Missbrauch mit dem Missbrauch des Missbrauchs

– oder geht es noch abgehobener?

Natürlich – das Thema ist durch. Oder wäre es gewesen. Manchem taten sie schon wieder leid. Und spätestens des Papstes Versprechen, hart durchzugreifen, hatte die Gemüter beruhigt. Kein Anlass hätte bestanden für den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, in seiner Predigt im Regensburger Dom am Samstag im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen im Bistum Regensburg noch laut zu werden.
Ein wenig Betroffenheitsduselei in derart glücklich deeskalierter Situation hätte sich dankbar auswirken können. Aber Müller will nicht betroffen wirken. Sicher ist er es auch nicht – der Missbrauch in seinen Reihen ist nicht so ein Schlag, wie die Katholische Kirche jetzt dümmlichmachend suggerieren will: 2001 hält es Ratzinger immerhin für notwendig, eine kircheninterne Anleitung über den Umgang mit solchen Fällen zu verfassen. Müller aber will selbst anklagen, nach alter Bischofsmanier – wie der Augsburger zum Beispiel, Bischof Walter Mixa, vor zwei Wochen, mit dem Neuaufkommen von Meldungen über Missbrauch bei der katholischen Kirche: »Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig.«

Der zu Regensburg nun sieht eine mediale Kampagne gegen die Kirche, die ihn nochdazu an den Umgang des NS-Regimes mit der Kirche erinnere. Da hält es selbst die Präsidentin des Zentralrats der Juden nicht mehr zurück. Höchstens als einen dummen Jungen kann sie Müller noch durchgehen lassen. (“Ich gehe davon aus, dass Bischof Müller zu dieser Zeit noch nicht gelebt hat. Sonst hätte er so etwas nicht gesagt”, so die 1932 geborene Charlotte Knobloch gegenüber ddp.) Empört ist sie aber: “Unglaublich, wie mit solchen Aussagen Geschichtsfälschung betrieben wird.”
Dabei hat sie die Kollaboration der Katholischen Kirche mit dem deutschen Naziregime vor Augen?

Ja, diese nachträglichen Geschichtsklitterungen ist uns allen längst zuwider und das Vorgehen der Medien, wie es Bischof Müller anklagt – die Menschen würden “manipuliert durch verkürzte Berichte, durch ständige Wiederholung von Vorgängen aus alter Zeit.”, ebenso. Gerade diesen Medien zum Beispiel fällt es gar nicht ein, sich an die enge Kooperation zwischen Katholischer Kirche und NS- Regime zu erinnern. Zumindest nicht vernehmlich.

Und es geht auch nicht darum, nun zur Hatz auf die “Schwarzröcke” zu blasen – wenn auch gerade die Katholische Kirche für Gewalt in der Vergangenheit steht; kann man gar glauben, dass Fleischeslust derart das Ziel verfehlen kann, sind Priester ja selbst nur Opfer?
Schade eher, dass die letzte vermeintlich moralische Instanz – diese nicht ist.

Darüber hinaus munkelt man längst, dass die Gewalt am Menschen vor Kindern nie, und auch nicht in der “Moderne”, haltgemacht hat. In allen Schichten der Gesellschaft nicht, nicht zu Hause, nicht in der Schule (link hier!), weder bei Katholiken, noch den Evangelisten, nicht bei den Anthroposophen oder anderen “Reformpädagogen”. Wohl viel zu viele in der Gesellschaft haben sich aber auf die moralische Integritätsbehauptung der Kirche verlassen oder verlassen wollen – Kirche hatte sich wieder erfolgreich als am weitesten entfernt von Gewalt oder Sündhaftigkeit – je nachdem, wie man die “Verführung” eines Ministranten oder eines Heimkindes durch einen Priester nennen mag – wiedereingeführt, und die Massenmedia, um Bischof Müllers Klage auch hierin als Undankbarkeit abzuqualifizieren, hat meisterhaft die benebelnden Worte und suggestiven Bilder dazu geliefert.

Und so beschränkt sich das Thema eben fast ausschließlich auf Kindesmissbrauch durch den Klerus.

Als der Filmemacher Polanski wegen eines Vergehens an einer Minderjährigen vor Gericht sollte, sprang ihm sogar Francoise Mitterrand bei – wenn seineszeichens auch nicht integer, weil wiedererkannt als jungenvergewaltigender „Thai-Bordell“-Besucher.

„Diese Diskussion Kirche allein führt zu weiterer Tabuisierung in anderen Bereichen“, vermutet nicht nur Ursula Enders (Missbrauchsopfervereinigung „Zartbitter“).

Gordon Brown – das ist der Vorsitzende der derzeit Großbritannien regierenden Partei – steht gerade in Verdacht, sich an Kindern zu vergreifen.

In Belgien ließ man die Spurenverwischer im „Fall Dutroux“ mit warmer Anteilnahme des Staates solange wischen nebst Zeugenbeseitigung in 27 Fällen, bis das Gericht nur einen einzelnen Mann anklagen konnte oder durfte – für einen Umfang an Taten, die offensichtlich eines größeren Netzwerks bedurft hatten. 30 000 Brüsseler Bürger gingen in jenen Tagen warnend auf die Straße.

Ähnliches in Frankreich. Die Bürger mahnten letztendlich, als die Ermittlungen zu keinem Schuldigen führen wollten, in den Reihen der Regierung danach zu suchen.

Es wurden aus unterschiedlichen Ländern Zeugen solcher Rituale gehört: Sie alle sprachen von verkleideten Akteuren, bei denen Kinder vergewaltigt, anschließend zerstückelt und zeremoniell geschlachtet werden, alles vor laufender Kamera; und obwohl sie sich nicht persönlich kannten, erkannten sich die entkommenen Opfer wieder, schilderten übereinstimmend die Rituale (sprechen von “Priestern” in Roben, Kanibalismus, Kindsverstümmelungen, “Opferungen”), kennen die Orte, bezeigen vor der Öffentlichkeit geheimgehaltene unterirdische Gänge (die in einem Fall am Altar einer Kirche ausgeht), erkannten Akteure wieder.

Ein “snaf”-Video – die Darstellung einer solchen Sitzung mit letztendlichem Mord an dem Kind – so schätzen französische Ermittler – brächte immerhin bis zu einer Million Euro – wenn sie auch nur mutmaßen könnten, wen dieser Markt bedient; sie gehen in diesem Geschäft von einem 300-Mrd.-Jahresumsatz weltweit aus, (allein von einer Milliarde in Deutschland).

Die jahrelang von ihrem Vater missbrauchte und an den Ritualen beteiligte Tochter eines Kirchenmannes packte hier aus, und obwohl sich ihre Angaben bis in alle Einzelheiten nachweisen lassen, werden ihre Aussagen seit Jahren unter die Amtstische der französischen Justiz gekehrt.
Jetzt ist das Mädchen gleich 18 – sie will Frankreich verlassen, und von einem sicherem Ort aus Anklage erheben. Gegen ein länderübergreifendes Netzwerk – da ist die früh Erwachsene ganz sicher.

Belgien! Frankreich! England!
Deutschland? Mütter – holt besser die Kinder rein! Schließt Euch ein mit ihnen, bis der Spuk vorbei ist!?
Aber die nächsten sind schon da, die an Eure Kinder wollen!
Schöne Neue Welt – ja, zum Beispiel:
“Aus einem benachbarten Gebüsch tauchte eine Kinderschwester mit einem kleinen Jungen an der Hand auf, der vor sich hin brüllte. Ein ängstlich aussehendes kleines Mädchen trottete hinter ihm her. “Was ist los?” fragte der Direktor Die Schwester zuckte die Schultern. “Nichts weiter”, antwortete sie. “Nur dieser kleine Junge hier beteiligt sich offensichtlich nur sehr widerwillig an den üblichen erotischen Spielen. Mir war das schon ein-, zweimal vorher aufgefallen. Und nun heute wieder. Er fing zu eben an zu schreien…” “Wirklich”, warf das ängstlich aussehende kleine Mädchen ein, “ich wollte ihm nicht nicht weh tun. Wirklich.”
“Natürlich nicht, Kleine”, sagte die Schwester beruhigend.
“Und darum”, fuhr sie, wieder zum Direktor gewandt, fort, “bringe ich ihn zum stellvertretenden Psychooberinspektor. Nur um festzustellen, ob womöglich etwas unnormal ist.”

Nur ein Romantext? Aldous Huxley dürfen Sie ernst nehmen – er hat sich für das Werk seines Bruders interessiert: Julian Huxley, „Sir Julian Sorell Huxley“ – Biologe (besessen vom Basteln an Genen und Selektion), Philosoph (Zitat: “Wir müssen uns von der irrigen Annahme entfernen, zu glauben, dass es so etwas wie Wahrheit oder Tugend gibt.”). Mitbegründer und erster Generalsekretär der UNESCO (ja, die mit den veruntreuten Spendengeldern), Vizepräsident der Gesellschaft für die Reform der Abtreibung, Initiator des WWF, zusammen mit Prinz Philip, einen weiterer Verfechter von Rassentheorien und Erbgutveranlagungen, und Prinz Bernhard, den ehemaligen SS-Offizier und Immernochnazi.
Was der Schriftsteller da aus dem Werk des Bruders zur Fiktion machte, klingt übrigens nicht gewöhnungsbedürftiger als der Text in einer Broschüre der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ von 2002: »Scheide und vor allem Klitoris (von Kleinkindern) erfahren kaum Beachtung durch zärtliche Berührung (weder durch Vater noch Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.« (zitiert hier)
Oder lerne man für die Zukunft aus dem politischen Programme der Grünen, die die “Gesetze zum Schutz Minderjähriger” §§ 175 und §§ 182 StGB abgeschafft haben wollen. Sie »bedrohen einvernehmliche sexuelle Kontakte mit Strafe und dienen damit nicht dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Sie behindern die freie Entfaltung der Persönlichkeit …« (Bundestagsdrucksache 10/2832 vom 4. Februar 1985). Einvernehmliche sexuelle Kontakte? Oder gleich ganz ohne Diskussion! Wieder Programm “Die Grünen”: »Schutzgüter wie Virginität, Geschlechtsehre und ähnliches sind nur scheinbar individuelle und gehen auf ältere Vorstellungen von ›Marktwert‹ und ›Heiratschancen‹ des Mädchens zurück () Mädchen wird die Fähigkeit zur Entscheidung über ihre sexuellen Interaktionen abgesprochen, das Vorhandensein einer eigenständigen und selbstbestimmten Sexualität von Mädchen wird geleugnet.« (Bundesdrucksache 10/2832 vom 4. Februar 1985) (zit. alle hier)
Kindersex soll zukünftig nicht mehr Kindersache sein?
Darüber sind sich nun scheinbar alle a l l e einig.

Nun, und der Kinds-Missbrauch – ein Wort übrigens , das einen Gebrauch assoziiert – beschränkt sich nicht auf “Sexualität”!

Winnenden? Reden wir nur von dem, was wir genau wissen: Wie viele traurige Politritter nahmen “den Fall Winnenden” zum Anlass, das Entsetzen für ihre schmutzigen Spielchen auszunutzen? Elf Kinder, die ihr Leben ließen – und keine Fragen? Nur Antworten – wie aus der Pistole geschossen? Und keine sachdienlich. Ist das Kindsmissbrauch?

Bullemie. Markenbewusstsein. Mobbing. Fremdenfeindlichkeit. Diabetis. Steigende Suizidzahlen. Psychopharmaka. Versagensängste – alles das schon bei Kindern?

Der blog Kinder-Alarm berichtet aus der eigenen Familie: “Mein Sohn hat die Tage sein Schokoticket (Fahrkarte) vergessen. Die Kontrolettis kamen. Er hat zugegeben, dass er sein Ticket zu Hause vergessen hatte. Das bedeutet: ich habe das bezahlte Ticket und ich habe es vergessen mitzunehmen. Das braucht man eigentlich nur nachzuweisen. Sie drohten ihm. Sie holten die Polizei, die “gut” ausgerüstet war: Helme, Schlagstöcke, Waffen, Pfefferspray“.

Über 100 Alzheimerkranke in Oslo unter 30 Jahren – Folgen andauernden Handytelefonierens. Kindsmissbrauch? Atomare Abfälle, in wackeligen “Endlagern” – Versündigung bis hin zu den noch ungeborenen Ur-Ur-Ur-Ur-Enkeln? Tausendjährige Gewalt.

Kinderarbeit, Kinderprostitution, Kindersoldaten.

Und wie kann es noch in dieser so aufgeklärten Zeit sein, dass die Opfer aus Scham lieber schweigen, als der Welt ihre Schande ins Gesicht zu brüllen?

Nicht nur mittels Popen machen wir uns also schuldig – das Kind als schwächstes Glied ist längst zum Spielball aller zunehmend schwerer zu befriedigender gesellschaftlicher Interessen geworden.

Und am Ende des Tunnels wartet endlich der Staat mit seinen Pillen und Umerziehungs-, Besserungs-, Mädchenhaus-, Jugendhilfs-Verwahranstalten.

„Genderismus“ – in einem bald folgenden Artikel muss das näher angesehen werden – Genderismus?
Früher: Begriff auf internationalen Konferenzen für „das Geschlecht“.
Heute: Die Meinung, Geschlechterverhalten sei anerzogen – nicht angeboren.
„Gender Mainstreaming“ ist eine Initiative, die weitgehend hinter der Öffentlichkeit – weil vielleicht auch zu intellektualistisch – abgeht, aber zum Beispiel die UNO-Menschenrechtscarta beeinflussen und auf nationales (in unserem Falle wohl: Europa-) Recht durchschlagen wird. In einigen europäischen Orten noch ohne, in den USA aber schon per Gesetz, fällt, als eine Auswirkung vielleicht bald die Aufhebung der Trennung öffentlicher Toiletten in die Geschlechter auf. Schwarzenegger verfügte auf Grundlage dieser neuen Religion in seinem Bundesstaat, es könne ein Junge in der Schule nicht daran gehindert werden, die Mädchentoilette zu benutzen. Und, natürlich, gilt das auch umgekehrt. (zit. hier bei 13min)

Eigentlich sei „Genderismus“ gar nichts neues, erklärt Inge M. Thürkauf, Witwe des Naturwissenschaftlers und Philosophen Max Thürkauf, Schauspielerin, Publizistin, engagiert um die Gesellschaft: “Wir müssen uns darüber im klaren sein, dass die Pläne der Ideologen aus uralten Programmen stammen und keineswegs neu sind: denn nach den Vorstellungen von Lenin und Engels sah das sozialistische Programm vor, die Privathaushalte möglichst aufzulösen, die Frauen zur Arbeit zu zwingen, und die Kinder in Heimstätten unterzubringen.” Da sind wir schon wieder bei unseren Kindern, aber es läuft wohl auf mehr hinaus – Thürkauf warnt, am Ende eines einstündigen Vortrages über „Genderismus“ vor der “sukzessiven Übernahme des Kindes durch den Staate per Gesetz.”

In Spanien beschloss die Regierung, in Schulbüchern die Worte „Mutter – Vater“ durch “Erzeuger A” – “Erzeuger B” zu ersetzen (hier zit. bei 59min), und in England solle, so die Ratschläge des Staates an Kindergärtnerinnen und Unterstufenlehrer, “damit homesexuelle Paare nicht diskriminiert würden” von „Eltern“, und nicht mehr von Vater und Mutter gesprochen werden. (zit. hier, etwa 54.min)

Im oben zitierten „Zukunfts“ – Roman von Aldous Huxley ist es den “Studenten der Medizin” (in-vidro-Gentechnik) eine schamröteindiewangentreibende Vorstellung: Früher sei der Mensch durch “eine Mutter” auf die Welt gebracht worden.

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p.s. Eine modernisierte Analyse von UAW (Ungereimtheiten Amoklauf Winnenden) gibt es!
klick hier: http://www.file-upload.net/download-2363288/Analyse.zip.html
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Schwerter zu Banknoten

– Krieg mit Waffen aus Papier

Griechische Inseln: Das Abendrot
liegt auf dem Meer wie Blut und Tod

aus: "Wer kann die Lieder der Freiheit verbieten" (1968)
 Text: J. Degenhardt; Komposition: G. Natschinski

Nun ist also Schluss mit Büttenreden, Verkleidung, Polonaise und Helau; die Raumpfleger haben die Stühle hochgestellt, kehren Luftschlangen und Konfetti weg, und an der Bar gelten die Gutscheine nichts mehr – Aschermittwoch, und von gestern auf heute fallen die Masken, und die uns eben noch zum Schunkeln animierten, rufen hart zurück zur Alltagsordnung – ungeschminkt, fratzenhaft. Wir erkennen sie nicht wieder.
Verkatert und halbdoof, schlägt uns der Frost des grauenden Tages ins Gesicht, und während wir durch die verdrängte Realität in die tristen vier Wände taumeln, fallen uns Großmutters lachhaften Geschichten ein vom Wolf und den dummen Geißlein.
Um die Häuserecken pfeift der eiskalte Wind aus fast vergessenen Zeiten…

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Freier als die Polizei erträumt

– Deutschland am Hindukusch

Als verschleierten Rückzugsversuch aus Afghanistan bewertete Innenminister Schünemann im Gespräch mit Handelsblatt Online am Donnerstag letzter Woche den Vorstoß des Berliner Innensenators Ehrhart Körting gegenüber Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), die Ausbildung afghanischer Polizisten teilweise in sichere Länder zu verlegen – so auch nach Deutschland:  „Die Ausbildung „normaler“ Polizisten vor Ort in Afghanistan müsse vielmehr sogar deutlich ausgeweitet werden. Es darf auf gar keinen Fall einen Rückzug aus Afghanistan geben, wie die SPD-Innenminister dies offenbar wollen.“, zitierte das Blatt  Minister Schünemann.

Nachdem Außenminister Westerwelle den Einsatz in Afghanistan als „bewaffneten Konflikt“ im Sinne des humanitären Völkerrechts eingestuft hatte, hatte die Gewerkschaft der Polizei auch für ihren Einsatz eine „rechtlich einwandfreie Arbeitsgrundlage“ gefordert. An der Situation vor Ort habe sich trotz Westerwelles Neubewertung nichts geändert: „Bundeswehrsoldaten und Polizisten wissen schon länger, dass es dort gefährlich ist. Allerdings muss dringend geprüft werden, ob die Rechtsgrundlagen für einen Polizeieinsatz in Afghanistan noch stimmen, wenn jetzt durch Bundesaußenminister Westerwelle quasi der Krieg erklärt wird.“, so der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft. Es ginge nicht an, dass „die Bundesregierung bei internationalen Verhandlungen deutsche Polizisten als Ersatz für Soldaten“ nach Afghanistan schicke, um eine innenpolitische Debatte zu vermeiden, schon gar nicht in einen Bürgerkrieg, so Polizei-Gewerkschaftsvorsitzender Konrad Freiberg.
Eine klare Definition der Bedingungen, unter denen dieser Einsatz stattfindet, fordert auch der rheinland-pfälzische Innenminister und selbst ehemaliger Polizist, Karl Peter Bruch: Kein Bundesland wolle „das Risiko eingehen, dass die Versorgung der Polizisten vor Ort oder ihrer Familien zu Hause nicht ordentlich geregelt ist.“
Sollte die „neue völkerrechtliche Kategorisierung“ die Einschätzung der gesamten Bundesregierung wiedergeben, müssten vor einem Einsatz die eventuell daraus erwachsenden Folgen für die Beamten „so schnell wie möglich geklärt werden“.

Auf die Kritik des amerikanischen Verteidigungsministers Robert Gates an den europäischen Staaten, sie täten nicht genug, „um den Kampf gegen die Taliban effektiv zu führen“, hatten die europäischen Bündnispartner der USA, und so auch die Bundesregierung, einer Aufstockung der Zahl der Ausbilder (und Soldaten) zugesagt. (Bisher seien am Hindukusch „rund 150 deutsche Polizisten und 45 Feldjäger der Bundeswehr  stationiert“, so focus.de vorgestern.)

Minister Schünemann fordert eine Zahl von 400 deutschen Polizeiausbildern. „Die deutschen Polizisten in Kabul, Mazar-e-Sharif, Kundus und Faisabad leisten eine hervorragende Arbeit, sie verdienen unsere Unterstützung bei ihrer schweren Aufgabe.“, verbat der Minister sich jegliche weitere Diskussion
Dem Vorschlag von Körting setze er energischen Widerstand entgegen (Handelsblatt). Er habe bereits mit dem afghanischen Innenminister in Kabul über das Thema Polizeiausbildung außerhalb Afghanistans gesprochen. Er habe diesen zwar bei seinem Vorschlag unterstützt, dass leitende afghanische Polizisten in Jordanien und in der Türkei wegen der besonderen „kulturellen Nähe dieser Länder“ ausgebildet werden sollen, stimme aber auch mit ihm überein, der eine Ausbildung in Deutschland für „nicht sinnvoll“ erachte, so Schünemann.

Der ehemalige ARD-Chefredakteur Hörstel, der über viele Jahre nach Afghanistan und Pakistan gereist war und nach eigenen Angaben die Machenschaften der NATO dort eingehend untersucht hatte, behauptet (hier bei 25 min), die Ausbildung der afghanischen Polizisten geschähe auf bewusst niedrigem Niveau: man ließe die zukünftigen Sicherheitskräfte stundenlang exerzieren, und schicke sie dann unvorbereitet gegen die Taliban; er erinnert nicht nur daran, dass die Taliban ein Produkt der USA sind – was den Vorwurf der USA gegen die europäischen Bündnispartner, sie täten nicht genug, um den Kampf gegen die Taliban effektiv zu führen, in ein eigentümliches Licht rückt – er behauptet auch (hier bis 18 min), die Taliban würden weiterhin von USA und deren Bündnispartnern mit Waffen versorgt.

Vielleicht erklärt ja dies die Chancenlosigkeit des Berliner Innensenators?

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Was Sie schon immer über Auslandseinsätze wissen wollten

Ihre Regierung Ihnen aber niemals erzählen dürfte

– in einer sachliche, übersichtlichen, kurzgefassten Bestandsaufnahme vom Afghanistankenner und ehmaligen Chefredakteur bei der ARD, Christoph Hörstel?

Klick zum Film: „Die 7 Lieblingslügen der Bundesregierung zum Afghanistankrieg“; ca 15 min, Quelle nuoviso.tv
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Die Herren der Welt

Annäherung an ein Phantom

(in Fortsetzung von „Alte Wölfe in gewendeten Pelzen“)

Sie sind noch immer ein überschaubarer Haufen – die Operateure auf diesem Planeten. Sie sind die Sprosse einiger weniger alter Familien, und das begründet ihren Machtanspruch. In den Herrschern des Morgenlandes vermuten sie ihre Ahnen. Über Tausende Jahre haben sie dieses königlichen Gene bewahrt, wie Hundezüchter. Lieber haben sie Inzest kultiviert, als dass sie Blut vom Pöbel eingemischt hätten. Die Herrscher über diese Welt finden Platz in der sorgfältig beschnittenen Krone eines schwachverzweigten Stammbaumes mit Wurzeln weit vor aller Menschen Erwartung – wir vermeinen sie seit hunderten Jahren fern von Macht und Einfluss – und sie sind aktiver und wirksamer als je zuvor; sie machen nach wie vor die Gesetze, sie behindern die Wissenschaft, sie halten den überwiegenden Teil der Menschen dieses Planeten von einem selbstbestimmten Leben ab, nicht nur notfalls, sondern natürlich hauptsächlich mit List, Lüge und Gewalt.

Sie haben sich mit gefälligen Staaten, Ministern, Regierungen, Organisationen und Religionen ummäntelt, die an ihrer Stelle zu regieren scheinen – man möchte vor einer unübersehbaren Zahl von Entscheidungsträgern kapitulieren – doch das ist geschickte Täuschung einer zunehmend informierbaren Masse – verfolgt man die Fäden dieses Demokratie verheißenden Netzes, gelangt man zu Knotenpunkten mit anderen, aus den ganz unterschiedlichsten Bereichen – Punkten, die den Machtbereichen dieser Eliten unterliegen.

Einen wahrscheinlich sehr einflussreichen beschreibt die London Times 1977:
„Eine Clique der reichsten, wirtschaftlich und politisch mächtigsten und einflussreichsten Männer der westlichen Welt, die sich heimlich trifft, um Ereignisse zu planen, die später so erscheinen, als würden sie zufällig eintreten.“(Quelle)

„Bei der Bilderberg-Gruppe – die Konferenz wurde zum ersten Mal im Mai 1954 im Hotel de Bilderberg…, Niederlande veranstaltet. – (international auch als Bilderberg-Club bekannt) handelt es sich um keine formelle Organisation, es existieren soweit bekannt weder ein Status der Mitgliedschaft noch ein Gründungsvertrag.“(wikipedia)
Hinter starker Polizeibewachung finden diese Konferenzen an wechselnden, geheim gehaltenen, um Polizei und Staatsschutz abgeschirmten Orten ab. Es gibt einen festen Stamm, wahrscheinlich gehören dazu „der Geldadel“, und es gibt zu dem alljährlichen Treffen eine ganze Reihe von eingeladenen Größen aus Politik, Militär, Geheimdiensten, aus der Finanzverwaltung – für deutsche Politiker wie Brandt, Schröder, Merkel, Westerwelle und Koch, die an solchen Treffen teilnahmen, wegen des Gebots der Öffentlichkeit politischer Betätigung bereits rechtliche Grauzone.

Helfershelfern hoffen umsonst, zum Kreis hinzuzustoßen . Sie geben Losungen aus, gemeinsam rufen die leute mit ihnen Change und Perestroika, aber bleiben ein Leben lang Verfügungsmasse
werden hin und hergeschoben, aus der Bedeutungslosigkeit in die Kanzlerschaft und zurück,
geködert mit Macht und Einfluss, aber ebenso oder dadurch noch stärker gehindert an der eigenen Entfaltung, wie auch der Rest der Population nur bis zum Ende ausgebeutet.

Die Geldhaber, die wahren Mächtigen gehen unbeirrt ihren Weg, und sie scheinen nicht aufhaltbar zu sein.
www.fosar-bluedorf berichtet: „Eine interessante Begegnung
1993 veranstaltete die Potsdamer Fördergemeinschaft zur Gründung einer Friedensuniversität in Berlin einen Diskussionsabend. Im Haus der Weltkulturen trafen sich drei Politpensionäre besonderer Art – der ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger, der frühere sowjetische Botschafter in der DDR, Valentin Falin, sowie Egon Bahr, in den sechziger und siebziger Jahren persönlicher Berater und Chefunterhändler des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Thema der Diskussion waren die Erinnerungen der drei Herren an die große Zeit der deutschen Ostpolitik sowie an die Verhandlungen zum Abkommen über den Status Berlins. Als Moderator fungierte der Journalist Giovanni di Lorenzo, seinerzeit Chefredakteur des Berliner „Tagesspiegel“.Im Verlauf der – ansonsten gar nicht so besonders erhellenden – Diskussion sprach Henry Kissinger, fast beiläufig, einen vielsagenden Satz aus, dessen Tragweite wohl der Mehrheit der anwesenden Zuhörer nicht bewußt war: „Die vier Botschafter (der Siegermächte des zweiten Weltkrieges, Anm. d. Red.) brauchten über das Berlin-Abkommen nicht viel zu verhandeln. Sie brauchten nur den Text zu unterzeichnen, den die Bilderberger ausgearbeitet hatten.“

Ein weiterer solcher Knotenpunkt der Macht ist die Trilateralen Kommission:
„Die Trilaterale Kommission (TK) ist eine private Organisation. Sie wurde im Juli 1973 auf Betreiben von David Rockefeller gegründet. Sie ist eine Gesellschaft mit über 300 Mitgliedern aus Europa, Nordamerika und Japan“ (wikipedia), aber auch die Weltgesundheitsorganisation, die Weltbank, die Welthandelsorganisation, die Vereinten Nationen stehen im Verdacht, Machtzentralen einiger weniger Kräfte im Hintergrund zu sein.

Ihr Machtanspruch ist seit vielen sie vor vielen hunderten Jahren unangefochten, als sie sich die Herrschaft über den Hang des Menschen nach Spiritualität und innerer Vervollkommnung übertrugen und dieses Recht mit Schwertern, Kanonen und Glasperlen in die Welt trugen. Millionen mussten der Gerechtigkeit ihrer „Heiligen Bücher“ geopfert werden
In denen Büchern stand ihre Auftrag verbucht, niemanden weniger als Gott selbst bis zu seiner Wiederkehr auf seinem sündigen Planeten zu vertreten. Der Papst gilt seither als der einzig würdige Vertreter Gottes
Queen Elisabeth beansprucht, Nachfahrin Davids, des Königs aus dem Alten Testament zu sein – sicher aber hat sie arabisch muslimische Vorfahren – stammt von Propheten Muhamad ab, sagen die Muslime.
Sie thront auf einem Stein, auf dem sich schon der biblische Jakob auf sein Treffen mit Gott vorbereitet haben soll, und das Königshaus behauptet, er hätte seine Fähigkeit über die Jahrtausende nicht eingebüßt, die Gerechten in die Nähe Gottes zu rücken und jedem Unberufenen den Thron Englands zu verweigern.

Die Helden und Heiligen ihrer Bücher frönen der Fremdenfeindlichkeit, der Rachsucht, Zerstörung, Brandopferung (Kinder- Brand – Opferung hier bei 1h14min?)
Diese Zerstörung auf Erden sehnen sie herbei, denn sie leitet nach diesen Schriften das Kommen des Messias ein, und auf diesen Messias warten sie; nach ihren Schriften muss das Heiligste dem Erboden gleich sein, bevor der Erretter, der Erbarmer, erscheinen kann; und darauf arbeiten sie hin; und in diesem Sinne sind einige der gesellschaftlichen Führer dieser Welt wahre religiöse Eiferer – wo es keinen Niedergang gibt, gibt es keinen Aufstieg; diesen Niedergang führen sie in ihren Schildern.

Nicht sehr Andere haben ihre Fortsetzung der Lehre Gottes verfasst und eine Ikone von der Hauptfigur ihrer Erzählungen – die wusste, was Gottes Wille war – angefertigt, haben ihr Kerben und Scharten als Sinnbild des Undanks in den abgemergelten Körper gehobelt und eine Dornenkrone aufgesetzt, mit viel Rot bemalt und ihr das eigenen Gesicht gegeben und in ihre moralischen Institutionen gehängt, die seit 2000 Jahren nun schon, wie sie sagen, nicht angezweifelt werden; nicht angezweifelt werden können – auch sie kommen vom Höchsten.

Die Nachkommen bedienen sich der berüchtigten Rituale ihrer Vorfahren. Bis in die öffentlich gewordenen Folterszenen aus Abu Ghraib läßt sich dies nachweisen. Wie die Heilige Inquisition erfolterten sie in Guantanamo „Geständnisse“, bevor sie den Deliquenten aus dem Verkehr ziehen wollten – im Namen Gottes und seiner Ideale, wie sie sagen.

Aber sie scheinen den Kult auch zu brauchen zum Gelingen ihres abwegigen Werkes. Die Zahlensymbolik um die Terroranschläge in New York scheint der Kabbalah entlehnt. Sie verbringen Tage gemeinsam
in Männercamps, an okkulten Plätzen, werden Mitglieder in „geheimen Orden“und „Logen“, hinter dessen Verschwiegenheit und Geborgenheit sie ihr Gelübde erfüllen, gehorsamst, und allein im Geist der „Bruderschaft“
Es scheint, als brauchten auch sie das religiöse Ritual – zur Stärkung ihres Mutes, ihrer Kraft als Symbol für großen Willen? Sie haben Großes vor – Gott abzulösen, seine Macht zu erlangen. Von da an selbst die Geschicke zu leiten.
Vorerst haben sie die Macht erlangt, Gott zu vertreten und zu interpretieren.

Aber Moment – wir sind jetzt im 21. Jahrhundert, und Obama, Sarkozie, Hillary Clinton, und vielleicht auch Berlusconi und Merkel sind freie Geister und in erster Linie Demokraten und frei von solchem Diktat – die Unabhängigkeit der Politik vom Dogma der Kirche haben demokratischer Staaten glatt vollzogen?
Erinnert einer, dass Merkel einst um die Aufnahme des „Gottesbezugs in die europäische Verfassung“ Worte machte? Was das schon für eine ohnehin bürokratisch überblähten Rechtssprechung nach sich zöge, ist der Christin Merkel wohl in einem gottseeligen Moment nicht gegenwärtig gewesen;
„Gott“ bedeudet im 21. Jahrhundert alles oder nichts, wahlweise. In der Rechtsgrundlage einer Völkerunion – den menschlichen Gesetzen, wie sie eine Verfassung eine Sammlung davon darstellt anpassen – hätte diesen Passus interpretieren müssen. Sich zum Mittler zwischen Gott und den Menschen machen müssen? Würde der Besitz der Auslegungskraft wieder vorrangig. Wer hätte das entscheiden wollen? Der Präsident Europas?
Doch der hat sich mit Haut und Haarem dem Papst verschrieben.

Da sind wir nochmal davongekommen – aus dem weg in ein neues Mittelalter?

Jemand nicht vergessen, dass W. Bush Kunde brachte, es sei Gott, der ihn nach Irak abkommandiere? Solch Aberglauben bei einem weltläufigen Mann des 21. Jahrhunderts? Mit solch hochkritischem Gefahrenpotential! Trotzdem hatte er genügend Mannen, als er dann in die Schlacht zog. Auch die – mit gottgefälligster Absicht; ein Viertel Legislaturperiode schmal war der Zufallsfaden, der Deutschland davon abhielt, wieder einer falschen Verheißung, einem falschen Messias gefolgt zu sein?

Bush muss einem anderen Gott folgen. Die Insignien eines Männerbundes aus seinen (!) Studienjahren an der Yale-Universität zeigen einen Totenschädel mit zwei gekreuze Knochen darunter, lässt eher an Piraterie oder die nationalsozialitische Teufel denken. Viel gab Bush jr. über den Club (de auch Bushs Vater und Großvater angehören) nicht preis darüber: „so geheim, dass man nicht darüber spricht“ beschied er einem Reporter der mehr wissen wollte mit typisch amerikanischer Demokratiegläubigkeit über das Geheimnis einer kleinen Gruppe handverlesener „Club“-Mitgliedern, die die beiden Vertreter im Wahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft einer Legislaturperide (W. Bush und Kerry) ins Rennen schicken konnte.

Als Ratgeber für den Irak hat Bushs Gott zumindest versagt.

Weder hat er seinem Ritter zum Pfuhl der geplanten physischen Massenvernichtung geführt, noch hat er ihm Segen in das Land bringen lassen. Dabei hätte er schon in seiner nächsten Verwandschaft – um diesen Kreis wieder zu schließen, Gottesgerechte gehabt, die ihn hätten beraten können;
Seine Großtante beweist seit Jahren schon auf jenem Stein unter dem englischen Thron, auf dem Jakob schon auf Gott wartete, das sie Gott nahe ist.
Ob der derzeitige Präsident der USA von der Gottesnähe seiner Familie profitieren wird?

Die Queen ist mit Obama verwandt(hier44min4osec)?
Das geht doch
gar nicht!
Sagen Sie das nicht zu laut – Bill Clinton, der Demokrat (und u.a. Mitglied der Trilateralen Kommission), hat Obama schon wiedererkannt:“Dieser Typ hätte uns vor Jahren noch den Kaffee gebracht“, fiel ihm ein.
Die eifersüchtigen Hüter des Stammbaumes werden das sicher bedenken.

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Wird fortgesetzt mit KLERUS : Orden, Katholische Kirche, Schwarzer – Weisser Papst, Opus Dei, Jesuiten, Islam

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Von welchem „Gott“ reden wir eigentlich?

Die Wege des Herren – durchtränkt von Blut?

Wir hatten sie schon mal auf dem Deckel;
das war, als Van Rompuy an die Stelle des Präsidenten der Europäischen Zentralgewalt aufrückte und alle Welt fragte: Was kann der denn, wo kommt der denn her?
Van Rompuy ist Mitglied des Ordens „Gesellschaft Jesu „, und wir hatten damals eine Untersuchung des weltweiten Einfluss des katholischen Ordens der Jesuiten („Gesellschaft Jesu“) in Beziehung auf Missentwicklungen in unserer Gesellschaft für notwendig erachtet, vorerst aber auf später verschoben und registrierten lediglich, dass da ein Mann in eine Position von weltlichen Interessen, als die wir die Etablierung einer Europäischen Union verstanden, ging, für die er wenig Respekt haben müsse, seinem Treueschwur gemäß, nur im Papst die „Vollmacht, zu binden und zu lösen“ zu vermeinen – „(d)er die Macht hat, ketzerische Könige abzusetzen, Fürsten, Staaten zu stürzen, Königreiche, und Regierungen, und alle als ungesetzlich (anzusehen), wenn sie nicht seine heilige Zustimmung haben,
und dass sie dann ganz sicher zerstört werden“.

Nun bringen sie sich wieder in die Schlagzeilen. „Ehemaliger Jesuitenpriester gesteht Kindesmissbrauch“, titelt spiegel.online am Samstag: „Während die Berliner Justizbehörden () von sieben sexuell missbrauchten Jungen ausgehen, meldeten sich übers Wochenende Medienberichten zufolge mehr als 20 Opfer“, so Stern.
Inzwischen sind auch Opfer an einer Hamburger Schule bekannt geworden. „Das, was viele befürchtet haben, hat sich bewahrheitet“, sagte Bistums-Sprecher Manfred Nielen am Montag der dpa. In den Medien, weltweit, sind solche „Verfehlungen“ immer hinter vorgehaltetener Hand behandelt – ein Chronist könnte mit dem Thema Seiten füllen.
Aus fünf weiteren Städten in Deutschland vermeldet MDR-Info Dienstagmorgen in diesem Zusammenhang bekanntgewordene Fälle.

Das Netz an Schulen der Jesuiten ist weltweit. (Das Verständnis des Ordens kennt keine Ländergrenzen.) Wikipedia: „Ein () wichtiges Arbeitsfeld der Jesuiten war ihrem Gelübde gemäß die Bildung der Jugend: Die von den Jesuiten gegründeten Schulen und Universitäten () sollten Gewähr dafür bieten, dass kommende Generationen fest verwurzelt im katholischen Glauben heranwuchsen (). Papst Paul VI. erteilte dem Orden den speziellen Auftrag, den Atheismus zu bekämpfen.“
Als der Jesuiten Oberster General wird der schwarze Papst genannt – in höchster Ergebenheit dem Papste dienend, wie das Gelübbde das auch vorschreibt – und sein unsichtbarer Schatten in Verpflechtungen mit dem Morden an Mißliebigen, bei Kriegen und in der Menschen-Massenvernichtungsindustrie und soll, so wollen einige wissen, nicht nur farblich mit seinem Pendant im Vatikan weit auseinander liegen, sei ohnehin der wirkliche Führer der Welt.
Der Orden hätte den Islam erst in die Welt gesetzt, zur Spaltung der Völker Europas und als zweite Front gegen das Judentum, zeichnete verantwortlich für die Wiederbelebung der Inquisition in Europa, die in den „Hexenverbrennungen“ gipfelten, die (Wikipedia) „in ganz Europa etwa 40.000 bis 60.000 Todesopfer forderte. Etwa 25.000 Menschen wurden auf dem Boden des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation () hingerichtet. 80 % der Opfer waren Frauen.“ (Inzwischen gibt es eine Ableger für weibliche Ordensmitglieder).
Es wird ein umfassendes Netz an Unterwanderungen der Jesuiten befürchtet – in Wirtschaftsunternehmen, Geheimdienste, Regierungen ;

In seinem Bekenntnis in den Spiegel gegenüber nimmt der „Pater S.“ kein Blatt über die quälerischen Aspekte seines Tuns vor den Mund, bittet seine Opfer flach um Vergebung, er habe „immer wieder engen Kontakt sowohl mit Folterern als auch mit Opfern“ der Pinochet-Diktatur gehabt, „war () fast täglich mit meinem Spiegelbild als jahrelanger Kinderquäler konfrontiert () Ich bin mit meiner Vergangenheit vor Gott und der Welt im Reinen.“

In Haiti sitzt die Abordnung einer baptistischen Dorfgemeinschaft (ihre webpage) aus Idaoh (USA) in Untersuchungshaft. Das missing link zu dieser Meldung ist das seelsorgerische Bemänteln von Agressionen bereits gegen die Jüngsten der Gesellschft. Sie hatte versucht am Wochenenede eine Gruppe von 33 Kindern aus Haiti zu rauben, so der Verwurf der haitianischen Behörden; die zehn Ertappten stritten das ab: man hättte die Kinder, die man für Waisen gehalten hätte, in die Dominikanische Republik retten wollen; Augenzeugen berichteten, die Kinder hätten sich gewehrt und auch lautstark auf das Missverständnis aufmerksam gemacht.

Ist der Fall Mark Dutroux noch im Ohr? Kinderschänderprozess in Belgien? Sieben Jahre dauerten die Vorbereitungen? Während der 27 Zeugen starben, (sehr schockierende filmische Zusammenfassung) und an dessen Beginn gar nichts ermittelt war; als 30 000 Belgier auf die Straße gingen und ihre Regierung der Mittäterschaft anklagten? Die wiederum durchgesetzt hatte, nicht nach Netzwerken zu suchen, sondern allein vom Beschuldigten für die maßstabsmäßige Organisation des Kindsraubs auszugehen? Zeugen der Anklage sagten damals aus, dutzendfach Zeuge von Vergewaltigung, Folter und Hinrichtungen geworden zu sein. Weltweit decken sich die Aussagen von Kindern über solche Grausamkeiten. „In einem Zusatz des Dossiers mit dem Datum 2. Juni 1997 vervollständigt Zeugin X3 ihre Aussage. Sie spricht von einem Schloss, in Mitten eines Parks, wo Kinder, in Käfige eingeschlossen, darauf warten, „dranzukommen“. Im kleinen Turm des Schlosses befände sich eine kleine Ausstellung der Leichen von Kindern. Die Gruppe von Erwachsenen sei immer die selbe – an die fünfzig – unter denen sie nur wenige kannte. Dort endeten die Abende nie ohne einem Todesfall. Die Prominenten machten Jagdpartien mit Doggen auf die Kinder, die nackt in den Park freigelassen würden. Kinder würden an Bretter gebunden und mit Rasierklingen und Nadeln gefoltert.“
(Verhör von X3, BSR, 2. Juni 1997, Protokollziffer 151.829.)
Einer der als beteiligten Herren an solchen Partys belastet und in den Akten vermerkt: Étienne Davignon (Wikipedia:) „Vicomte Étienne Davignon (* 4. Oktober 1932 in Budapest, Ungarn) ist ein belgischer Politiker und Geschäftsmann. Er war Vizepräsident der Europäischen Kommission und ist Ehrenpräsident der Bilderberg-Konferenz“ – derselbe, der aufgrund dieses Einflusses in Verdacht steht, massgeblichen den europäischen Präsidenten bestimmt zu haben: Van Rompuy, den Jesuiten;

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Schlaraffianer! Maden im System!

Ein Element von Abschreckung gefällig?

Eigentlich kein Thema für eine Auseinandersetzung – zumindest nicht für Vernunftbegabte – was aus dem hessischen Ministerpräsidenten Koch gegenüber der Wirtschaftswoche am Freitag quoll. „„Wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht, auch niederwertige Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung.“ Es könne kein „funktionierendes Arbeitslosenhilfe-System geben, das nicht auch ein Element von Abschreckung enthält. Sonst ist das für die regulär Erwerbstätigen, die ihr verfügbares Einkommen mit den Unterstützungssätzen vergleichen, unerträglich.“ Ein solcher Druck sei notwendig“, zitiert wiwo.de, und schon die Leserkommentare zu dieser Meldung beweisen: Kopfschütteln – fast ausnahmslos.
Die Fragen, die bestenfalls bleiben: Wissen die es nicht besser?
Wollen die uns zum Narren halten?
Oder herrscht, arbeitsmarktbezogen, solch derartiger Unterschied zwischen Exzone und Stammland, dass wir „vernunftbegabten“ Diskursverweigerer, einfach nur unseren Standort verraten?
Hat der Westen nicht auch Facharbeiter, Akademiker, Geistesgrößen zu Hauf‘ auf der Straße sitzen? Die ihre Berufe liebten? Die ihre Arbeit „mit nach Hause nahmen“? Die sie jederzeit, und sei es an jedem x-beliebigem Platz des Planeten – in der Fremde, welch Schritt für Patrioten – liebend gern wieder aufnehmen würden, und das zunehmend auch tun?
Oder Wirtschaftsministerin(!) Ursula von der Leyens Mahnung an Koch: In der großen Mehrheit wollten die Leute aus Hartz IV heraus, könnten aber nicht arbeiten, weil sie keine Kinderbetreuung fänden, weil sie keine Schulbildung hätten oder keinen Beruf.

Lasst sie reden, sagen die Kommentatoren. Inkompetenz – wollen noch die einen zugutehalten. Erinnern an Kochs Vergehen, die weniger Gelassenen. Ich schlösse mich den Gelassenen an; verlöre kein Wort über Typen, die offensichtlich in Kisten, pardon, elfenbeinverzierten Türmen hoch über uns, großgeworden sind. Wiegelte ab mit Verweis auf Koch’sche Lust am Provozieren – wüsste ich nicht, dass Koch im vergangenem Jahr zu jenem alljährlichem, an wechselnden Orten, vor der Öffentlichkeit verborgenen, von aufwändigen Polizeieinsätzen abgeschirmten, niemals seine Themen preisgebenden Beratungen der „Mächtigsten dieser Welt“ – „Die Bilderberger“- zitiert worden war. Nicht aus Sorge um die Demokratie in diesem Land, dessen Volksvertreter sich heimlich hinter verschlossenen Türen mit Vertretern anderer Staaten , Wirtschaftsmagnaten, Medienmogulen, Geheimdienstchefs und Multimilliardären zu streng geheimen Absprachen treffen (Westerwelle auchund hier ab 1min52 sec); eher wegen des (für weniger mit dem Umstand Bekannten wohl beunruhigenden) Faktes, dass Angela Merkel im Jahr 2005 daran teilgenommen hatte; gemeinsam mit Gerhard Schröder; und dem darauf folgenden, bis heute wenig erklärlichem Schritt des damaligen Kanzlers, anschließend die Vertrauensfrage zu stellen – was Merkel den Thron bereitete.
Schröder ging zu Gasprom, und jeder dachte: drum! Schröder muss parieren, wenn die Weltenlenker es so wollen, behaupteten andere.

Am Freitag geriet der Euro auf Schlitterkurs; Grund war, so war schnell ausgemacht, ein Gerücht im fernen Asien: Die deutsche Bundeskanzel stehe vor einem Inhaberwechsel – Merkel trage sich mit Rücktrittsgedanken. Was diese lächerlich fand. Was vielleicht bereits in ihrer Fraktion anders gesehen wird. Wegen ihres unbeteiligten Führungsstils ist sie dort bereits in der Kritik. Mit der deutschen Maschinerieindustrie hat sie seit Kopenhagen ein Problem – die wollte eigentlich ihren technischen Eroberungsfeldzug weltweit geregelt wissen. Und wer mit denen ein Problem hat…
An diesem Sonntag hat auch Westerwelle seinen Kopf durchgesetzt. Man habe sich „geeinigt“, an der „Steuererleichterung“ festzuhalten, heißt das in den Medien. Vielleicht eine Chance für „Ain’t She“, nun selbst auszusteigen – aus Sorge um Deutschland, beispielsweise.
Wenn es läuft, wie hier (und dort) nur vermutet wird, wie es laufen soll, sitzt eins, zwei, drei, der Koch in der Bundeskanzlei. Und schaut den Arbeitsscheuen zu, wie sie Gorleben saubermachen – zum Beispiel.
Gutes Beispiel: Weil das auch auf die Rentenkasse positiv wirkte.

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