Wenn et Bedde sich net lohne däät

Der Wolf ist tot.

Nun, soll keiner sagen, der Herrgott höre nicht doch unser Flehen – eben noch haben wir ein Wunder erbeten – das uns neben zwei ungünstigen, die einzigen scheinenden, Alternativen eine weitere eröffne – schon ist es da, und es wäre regelrecht ein Wunder, käme der frisch ins Amt gebettete Bundespräsident in der politischen Aussagekraft weit über seine Stotterer hinaus.

Wäre die Politik dahinter auch nur das Auftragswerk Rotkäppchens gewesen (dem wir nämlich auch nicht trauen), das unseren Wald nun wieder sicherer machte und ihren Weg eben, (wir werden des Mädchens Weg seiner Pflichterfüllung auch weiter nicht unbeobachtet lassen!) – das erbetene Wunder ist da, und nächstes Mal müssen wir eben besser, heißt überlegter, beten; nur so können Wünsche ja erdacht werden – mit Beachtung der Auswirkung für alle und alles bei ihrem Inkrafttreten?

Gleichwohl – mit der Causa Wulff beschäftigt sich nun die Staatsanwaltschaft, und „wir“ haben bald vielleicht eine Wahl jenseits allen Übels. Er ist ganz sicher viel zu kurz im Amt, als dass er sich nicht schämen müsste, das Wort Immunität in den Mund nehmen. Und hätten für diesen, in ungewöhnlichen Zeiten ja dennoch vorstellbaren Lapsus, nicht auch die Krähen überhandgenommen – dass nicht mehr gilt, eine hackte der anderen kein Auge aus?

Gottesmühlenmahlen. Sagt der Volksmund.

Wo drei in Seinem Namen zusammenstehen, wird der Herrgott sie erhören. Prophezeite Jesus.

Kein Grund, einzuschlafen, sicher. Unsere politische Unabhängigkeit müsste schleunigst in Angriff genommen werden, und bevor uns andere Probleme die Sicht nehmen;  ich schulde eine Richtigstellung aus einem Artikel über einen Weg dorthin, aber der Träger der Initiative befindet sich selbst im Umbruch – Der Pressesprecher im „Zentralrat Deutscher Staatsbürger“, dessen Sammelfunktion Gegenstand des Artikels war, wollte letze Woche bei einem Anruf dort keine unbedingte Empfehlung aussprechen, sich auf einen reibunglslosen Fortbestand der Einrichtung unter den gegebenen Umständen zu verlassen. Komme was wolle, meinte der dennoch, mit dem Problem (einem jahzehntelangem juristischen Niemandsland BRD)  und seiner angegangenen Lösung (Verfassungsgebung, Friedensverhandlungen) könne man sich stets vertraut machen – so sei hier nochmal die Seite des Zentralrats vermerkt.

Sei es wie es sei, wir haben erstmal keinen, der uns ans Händchen nähme und in die Freiheit brächte oder wenigstens in sichere Gefilde, sprich: aus der Schusslinie.

Und heute ging ein Kommentar zu meinem letzten Chemtrailartikel ein, der auch wieder an die Diskrepanzen in der gesundheitlichen Souveränität erinnerte, und die Forschungen des Absenders erhellen das Chemtrailexperiment beachtlich – was eines weiteren Artikels darüber bedürfte…

Ja, es müssen einige zusammenzustehen, dass die vielen nötigen Wunder sich ereignen…

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Aint she goes east?

(Schickt Sie bitte nicht zurück!)

Natürlich wissen wir, was das werden soll!
Wir sagen nur nichts; denn wir sind klammheimlich ganz froh und wollen den Prozess nicht stören. Vielleicht ein wenig ungeduldig – dachten wir doch, das sei schon alles geregelt. Die Begünstigungen während der bisherigen Amtszeit hatten so deutlich Favoriten vermuten lassen.

Wir, wie gesagt, drücken heimlich die Daumen. Im Radio sprechen sie von der schwarzgelben Koalition, als wäre die schon von gestern.[1]
Der Buhmann aus Ihren Reihen hat gestern laut vernehmlich Tschüss gesagt. (Das Schlimmste, was wir uns noch blühen konnten, kann also nicht eintreten.)
Manche (klick hier!!!) glauben nicht mal das. Und wir wollen selbst Alternativlosigkeit und lustlose Gesichter und Beihelfer jenseits des Amtes wissen; hoffen auf Wunder wie bei Kosovo-Schröder – der auch zunehmend zum Ende hin „in Wirtschaft unterwegs“ war.

Der hatte es nicht viel leichter – trotz „Männerfreundschaft“ zum KGB, und wenigstens guter Blender: sah aus wie Lust am Regieren, nutzte sein Amt aber nur persönlich – ganz anders als Sie
Aber Ihre Bandagen – oder wie nennt man Verwicklungen, unter denen man sich nicht mehr rühren kann – sind viel wasserdichter. Sie kommen klar vom Henoch* ab, und haben selbst die Machtgeilsten von der Bildfläche gewischt, ohne ein sichtbares Zucken mit der Wimper. Eine Vergangenheit wie die Ihre hätte für jeden übernommenen mittleren Beamten in diesem System beruflich Kopfschuss bedeutet – Sie wurden gar seine Geschäftsführerin. Sie kommen aus, ohne Ihren Geist anzustrengen, wie Sie, nachgeredeten physikalischen Kenntnissen zum Trotz, letztens in Kopenhagen bewiesen, und sind in Gummistiefeln, um ein Leck an einem Fluss zu stopfen, ganz undenkbar.

Dann wünschen wir dort mal gutes Gelingen – auch wenn wir dann sicher lästern werden. Gut wäre es, wenn es nicht wie beim letzten schon vergessenen passierte, dass der/die, wie neulich, wieder auf den Mattscheiben war und erzählte, er wüsste jetzt etwas für Deutschland. Aber dafür ist die Welt wohl zu klein…

* „sein Mädchen“ (Henoch alias Helmut (Kohl))

…………………………
Zitiert:
[1] Wohin treibt die Bundesrepublik im Fünf-Parteiensystem?
Autor: Adler, Sabine Programm: Deutschlandfunk (Link zur Sendung – Sendezeit: 26.05.2010 19:15 Sendung: Zur Diskussion Länge: 42:36 Minuten)

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Israel, lass ab!

Der Herrgott hat es nicht gewollt!

Es wird beschrieben als ein Land, „darin Milch und Honig fließt“: „Dieses Land zwischen Ugarit in Nordsyrien und der Grenze Ägyptens (im „Fruchtbaren Halbmond“, der alten Welt!), ist ein bedeutendes Kulturland in der alten Zeit gewesen. Es wurde Abraham von Gott verheißen („gelobt“) – so trägt es den Namen „Gelobtes Land“ oder „Verheißenes Land“.

So macht es auch die Bibel im Alten Testament, das, in neuer textlicher Reihenfolge und mit einigen Veränderungen, aus der Hebräischen Bibel stammt, einer „Sammlung von Schriften, die nach Ansicht gläubiger Juden das Wort Gottes enthalten und als Heilige Schrift Urkunden ihres Glaubens sind.“

„Sie besteht aus den drei Hauptteilen Tora, Nevi’im und Ketuvim, und die Tora, (auch als Pentateuch bezeichnet, da sie aus den 5 Büchern Mose besteht (griech. pente = 5)), „so wird erklärt, „ist der Grundstein des jüdischen Glaubens.
Die Tora ist die Hauptquelle jüdischen Rechts, jüdischer Ethik und Wegweiser für Denken und Lebenswandel sowie für Beziehungen zwischen Menschen und Gott und Mensch und Mensch.“

Sie begründet auch Israels Anspruch auf das Heilige Land, ein Anspruch, der dem Staat Israel in 60 Jahren beträchtliches Ansehen und das Blut Tausender un- und mitschuldiger Israelis kostete und seine Nachbarn und ehemaligen, nun okkupierten Nachbarn, einen Holocaust bereitete. Über Jahrzehnte der Dreh- und Angel, wenn nicht sogar Ausgangspunkt war für über die Region hinausweisende Kriege und militärischer Auseinandersetzungen. Der „Konfliktherd Nahost“ ist die Unfähigkeit der Nachbarn Israels, mit dessen Ansprüchen übereinzukommen.

Die Landverheißung in der Bibel „war neben dem Antisemitismus das entscheidende Motiv für die jüdische Siedlung in Palästina seit dem 19. Jahrhundert“ (seit 1882 wanderten Juden ins britische Mandatsgebiet Palästina ein) „und (für) die Neugründung des Staates Israel 1948 auf der Grundlage des Zionismus.“(Zit. Wikiped.)

So werden die Grenzen dieses „Erblandes Israels in 4.Mose 34 beschrieben: Im Süden ist es die Wüste Zin; im Norden der Berg Hor. Das Land umfasst sowohl die Teile westlich des Jordan (zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan; „Westjordanland“) als auch östlich des Jordan (zwischen dem Jordan und der jordanischen Wüste – „Ostjordanland“). (Zit.hier)

Nun – das Land „darin Milch und Honig fließt“ war Israel keineswegs, als es 1948 zur Lösung des „arabisch-hebräischen Konflikt(s) auf dem Gebiet des Britischen Mandats Palästina“ (wikiped.) gegründet wurde. Beinahe die Hälfte gehörte niemanden, und die Negev-Wüste machte etwa ein Drittel des Landes aus. Die zu der blühenden Landschaft umzugestalten, die sie heute stellenweise ist, kostete große Anstrengungen – und all unsere Grundwasserreserven, sagen die Palästinenser.

Für die Städte Jerusalem und Bethlehem empfahl die UN-Teilungsplan 1947 eine zukünftige internationale Verwaltung – wegen der wichtigen Stätten dort auch anderer Religionen. (wikiped.)
In Besitz waren damals etwa 47% des Landes, 41% gehörten Arabern, jüdischen Siedlern 6 Prozent.
Der „Teilungsplan für Palästina“ der Vereinten Nationen hätte diese Verteilung bei der Aufteilung des Landes in einen jüdischen Staat und einen arabischen Teil – da bisher noch kein palästinensischer Staat besteht – berücksichtigt.

Palästina widersprach den angenommenen Zahlen und meinte, der Plan „verletzte die Rechte der Mehrheitsbevölkerung in Palästina, die zu diesem Zeitpunkt zu 67 Prozent nicht-jüdischen Religionen angehörten. Sie empfanden den Plan als Katastrophe. Kritisiert wurde die Menge und die Qualität des Landes, das den Juden zugeteilt wurde.“ Einen Tag nach der Ausrufung des Staates Israels durch David Ben Gurion am 14. Mai 1948, am Tag des Auslaufens des britischen Mandats, erklärte die Arabische Liga den Krieg .(wikiped.)

Später wurde bekannt: Von den Befürwortern des Plans war starker Druck ausgeübt worden, um die Vereinten Nationen zur Annahme des Plans zu bringen (zit nach wikiped. und hier).
Er wurde von der UN-Generalversammlung („Resolution 181“) am 29. November 1947 angenommen.

„Die meisten Juden akzeptierten den Plan, zu nennen ist hier vor allem die Jewish Agency, eine Art Vorgängerregierung des Staates Israel. () Die radikalen Nationalisten wie Menachem Begins Irgun oder Jitzhak Schamirs Lechi (auch unter dem Namen Stern-Gang bekannt) lehnten den Plan ab – ihnen ging er nicht weit genug.“ So kam es in der Folge im (bis Mai 48 noch unter britischem Mandat(s-) Gebiet zu „zahlreichen Überfällen und Anschlägen durch irreguläre jüdische und arabische Kräfte“, auch gegen die Briten, die es auch einem Tag nach der Ausrufung des Staates Israels im Mai 48 vorzogen, abzuziehen. (wikiped.)

„Die religiöse Metapher des verheißenen Landes wurde auch vom nicht-religiösen Zionismus zur ideologischen Rechtfertigung des jüdischen Anspruches auf das ganze Palästina verwendet.“, fasst wikipedia die folgenden Jahre zusammen und legt nahe: „Dieses Konzept steht aber in Widerspruch zur heutigen Realität“, wenn es auf einer Karte den „verheißenen“ mit dem heutigen Grenzverlauf vergleicht, „da es nicht den weitgehend unbestrittenen israelischen Negev bis Eilat einschließt“, und auf der anderen Seite das Existenzrecht von Libanon antastet, „eines nie hauptsächlich von Juden besiedelten Gebietes“.  Quelle wikiped., grafik: emmanuelm.

Sehr anschaulich die folgende Karte: „Palästinensischer Landverlust zwischen 1946 und 2000“. Der israelische Teil ist dabei der weiße, der grüne Teil zeigt palästinensische Gebiete. Quelle

„4. BAMIDBAR (Numeri) – das vierte Buch Mose, beginnt mit der Annahme, dass das Volk bereit sei, den Zug in das verheißene Land anzutreten. Eine Generation muss nun vierzig Jahre lang in der Wüste verweilen, bis die Sklavenseelen ausgestorben sind. Unter der Führung zweier glaubensstarker Männer darf eine neue Generation in das Land einziehen. Eine neue Ära zieht auf.“ (Zit. hier)

Und diese neue Ära sollte 1948 die Gründung eines jüdischen Staates einleiten. Israel – das vom Schöpfer „Seinem Volk“ verhießene Land, wie schon im „Buch der Bücher“ prophezeit.

Dieser mittlerweile von der Weltgemeinschaft weitestgehend akzeptierte Fakt wird nun erneut auf seiner Rechtmäßigkeit hinterfragt. Diesmal gehört der Zweifler zu des Herren höchsteigenem Volk:

„Der israelische Historiker Shlomo Sand hat mit seinen Forschungen, wie er wohl weiß, dem Anspruch der Juden auf Israel (isreal hebr.= „Sein Land“ Anm. d. V.)  jegliche Rechtsgrundlage erzogen. Der Professor für Geschichte an der Universität in Tel Aviv, bislang überwiegend mit europäischer Geschichte beschäftigt, wolle mit seinem Vorstoß in ein neues Terrain bewusst provozieren. Sand will darstellen, dass das jüdische Volk eine simple Erfindung ist. Eine Erfindung, die sich auf vieles berufen kann, nur nicht auf die Geschichte.“, so die Radiomoderatorin des Deutschlandfunks, die Prof. Sand vorige Woche interviewte: Er habe eine „politische Streitschrift“ verfasst, untertreibt wohl die Moderatorin, und enthält sich auch eingangs: „Ob Sands These überzeugt, muss der Leser entscheiden. Denn der Historiker hat eine politische Streitschrift verfasst, die ihre Argumente aus den Ergebnissen von Tora- und Bibelstudien und aus den Forschungsergebnissen der Archäologie bezieht. Und da erklärt der Professor für Geschichte an der Universität Tel Aviv unmissverständlich, dass bislang kein einziger archäologischer Fund etwa die in der Bibel beschriebene Vertreibung der Juden aus dem so genannten Heiligen Land bezeugen könne.“ (Deutschlandfunk 14.04.2010 09:53; Sendung: Tag für Tag „Wenn das „jüdische Gen“ nicht aufspürbar ist“; Jutta Schwenksbür im Gespräch mit dem jüdischen Historikers Shlomo Sand) (anhören-(Sendung: „Tag für Tag“ am 14. 4. 10, 9:53 h, Beitrag: „Wenn das „jüdische Gen“ nicht aufspürbar ist – Jutta Schwenksbür im Gespräch mit dem jüdischen Historikers Shlomo Sand“
download-mp3-Format)

„So versuche ich etwa im zweiten Kapitel die Ansicht zu widerlegen, die Bibel sei ein historisches Buch. Das ist sie nicht! Sie ist eine sehr wichtige theologische Schrift, aber sie ist kein Geschichtsbuch“, so der Professor im Interview.

Ungläubige „wussten“ das schon immer, aber dieser Ton aus dem Herzen – der Universität der Haupstadt – Gottes eigenem Landes – hat wohl einiges an „Streit“potential.
„So haben die Archäologen entdeckt, dass das unter König Salomon vereinigte Königreich aus Israel und Utah nie existiert hat.“, sagt Sand und gesteht:
„Das war ein Schock!“

Ein weiteres Beispiel impliziere noch weiterreichendere Fragen:
„Jeder auf der Straße ist davon überzeugt, die Juden seien im Jahr 70 n. Chr. aus Palästina vertrieben worden. Das stimmt nicht! Die Bevölkerung blieb nach der Revolte dort, wo sie war.“

Er bekennt, selbst nie an ein Recht der Juden auf Rückkehr nach 2000 Jahren geglaubt zu haben. „Wenn Sie alles so organisieren wollten, wie es vor 2000 Jahren war – dann würde die Welt zu einem Irrenhaus“. Seine Schrift stelle nun aber generell „das Recht der Juden in Frage, nach Palästina zurückzukehren.“

Wo kein Exil, da keine „Rückkehr“? Wo nicht nachweislich der letzte Tempel (der Salomons) – da nicht zwingend seine Neuerrichtung? Und wenn nicht nachweislich der Auszug der Gotterwählten – dann keine Gott-Erwählten? Dann kein bevorzugtes, kein „Sein Volk“?

Prof. Shlomo Sand schließt aus seinen Forschungen: „Juden haben keine gemeinsame Geschichte oder eine gemeinsame säkulare Kultur. Wie kann man da beweisen, dass Juden ein Volk sind?“

Er schlägt vor, die Gründung Israels stattdessen wie eine Vergewaltigung zu begreifen, wobei:“Jedes Kind einer Vergewaltigung hat das Recht auf Leben“ und appeliert: „Israel hat heute das Recht, in den Grenzen von 1967 zu existieren. Jeder Versuch, daran etwas zu verändern, würde eine neue Tragödie auslösen. Aber das ist kein historisches Recht. Die arabische Welt muss den israelischen Staat akzeptieren, aber nicht als jüdischen Staat, sondern ganz einfach nur als Staat“.
Damit fordere er für Israel nicht weniger als eine strikte Trennung von Staat und Religion.

Unter besonders bedenklich mit diesen neuen Erkenntnissen der Wissenschaft wertet er nun auch die israelische Staatsbürgerdefinition: Nur „Juden“ können in Israel die Staatsbürgerschaft erwerben; nach jüdischem Glauben ist Jude, wer eine jüdische Mutter hat.

„Israel gehört eigentlich jenen Menschen, die gar nicht dort leben; und so können zwar Juden in Berlin Israel als ihren Staat bezeichnen, aber nicht einige meiner Studenten, die hier geboren sind: Es ist nicht ihr Staat, weil sie keine Juden sind. Israel ist ein jüdischer Staat, kein israelischer Staat. Damit haben alle in den USA, in Russland oder anderswo geborenen Juden automatisch das Recht, einen israelischen Pass zu bekommen, wenn sie nach Israel übersiedeln – niemals aber die in Israel geborenen und aufgewachsenen Palästinenser und Araber. Diese werden aufgrund der Abstammungspolitik gezielt und bewusst zu Fremden im eigenen Land gemacht“, so der Professor.
Für ihn zähle diese Regelung „zu den Hauptursachen dafür, dass der Nahostkonflikt nicht gelöst werden kann.“

Der 1946 in Linz als Sohn polnischer Juden geborene Autor sieht hier Parallelen zur Rassenideologie der deutschen Nazis: „In israelischen Universitäten wird versucht, über DNA-Analysen gleichsam ein „jüdisches Gen“ zu finden. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Opfer Hitlers heute versuchen, sich über biologische Kategorien zu definieren. Das ist sehr dumm und gefährlich“

Fühlen wir uns noch immer angesprochen, Herr Professor – danke! Unsere Kanzlerin wirds auch freuen – die Israel jüngst aller uneingeschränkten deutschen Unterstützung versicherte und wir fürchteten, sie meine: aller; uneingeschräkt; aber, wenn es nicht mal Gott befahl…?

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Schalom, Israel

Wir sind Dir einiges schuldig

Aus den Nachrichten des heutigen 27. Januar bleiben zwei im Kopf , wie sie die Widersprüchlichkeit der Welt nicht besser symbolisieren können;  und die doch zusammengenommen direkt auf den Krebsschaden verweisen.
Für die Existenz der einen tragen wir Deutschen die Verantwortung: noch vor wenigen Jahrzehnten haben unsere  Großväter, Urgroßväter, einen grausigen Massenmord begangen – dem heute in Berlin gedacht wurde.
Die andere Nachricht,  der Artikel eines Schweizer Blogs: „Morgen wird der Strom in Gaza abgestellt„; hier nimmt sich der Autor der Tatsache an, dass am nächsten Tag ein internationales Embargo gegen die Palistinenser im Gaza-Streifen erneut drastische Auswirkungen zeitigen wird für das Volk von Palästina.

Im Bundestag in Berlin hielt der israelische Präsident Schimon Peres heute zum Holocaust-Gedenktag eine Rede. (Sie ist auf MDR Info nachzuhören oder nachzulesen).
Mit leidenschaftlichen Worten wendete sich der 86 jährige an seine Zuhörer. Mit Inbrunst schwor er die Welt auf Frieden ein. Gerade ihm, Vertreter des ersten Staates der Juden , der noch dazu seinen Großvater, der ihm Licht sein Leben lang war, in einem Menschenvernichtungslager verloren hatte, sei höchst bange.

„Meine Damen und Herren,“, meint der langgediente Politiker Peres, „der Hass der Nazis lässt sich durch reinen „Antisemitismus“ nicht erklären. Der Antisemitismus ist ein abgedroschener Begriff und keine Erklärung für die mörderische, bestialische Begeisterung, die zwanghafte Entschlossenheit des Nazi-Regimes, die Judenheit auszurotten. Der eigentliche Zweck des Krieges war doch die Erlangung der Macht über Europa und nicht die Begleichung einer historischen Rechnung mit den Juden. Und wenn wir Juden in den Augen des Hitler-Regimes eine so bedrohliche Gefahr waren, dann handelte es sich doch bestimmt um keine militärische, sondern eine moralische Bedrohung. Dabei wurde auch der Glaube geleugnet, dass jeder Mensch im Antlitz Gottes erschaffen ist; dass jeder Mensch vor Gott gleich ist, dass alle Menschen ebenbürtig sind. Nazis wollten Juden entmenschlichen.“

Der Großvater hat dem Enkel die Thora gelehrt. Die Thora ist das Buch, das davon spricht, dass alle Menschen vom Einen abkommen. Und „Israel“ „Sein Reich“ bedeutet, „die ganze Schöpfung“.  Der Großvater hat dem Enkel den Samen des Friedens ins Herz gelegt. Peres: „Und ich erinnere mich an seine letzten Worte, die mir befahlen: „Mein Junge, bleib immer ein Jude!“

„Meine verehrten Anwesenden“, gesteht der langgediente Politiker, „die Shoa wirft schwierige Fragen zur tiefsten Seele des Menschen auf. Wie böse kann der Mensch sein? Wie gelähmt ein ganzes Volk? Ein kulturelles Volk, das auch die Philosophie respektierte? Zu welchen Gräueltaten ist der Mensch fähig? Wie kann er seinen moralischen Kompass abstellen? Die Logik lähmen? Wie kann ein Volk sich als „Herrenrasse“ betrachten, und den Mitmenschen als null und nichtig?“.

Wir dürfen betroffen sein!
Wir dürfen auch betroffen sein darüber, was das Handeln (oder die Unterlassung) unsere Vorväter an Präventivmaßnahme nach sich zog. Unter denen nun wieder andere Völker leiden. Wir haben kein Recht, auf Palästina zu verweisen, einen Arm lässig in die Hüfte gestützt. Die Verantwortung, die wir spätestens wieder haben, wenn die Auswirkung des Handelns unserer Großväter auf uns zurückschlägt, müssen wir nun doch anerkennen.

„Ich danke dem Allerheiligsten für diejenigen Völker, die diesem Wahnsinn, dem Bösen und der Grausamkeit ein Ende setzten. Shoa muss ewiges Warnzeichen sein.“, so Peres, und an anderer Stelle: „Mit dem Ende des Britischen Mandats rief David Ben-Gurion, der Wegbereiter der sich erneuernden Nation, den Staat Israel aus. Die Araber wiesen die UNO-Resolution zurück und ihre Armeen griffen Israel an. Und so griffen sieben arabische Heere Israel nur wenige Stunden nach seiner Unabhängigkeitserklärung an, um den noch kaum entstandenen Staat sofort wieder zu zerstören. Wir standen ihnen alleine gegenüber. Wir hatten keine Verbündeten, und waren trotz allem die letzte Hoffnung des jüdischen Volkes auf Sicherheit. Hätten wir den Krieg verloren, wäre dies vielleicht das Ende unseres Volkes gewesen.“

Wo ist nun also diese Abordnung deutscher Physiker und Atomkraft-Wissenschaftler, die als kompetente freiwillige Abordnung nach Teheran gesandt wird? Auf Staatskosten, versteht sich? (Dort ist ’s schön warm!) Wie kann jemand, der kaum betroffen sein wird, sagen: Wenn die anderen Euch schlagen, schlagen wir sie mit Euch zurück – wir fühlen uns für Euch verantwortlich? Schützlinge schickt man nicht in den Krieg! Ermutigt sie nicht zu Taten, die ihnen zum Schaden gereichen könnten! Schickt ihnen nicht zuallererst das Equipment für mörderischem Kampf! Auch erkennen Christen „den Anderen“ (den man dann schlagen müsste) als „den Nächsten“ an!

„Meine Freunde, Vertreter des deutschen Volkes, die Drohungen, unser Volk und unseren Staat zu zerstören, werden im Schatten von Massenvernichtungswaffen ausgestoßen, die im Besitz irrationaler Menschen sind, die nicht zurechnungsfähig sind und die nicht die Wahrheit sprechen.
Um eine zweite Shoa zu verhindern, ist es an uns, unsere Kinder zu lehren, Menschenleben zu achten und Frieden mit anderen Ländern zu wahren. Die junge Generation muss lernen, jede einzelne Kultur, und die universellen Werte zu respektieren. Die Zehn Gebote müssen immer wieder neu gedruckt werden. Lasst uns Licht ins Dunkel bringen; lasst uns Teleskope und Mikroskope auf die Geheimnisse der Wissenschaft richten, die dem menschlichen Körper und Geist Heilung bringen können. Wir benötigen Nahrung für die Hungrigen, Wasser für die Durstigen, Luft zum Atmen und Weisheit für die Menschheit.“
Wir sind im Begriff, die Lehren zu verstehen, Israel.
Wir alle sind Juden?
Schalom, Israel, das verhießene Reich!

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Laue Winternächte

Nichts gewesen, außer Spesen zum Klimagipfel in Kopenhagen – einen Minimalkonsens alle 139 beteiligten Nationen durchgelesen (in der Anlage soll dann unterschreiben, wer sich dem Papier unterwerfen will) – uns solls recht sein, wie wir bereits andeuteteten, Schaden ist erstmal abgewandt, die Spesen übernehmen wir, zur Feier ohne Maulens.
Ein Geschiebe und Geheimse und Geheimdiplomiere! Eine Überzeugtheit in der Überheblichkeit! Und welch harter Dämpfer von Seiten der „unverhofft Erwachenden“. Wo noch Verantwortung für das eigene Volk Grundlage alles Entscheidens ist. Welch ungeahnter Gegendruck. Ian Fry, der Repräsendant von Tuvalo hat seinen Vedacht gegenüber Obama so ausgedrückt: „Es sieht so aus, als dass uns 30 Silberlinge angeboten werden, um unser Volk zu betrügen – Herr Präsident: Unsere Zukunft ist keine Handelsware!“

DIHK und der Bund der Deutschen Anlagen – und Maschinenbauer haben bereits am Sonntag ihren Frust nicht beherrschen können – die wollten schließlich von neuen Technologien profitieren; die wollten China, Indien und wie die alle heißen, die jetzt eigenes Potenzial entwickeln wollten, die wollten die ganze Welt umarmen mit ihren Maschinen- und Anlagennetz…
Merkel verbietet noch, das Ergebnis schlechtzureden, aus Reihen der deutschen Grünen oder anderer echter oder simulierender Weltverbesserer schimmern noch vereinzelt trotzige Selbstverpflichtungsvorschläge durch, aber die Sache scheint erstmal vom Gabentisch! Ich wünsche den Lesern von volksauge ein ruhiges Weihnachtsfest!

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