Die schwarze Garde

Wir sollten diese mehr beachten. Schließlich besetzen sie führende Positionen, und der neue Verteidigungsminister kommt höchstwahrscheinlich auch aus diesem Stall.

Genaues erfährt man allerdings nicht. Der Orden soll eine Wahrheit für den inneren Kreis haben und eine Wahrheit für die Außenwelt. Sparsam in die Schlagzeilen gekommen war er im letzten Jahr mit den Missbrauchsfällen in seinen Ministrantenkolleges. Wer sich ein wenig mit der Biografie des Schlichters in der „Stuttgart-21-Faktenschlichtung“ befasste, konnte sehen, dass auch Heiner Geißler ein Schüler des Ordens war. Die durchaus öffentliche Kontroverse um die lautlose Bestallung eines Herman Achille van Rompuy als ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates im Dezember 2009 nahm dessen Herkunft aus dem Orden bereits nicht mehr wahr. Nigel Farage von der „UK Independence Party“ im Europaparlament, gegenüber Rompuy:

„Wer sind Sie? Ich habe nie von Ihnen gehört! Niemand in Europa hat jemals von Ihnen gehört! Wer hat Sie gewählt? … Ich habe keinen Zweifel, dass Ihre Intention ist, der stille Totschläger europäischer Demokratie und europäischer Nationalstaatlichkeit zu sein!“ (synchr. und engl. Video)

Weit von der Wahrheit ist Farage – bewusst oder unbewusst – nicht. Herman van Rompuy, inthronisiert vom Bilderberger und einst als Mittäter im Fall Dutroux in die Schlagzeilen gekommenen Vicomte Étienne Davignon, gehört dem Jesuitenorden – der Ordensgemeinschaft „Gesellschaft Jesu“ („Societas Jesu“, Kürzel „SJ“) – an.

Diesem Orden wird der folgende Treueschwur nachgesagt:

„Ich …………………………………. (Name des zukünftigen Mitglieds der Jesuiten), werde jetzt, in der Gegenwart des allmächtigen Gottes, der gebenedeiten Jungfrau Maria, des gesegneten Erzengels Michael, des seligen Johannes des Täufers, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und all der Heiligen und heiligen, himmlischen Heerscharen und zu dir, meinem geistlichen Vater, dem oberen General der Vereinigung Jesu, gegründet durch den Heiligen Ignatius von Loyola, in dem Pontifikalamt von Paul III. und fortgesetzt bis zum jetzigen, hervorgebracht durch den Leib der Jungfrau, der Gebärmutter Gottes und dem Stab Jesu Christi, erklären und schwören, daß seine Heiligkeit, der Papst, Christi stellvertretender Vize-Regent ist; und er ist das wahre und einzige Haupt der katholischen und universellen Kirche über die ganze Erde; und daß aufgrund des Schlüssels zum Binden und Lösen, der seiner Heiligkeit durch meinen Erlöser Jesus Christus, gegeben ist, er die Macht hat, ketzerische Könige, Prinzen, Staaten, Republiken und Regierungen aus dem Amt abzusetzen, die alle illegal sind ohne seine heilige Bestätigung, und daß sie mit Sicherheit vernichtet werden mögen. Weiter erkläre ich, daß ich allen oder irgendwelchen Vertretern deiner Heiligkeit an jedem Platz, wo immer ich sein werde, helfen und beistehen und sie beraten und mein äußerstes tun will, um die ketzerischen protestantischen oder freiheitlichen Lehren auf rechtmäßige Art und Weise oder auch anders auszurotten, und alle von ihnen beanspruchte Macht zu zerstören.

Ich verspreche und erkläre auch, daß ich nichtsdestoweniger darauf verzichte, irgendeine ketzerische Religion anzunehmen, um die Interessen der Mutterkirche auszubreiten und alle Pläne ihrer Vertreter geheim und vertraulich zu halten, und wenn sie mir von Zeit zu Zeit Instruktionen geben mögen, sie nicht direkt oder indirekt bekanntzugeben durch Wort oder Schrift oder welche Umstände auch immer; sondern alles auszuführen, das du, mein geistlicher Vater, mir vorschlägst, aufträgst oder offenbarst …

Weiter verspreche ich, daß ich keine eigene Meinung oder eigenen Willen haben will oder irgendeinen geistigen Vorbehalt, was auch immer, selbst als eine Leiche oder ein Kadaver, sondern bereitwillig jedem einzelnen Befehl gehorche, den ich von meinem Obersten in der Armee des Papstes und Jesus Christus empfangen mag. Daß ich zu jedem Teil der Erde gehen werde, wo auch immer, ohne zu murren, und in allen Dingen unterwürfig sein will, wie auch immer es mir übertragen wird … Außerdem verspreche ich, daß ich, wenn sich Gelegenheit bietet, unbarmherzig den Krieg erkläre und geheim oder offen gegen alle Ketzer, Protestanten und Liberale vorgehe, wie es mir zu tun befohlen ist, um sie mit Stumpf und Stiel auszurotten und sie von der Erdoberfläche verschwinden zu lassen; und ich will weder vor Alter, gesellschaftlicher Stellung noch irgendwelchen Umständen halt machen. Ich werde sie hängen, verbrennen, verwüsten, kochen, enthäupten, erwürgen und diese Ketzer lebendig vergraben, die Bäuche der Frauen aufschlitzen und die Köpfe ihrer Kinder gegen die Wand schlagen, nur um ihre verfluchte Brut für immer zu vernichten. Und wenn ich sie nicht öffentlich umbringen kann, so werde ich das mit einem vergifteten Kelch, dem Galgen, dem Dolch oder der bleiernen Kugel heimlich tun, ungeachtet der Ehre, des Ranges, der Würde oder der Autorität der Person bzw. Personen, die sie innehaben; egal, wie sie in der Öffentlichkeit oder im privaten Leben gestellt sein mögen. Ich werde so handeln, wie und wann immer mir von irgendeinem Agenten des Papstes oder Oberhaupt der Bruderschaft des heiligen Glaubens der Gesellschaft Jesu befohlen wird.“
(Zit.: www.offenbarung.de)

Nun rückt wahrscheinlich ein Jesuit ins deutsche „Verteidigungs“-Ministerium ein:
Sein Abitur 1972 machte De Maizière auf dem Aloisiuskolleg „ein gemischtes, altsprachliches, privates und katholisches Gymnasium in Bonn-Bad Godesberg mit angegliedertem Internat unter der Trägerschaft des Jesuitenordens.“ (Zit. Wikipedia) (Die „Aktivitäten“ dort).
Während seines Studiums der Rechtswissenschaft in Münster und Freiburg im Breisgau (1979 erstes, 1982 zweites juristischen Staatsexamen,1986 Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit Die Praxis der informellen Verfahren beim Bundeskartellamt – Darstellung und rechtliche Würdigung eines verborgenen Vorgehens.[2 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münsterer (Wikiped.) „engagierte er sich im Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Münster“ (Zit. Wikipedia).

„…Ausgehend von christlich-abendländischen Grundwerten bekennt sich der RCDS zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, zu den Menschenrechten, zur sozialen Marktwirtschaft und zum Gedanken der Europäischen Einigung.“ (Zit Wikipedia)

„Thomas de Maizière ist der Sohn der Künstlerin Eva und des ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Ulrich de Maizière. Er hat einen älteren Bruder, Andreas de Maizière. Darüber hinaus ist er ein Cousin des CDU-Politikers Lothar de Maizière, des letzten Ministerpräsidenten der Deutschen Demokratischen Republik.
Er ist seit 2003 Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Thomas de Maizière hat 1990 seinem Cousin Lothar de Maizière, dem ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der DDR, nach der Volkskammerwahl empfohlen, Angela Merkel als Presse-Mitarbeiterin in sein Team aufzunehmen, in das er dann ebenfalls als Berater aufgenommen wurde.

Im November 1990 wurde de Maizière zum Staatssekretär im Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern ernannt. Anschließend war er ab Dezember 1994 Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter Ministerpräsident Berndt Seite. Nachdem die CDU nach der Landtagswahl 1998 aus der Regierung ausschied, wurde de Maizière in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Am 26. Oktober 1999 übernahm er dann die Leitung der Sächsischen Staatskanzlei in der von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf geführten Sächsischen Staatsregierung. Am 30. Januar 2001 wurde er nach der Entlassung von Georg Milbradt zum Sächsischen Staatsminister der Finanzen ernannt. Nachdem Milbradt zum Nachfolger von Kurt Biedenkopf im Amt des Ministerpräsidenten gewählt worden war, übernahm de Maizière am 2. Mai 2002 die Leitung des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz. Nach der Landtagswahl 2004 wurde er am 11. November 2004 zum Sächsischen Staatsminister des Innern ernannt.

In seiner Zeit als sächsischer Innenminister (2004 bis 2005) soll Thomas de Maizière gesetzliche Vorschriften nicht eingehalten haben. Gottfried Teubner (CDU), der Chef der Parlamentarischen Kontrollkommission (PKK) des Landtags in Sachsen, wirft Thomas de Maizière im Juni 2007 vor, dass sein Verschweigen geheimer Verfassungsschutzakten gegenüber der PKK „glatter Rechtsbruch“ gewesen sei. Diese geheimen Akten sollen Hinweise auf die Verstrickung von sächsischen Justizbeamten, Polizisten und Politikern sowie wirtschaftlich tätigen Bürgern in eine Reihe von schweren Straftaten der organisierten Kriminalität bis hin zu Mord und Kinderzuhälterei enthalten. Die Vorwürfe gegen Thomas de Maizière werden von der Staatsanwaltschaft geprüft, deren Dienstherr Thomas de Maizière als Justizminister von 2002 bis 2004 war.

Nach der Bundestagswahl 2005 wurde de Maizière am 22. November 2005 als Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen. In dieser Funktion war de Maizière auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Nachrichtendienste.

Nach der Bundestagswahl 2009 wurde er Bundesminister des Innern im Kabinett Merkel II.

Am 9. Mai 2010 vertrat de Maizière in Brüssel den erkrankten Bundesfinanzminister Schäuble bei den Beratungen der europäischen Finanzminister zur Euro-Krise und den Verhandlungen zum 750-Milliarden-Euro-Rettungsschirm.

Ab 2. März 2011 wurde bekannt, dass Thomas de Maizière am 3. März 2011 als Amtsnachfolger des zurückgetretenen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg ernannt werden wird.“ (alles zitiert nach Wikipedia)

Seine Ehrungen (laut Wikipedia): 2006: Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik; 2007: Norwegischer Verdienstorden

*

1929 schreiben Erich und Mathilde Ludendorff in ihrer Einleitung zu: Das Geheimnis der Jesuitenmacht und ihr Ende. (21. – 30. Tausend; Ludendorffs Volkswarte-Verlag, 1929). „…So erscheint der Jesuitenorden wohl etwas mitteilsamer als die freimaurerischen Großlogen – aber er kann sich auf die Verschwiegenheit seiner Mitglieder viel mehr verlassen als die Freimaurerei – den grauenvollen Grund hierfür werden wir noch kennen lernen – so dass er tatsächlich mehr im Verborgenen lebt als diese. … Die Schulen erzielen nicht Menschen zum Lebenskampf ihres Volkes, sondern zur abwehrlosen Knechtschaft unter dem Joch der überstaatlichen Geheimemächte. Darum schweigen sie sich über sie aus und zu korrigieren den Schülern ganz falsche, diese geheimen Mächte schützende Vorstellungen, die später ungemein schwer entkräftet werden können, namentlich dann, wenn sie mit Einrichtungen der christlichen Kirche verknüpft sind oder Dinge betreffen, die an die ahnungslosen Menschen entweder überhaupt noch nie oder aber nur in entstellter Form herangetragen worden. … nur, wenn man das innerste Wesen dieses Feindes kennt, seine Auffassungen, besonders ein Geheimdogma, ganz gleich, ob all dies dem eigenen Überzeugungen entgegengesetzt ist, wichtige nimmt und all seine versteckten Wege und verschleierten Mittel ganz klar vor sich sieht, kann man ihn mit Erfolg abwehren …“ (zit. nach Lesung für unglaublichkeiten.com)

***

…..
Empfehlungen zum Thema:
Videos: Prof. Veith, Kapstadt Vortrag „Die Jesuiten und die Gegenreformation“ Teil 1 und ff. und Teil 2 ff. 2009?

Erich und Mathilde Ludendorff: Das Geheimnis der Jesuitenmacht und ihr Ende – zum Anhörenals Text. 1929

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Sonne an! Sonne aus!

Drei Tage im September…

Wir sind wohl die einzige Spezies, die über ihre Vernichtung so akribisch Buch führt?

A. Mitsching, Journalist und Eugenikbeobachter

Die Vorhersagen Anfang dieser Woche über die Wetterentwicklung der folgenden Tage fielen durch einen seltene Übereinstimmung in den jeweiligen Medien auf ( z.B. hier und hier – jeweils am Ende d. Sendung), als wären hier die Öffnungszeiten eines Kaufcenters oder die Wochenenddienste der Arztpraxen im ländlichen Bereich bekanntgegeben worden und nicht weitestgehend der Wahrscheinlichkeitsrechnung unterliegende Prophezeiungen – dass man sich fragen musste: Bluff, oder die Anzeichen eines Nachrichtenmonopols seit der Demolierung Kachelmanns oder der Wochenplan der Wetterdesigner, respektive „Geo-Ingenieure“ – was freilich nicht im Widerspruch zueinander stünde.

Man war sich alternativlos einig: Zwei Tage (nachdem der Montag, für den dies am Vortag prophezeit, sich nicht deutschlandweit gefügig gezeigt hatte) wird es noch einmal richtig schön, mit Temperaturen von „sage und schreibe“ bis zu 25 Grad – aber am Donnerstag, mit Temperaturstürzen um zehn Grad und einsetzenden Regengüssen, wäre der „Altweibersommer“ dann wieder vorbei.
Es kam so ähnlich: Spätestens am Dienstag hatte ganz Deutschland das Licht zurück – man konnte die neue Qualität in allem spüren, die Menschen kehrten fast ohne Umschweife zur gewohnt interessierten Freundlichkeit zurück und und selbst in die Herzen Muffel zog die Sonne ein; jedem graute es und jeder hatte noch einiges zu erledigen vor „Donnerstag, wo alles wieder würde wie vorher.“

Mittwoch, am späten Nachmittag, war abzusehen, dass die Wettermacher ihren Termin vom flächendeckenden Wettergau nicht würden halten können.

(Bilder zum Vergrößern anklicken)
Obwohl sie sich redlich bemüht hatten, hatten sie es hier zumindest nicht geschafft, den Himmel ausreichend dick mit der nötigen schleimigen Schicht zu überziehen, die nötig ist, die Sonne auszusperren. Der Donnerstag – was zumindest unsere Gegend betraf – würde noch einmal zum großen Teil eine zumindest halblichtige Sache werden.

So war es denn auch, der Donnerstag wartete mit Sonnenschein auf, auch wenn man im Licht bereits Mühe ansah, den Schild zu durchbrechen, und erst am Freitag war der Himmel dicht. Wohl war auch Regen vorausgesagt worden, aber „Wolkenbildung“ und gleichzeitig Regen scheinen seit einiger Zeit nicht mehr Hand in Hand zu gehen und wohl auch nicht unbedingt im Interesse der Verdunkler zu liegen.
In den frühen Abendstunden am Freitag war das Werk vollbracht, und es kristallisierte sich bei sinkender Sonne wieder dieser Himmel heraus, der einem Blick in die Abfallkiste einer Dreherei gleicht.

(anklicken zum Vergrößern)
Wie die „Prognose“ deutschlandweit gegeben worden war, hörte man auch aus anderen Gegenden des Landes Berichte über verstärktes Chemtrailaufkommen (in dieser Radiosendung, 23. 9. 10 – zwei Anrufer (Bremen und Neubrandenburg) im letzten Drittel).

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Nachträge:
Auch im Nachbarland Schweiz, wo man dieser Sprühungen bisher wohl nicht allzu oft gewahr werden konnte – was sich die skeptischen Himmelsbeobachter aus der Nichtmitgliedschaft des Landes in der NATO, die diese geheimgehaltenen Sprühungen im Auftrag der USA in den Mitgliedsländern ausführen soll, erklärten – werden Chemtrails zunehmend sichtbare Realität – wie dieser Bloger aus, oder besser: in alle Wolken fällt!

Im Osten wird, aufgrund drohender Regengüsse, wieder ein Hochwasser erwartet (Siehe dazu Kommentar 1 vom 28. September). Mit der Annahme, Wettermanipulationen dienten politischen Interessen, könnte man vielleicht überdenken: Könnte ein „Elbehochwasser“ jemandem dienlich sein (Man erinnere sich des Aufstiegs Schröders erst, nachdem er dort einst medienschön in Gummistiefeln im Wege stand)? Der letzte „Versuch“ einer Überschwemmung dort, vor wenigen Wochen, konnte ja nicht zur Zufriedenheit führen. Oder ist der Preis bereits mit den wirtschaftlichen und gesundheitlich (- seelischen: Sonnenlichtmangel führt zu Vitamin-D Defizit, was sich a u c h in Depressionen niederschlägt) für die Bevölkerung ausreichend bezahlt?
Hier, über Rudolstadt – Thüringen – wird weitergesprüht, sichtbar, seit der graue Filzlappen über uns am späten Nachmittag eineige Löcher bekam. Jetzt, Minuten nach Sonnenuntergang, ist es kalt wie im Dezember.

Wer noch nicht weiß, wovon hier die Rede war, sei auf diese Artikel auf diesem Blog und die Links an ihrem Ende verwiesen:
Killin‘ us softly?
Holen wir uns den Blauen Himmel zurück!
Am Himmel spinnen

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Das ist das, was sie ist

Ein neues Lied, ein besseres Lied, o Freunde…

Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte –
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.

H. Heine, aus "Deutschland - ein Wintermärchen"

Wir werden uns eines Tages sicher auch hinsetzen und beschließen, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir wären über die Effektivität unseres Regierungsapparates in Zweifel geraten, hätten einen erheblichen Mangel an Demokratie, wie wir sie verstehen – als die Macht des Volkes – diagnostiziert und würden uns erinnern, dass in unseren Reihen doch wohl fähigere Staatenlenker zu finden wären, als sie uns die Parteien jedesmal, und jedesmal sichtlich verderblicher, vor die Nase setzten. Wir – die  Bewohner dieser Bundesrepublik – würden sicher auch die notwendigen Gesetze finden im deutschen Paragraphendschungel, die uns das erlaubten. Das deutsche Rechtssystem soll ja eines der winkelzügigsten sein.

Wir müssten so vielleicht nicht sehenden Auges und wider besseren  Wissens in die Katastrophe rennen, und könnten vielleicht selbst andere Nationen davor bewahren. Wir würden vielleicht eines Tages keine Kriege mehr führen müssen, brächten die Bundeswehrjungs nach Hause, die unter völkerrechtlich anstößiger Mission gezwungen sind, in allen „Krisengebieten“ ihren Ar*** hinzuhalten – aus einer falsch verstandenen Bündnispflicht und verstoßend gegen ihr Mandat. Wir würden Deutschlands Freiheit zu Hause zementieren, hätten kein bedingungsloses Bündnisversprechen auf dem Hals zu einem Staat im Nahen Osten, der zunehmend als der Brandstifter dort verstanden ist und – so hinterbrachten vorgestern ehemalige CIA-Leute der Regierung im Weißen Haus – im Begriff ist noch vor Monatsfrist dort einen Supergau provozieren will. Wir hätten wohl plötzlich Milliardensummen zur Verfügung, arbeiteten wenige vergnügliche Stunden und wären dennoch wohlhabend – erinnern Sie sich noch der Verheißungen, die bis vor wenigen Jahren dieses noch glaubhaft in Aussicht gestellt hatten? Wir  brauchten uns nicht sorgen um Arbeitsplätze, Renten, Kassenbeiträge, nicht um unsere Zukunft, die da behütet und hochgebildet aufwüchse; wir schüttelten korrupte Politiker ab wie der Hund das Wasser und kämen vielleicht sogar wieder raus aus dem Joch, das wir uns anlegen ließen in unserer unendlichen Naivität, Obrigkeitsgläubigkeit und den Verdruss über die eigene Unfähigkeit, an die wir nun bald selbst glauben.

Wir würden uns zuerst in uns selbst integrieren lernen, Identität erlangen und vielleicht wirklich eine segensreiche Rolle für unsere Nation in der Welt begreifen. Mit solch Deutschland könnte dann auch ein vereintes demokratisches Europa etwas anfangen und wir wären nützlicher, als lediglich geschlachtet und aufgebraucht zu sein.

Denn wir ahnen längst: Wir wurden über Jahrzehnte nur für Anderer Interessen eingespannt – haben wir nun deren Kriege geführt, KZs bewacht oder angezweifelt, ihre Banken unterstützt oder wenigstens unsere spärliche Steuergroschen deren übersatten Großunternehmen und gigantomanischen Ideen nachgeschmissen. Für die Führer und das „Vaterland“ – aber nie für uns, das Volk, selbst.

Immer mehr erkennen nun sehr schnell, dass Grundsätzliches falschläuft und der gesellschaftlicher Umschwung scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Und gerade wir sollten überreif sein…

Aber wir „Deutschen“ werden wohl wieder im Konzert der sich befreienden Völker nicht mitsingen können – Ende der Geduld hin, Langmut her – wir haben einfach nicht das Zeug dazu. Haben die Völker Europas die relativ lange Zeit der Waffenruhe (doch die blutige Aufteilung Jugoslaviens soll hier nicht übergangen sein) dazu genutzt, ihre Identität  und rechtsstaatliche Unangreifbarkeit auszubauen – nun gibt es Nationen mit staatlicher Imunität, von denen vor zwanzig Jahren noch keiner gehört hat – gibt es bis heute nichts, was die Bezeichnung Deutscher Staat auch nur verdienen würde. Gabriel hat das im Februar öffentlich gemacht, so richtig begriffen hat man scheinbar so hingeworfenen Worte nicht, in den Karneval der Masssenmedien schafften sie es nicht, und wer sie dennoch vernahm, hielt sie wohl für unsachliche Wahlkampfübertreibung –  wer erwartet aus Regierung oder Opposition heute noch brauchbare Aussagen?
„Außer um sich selbst und ihre Klientel, kümmert sich diese Regierung um gar nichts! Ich sage euch: Wir haben gar keine Bundesregierung! Wir haben:  Frau Merkel ist Geschäftsführerin einer neuen Nichtregierungsorganisationen in Deutschland. Das ist das, was sie ist!“, predigte der SPDler bezüglich der Klientelwirtschaft von CDU/CSU/FDP den Besuchern einer öffentlichen Veranstaltung in Dortmund (hier auf Video).
Auch Trittin, der Linke, sind scheint Solches an die Öffentlichkeit lassen zu wollen, wird aber sicher nur denen verständlich, die eine geringste Ahnung hatten (Video).

Die BRD – lediglich eine GmbH – und die Bundeskanzlerin, die doch eben noch als eine der einflussreichsten Köpfe Europas in den Zeitungen war, nur eine Geschäftsführerin?
Das kann nur Polemik sein?

Grandmasteryaeger zeigt (bei 0:30 sec) erläuternd auf youtube seine Recherchen: Einen Auszug aus dem Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt/M (2. Februar 2005). Dort findet sich, juristisch betrachtet, eine Legitimation der „Bundesrepublik Deutschland“. Und eingetragen ist unsere BRD dort als „Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur mit beschränkter Haftung“; auf Grundlage einen „Gesellschaftsvertrag vom 29. 8. 1990, dem „Gründungsdatum“ dieser „Finanzagentur“.

Der „Zentralrat Deutscher Staatsbürger (-ZDS – dessen Seite und Zitat) trägt diesem „Kuriosum“ Rechnung. Dem Eigenverständnis nach gründete sich dieser Verein 2009 als eine  „Menschenrechtsorganisation zur Wahrung der Rechte, insbesondere der Grundrechte“ der Deutschen. Er versteht sich als „Bürgerplattform“ derer, die ihre „Pflicht als Staatsbürger“ anerkennen, sich „in Notstandszeiten für unseren Staat und sein Staatsvolk einsetzen zu müssen, wenn der Staat nicht erreichbar ist.“

„Ist nicht die BRD-Regierung die Vertretung deutscher Staatsbürger?“, will im April bei bewusst.tv (Video) der Interviewer vom Sprecher dieses Zentralrats Deutscher, Dr. Werner Ratnikow, in einem Interview wissen. Dessen Antwort leichthin: „Die BRD ist sicherlich n i c h t die Vertreterin deutscher Staatsbürger – da sie ja keine eigenen Bürger hat. Sie läßt ja verlautbaren, dass die deutsche Staatsbürgerschaft – d. h.: die Staatsangehörigkeit – nach dem alten RUSTAK (Reichs und Staatsangehörigkeitengesetzt-1913) läuft. Weil der BRD das „Reich…“ nicht gefällt, hat sie einfach ein STAK daraus gemacht, trotzdem ist es das gleiche aus dem Jahr 1913, also altes deutsches Recht – und ich glaube, dass sie sich h i e r nicht die Vertreterin nennen kann.“
Stattdessen, so legt er dar, gehörten alle vermeintlichen „Deutschen Staaatsbürger“ lediglich zum Personal dieser BRD-Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Nicht nur der P e r s o n a l ausweis, auch der Reisepass kann nicht deutlich werden: Wo andere Nationen unter „Staatsangehörigkeit/Nationalität:“ stolz ihr Vaterland vermerken, steht bei uns. „Deutsch“.
Ein Staat namens Deutsch…Und wer meint, mit diesem Reisepass sei dennoch „irgendwie“ seine Nationalität belegt, der überzeuge sich auf der Seite des Bayerischen Innenministeriums vom ausdrücklichen Gegenteil: „Der Bundespersonalausweis oder der deutsche Reisepass sind kein Nachweis über den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit.“

Ratnikow, Pressesprecher Zentralrat Deutscher Staatsbürger: „Die Bundesrepublik Deutschland wurde ja bekannterweise ins Leben gerufen durch die Bestimmung der Alliierten, das heißt, als eine westdeutsche Besatzungszone, ähnlich wie es damals die Deutsche Demokratische Republik für die Haupt-Siegermacht Russland war. Die Bundesrepublik Deutschland ist tatsächlich nichts anderes als eine Verwaltungs-organisation für die westlichen Alliierten – mehr war sie nicht, mehr ist sie nicht, und mehr wird sie auch nie werden – und dementsprechend hat sie im Sinne der Alliierten dann die Aufgabe übernommen, hier für Ordnung zu sorgen, im Rahmen des Grundgesetzes, das geschaffen wurde, dass ja nicht für umsonst heißt Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und nicht  „der Bundesrepublik Deutschland“ – Also eine Maßnahme der Alliierten.“

Wobei“, so ahnt Ratnikow, „noch Nachholbedarf in Form der Erklärung besteht: Was ist denn eigentlich das Grundgesetz?“ Den er sogleich deckt: „Grundgesetz ist eine eindeutig kriegsrechtliche Maßnahme, das heißt – der Besatzer. Das wiederum wird geschaffen durch () (die) Haager Landkriegsordnung, die 1907 fast in allen Staaten der Erde beschlossen wurde. () Und diese „Haager Landkriegsordnung“ bestimmt im Art. 43, dass der Besatzer dafür Sorge zu tragen hat, wenn er ein Gebiet besetzt hat, nach einem Krieg für die Grundordnung zu sorgen, möglichst unter Beachtung der Landesgesetze.

Russia Today berichtet unlängst über Enthüllungen des ehemaligen Geheimdienstchefs in Westdeutschland, Wolfgang Dvorack-Stocker* die die Geheimabsprachen aller deutscher Regierungen mit der US-Administration über die völlige Verfügbarkeit Deutschlands für US-amerikanischen Interessen seit 1949 behaupten:
Fazit des Senders: Deutschland ist kein souveräner Staat!

Auf seiner Webseite gibt der „Zentralrat Deutscher Staatsbürger“ folgendes Resümee bekannt: „Der Zweite Weltkrieg ist nie wirklich beendet worden. Es gibt keinen Friedensvertrag zwischen Deutschland und den Alliierten.“ Er befürchtet folgendes Szenario: „Die Freiheit der Bürger in Deutschland und Europa ist akut gefährdet. Mit wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung über legislatives Unrecht wächst auch die Gefahr eines Bürgerkrieges, den es unter allen Umständen zu verhindern gilt.“

Wie also will der ZDS uns davor bewahren? Ratnikow in einem Interview gegenüber: „Jeder kann in Art. 20 des Grundgesetzes nachlesen, dass der Widerstand geboten ist, wenn das staatliche Refugium gefährdet ist. () Nur, wenn Sie das tun, landen Sie im Knast oder in der Psychiatrie, das ist die Antwort der BRD.“

Kommen wir zurück zum Vertrag von Lissabon, zum Manifest des Streben europäischer Politiker aller Coleur, ihre Völker, gefragt oder ungefragt, einer simulierten, demokratiefernen – wie Staatsrechtler vorrechnen und die Identität zerstörende Gemeinschaft – wie sich bereits zeigt, beizusteuern. Er scheint das geeignetste Mittel, alle unsere Überlegungen um Nationalstaat, Staatsbürgerschaft und Selbstbestimmung mit einem Mal zum Verstummen zu bringen.

Karl Albrecht Schachtschneider ist Staatsrechtslehrer. Er ist emeritierter Professor für Öffentliches Recht an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg in Nürnberg. Er reichte ein gutes Dutzend Verfassungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht ein, „die sich gegen bestimmte Schritte der europäischen Integration richteten – etwa gegen den Vertrag von Maastricht oder die Einführung des Euros.“ (zit. wikiped.) Ihn beschäftigte auch der Vertrag von Lissabon (über den er seine Bedenken beim  Bundesverfassungsgericht vorlegte – das ihm auch teilweise recht gab.)
Schachtschneider hat größte Bedenken über die demokratische Legitimität des neuen Großeuropa aus dem Fakt heraus, dass die Zustimmung dazu von den Parteien, und nicht von den Völkern kam. Schachtschneider, dem seine Kritiker eine gar zu ideologische Rechtsauffassung vorwerfen: „Das entscheidende Prinzip des freiheitlichen Lebens ist nunmal die politische Form der Demokratie. Aber eine wirkliche Demokratie – nicht irgendein politisches System, das sich so nennt! Der Parteienstaat ist keine Demokratie! Der Parteienstaat ist die Verfallserscheinung der Republik.“
Auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgericht (sog. „Lissabonurteil) urteilt er so, und er nennt (in einem ausführlichen Vortrag auf nuoviso und einem Interview bei Phönix, das ich Ihnen zum Grundverständnis nahelegen möchte) sehr plausible Gründe für diese Einschätzung: „Der Großstaat, auf den die ganze Entwicklung hinzielt, erklärtermaßen – der Vertrag von Lissabon ist da nur ein Zwischenschritt () – dieser Großstaat, der aufgebaut ist (), und weiter aufgebaut wird, () wird in keiner Weise freiheitlich sein. Er hat keine Chance, freiheitlich zu sein. Er hat keine Chance, demokratisch zu sein. Er hat keine Chance, ein Rechtsstaat zu sein, keine Chance, ein Sozialstaat zu sein.“

In diesem Konstrukt wäre das unsouveräne „Deutschland“ aufs fabelhafteste aufgehoben! Erklärt sich daraus zumindest die deutschpolitische Eile?
Noch meldet das Verfassungsgericht Vorbehalte gegen einen Europäischen Einheitsstaat. Juristen vermitteln (Video) dessen Lissabonurteil so:

„Das Bundesverfassungsgericht hat auch eines noch einmal klargestellt: die EU in ihrer jetzigen Form ist ein Staatenbund und kein Bundesstaat – etwas anderes lässt das Grundgesetz so nicht zu. Die EU ist also auch kein Staat, daran ändert auch nichts die Tatsache, dass der Vertrag von Lissabon der EU eine eigene Rechtspersönlichkeit bereitet.“  In ihrer „jetzigen Form“ – das war  30. Juni 2009, aber auch bis dahin, so schätzt Schachtschneider ein, wird sie längst wie e i n Bundesstaat regiert – auch wenn es ihr bis dato am ( e i n e m ) Staatsvolk mangelt – Grundbedingung für die Gründung eines Staates. Doch es muss ganz einfach im Interesse unserer angemaßten Führer und jahrelang Verführer – bei Strafe ihrer Amtsenthebung und Anklage wegen Amtsmissbrauch, was die Mindestfolgen aus dem hier angenommene wären – es muss ganz einfach im Interesse unserer jetzigen oder geplanten Regierung sein, solche „Lappalien“ aus dem Weg zu Schaffen.
Ihre Handlanger, Juristen (auch zu dieser scheinbaren Beleidigung klärt Sie Schachtschneider oder Radnikow auf), weiter, wie sie uns das Lissabonurteil darlegen:
„Die EU ist ein Zusammenschluss souverän bleibender Staaten. Ob und inwieweit diesem Staatenbund Hoheitsrechte übertragen werden, hängt von der Entscheidung des jeweiligen Mitgliedsstaates ab. Die Mitgliedsstaaten müssen dabei Herr dieser Verträge bleiben. Die jeweiligen Völker entscheidend demokratisch über das, was der EU an Kompetenzen übertragen wird.“

Im Falle des Lissabonvertrags schätzt Schachtschneider ein: Keiner, nicht einer der Unterzeichnenden Kompetenzüberträger im deutschen Zustimmungsausschusss hätte das, 400 Seiten starke und in in über 45 Jahren gewachsene Vertragswerk, auch nur ansatzweise verstehen k ö n n  e n – wenn einer es nur mehr als überflogen hätte, was er ausschließt, in der Kürze der Zeit, und dem Bildungsgrad, die den Abgeordneten dafür zur Verfügung gestanden hätte. Oder, wie ein blog schreibt: „Mit der verantwortungslosen Unterzeichnung des Vertrages von Lissabon haben die Regierungen und die beteiligten Parlamente bewiesen, dass sie um die Tragweite des Vertrages von Lissabon nicht wissen. Die Gier nach Ehre, geschichtlichen Ruhm, und dem Herumstolzieren auf politischen internationalen Bühnen war stärker als kühle sachliche Überlegung.“
Nicht damit abgetan, wenn diese ganzen individuellen Unfähigkeiten sich am Ende zu einem sehr wohl bedachten, wenn auch sehr perfiden Bild runden?

Doch weiter in der Vermittlung des Lissabonurteils des Bundesverfassungsgerichtes: „Deshalb (wegen der Begrenzung per demokratischen Kompetenzübertragung – m. Anm.) darf die EU auch nur auf diesen Gebieten tätig werden, die ihr durch Vertrag zugewiesen sind. Man nennt dies das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung – und daraus ergibt sich noch etwas anderes: Von souveräner Verrfassungstaatlichkeit oder auch nationaler Identität kann nur die Rede sein, wenn zumindest ein gewisser, nennen wir es  – Kernbestand von Gebieten – verbleibt, die der souverän nationalen Regelung unterfallen. Der Mitgliedsstaat muss damit Raum zur eigenständigen politischen Gestaltung haben.
Und das Bundesverfassungsgericht nennt hier mehrere Gebiete, die es hier für besonders wichtig hält. Es nennt zum einen die Staatsbürgerschaft, die also der nationalen Regelungskompetenz unterfallen muss, das bedeutet eine wie auch immer geartete Unionsbürgerschaft kann die nationale Staatsangehörigkeit ergänzen – aber jedenfalls nicht ersetzen.
Die zweite Säule ist die so genannte polizeiliche und justielle Zusammenarbeit;
die dritte Säule ist die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik.“

Da hätten wir sie wieder – unsere oben beklagten Sorgenkinder.
Noch ist der Eu-Brei nicht in dem Topf, wo er einst verköcheln soll?
Noch hat sie uns nicht ganz? Noch sind die Tore zur Mitbestimmung nicht ganz hinter uns zugeschlagen?

Wir kämen sicher schwer ganz wieder heraus – und warum auch, eine Sonderolle in einem ansonsten einigen Europa; unseren Staat gründen, uns eine Verfassung geben oder die wohl noch gültige von 1871 überarbeiten, ein Deutsches Territorium abstecken – momentan ist gültig das der Grenzziehung von 1937, und uns ein demokratisches Parlament nebst Regierung schaffen, unser Rechtssystem entflechten, unsere Infrastruktur übernehmen – das verbietet uns noch keiner? Legislative, Exekutive, Judikative – alles noch in unserer Hand?

Versteh ich die Gewissheit des Sprechers vom Zentralrat Deutscher Staatsbürger daher eher, wenn er sich vom Vertragsbeitritt scheinbar unbeeindruckt zeigt, wenn er sich an seinen Interviewpartner (im Original: les-art oder hier übernommen) wendet: „Die Macht, welche die BRD hat, ist nur Schein, ein Trugschluss, denn die wirkliche Macht ruht stets im Volk, und Sie können sicher sein, dass diese Macht um Einiges stärker und wirksamer ist als die der BRD, denn die Politiker, die dieses Verbrechen am deutschen Volk begangen haben, sollen niemals vergessen, dass sie ohne Polizei und Wehrmacht keine Macht mehr haben und ich gehe davon aus, dass weder deutsche Soldaten noch deutsche Polizisten auf deutsche Bürger schießen werden, und das macht mich sehr ruhig, Herr Karow.

Doch was währt schon ewig? In windigen Zeiten wie diesen? Die Judikative bereitet uns schon mal vor:  „Der Vertrag von Lissabon enthält zahlreiche Änderungen, die auch der Erweiterung der EU geschuldet sind, die also vielfach organisatorischer Natur sind – für uns interessant ist aber insbesondere der Umstand, dass durch den Vertrag von Lissabon das Drei-Säulen-Modell abgelöst wird und die europäische Union eigene Rechtspersönlichkeit mit eigenen Rechtsetzungskompetenzen bekommt, die dann unter anderem auch den Bereich der polizeilichen und justiellen Zusammenarbeit betreffen.“

Verstehen Sie, was ich verstehe? Keine Minute zu früh, uns bald zusammenzusetzen; zu beschließen, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen? Die anderen schlafen nicht?

……………
Anmerkung und Quellen:

*in seinem Buch The German Card – auch deutsch: Die Deutsche Karte

Interview bei bewusst.tv: Rechtliche Fragen der BRD http://www.bewusst.tv/themen/thema4-politik/104-zdsr.html
und „Das große Deutschlandinterview“ bei Lesart mit Dr. Ratnikow, „Zentralrat Deutscher Staatsbürger“: http://www.premiumpresse.de/das-grosse-deutschlandinterview-PR778021.html

Vortrag vom Staatsrechtslehrer Schachtschneider auf nuoviso http://www.nuoviso.tv/politik-recht/der-lissabonner-vertrag.html
und ein Interview mit ihm auf Phönix: http://www.youtube.com/watch?v=sMPi2it6WGI&feature=related

Der Beschluss des Bundesverfassungsgericht auf Schachtschneiders Klage, am 30. Juni, sog. „Lissabon-Urteil“: http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/es20090630_2bve000208.html

Juristen vermitteln die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auf Schachtschneiders Klage: http://www.youtube.com/watch?v=mSAtC3EL4BE&feature=related

Grandmasteryaeger und sein Videobeweis über die Registrierung der BRD-GmbH beim Amtsgericht Frankfurt:
http://www.youtube.com/watch?v=D3yMgH9vimw&feature=related

Gabriels: http://www.youtube.com/watch?v=iUFegOtmvtE&feature=related
und Trittins versuchte Undichtigkeit: http://www.youtube.com/watch?v=W4g-fz-Wj4o&NR=1

Bayerisches Innenministerium, wo steht, wo Ihre Staatsbürgerschaft n i c h t steht; lesen Sie über die scheinbare Leichtigkeit zur Erlangung des Nachweises hinaus – und nachvollziehen dann Behauptungen, die von einigen Schwierigkeiten bis Unmöglichkeit bei der Erlangung des „Nachweises“ sprechen: http://www.stmi.bayern.de/buerger/staat/staatsangehoerigkeit/detail/05788/

Die Webseite des „Zentralrats Deutscher Staatsbürger“ mit weiteren schockierenden „Neuigkeiten“ und Lösungsansätzen: http://www.zds-dzfmr.de/
und im download (auch dort) die wichtigsten „Neuigkeiten“ http://www.zds-dzfmr.de/data/uploads/2010-03-18%20ZDS-Flyer%201%20Infoblatt%201.pdf

Update: Eine Pressekonferenz mit Schachtschneider und Wirtschaftsexperten: http://www.pressekonferenz.tv/ondemand/europe_07072010.html

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Unsere Krise heißt Regierungskrise

– was können wir also tun?

Beginnen wir die Betrachtung über die wahren Krise mit einer Beschau der vorgegaukelten:
Beginnen wir mit dem, was man am wenigsten essen, was aber in den letzten Jahrhunderten dennoch den Lauf der Welt bestimmt hat: Finanziell haben wir fertig, egal, ob wir Euro oder Dollar anbeten; gleichgültig, welche Zusatzregeln in Eile für dieses Spiel nun noch  erfunden werden – was fehlt, sind neue, zahlungskräftige Einsteiger. Es hat sich nun endlich herumgesprochen, dass bei diesem Zins- und Zinseszins-System der Neudazukommende das Schlachtopfer ist. Die einzige Chance für starken Dollar, Euro oder „DM2“ liegen im Finden und Überreden zahlungskräftiger Neueinsteiger, auf unseren Fall übertragen: im Erpressen oder Überfallen der noch nicht unter die Räder dieses System geratenen Länder.

Denn auch wirtschaftlich sind wir vorerst am Ende. Experten meinen, bereits 20 % des deutschen Wertschaffungsvermögens sind ins Ausland geschafft worden. Aus den USA sollen es gar 40 sein. Diese treiben nun bereits neueroberte Territorien – im Osten der EU etwa – in den Ruin oder haben an benachbarten Spieltischen Platz genommen. Vom Reichtum, den wir für diese Eigentümer an den Produktionsmitteln einst erarbeitet haben, sehen wir keinen Pfennig, respektive Cent wieder. Unsere Regierungen, und nicht erst die der letzten 10, 20 Jahre, haben dies nicht nur zugelassen, sondern haben ihre Amtszeit und Machtstellung ausschließlich darauf verwandt, sich zu Lobbyisten dieser Eigentümer hochzudienen.

Darunter leidet natürlich der soziale Frieden, doch als sei es gerade in ihrem Interesse, wiegeln diese Führungsriegen das Volk zusätzlich gegeneinander (Hartz4-Hatz-Debatte, z. B.) oder gegen andere Völker (Griechenlandhilfe-Debatte, z. B.) auf.

Dabei ist es ihr gelungen, (nach einer Phase scheinbaren Lichts am Ende des Tunnels) das Meinungs-, und damit Rechtsprechungsmonopol fast wieder vollständig an sich zu reißen und arbeitet weiter daran (Infragestellung des Bundestags, z.B.).

Gleichzeitig treiben ihre Gesetze und Verordnungen die Zerschlagung der gesellschaftlichen Kommunikation und Konsensbildung voran.

Staatlicherseits wird suggeriert, eine Krise sei auf die Welt niedergegangen, ähnlich unvorhersehbar wie alle Wege des Herrn, und die eigenen Verstrickungen verschwiegen. Fieberhaft oder aktionistisch oder viel zu gutmenschlich, je nach Geschmack, werden Rettungspläne verabschiedet, die das Einnehmen und Erpressen auch des letzten müden Euros auf den größten Haufen potenziell beschleunigen. Wie zur Bestätigung wird wahres Krisenmanagement: gemeinsames Sparen, Besinnen auf das eigene Vermögen, Ausbildung des Volkes als potentielle Arbeiterschaft und Wissenschaftler für morgen, hintertrieben.

Als wolle unsere Regierung die Krisenlösung auf ganz perfide Art betreiben, ist in den letzten Monaten verstärkt der Verdacht aufgekommen, „die da oben“ haben verstärkt Anstrengungen unternommen, uns hier unten zahlenmäßig zu reduzieren.
Von denen, die davor warnen, wird immer wieder ein Papier der UNO zitiert, dass die den Planeten höchstens verträgliche Anzahl von Menschen mit einer h a l b e n   M i l l i a r d e benennt und auf auf die die Weltbevölkerung   „einzufrieren“ man sich bemühen wolle. Das ist, als hätten sie 12 Kinder zur Welt gebracht, beschlössen nun aber: Nach dem ersten ist Schluss!

Eine ihrer Unterorganisation (UNICEF) arbeite erfolgreich in der Zuwachsprävention, und hat schon in China und den meisten europäischenLändern eine Verringerung erreicht, die die Völker in den nächsten Jahren aussterben lässt; zu langsam für die ehrgeizigen Vorhaben; mit ihrer Erfindung einer Pandemie tat so eine weitere Unterorganisation der UNO alles, um die Regierungen der Welt instand zu setzen, einen hochgefährlichen Impfstoff an allen Prüfungen vorbei ins Land zu holen und ihn unter dem Vorwand der Lebensrettung seinem Volk zu injizieren. Wenn wir nicht vergessen, dass in erster Linie Schwangere und Kleinkinder aufgerufen waren, diesen „für diese Zielgruppe aufgrund des Risikos“ noch nicht getesteten schleunigst sich verabreichen zu lassen, kann sich der Verdacht nur noch verhärten. „Codex Alimentarius“ – das gesetzmäßige Ausschließen und Verbieten von Nährstoffen, lebenswichtigen Mineralien, Wikstoffen und Vitaminen aus der für uns vorgesehenen Nahrung, wird unter diesem Verdacht plausibel und auch der, mit dem Aussperren von Sonnenlicht und der Kontaminierung der Natur mittels giftiger, lichtabweisender Sprühungen (Stichworte: geoengineering, chemtrails) über unseren Köpfen unsere Lebenskraft zu destabilisieren. (Lesen Sie, die Sie nähere Erklärungen benötigen, z. B. diesen, diesen, diesen oder diesen Artikel und finden z.B. in diesen blog Erklärungen über „Codex Alimentarius“ oder sehen sich zu Chemtrails dieses Video an)

Was können wir also tun?
Wir könnten sagen, dass wir einem Staatsstreich zum Opfer gefallen sind. (Dass in der Zeitung derartiges noch nicht zu lesen war, liegt daran, dass sie mit eingeschlossen ist in diesem Putsch.). Die Obrigkeit dieses Landes hat augenscheinlich irgendwann an fremde Mächte abgegeben – deren Interessen sie nun vertritt – die den unseren aber konträr verlaufen; das erfüllt den Sachstand des Herrschaftsverlustes der Nation, und weil das weitgehend undemokratisch – nicht nach dem Willen des Volkes und dieses politisch nicht in den Stand gesetzt, diesen Umstand zu ändern – geschah, wären es unsere Pflicht gar, nach Grundgesetz (eine Verfasssung haben wir leider noch immer nicht), diesen Missstand abzuändern.

Dann müssen wir uns aber eingestehen, dass wir seit einiger Zeit selbst über unseren staatsbürgerlichen Status im Unklaren sind.
Sind wir nicht laut Gesetz ohnehin besetztes Gebiet der USA (und Frankreich und Großbritnien) – die uns  mitbefreit, aber nie wieder aus ihrer Umarmung entlassen hat?

(War gar die DDR – der Autor kommt aus ihr und hat darum auch diese mit im Blick – nach ihrer „Befreiung“ schon deshalb nicht als eigenständig (Stichwort „3. Weg“) denkbar, weil sie damit einen Deutschen Staat hätte gründen können? Ein Staatsterritorium außerhalb der Zugehörigkeit zu West- oder Ostblock – die legitime Nachfolge des „Deutschen Reiches“?)

Merkel, Schröder, Westerwelle, Koch, und viele nicht bekannt gewordene Vertreter unserer Regierung treiben sich alljährlich auf den als „Bilderbergertreffen“ bekanntwerdenden Geheimabsprachen herum, wo potentielle Geldgeber, die Industrie und die Politik, verschwiegen die Zukunft der Welt planen. Dem Rücktrittsspiel des Sozikanzlers und der anschließenden Inthronisierung der Kriegswilligenkanzlerin ging eine Einladung der beiden beim Bilderbergertreffen 2005 voraus. Durch die Mitgliedschaft führender Politiker zu Sekten, Orden und Geheimbünden bestehen ohnehin undurchschaubare und dem Dienst am Volke zuwiderlaufende fraternalistische Verbindlichkeiten.

Dass die derzeitige Regierung bereits  Marionettenregierung ist, können wir schlecht belegen, aber sehen Sie sich die „Regierung der Bundesrepublik Deutschland“ in einer Zeit größter politischer und wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umwälzungen dennoch an: Der Posten Außenminister – aus Koalitions- und Lobbygründen fatalst vergebene Chance deutscher Reputation im Ausland. Der zweithöchste Deutsch/inne – hat das Latein über die derzeit herrschende Gesellschaftsordnung, die sie nun regiert, in Zeiten der Hetze beim Klassenfeind gelernt, und ist nach ausnahmslos materialistischer Bildung (Materie, die den Geist erst, eingebildetermaßen, erschafft) nun die Führerin einer geistlich motivierten Partei ( – wie zumindest deren Name und Selbstverständnis dies nahelegen will). Der höchste Deutsche – dem Amte nach – hat sein Leben bei der wohl führenden Erpresserorganisation zugebracht und somit in dieser Funktion unzählige Nationen bereits ins Elend geritten. Und der Minister für Verteidigung – Banker und damit Hasardeur von Passion – regt an, in kriegssatten Momenten über die Freigabe auch des anderen Geschlechts als Kanonenfutter nachzudenken. (Er sei da noch ganz zögerlich und nicht entschieden, sprachs verschmitzt – die beiden Kinder seiner Frau, Mädchen im Backfischalter, werden wohl doch nicht von ihm sein. Oder gerade? Na, Bildzeitungsniveau beiseite…)

Letzte Woche veröffentlichte in Radio Utopia der israelische Autor Uri Avnery diese Zustandsbeschreibung seines Landes: Der Autor beklagt eine zunehmende Einseitigkeit in der israelischen Politik – ein starkes Übergwicht auf der Seite der agressiven, menschenverachtenden, ungemäßigten Waagschale. Dabei wisse er von von den meisten Israelis, dass sie gerade diese Politik ihres Landes nicht gutheißen.
Wir übersetzen nochmals den Terminus  „die Linke“ in unsere Vokabel für demokratische Kräfte und können lesen:

„Die Situation schreit zum Himmel. Hunderttausende von Israels Wählern tragen in ihrem Herzen die Grundwerte der Linken: Frieden, Gerechtigkeit, Gleichheit, Demokratie, Menschenrechte für alle, Feminismus, Umweltschutz, Trennung zwischen Staat und Religion.
Wo sind sie? Wer vertritt sie?
Ein großer Teil der Öffentlichkeit stellt nun diese Frage. Viele sind sich darin einig, dass „etwas getan werden muss“. Aber anscheinend weiß keiner genau wie.“

Wie sich die Probleme der Völker doch ähneln – geht es uns denn anders als den Israelis? Sind wir nicht auch kriegsmüde, des Hasses satt? Wer will schon in Afghanistan Pfründe verteidigen mit seinem Leben, aus denen er und seine „Familie in der Heimat“ nicht mitprovitiert, Gefahr läuft, zum Mörder zu werden oder selbst ermordet zu werden, ausgenommen die, die ohnehin nicht ins Felde ziehen müssen, wegen ihrer exponierten Stellung?

Amerika, die Weltmacht, hat finanziell fertig. Wie damals, 2001.
Einen Irankrieg wollten wir nicht, konnten die nicht – vorerst sind wir also bevorzugtes Plünderopfer. Das ist nur ein Fall der letzten Tage, der bekanntgeworden ist: Merkel wurde von Obama instruiert, wie sie in der Eurokrise zu taktieren habe – Oberste Priorität hätte Dollar, nicht €uro – und Merkel sagte mit dem Hilfspaket „Aye, aye, Sire“, das gleich 370 Milliarden Eurogemeinschaftsvermögen auf den großen Stapel und auf Nimmerwidersehen verbannte.
Am Ende stehen wir also doch an der Front der Gier der Reichen. Und das Heimatland fällt derweil in Trümmer, Faschismus und letztendlich an andere Mächte.

Kopfloses Dagegenanrennen wäre wohl genauso uneffektiv, wie es von oben gar gewünscht sein könnte (auch beim Krieg im Innern müssen Politiker ja nicht unter den Stahlhelm – und jeder kaputtgeschlagene Einsatzwagen kurbelt ja die Kriegswirtschaft ein Stückchen weiter).
Was können wir also tun? Neben dem überfälligem Bewußtwerden unseres Anspruchs und Rechts, als „durch Gottes Wille“ auf diese Welt Gekommene und von anderen, wenigen, durch nicht legitimierte (und auch nur von despotischen oder faschistischen Systemen legitimierbaren) Mitteln an unserer Entfaltung gehinderte Individuen?

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papperlapapp

Mediengestützte Annäherung an die Weltenrevolution

Noch einmal Griechenland, bevor das Thema vom ständig übervollen Tisch hintenrunterfällt.

Welt online zum Beispiel verfügt nun über eine Fotostrecke, deren Bilder angeblich die Aggression der Demonstranten und den versuchten Sturm des Parlaments belegen, und geradeso den Flammentod entkommenen erschöpften Polizisten. Besonders die letzten Bilder tauchen aus verschiedenen Kameraperspektiven auf, scheinen aber ein und die selbe Szene zu dokumentieren. Auch erscheinen auf einige die Witterungsverhältnissen ganz andere zu sein als gestern im regenwolkentrüben  Athen. Nach optischen Belegen für die aufgeregten Kommentare suchte man im gestern bereitgestelltem Material schon vergeblich, höchstens Übergriffe der Polizei gegen friedliche Demonstranten ließen sich da konstatieren, von wem, der die Besonderheit der Situation angesicht der nachgesagten Brenzlichkeit von Demonstrationen in Griechenland allgemein nicht gelten lassen wollte; unangemessenen Chemiewaffeneinsatz am Fuße des Parlaments (sehen Sie hier Bild um Bild) könnte der sehen, aber Stockschläge und Flaschenwürfe gegen die Polizei vergeblich suchen, wo der Kommentar sie behauptet. Eher fraglich für ihn, was die Polizei vor diesem Athener Jugendcafe veranstaltet [4].

Ein Filmmitschnitt von „Bloomberg“ vermittelt Einsicht von oben um eine von Polizei und Gaswolken gesperrte Straße zum Parlament, wo an diesem Tag über die Sparpläne Griechenlands beraten wurde.
Im Rücken der Sperre fällt eine steinewerfende Gruppe ein (als „Durchbruch“ andernorten [2] beschrieben, „den die Polizei nicht verhindern konnte“) und die Kamera von „Bloomberg“ [3] an exponierter Stelle mit Blick von oben über den Platz und mehrere Straßenzüge, fängt die Szene ein: Wie ein, schon zahlenmäßig nicht unterlegener, Polizeitrupp behäbig das Feld räumt. aufgeregte Frauenstimme  überschlägt sich fast, erinnert an 2008, als ein Teenager von der Polizei getötet wurde und nimmt dies zur Prophezeiung, dass auch diese Demonstrationen gewalt befürchten lassen müssen [3].  De r Platz wikt merkwürdig aufgeräut und menschenleer, friedlich, oder wie ein anderer fand „friedlich, kleinere militante Gruppen wie bestellt, extrem gestellter Eindruck.“

Und auch die Angreifer im Rücken der Straßensperre lassen sich mit zwei, drei Tränengasgranaten mühelos zurücktreiben.[3]

Sei es wie es sei, was nun zum Tod der drei Angestellten der Bank führte, kann mit Bildern noch immer nicht belegt werden.
Heute herrschte in der deutschen Massen-Media dennoch Gewissheit, dass die drei Menschen durch die Hand vermummter jugendlicher Brandsatzwerfer ums Leben kamen und protestierende  kommunistische Gruppen ihnen die Hilfe verweigern, weil sie in ihnen Streikbrecher sahen. Alle beziehen sich auf dpa, die Nachrichtenagentur vermeldet lediglich „in Erfahrung gebracht“, und auch BBC konnte sich gestern nur auf Angaben der Rettungskräfte berufen, die nach eigenen Aussagen erst eine Viertelstunde später eintrafen. Gestern nacht war dann die Übersetzung eines griechischen Bankangestellten online gegangen, die die Leitung der angegriffenen Bank beschuldigt, in einem feuerschutztechnisch völlig ungeeigneten Gebäude die Mitarbeiter festgehalten und mit Kündigung bei Auflehnung bedroht, außerdem Telefon- und  Internetanschlüsse gekappt zu haben. Dieses sei der Auslöser für die Demonstrationen, zu denennun die Bankgewerschaften aufrufen.

Deutschlandfunk („Hintergrund“ [1])
bezieht sich auf „die dramatischen Bilder, die das griechische Fernsehen zeigte, aber auch die Zeugenaussagen der Feuerwehr“. Diese bestätigten „zumindestens den Verdacht, dass die Autonomen die Bank absichtlich in Brand gesetzt und noch Benzin nachgeschüttet hatten, während die Demonstranten der Protestkundgebung“ (die aber Straßenzüge weiter stattgefunden haben soll, nach anderen Meldungen) „nichts oder zu wenig taten, um die von den Flammen überraschten Angestellten zu retten.“, und legt nahe: „Die grenzenlose Wut der Autonomen, die schon vor anderthalb Jahren Athen fast zehn Tage lang in Atem gehalten hat, vermischte sich hier mit der ebenso grenzenlose Wut der Gewerkschafter.“

Auf deren Protestkundgebung auf dem Syntagma-Platz findet der Sender auch „Angehörige der kommunistischen Gewerkschaft“ demonstrierend, „wieder einmal, gegen die Maßnahmen, welche die griechische Wirtschaft sanieren sollen.“ und macht sich „unter einem der Lautsprecher, aus denen Musik vom nationalen Komponisten Mikis Theodorakis klingt“, an drei Frauen heran. „Jede von ihnen schwingt eine schwarze Fahne. Sie ahnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass nur wenige 100 m vom Syntagma-Platz entfernt, sehr bald dramatische Szenen die Protestkundgebungen in ein völlig neues Licht rücken werden.“ Der Deutschlandfunk weiß das da allerdings auch noch nicht, ist aber  listig genug, am nächsten Tag im Schnitt des Beitrags diese Geschehnisse miteinander zu konfrontieren: Die „wenige 100 Meter“ vom Platz, wo „sehr bald“ „dramatischen Szenen“, die „ebenfalls zwei Frauen, eine von ihnen schwanger, und einen Mann, in den Feuertod jagten“ und den Gewerkschaften, die „immer wieder betonen, mit den Autonomen, den Tätern aus dem autonomen – es folgt der Name eines Vorortes Athens, der wegen seiner angeblichen Gewaltbereitschaft klingt – nichts, aber dann auch wirklich gar nichts zu tun zu haben.“

Im Mitleidig über soviel Kurzsichtigkeit („noch sehen die drei Frauen am Syntagma-Platz an diesem Tag nur einen einzigen Grund zum Trauern:“) klingt dann die Erklärung der Demonstrantinnen höchstens nach bolschewikischen Klassenkampf:  „Unser Ministerpräsident hat uns gesagt, dass wir einen Teil unserer Souveränität verloren hätten –  dass wir Untertanen des IWF geworden seien. Deshalb trauern wir mit schwarzen Fahnen, weil wir keinen Staat mehr haben, und auch keine Fahne. Weil wir Untertanen geworden sind.“

Ja sicher, selbst Schuld, wer ausgerechnet hier Objektivität sucht, oder gar Solidarität. Die Wahrheit läßt sich so leicht nicht wegpacken, und so sickern auch immer wieder Informationen durch.

Der Euro ist die neue Wehrmacht der Deutschen, vermutet, wer online sich informiert, (hier und hier und hier auch) und jüngst blogte ein Griechenlandkenner eine Reisewarnung für Deutsche in Griechenland. Es geht darum, dass Deutschland die Einhaltung der Kriterien in Europa kritisch überwacht, sich selbst aber nicht einen Deut darum gescheert zu haben, sich „hintenherum“ gesundgefastet hätte (Hartz4Empf., Dumping- und Kurzarbeiter, ungebildete Schulabsolventen haben das gemerkt) und sich damit einen Vorteil vor den anderen verschafft zu haben.

Noch unlängst blärrte doch Brüderle: „Wir werden genau hinsehen!“ – wenn Griechenland „saniert“? (download mp3?) Kam nicht auch Merkel letztens zur Konsequenz „Jetzt ist Schluss mit Augenzudrücken!“ Vielleicht ganz außer Acht, dass es Deutschland war, wegen dem zuerst die Augen in der EU zugedrückt wurden? Wie peinlich.

Aus dem Beitrag von Deutschlandfunk sickern dann auch genügend Anhaltspunkte dazu hinzu:
Der Gouverneur der Zentralbank im Fernsehen auf das Kopfschütteln im Lande, dass keiner etwas gemerkt haben will: „Auch wenn die Aufgabe des Gouverneurs der Europäischen Zentralbank () nicht sein kann, auf die Straße zu gehen um auszurufen, dass etwas schief läuft – er war genauestens informiert über das sich abzeichnende Desaster und ich kann Ihnen versichern, dass er direkt und indirekt bei den verantwortlichen Politikern mit Ratschlägen interveniert hat. Ebenfalls kann ich Ihnen versichern, dass die EU Kommission die diversen Empfänger auf die eskalierende Gefahr im griechischen Finanzsektor aufmerksam gemacht hat.“

Der Präsident der Athener Handelskammer im Interview, über die Strukturprobleme der griechischen Wirtschaft – „niedrige Steuerquote, die Steuerhinterziehung und die grotesken Defizite in Verbindung mit dem unkontrolliert fließenden billigeren Geld und völlig verantwortungslose(n) Politiker(n)“ und über ein Volk – „plötzlich mit sehr billigen Geld konfrontiert“. Erwachenden Begehren. Nur im Nebensatz die „am Rande der Legalität reich gewordenen Griechen () mit ihrer besondere Vorliebe für teure Autos aus Deutschland“ aus den „Struktur-Problemen ausgeschlossen, aber wohl mit als Grund erachtet dafür, „dass auch die deutsche Politik lange Zeit nicht allzu genau nachfragen wollte, was denn mit den Milliarden aus den Strukturfonds geschah.“

Und auch Deutschlandfunk weiß:  „Selbst die getürkten Zahlen aus dem Land der Griechen waren bereits so verheerend, dass in Frankfurt und in den Hauptstädten der Währungsunion eigentlich alle Alarmglocken hätten Leute müssen. Bereits im August 2008 zeichnete sich ab, dass das Defizit gegenüber den gerade noch erlaubten 3 % vom Bruttoinlandsprodukt über 6 % betrug. Bei der damals festgestellten Tendenzen musste man zwangsläufig auf 12,5 % für das Jahr 2009 schließen.“

Ja. Zahlen

Sein Anliegen kann der Sender eher mit Fleisch erfüllen. Und auch von hier soll keine Botschaft ausgehen, es gebe etwas Beachtenswerteres als Menschenleben. Am Ende schließt der Sender mit der Überzeugung, die Griechen würden schon davonkommen; eine Austritt aus der Währungsunion oder gar der Gemeinschaft insgesamt prophezeit er als Selbstmord; weiß aber auch von eigenen Interessen:
„Es geht also darum, das geschwundene Vertrauen in die griechische Wirtschaft mit allen Mitteln wiederherzustellen, damit das Vertrauen in Europa als Ganzes nicht vollends verloren geht. Also müssen die Verbündeten Griechenlands und Griechenland gute Miene zum bösen Spiel machen und durchhalten. “

Die Skepsis des griechischen Gewerkschaftlers kann Deutschlandfunk nicht nachvollziehen. Der schimpft: Ein Angriff auf die Arbeiterklasse! „Die Regierung und die EU und der Internationale Währungsfonds versuchen, diese Maßnahmen durchzuboxen mit dem Hauptziel, die Voraussetzungen für eine neue Ära für Profite zu schaffen“

„Damit Merkel und die anderen unser Land unterstützen, müssen wir Rüstungskäufe für 17 Milliarden €uro unterzeichnen!“, hätte der Sender verstehen können[1]…

…………….
Quellen:

[1] Deutschlandfunk, Sendung „Hintergrund“, 6. Mai 2010, 17:40 als mp3 download oder zum Anhören

[2] BBC-clip auf youtube

[3] „bloomberg“ – clip auf youtube

[ ] BBC und Bloomberg auf einer Sete (ohne Werbung)

[4] Polizei demoliert ein Jugendcafè in Athen auf youtube

[5] Artikel über den Falschspieler Deutschland

[ ] Hierin die Übersetzung des Briefs des Bankangestellten

[ ] Größerer, umfangreicherer Artikel über den Falschspieler
Weiteres:
Europas Finanzschwierigkeiten positiv für Finanzierung des US-Defizits

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Kreuzzüge. Der Schoß ist fruchtbar noch…

Zu Guttenberg zog heute im Untersuchungsausschuss zur „Kundus-Affäre“ seinen Kopf aus der Schlinge, „zufällig“ (Zit. Welt online) zeitgleich forderte die Kanzlerin in einer Regierungserklärung im Bundestag „mehr Rückhalt für die deutschen Soldaten“ – der „Afghanistan-Einsatz“ sei „alternativlos; die Folgen eines Abzugs wären „weit verheerender als die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001“ (zit. welt.online)
Kaum vorstellbar für die, die sich mit diesem Tag und seinen Auswirkung auf Menschenrechte und Weltfrieden befasst haben – aber wohl jeder hat die rauchende Türme, aus denen Menschen springen und  Bilder wie nach einem Bombenangriff vor Augen, erinnert sich der Tausenden Toten – „Menschen wie Du und ich“ – ein normaler, sonniger Morgen im September in der größten Metropole der freien Welt…
Der Abwehr solchem Horrors also dient Deutschlands Einsatz in Afghanistan? Und wir quälen wir die Regierung, es „Krieg“ zu nennen, ergötzen uns über deren Umgangssprache und schreien wegen der ersten zivilen Opfer: „Zurück! Krieg aus!“?

Der Katholische Militärbischof Walter Mixa (Augsburg) hat zum 01. März 2010 im Institut für Theologie und Frieden ein „Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften“ (ZEBIS) errichtet.

„In diesem Zentrum sollen“, so der Webauftritt der Katholischen Seelsorge bei der Bundeswehr, nicht nur „die Militärseelsorger/innen für ihre Aufgabe, ihren Beitrag zur ethischen Bildung der Soldatinnen und Soldaten im Rahmen des lebenskundlichen Unterrichts zu leisten, fortgebildet werden“, sondern „darüber hinaus“ , biete es Angehörigen der Bundeswehr – „zumal solchen mit Führungsverantwortung“ – „in enger Zusammenarbeit“ mit bereits bestehenden Einrichtungen der Bundeswehr, „in denen Themen einer soldatischen Berufsethik vermittelt werden (), eine berufs- und friedensethische (Weiter-) Qualifikation an.“

Bei einer Eröffnungsfeier am 12. April übergab „Militärbischof Walter Mixa“ in Anwesenheit des Weihbischofs des Erzbistums Hamburg und ranghoher deutscher Militärs der nun Direktorin des Zentrums „und ausgewiesenen Sozialethikerin“, Dr. Veronika Bock die Ernennungsurkunde, und das Zentrum seiner Funktion.

„Bei der Eröffnungsfeierlichkeit“, so der Bericht, „die das Hamburger Bläserensemble „Elbe-Brass“ musikalisch begleitete,“ – gab Mixa die „frühzeitig () ihm…zusammen mit dem damaligen Generalinspekteur General Schneiderhan in den Blick genommen(nen) ersten Überlegungen zur Änderung der „Zentralen Dienstvorschrift für den Lebenskundlichen Unterricht“ als Gründungsidee aus.

Was Lebenskundliche Unterricht sei, erfährt man auf der Homepage auch: „In der Vielfalt der Meinungen und Werte brauchen gerade Soldaten Klarheit über die eigene Lebensorientierung und die Befähigung zum verantwortungsvollen Handeln. Dies wird durch die zunehmenden Einsätze in Krisen- und Bürgerkriegsgebieten um so notwendiger.
Insoweit gewinnt der Lebenskundliche Unterricht (LKU) als Teil der Gesamterziehung der Soldatinnen und Soldaten und als übertragene Sonderaufgabe für die Militärseelsorge zusätzlich an Bedeutung.“

„Mit der wachsenden Bedeutung des Lebenskundlichen Unterrichtes ist den Militärseelsorgerinnen und Militärseelsorgern eine wichtige Aufgabe übertragen worden. Sie leisten mithin,“ so fasst das Zentrum Militärbischof Mixa zusammen, „einen wertvollen und wichtigen Beitrag in der als verpflichtend eingerichteten ethischen Berufsqualifikation. Diese in ihren Aufgaben und ihrem Engagement zu stärken und zu qualifizieren“, zähle „zum Aufgabenprofil des Ethikzentrums“ (welches am „Hamburger Institut für Theologie und Frieden“ – ithf – angesiedelt“ sei).

Denn „für den „Staatsbürger in Uniform“, (Zit. ZEBIS) „sind Lebens- und Weltverantwortung und die besondere militärische Verantwortung nicht zu trennen.
Ethische Orientierung ist insbesondere in Zeiten gesellschaftlichen Wandels und sinkender Konfessionsgebundenheit unverzichtbar.“

Bläut gleich der Bundeswehr die Katholische Kirche Ethik ein?

Die Rede des „verhinderten Sprecher(s) des 13. Beirates für Fragen der Inneren Führung, dem Dresdener Professor Dr. Rainer Pommerin“, wurde auf dem Festakt verlesen: „Er erinnerte daran, dass junge Staatsbürger in Uniform in einer gesellschaftlichen Umgebung aufwachsen, „in der das Handeln des Einzelnen sich zugegebenermaßen häufig keineswegs als ethisch verankert erweist und sich zudem, besonders im Osten Deutschlands, immer weniger Menschen des Rückhaltes einer religiösen Erziehung und religiösen Bindung erfreuen.““

Veronika Bock – die Direktoren des neuen Zentrums – in einem Interview im Deutschlandfunk (14.04.2010 Sendung: „Tag für Tag“ 09:36; Beitrag: S. Kleyboldt: „ZEBIS – Neues ethisches Rüstzentrum für die Bundeswehr“): „Ich denke, dass die Herausforderungen, die auf die Streitkräfte jetzt zukommen, verschärft ganz neue ethische Fragen aufwerfen, und dass die christliche Sozialethik durch ihre lange Tradition auch innerhalb der politischen Ethik und der Friedensethik hier wirklich auch Antworten geben kann und ein anspruchsvoller Gesprächspartner sein kann.“

Christliche Sozialethik (hätte die Jesus Christus so genannt?) und Friedensethik? Für Soldaten? „Die andere Wange hinhalten“? Im Krieg? „Bescheidenheit“. „Genügsamkeit“.“Wer von Euch ohne Sünde ist…“

Kryptisch, die Aussagen des Militär-Bischofs, nach dem Bericht über die Feier auf der Webseite des Zebis: „Mit Blick auf das Konzept der Inneren Führung“, für das der Bischof insbesonders gerade durch „die zunehmende Bedeutung der Auslandseinsätze die damit verbundenen Anforderungen an die Interoperabilität in multinationalen Einsätzen und Verbänden () Gefahr ihrer Nivellierung“ laufe. Die ethische Bildung sei aber „mehr als ein rein kognitiver Vorgang und zugleich Gewissensbildung und verbunden mit der Entwicklung lebenspraktisch wirksamer Werthaltung.“
Gewissen vs. Selbsterhaltungstrieb? An anderer Stelle wird er deutlicher (Deutschlandfunk, wie oben):
„Es geht hier nicht um eine religiöse Vermittlung, sondern es geht hier vor allen Dingen darum, dass Menschen wissen, wer sie wirklich sind – von ihrer Haltung her, von ihren Fähigkeiten und Eigenschaften, und welche Verantwortung sie in ihrer Position gegenüber dem Nächsten haben.“

„Wer sie sind – von ihrer Haltung her“? Nach „Fähigkeiten und Eigenschaften“? Vor Gott sind doch alle gleich? „Verantwortung ihrer Position“? Was kann ein Wachposten in Afghanistan unter Verantwortung in seiner Position anderes als an seine Kameraden denken? Darf der Nächste so eng verstanden werden?
Aber sind das religiöse – christliche – Werte? Was macht das christliches Dingsbums dann aus der Rede der Direktorin vorhin – wenn nicht „religiöse Vermittlung“? Gewissensbereinigte Befehlsempfänger?
Das wäre im – Wie? – „Aufgabenprofil“ – der Katholischen Kirche keine Neuerung! In den Gebieten, wo die ostdeutschen Soldaten herkommen, lernte man das bis vor 20 Jahren noch in der Schule; dass die Popen ihren Segen gaben, als „Hitler“ das deutsche Volk und die halbe Welt in den Ruin ritt…

Guttenberg braucht sie nicht: Lebenskunde. Er kennt die Erfordernisse an seine Position. Er werde Deutschlands Engagement in Afghanistan noch verstärken, versprach er seinem Besucher Mc. Crystall gestern. Der dankte ihm und „den Partner von entscheidender Bedeutung in einer ernstbleibenden Lage“ – Deutschland – und versprach ein „kritischen Jahr“ – 2010, in Afghanistan…

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Götters Dämmerung?

Die Geschichte einer Anmaßung und die Gefahr ihrer klammheimlichen Umsetzung

Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen und Straßen gelebt wird.

José Ortega y Gasset

Die Tatsache, dass >Gender< sogar ein politisches Programm ist, haben – meiner Erfahrung nach – nichteinmal die Politiker verstanden.

Inge Thürkauf [1]

Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.

 Jean-Claude Juncker (zit. u.a. hier)

Genderismus. Wir hatten diesen Begriff im letzten Artikel gestreift, als es um Kindsmissbrauch ging.
Für die meisten, da wird es Ihnen nicht anders gehen als mir, ist Genderismus ein Fremdwort im doppelten Sinne. Und wäre das sicher auch geblieben, denn es ist ein Denkmuster, das die Universitäten, wo es gerade gestrickt wird, nicht verlassen wird. Nicht verlassen könnte, denn es beschreibt sich aus einer Anzahl nur schwer ins Deutsche übertragbarer Begriffe, gebettet in einen gesellschaftlichem Kontext, wie er wohl nur in der Klaustrophobie elfenbeinerner Studierzimmer vorm geistigen Auge entstehen kann. Genderismus – so weit müssen wir vorgreifen – ist aufgrund seines Mangels an Belegbarkeit bisher lediglich ein Glaubensbekenntnis.

Inge M. Thürkauf, Schauspielerin, Stückeschreiberin und Publizistin, 2. Vorsitzende des Vereins „Pro Immaculata“, die Witwe des Naturwissenschaftlers und Philosophen Max Thürkauf, nennt den Genderismus „ein Projekt, das sich klammheimlich in den letzten Jahren nicht nur in unsere Gesellschaft, sondern auch in die Politik eingeschleust hat, und zwar weltweit, ohne dass sich die Bevölkerung der einzelnen Länder überhaupt darüber bewusst werden konnte. Denn hier hat eine Medienzensur großen Stils stattgefunden. Sie findet immer noch statt.“

Das Wort Gender stammt aus dem Englischen und war bis vor kurzem auf internationalen Konferenzen das Ersatzwort für Sex – was auf internationalen Konferenzen „Geschlecht“ meinen wollte. In den Neunzigern mutierte es zum „Terminus technicus in den Sozial- und Geisteswissenschaften“ zur „Unterscheidung zwischen sozialem (gender) und biologischem (sex) Geschlecht“. (Zit. wikiped.)

Den meisten nun wird dieses Problem der Unterscheidung in soziales und biologisches Geschlecht nicht sonderlich auf den Nägeln brennen, und so auch nicht, über das Maß der Neugier hinaus, dem Terminus Interesse widmen, „der gebraucht wird, um das Fühlen und Verhalten von intersexuellen Menschen zu beschreiben, bei denen das körperliche Geschlecht uneindeutig war, die jedoch eine eindeutige Geschlechtsidentität oder eine eindeutige Geschlechtsrollenpräsentation aufwiesen.“(wikip.) Die meisten würden wohl solch akademische Spitzfindigkeiten in einer Zeit, in der handfeste Probleme an der Tagesordnung sind, nicht beachten oder belächeln.

Aber Gender – oder „Gender Mainstreaming“ als die Bezeichnung für die Taktik, mittels der die Ideologie unter die Massen soll – könnte sich zum handfesten Problem auswachsen. Kaum wahrgenommen, hat es es in wenigen Jahren geschafft, die Gesetzgebung, in diesem Land und die des Vereinten Europa, zu beeinflussen. Da sind sich die wenigen mit Einblick, auf die hier folgend zurückgegriffen werden kann, einig. „Der Begriff Gender beinhaltet nicht weniger als ein gewandeltes Verständnis von „Geschlecht““. Das soll auch von der UNO in den Menschenrechten akzeptiert werden. „Seit 1996 ist Gender Mainstreaming als Strategie zur Durchsetzung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in allen EU-Staaten verbindlich…Es beinhaltet für alle politisch-administrativen Systeme die Verpflichtung, ihre eigenen Programme, Entscheidungen und Regelungen daraufhin zu prüfen, ob sie etwa indirekt ein Geschlecht benachteiligen.“(zit nach Thürkauf [1]) und im Internetauftritt des deutschen Wissenschaftsministeriums heißt es: „Die deutsche Bundesregierung hat Gleichstellungspolitik mittels der politischen Strategie des Gender Mainstreaming als durchgängiges Leitprinzip und Querschnittsaufgabe festgelegt.“ und meint: „Damit reiht sich die Bundesregierung in die weltweiten Aktivitäten zur wirkungsvolleren Durchsetzung von Gleichstellungspolitik ein.“ (zitiert hier). Aus den Universitäten werden bald „AbsolventenInnen“ mit Abschluss im Hauptfach „Gender“ entlassen. Überzählige Kurse zu „Gender“ gibt es bereits an fast jeder Hoch- oder Fachschule weltweit.
Das Heer der Bürokraten von morgen wird viel wissen zum Thema Gender. Wir sollten vielleicht die wenigen Kassandrarufe nicht überhören, um notfalls etwas besser vorbereitet zu sein:

Inge Thürkauf: „Der Wandel von Geschlecht zielt auf das sensibelste Empfinden des Menschen – auf die Sexualität. Und als Zielgruppe wurde die Frau ins Visier genommen; denn hinter allem steht der Gedanke, die Frau von allen angeblich naturgegebenen Verhaltensweisen zu befreien – weil der Mensch nicht durch natürliche Anlagen festgelegt sei, sondern durch das, was die Gesellschaft aus ihm macht. Frei nach dem oft zitiertem Satz von Simone de Beauvoir, die 1947 in ihrem Buch „Das andere Geschlecht – das als die Bibel des Feminismus bezeichnet werden kann – geschrieben hat: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht.“ Dieser Satz ist in seiner Absurdität kaum zu übertreffen, und jedem gesunden Menschenverstand zuwiderlaufend. Aber dieser Satz hat Weltkarriere gemacht, und vor allem im radikalen Feminismus konkrete Formen angenommen“

Am Anfang, um in die Sache einen Einstieg zu finden, am Anfang von Gender in seiner Bedeutung als „soziale Geschlechtsrolle“, stand die Definition des amerikanische Psychiater John Money von 1955. „Der englische Ausdruck „Gender“ hat im Deutschen kein direktes Äquivalent. Nach einer Definition des deutschen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden damit die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechterrollen von Frauen und Männern bezeichnet: „Diese sind – anders als das biologische Geschlecht – erlernt und damit auch veränderbar.“ (Zit. wikiped.)

Money, 1952 Doktor der Psychologie an der Harvard-Universität, Professor für medizinische Psychologie an der Johns-Hopkins-Universität von 1951, ging also Mitte der 50er davon aus, dass das Geschlechtsempfinden einer Person lediglich ihrer Erziehung zuzuschreiben ist. Was auch ganz zu den Erkenntnissen der französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir passen wollte, die drei Jahre vorher diesen von Thürkauf oben zerpflückten Satz – nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht.

„Die neu verkündete Gleichheit (zwischen Mann und Frau, Anm. d. V.) wischte alle Thesen von der Tafel, die Psychologen und Analytiker in der Tradition Sigmund Freuds über die Natur des Weiblichen aufgestellt hatten“, konstatiert Eva Hermann und zitiert eine deutsche Feministin in ihrem Verständnis über den Nutzen jeglicher Forschungen dazu bis Money: »Anstatt die Instrumente, die ihnen zur Verfügung stehen, zu nutzen, um aufzuzeigen, wie Menschen zu Männern und Frauen deformiert werden, machten sie sich zu Handlangern des Patriarchats. Sie wurden der Männergesellschaft liebster Einpeitscher beim Drill zur Weiblichkeit.«

Mit seinem, man kann schon sagen: traurigen Experiment, wurde Money aber weitaus bekannter, obwohl zu dessen Ausführung die angeblichen Ergebnisse seiner Forschung zugrunde lagen:
1967 verlor der noch nicht zwei Jahre alte Bruce bei einer schiefgelaufenen Beschneidung seinen Penis. Die Eltern wandten sich an, andere Quellen behaupten, wurden von ihm regelrecht belagert, den damals schon berühmten Money. Dieser schlug den Eltern vor – ausgehend von den Ergebnissen seiner Forschungen – eine einfache Lösung vor: Den Jungen mit dem irreveriblen Penisverlust gleich ganz zum Mädchen zu machen. Er schlug eine kosmetische Geschlechtsoperation vor, wobei dem Kind die Hoden entfernt und der verbliebene Hodensack zu Schamlippen umgebildet worden wäre. Mit der entsprechenden Dosis an weiblichen Hormonen sollte es dann, so der Sexualwissenschaftler, nicht schwer sein, aus seinem noch jungen Patienten schnell das Mädchen Brenda zu machen, wie Bruce später genannt wurde.

In ihrer Not stimmten die Eltern zu. Striktes Stillschweigen aller Beteiligten gegenüber dem Kind wurde vereinbart und eingehalten, das fortan wie ein Mädchen aufgezogen wurde; doch Brenda entwickelte keine weiblichen Verhaltensmuster: er wollte mit seinem Bruder Kräfte messen, ließ Mädchenspielzeug links liegen, versuchte sich vehement, seiner Mädchengarderobe zu entledigen. Als Bruce ins Backfischalter kam, zeigte sich seine Zuneigung zu Mädchen. Für Dr. Monet war die Sache klar: Das Kind sei jetzt definitiv ein Mädchen. Er offerierte den Eltern, dass ihre Tochter lediglich lesbisch veranlagt sei.

Dass das Mädchen mit 14 erfuhr, dass sie eigentlich Junge war, sofort ihre geschlechtliche Rückwandlung, soweit dies eben noch möglich war, in die Wege leitete, unter einer neuen Identität später eine Frau heiratete, sich aber am Ende das Leben nahm, hatte keinerlei Auswirkungen auf die Interpretation von Moneys Leistungen.“
„Der Psychiater John Money hat () einer unbekannten Anzahl weiterer Kinder mit fehlgebildeten Genitalien ein Geschlecht »zugewiesen«. Er errichtete als Leiter der Psychologie am John-Hopkins-Krankenhaus eine darauf spezialisierte Klinik, die von seinem Nachfolger 1979 allerdings geschlossen wurde. Viele seiner ehemaligen Patienten gründeten Selbsthilfegruppen.“, weiß Eva Herman.

John Money „wurde 2002 von der Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, für die er arbeitete, mit der Magnus-Hirschfeld-Medaille ausgezeichnet.“ (Zit. wikip. und weiter:)
„Trotz des Fehlschlags diente (das Experiment) einem Teil der Frauenbewegung als wissenschaftlicher Beleg für die Thesen des Gleichheitsfeminismus. So würdigte Alice Schwarzer 1975 das Experiment Moneys als eine der „wenigen Ausnahmen, die nicht manipulieren, sondern dem aufklärenden Auftrag der Forschung gerecht werden“. Und bleibt dabei, dass „die Gebärfähigkeit auch der einzige Unterschied ist, der zwischen Mann und Frau bleibt. Alles andere ist künstlich aufgesetzt.“ (wikip.)

Ja, aber was interessiert  Alice Schwarzers Dafürhalten?

Auch Gabrielle Kuby – sie bestach letztens den verdatterten Sächsischen Landtag mit ihrer Kompetenz als Beraterin einer Abstimmung zum Thema „Gender“ – warnt: „Schaut man sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend um unter den Begriffen „Gleichstellung“, „Gender Mainstreaming“, „GenderkompetenzZentrum“, um herauszufinden, was eigentlich Ziel der Familienministerin ist, so entdeckt man unter scheinbar leeren Phrasen des Rätsels Lösung: Die Geschlechtsdifferenzierung von Mann und Frau und die Heterosexualität als Norm soll aufgehoben werden. Dazu wurde der Begriff „Gender“ erfunden. Diese neue Ideologie wird durch virtuose Beherrschung des politischen Apparats in gesellschaftliche Wirklichkeit verwandelt. Dies gelingt durch Unterlaufen der demokratischen Strukturen ohne jede öffentliche Debatte.“ Oder, selbe Stimme, andere Worte: „Gender – ein Wort, das kaum jemand kennt, obwohl „Gender-Mainstreaming“ zum „Leitprinzip“ und zur „Querschnittsaufgabe“ der Politik geworden ist. Der Begriff dient dazu, die Geschlechtsrollen von Mann und Frau aufzulösen. Er unterstellt, daß jede sexuelle Orientierung gleichwertig ist und von der Gesellschaft akzeptiert werden muß. Die Gender-Ideologie hat sich hinter dem Rücken der Öffentlichkeit von der EU über die staatlichen Institutionen, die Universitäten und Ausbildungseinrichtungen bis an die Basis der Schulen und Kindergärten eingeschlichen. Sie zerstört das Wertefundament unserer Gesellschaft.“

„Wie wird das Gender Mainstreaming konkret in Kindererziehung umgesetzt?“, will Kuby wissen, und vermutet: „Aufschluss geben die Schriften der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA). Der Bereich Sexualaufklärung untersteht dem Familienministerium, der Rest dem Gesundheitsministerium. Die BZgA verteilt Aufklärungsschriften und Ratgeber millionenfach kostenlos im ganzen Land (über die Homepage mühelos zu bestellen). Der „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr“ (Bestellnummer 13660100) ist eine detaillierte Anweisung zur Sexualisierung von Kleinkindern. Mütter und Väter zögern nämlich noch „von sich aus das Kind anzuregen, und äußern die Sorge, es könne ‚verdorben’ oder zu früh ‚aufgeklärt’ werden … Nach allem, was an Untersuchungen vorliegt, kann diese Sorge als überflüssig zurückgewiesen werden.“ „Das Notwendige [soll] mit dem Angenehmen verbunden [werden]“, „indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt, gestreichelt, liebkost, an den verschiedensten Stellen geküsst wird.“ (S. 16) „Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.“ (S. 27) Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können „manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen.“ (S. 27) „Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt.“ (S. 25) Wenn Mädchen (1 – 3 Jahre!) dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen, dann soll man das nicht „als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern.“ (25)“

Wie sagten die Grünen einst so schön: »Schutzgüter wie Virginität (d.i.Jungfräulichkeit, Anm. d. V.), Geschlechtsehre und ähnliches sind nur scheinbar individuelle und gehen auf ältere Vorstellungen von ›Marktwert‹ und ›Heiratschancen‹ des Mädchens zurück () Mädchen wird die Fähigkeit zur Entscheidung über ihre sexuellen Interaktionen abgesprochen, das Vorhandensein einer eigenständigen und selbstbestimmten Sexualität von Mädchen wird geleugnet.« (Bundesdrucksache 10/2832 vom 4. Februar 1985)

Der Ratgeber, um ins Bundesministerium für Familie zurückzukehren, fände es „erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!“ (S. 13) (zit. alle hier und einige auch hier)
Wem fallen da nicht die Grünen schon wieder ein, die die “Gesetze zum Schutz Minderjähriger” §§ 175 und §§ 182 StGB abgeschafft haben wollen. Sie »bedrohen einvernehmliche sexuelle Kontakte mit Strafe und dienen damit nicht dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Sie behindern die freie Entfaltung der Persönlichkeit …« (Bundestagsdrucksache wie oben)

„Weiter geht’s im Kindergarten“, ergänzt Eva Hermann: „Mit dem Lieder- und Notenheft Nase, Bauch und Po singen Kinder Lieder wie diese: »Wenn ich meinen Körper anschau’ und berühr’, entdeck’ ich immer mal, was alles an mir eigen ist … wir haben eine Scheide, denn wir sind ja Mädchen. Sie ist hier unterm Bauch, zwischen meinen Beinen. Sie ist nicht nur zum Pullern da, und wenn ich sie berühr’, ja ja, dann kribbelt sie ganz fein. ›Nein‹ kannst du sagen, ›Ja‹ kannst du sagen, ›Halt‹ kannst du sagen, oder ›Noch mal genauso‹, ›Das mag ich nicht‹, ›Das gefällt mir gut‹, ›Oho, mach weiter so.‹«

„Mit 9 Jahren beginnt der Verhütungsunterricht, genannt Sexualkunde,“ – weiter Gabriele Kuby – „weil sie nun ins Alter kommen, wo die niedlichen Kinderspiele eine höchst unerwünschte Folge haben können: Schwangerschaft. Wie in Ingolstadt geschehen, fährt man die lieben Kinder in Bussen zu Aufklärungsveranstaltungen, wo sie üben, Kondome über Plastikpenisse zu ziehen, um sich so für den „Kondomführerschein“ zu qualifizieren.“

Wie sich die neue Ideologie etablieren kann, zeigt Eva Hermann: „Denn nach dieser () existiert nicht nur kein spezifisches Geschlecht, sondern jeder ist heutzutage in der Wahl seines Geschlechtes frei, und da gibt es eine große Auswahl: männlich, weiblich, bisexuell, transsexuell, homosexuell und mehr. An der Universität Wien wurde ein Wettbewerb ausgelobt, wer die ungewöhnlichsten Geschlechtervorschläge machen könne. Derzeit sollen acht unterschiedliche Entwürfe vorliegen.“

„Ab zehn Jahren setzen in den Schulen die Werbungs- und Schulungsmaßnahmen zur Homosexualität (lesbisch, schwul, bi und trans) ein,“ weiß Kuby die schulische Ausbildung an den Kindern fortzuschreiben. Als Beispiel nennt sie die „Handreichung für weiterführende Schulen“ des Senats von Berlin zum Thema „Lesbische und schwule Lebensweisen“ eine „ausgefeilte Anleitung zur Homosexualisierung der Schüler, auszuführen in „Biologie, Deutsch, Englisch, Ethik, Geschichte/Sozialkunde, Latein, Psychologie“. Infomaterial, Vernetzung mit der örtlichen Homoszene, Einladung an Vertreter/innen von Lesben und Schwulenprojekten in den Unterricht, Filmveranstaltungen und Studientage zum Thema sollen angeboten und durchgeführt werden. Im Unterricht sollen Rollenspiele stattfinden…““ (alles zit. nach Kuby)

Die Katholikin Gabriele Kuby hat die alten Werte vor Augen, wenn sie vorm Gender Mainstreaming warnt. Sie sieht Werte wie Familie, Ehe, Keuschheit in Gefahr. Sie warnt vor der Destabilisierung der Gesellschaft durch die Destabilisierung ihrer Werte. Die Katholikin Eva Herman, von den Medien, denen sie einst diente, längst als rechtskonservative „dumme Kuh“ eingeordnet, fürchtet ebenfalls um diese Werte. „Sie unterminieren die elterliche Autorität. Sie verführen Kinder und Jugendliche zu einer auf Lustbefriedigung reduzierten Sexualität ohne eheliche Bindung.“ Auch die Schauspielerin, Publizistin und Verfasserin von Theaterstücken christlicher Moral, Inge Thürkauf, ebenfalls Katholikin, verrät sogenannten konservativen Hintergrund: „Also nicht mehr das biologische Geschlecht, die Tatsache, dass der Mensch von Gott als Mann oder als Frau geschaffen wurde, ist von Belang – die Genderideologen reißen jegliche bisher geltenden Normen ein und verwerfen die Differenzierung in Mann und Frau als eine Erfindung des heterosexuellen Patriachats.“

Wie, wollen Frauen nicht gegen die Allmacht des Patriachats, sexuell geartet wie auch immer, vorgehen? Die „dumme Kuh“ (BILD) Eva Herman warnt es gar: „Wer nun aber glaubt, dass die Gender-Liste nun beendet wird, sollte noch einen wichtigen Punkt mitnehmen: Gender fördert alleine nur Frauen. An keiner einzigen Stelle aller weltweiten Programme ist die Förderung von Männern vorgesehen. In den Programmen von Gender Mainstreaming ist man () der einhelligen Ansicht, dass Männer lange genug die Nase vorn hatten, und dass aus diesem Grunde die Gleichstellung der Geschlechter »durchaus auch einmal ungerecht gegen Männer ausfallen könnte«?

Inge Thürkauf kann den Kreis (auf 1h sehr unterhaltsamen Video bei ZAK in ihrem Vortrag zur Reihe „Von der biologischen Revolution zur Diktatur des Genderismus“) entschieden größer ziehen:

„Schon vor 25 Jahren stand in einem Erst-Leseheftchen, für ABC Schützen, dass die Kinder den Weisungen der Mutter widersprechen und davonlaufen, lügen, Eltern als langweilig empfinden, Wertmaßstäbe missachten und sich mit Homosexuellen einlassen sollen…
Es ist sicher keine Übertreibung, wenn ich sage das wir heute schon im gesamten gesehen in eine Neue Weltordnung eingetreten sind: Und zwar in die neue Weltordnung der Sexualität.“

„Was seit Anbeginn der Menschheit als natürlich und normal gegolten – die Zuordnung als Mann und Frau – soll nun von gesellschaftlichen Vorstellungen und Bestimmungen abhängen und – und dies ist nun das für Ehe und Familie Bedrohliche – durch Umerziehung geändert werden, um das zu kreieren, was zum Planziel materialistischer Biologen, Genetiker und Politiker und der feministischen Front gehört, und schon seit Jahrzehnten vorbereitet wurde: den neuen, den künstlichen Menschen, der reif gemacht werden soll für die neue Weltordnung, für die neue Welteinheitsreligion“

Wie jede Ideologie versuche auch diese, sich wissenschaftlich herzuleiten.
Inge Thürkauf geht in die Sechziger zurück, wenn sie nach den „wisssenschaftlichen“ Voraussetzungen für die Ideologie des Genderismus sucht.

„1962 traten in London Gen-Forscher vor die Öffentlichkeit der Welt, die Wegbereiter wurden für die – von den meisten der heutigen Zeitgenossen noch kaum wahrgenommenen – Gender-Revolution. Was uns heute im Programm der Genderideologen entgegentritt, wurde damals durch hoch dotierte Wissenschaftler als „Biologische Zukunft des Menschen“ vor einer größtenteils unvorbereiteten Menschheit ausgebreitet. Mit den als Ciba Foundation Conference bekanntgewordenen Symposium von 27 führenden Forschern der Biologie und Genetik, darunter auch Nobelpreisträgern, wurde eine Tür aufgestoßen, die den Blick in die Laboratorien der Menschenzüchter freigab. Wir werden sehen, dass das scheinbar in Vergessenheit geratene Ciba Symposium eine gespenstische Omnipräsenz besitzt.“, leitete sie ihren Redebeitrag zum Thema „Von der biologischen Revolution zur Diktatur des Genderismus“  ein.

Lesen Sie einige Zitate aus diesen Tagen:
„In vielleicht noch nie gekanntem Ausmaß“, schreibt der Zoologe Wolfgang Wieser in der deutschsprachigen Dokumentation der Tagung, werde die Biologie „imstande sein, in das Gleichgewicht der Natur sowie in den Lebensprozeß selbst heilend oder vernichtend einzugreifen.“

„Eine Herausforderung…ist die geplante genetische Verbesserung des Menschen. … Aber die Möglichkeit, die Genstruktur von Menschen nach Plan zu entwerfen, zeichnet sich am Horizont ab.
Die schnellen Fortschritte auf dem Gebiet der Molekularbiologie werden es uns schon bald ermöglichen, die durch Erbanlagen gesetzten Grenzen umzustoßen und die weitere Entwicklung des Menschen zu beeinflussen…, um die Genstruktur des Menschen gezielt zu verändern.
Die zweite Möglichkeit liegt darin, die Genstruktur des ungeborenen Kindes vorauszuplanen…und Menschen nach Plan erzeugen. …Heute müssen wir uns auf die Chancen vorbereiten…die in der Schaffung und Änderung von neuen Menschen nach einem vorausgeplanten Entwurf liegen, d.h. die genetische Veränderung des Menschen im engeren Sinne.“

„Mehrere Referenten beklagten, dass sich die Menschheit genetisch verschlechtere, was eine Zunahme von Erbkrankheiten verursache und einen erhöhten Versorgungsaufwand notwendig mache. „Die Verbesserung der genetischen Qualität des Menschen durch eugenische Verfahren“, sagte etwa der Biologe und frühere Unesco-Generaldirektor Julian Huxley, „würde eine große Last an Leiden und Qual von den Schultern der Menschheit nehmen und zur Steigerung der Lebensfreude und der Tüchtigkeit beitragen.“ Und der Nobelpreisträger und Genetiker Hermann J. Muller bekräftigte: „Was wir in diesem Augenblick brauchen, wäre eine Verstärkung der genetischen Selektion.“

„Huxley und Muller plädierten dafür, eugenische Maßnahmen mittels Techniken durchzusetzen, die auf Basis des neuen molekularbiologischen Wissen entwickelt werden sollten. Grundlegend dafür, empfahl Muller, solle die Methode der künstlichen Befruchtung werden – und zwar durch gezielte Verwendung von Spermien ausgewählter Spender, die in Samenbanken tiefgekühlt gelagert werden sollten.

Solche in der Tierzucht erprobten Methoden auf den Menschen zu übertragen, fand Nobelpreisträger Lederberg schon damals ziemlich altmodisch. Die Molekularbiologie, prophezeite er, werde Eugeniker bald befähigen, Keimzellen zu züchten und zu manipulieren; Träger krankheitsverursachender Gen-Veränderungen könnten identifiziert und „gewünschte Gene“ ausgesondert und integriert werden. So werde es etwa möglich, Lern- und Erinnerungsvermögen zu steigern und die Lebensdauer erheblich zu verlängern.“ (zit. alle hier)

„Die künstliche Menscherschaffung als die Ultima Utopia der Wissenschaft versteigt sich in den Wahn, den Menschen gentechnisch fit zu machen für die weitere technologische Entwicklung. Dies erst gibt die Gewähr einer Weiterentwicklung zur Weltbeherrschung.
Er, Muller, gebe somit der Genetik den Auftrag, den Menschen so radikal umzuformen, das im Prinzip die Herstellung eines künstlichen Menschen damit gegeben ist.“, fasst Inge Thürkauf den Wahn zusammen und erinnert, dass die damals angestrebten Mittel heute längst keine Utopien mehr sind: „Muller verlangt nicht mehr und nicht weniger als die Aufhebung von Ehe und Familie, und zwar, indem er sie „ihres Sinnes beraubt – der Erzeugung und der Aufzucht der Nachkommenschaft.“
Damit ist die künstliche Zeugung durch in-vitro-Fertilisation angesprochen – die Befruchtung also im Reagenzglas – sie ist heute zur Routine geworden.“ Thürkauf nennt eine Seite im Netz – „Man not includet“, wo lesbische Paaren der genetisch ausgewählter, tiefgekühlter Samen zur eigenen Anwendung zugesandt wird. Und die „Abtrennung der Zeugung vom Liebesleben“, wie das, wie oben zu lesen war, die neue Sexualerziehung in der Schule lehrt, sei bereits auf diesem Symposium 1962 ein häufiger Diskussionspunkt gewesen.

„Die Ausschaltung und Zerstörung der Familie führt nach Muller über die Welteinheit aller Kulturen, Völker und Rassen. Wir hören daraus schon den Plan zur Schaffung der einen Weltregierung, der einen Weltordnung.“

„Die wissenschaftliche Entwicklung, durch die der Mensch seine Evolution in die eigene Hand nehmen soll, muss nach Müllers stufenweise vorangetrieben werden: Von der Geburtenkontrolle, über die Transplantation und Geschlechtsbestimmung des Eis, zur totalen Kontrolle der „Kindproduktion“ – das ist ein Begriff der immer wieder auftauchte.“, schwant es der Vortragenden.

Aber sie erkennt den Geist wieder, der solches beseelt:

„Wenn der Mensch, so Müller, seine Evolution erst selber manipuliert, werden die höchsten Geister der Menschheit eine exakte Genetik entwickeln, und damit ein gottgleiches Wesen erschaffen. Nun, das ist die alte Idee des Übermenschen, von Prometheus über Nietzsche zu Hitler, bis zur biologischen Utopie einer Züchtung des Übermenschen durch Kontrolle und Lenkung der menschlichen Evolution, damit der Mensch, dieses schwächste Glied, diese Fehlkonstruktionen, dem Atomzeitalter besser gewachsen sei.
Und vor allem – auf das wir Gott ähnlicher werden; in den verschiedenen Vorträgen und Diskussionsforum des Ciber-Symposions wurde diese Hybris fast von allen Rednern immer wieder hervorgehoben: Gott ähnlicher werden – der Wahn der Naturwissenschaftler, Gott auszuschließen um selbst an seine Stelle treten zu können.“

„Wer nun, so darf man sicher fragen, wird denn die Spender von hoher genetischer Qualität selektieren – wenn nicht diese selbst erwählten Götter der Wissenschaft?“ Thürkauf zumindest stellt diese Frage, und dabei sind ihr offensichtlich mit den Plänen der selbsternannten Herren über die Welt nicht entgangen: „Jene, die den Kriterien der hohen genetischen Qualität nicht entsprechen, werden eliminiert; denn es geht letztlich um die Reduzierung der Weltbevölkerung – und die Mittel dazu sind Abtreibung und Förderung der Homosexualität.“


Alle[1]gekennzeichneten Zitate aus dem, hier nochmals empfohlenen, Vortrag von Inge Thürkauf, als Video hier.
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