrophenschutz- Übungen: Während der Flugzeugangriffe auf New York, während der Bombenattentate in Madrid und London, immer fanden zeitgleich und in unmittelbarer Nähe, staatliche Zivilschutzübungen statt, in Madrid sogar punktgenau (einer der  Zivilschützer: „dann explodierten die Züge genau dort, wo es auch auf dem Übungsplan verzeichnet war  – mir standen die Haare zu Berge!“); wir glauben weniger an Zufälle, und spinnen uns da wohl einiges zusammen. In unmittelbarer Nähe der Zivilschutzübungen in New York, Madrid und London roch es auch immer stark nach den Geheimdiensten der Länder, nach MI 5 und besonders nach der CIA. „Im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) werden die Analysespezialisten des Bundeskriminalamtes und des Bundesamtes für Verfassungsschutz zentral zusammengeführt.“, steht auf einer Webseite des Bundeiministerium des Inneren, wir sind also froh, wenn solche Übungen glimpflich abgehen, und die schmutzige Bombe, die am Vortag der Übung als möglicherweise scharf durch die Medien geisterte, als letztendlich gesicherte Attrappe gilt.

Die Ruhe, mit der das alles abgeht, lässt ein zufriedenstellendes Management ahnen.

„Mit den LÜKEX-Übungen bereitet sich Berlin auf Gegenschläge feindlicher Kämpfer im Inland vor, mit denen wegen der deutschen Interventionspolitik gerechnet wird. Der Ort der diesjährigen Übung, der Flughafen Köln/Bonn, ist nach Angaben des deutschen Militärs der „Dreh- und Angelpunkt für den Personaltransport deutscher Soldatinnen und Soldaten in die verschiedenen Einsatzgebiete der Bundeswehr“, erklärt german-foreigen-policy „eine Gruppe unabhängiger Publizisten und Wissenschaftler, die das Wiedererstarken deutscher Großmachtbestrebungen auf wirtschaftlichem, politischem und militärischem Gebiet kontinuierlich beobachten“ (Editorial).

Auch welt-online-Kommentator T. Krauen will die Kanzlerin dahingehend verstanden haben, sie rechne von vornherein nicht mit einem Erfolg des Embargos und hätte ihren Frieden mit dem Kriegs bereits gemacht.

Wie zynisch allerdings die Großmächte mit ihrer „Weltatom“-Behörde im Iran auftreten, enthüllt Ria Novostni: „Die IAEO hat Fragen an den Iran hinsichtlich der Zweckbestimmung dieses Werkes und dessen Platz im Atomprogramm des Landes. Wozu hatte es Iran nötig, einen neuen Betrieb zu bauen, um dort veraltete R-1-Zentrifugen zu montieren?
Wie der Iran erklärte, ist Fordou für den Fall bestimmt, wenn der Betrieb in Natans zerbombt wird. Es wäre allerdings unwahrscheinlich, dass Fordou im Falle eines Krieges weiterhin angereichertes Uran zu zivilen Zwecken produzieren würde. Höchstwahrscheinlich würde dann dieser Betrieb hoch angereichertes und waffenfähiges Uran herstellen.“

Soll heißen, der Iran würde im Falle eines Erstschlages nicht vollständig ausgeschaltet sein?

Anstatt dieses im Bau befindliche Werk – mit Platz für Vieles, aber noch nicht an Strom und Wasseversorgung angeschlossen – nun auch mit auf die satelitengestützte Abschussliste aufzunehmen, „stellt () in diesem Zusammenhang()die IAEO fest, dass der ermittelte Betrieb in Fordou Grund zur Annahme liefert, dass sich auf dem Territorium des Irans auch andere geheime Betriebe dieser Art befinden.“

Wenn das Ziel unserer Regierung wirklich eine Konfrontation in Nahost ist (wir haben noch das Bedauern gegenüber Ritter Dabbeljuh im Ohr, ihn nicht auf seinem Raubzug ins Zweistromland begleiten zu können, bevor – zum Glück – unsere Königin wiklicht Recht auf  ihren Lehen erhielt), wenn nicht das oberste Ziel aller Beratungen der Natomächte ist, zu einemKonsens mit dem Iran zu kommen – stürtzt die Welt in einem Weltkrieg.
Wir müssen alles für möglich haten, das System hat finanzielle Nöte wie vorm Überfall auf Bagdad, und keine Geldquellen mehr in den bisher besetzten Ländern; und keine Skrupel;  mit dem Iran, fast um den Zynismus überzubetonen, laufen Spielchen wie einst mit dem Irak; (heute wurde Blair, ein bekanntgewordener Falschspieler, dafür ausgebuht). Auch von  hier aus wird die westliche „demokratische Welt“ alle möglichen Rechtfertigungen finden, an der Traufe und Vasall  zu bleiben. International wirtschaftende Unternehmen haben schon  lang kein Vaterland mehr, die Koalition der „Wirtschaftsliberalen“ zahlenmäßig stark geschrumpft und nun auch trittfest auf dem Megaliner „international“, hat zu knabbern an der Zeche für die Runden Schampus fürs ganze Schiff, und wohl kaum grad eine Kasse für einen Ernsfall auf dem alten Europa offen.
Zivilschutz?
„Und man blies Posaunen.
Josua aber gebot dem Volk und sprach: Ihr sollt kein Feldgeschrei machen noch eure Stimme hören lassen, noch soll ein Wort aus eurem Munde gehen – bis auf den Tag, da ich zu euch sagen werde: Macht ein Feldgeschrei! Und dann macht ein Feldgeschrei!

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