Osterspaziergang. Ein Wintermärchen.

Es bietet sich ja auch an, hinter dieser kurzzeitigen – durchaus vergönnten – von Werbefachleuten, Medienmachern, Priesterschaften so eifrig befeuerten Imagination einer versunkenen gerechten Welt, mit Sonne, grünen Gefilden, Lämmchen und Wiederauferstehung der Gerechten – noch dazu unter Würdigung der ja auch nicht unumstrittenen Gestattung einer fast viertägigen „Feier-„, „Fest“-tagslaune beim Volk – einen schönen Beitrag für die Pläne der faschistoiden Weltmachtsphantasten zu vermuten – so wollen wir die „Alternativlos“-, „Basta!“-Argumentierenden, und, als ob damit legitimiert, allen anderen mit Terror, Krieg, Maulkorb kommenden, „Bestimmer“ vorerst nennen, als Arbeitstitulierung sozusagen, bis wir sie mit den Namen aufsagen können.

Dass ganz andere Netze über uns gespannt werden als die Segnungen eines neuen Papa auf dem Erdkreis, lässt den ansonsten schon „feier“-süchtigen Autor dieses Artikels nach seiner Ansicht ohnehin am Ostersonntagnachmittag in der Bude hocken; selbst in der zugigen Eckkneipe gestern abend begann einer selbstvergessen den „Osterspaziergang“ aufzusagen – zur Befreiung „aus dem hohlen, finsteren Tor“ kam es heute höchstens unter Inkaufnahme abnormer Außentemperaturen. Bunt wär‘ sie wohl gewesen, die Schaar auf den windigen Höhen („KiK“-bunt eben oder wie heißt der einzig verbliebene Klamotten-Massenvermarkter in der Stadt?), der Autor hier war nicht dort, sitzt neben aufgedrehter Heizung am PC und sinnt, mit Blick auf die sich nun gegen Abend abzeichnende und seit Wochen nicht gesehene „Auflockerung“ des Himmels – während dessen Dunstschleier sich mehr und mehr aufgelöst haben und durchaus blau zu nennender Himmel sich durch die Raster der abziehenden gitterförmigen „Wolkenformationen“ abzeichnet -, ob in den Befehlständen der Nato vielleicht auch eine gewisse religiöse Feierlaune Einzug gehalten haben könnte, dass die Sprutze von der Geoengineeringstaffel heute nicht mehr, und morgen nicht vor Mittag, fliegen müssen. „Zu Weihnachten 19?? wirft das christliche Amerika mal keine Bomben auf vietnamesische Dörfer und Städte,“, hab ich als zynischen Kommentar aus einem Dokumentarfilm über den Vietnamkrieg noch im Kopf, und in den vergangenen drei Jahren, während derer ich das Chemtrailing nun beobachte, an wenigsten einen Tag zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten, diese Christlichkeit wohl auch beobachtet.

Dass uns ihre Trojaner auch über die Leckerlies zu Ostern verabreicht werden, wollen wir dabei nur am Rand mitdenken, wenn wir ihre Intentionen, mittlerweile als uns feindlich gesinnt verstanden, in Konsequenz unserer Annahme von einer umfassenden Verschwörung auch bei der friedlich-besorgten Zelebrierung der Festtage nicht außer Acht lassen wollen, doch für zunehmend immer mehr Leute degenerieren Festtage in einer Art verzweifelter Reminiszenz ans Mithalten im Konsumwahn zu Tagen des ungehemmt unaufgeklärten Verzehrs.

Auf wieviel Christlichkeit können wir denn hoffen – oder was soll dieses laute Erinnern an dies alte Denktum bewirken? Uns den Kontrast zwischen Ist und Soll darzustellen – höhnisch, oder um daraus unser Betragen einzuklagen? Eine Art der Inquisition, einer „von GOTT“ gegebenen und in seinem Sinne vollstreckten Verfassung, scheint nun mit Blick auf die zunehmende Globalisierung und dem lauter werdenden Ruf nach gegenseitiger Toleranz aus den verschiedenen gotteswilleninterpetierenden Lagern undenkbar; gerade dieses Gedankengut sei aber, so meinen Katholiken und bibeltreue Christen, das Einfallstor des Antichristen. Nur durch ihren Herren wissen sie vom Himmelreich, und nur durch diesen Einen wollen sie wieder dorthin. „Ökumene“ als ein Patchwork im Glauben, kann mit ihnen somit nicht möglich sein. „Ökumene“ – die das Gute aus allen Religionen in eine neue Religion abfließen lassen, das Negative außen vor lassen will, steht bei Bibeltreuen in Verdacht, einen okkult gott- und geistlosen Mischmasch produzieren zu wollen, der ohnehin weite Teile der westlichen Völker längst befallen habe. „Satanismus“ sei mithin die letzte Konsequenz des Abfalls von Jesu Christi als Messias – eine Spielart des religiösen Gedanken nur, nennen dies verdächtig unkonventionell die ewigen Mitverdiener in Unterhaltungs- und Kulturindustrie, und in seinen harmlosen Grenzen durchaus tolerabel…

„Europa muss sich mit dieser Frage weiter beschäftigen“, verlangte die Kanzlerin 2007 anlässlich der EU-Verfassungsgebung „in einem Gespräch, das FOCUS mit ihr“ – als damalige EU-Ratspräsidentin – „und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, organisiert hatte“ … „Mit Hinweis auf jüdische, christliche und muslimische Beiträge zur abendländischen Kulturgeschichte“, hätte Merkel bekannt: „Europa ist kein Christenclub“, sondern eher „ein Werteclub“. Für diese Werte müsse Europa allerdings „bereit sein zu kämpfen“…“Mit einem Bekenntnis zum Christentum sei „niemand ausgegrenzt. Wir hätten aber „aus lauter Angst vor Ausgrenzung Andersgläubiger darauf verzichtet, für unsere Überzeugungen zu werben“; Kardinal Lehmann hätte sich „sehr froh“ über diesen Appell der Kanzlerin gezeigt und hinzugefügt: „Die Zögerlichkeit und manchmal auch Feigheit, den eigenen Standort deutlich und klar zu markieren, ist in der Tat unsere größte Schwäche.“ Eben deshalb sei es fraglich, „ob wir wirklich einen ernsthaften Dialog mit dem Islam führen können“.

Von dieser anderen Seite der Welt, den „Muslemisten…Muslimen…Moslems“ wissen wir nur, was wir wissen sollen, und das ist wenig, und selten das, was die dort über sich selbst annehmen; dass die aber schon aus religiösen Gründen – die wir dort als heilige Basis allen Denkens und Handelns vorausgesetzt haben wollen – irgendwie nicht zu uns passt, der Moslem unser Feind sein m u s s, wissen wir nach einem Jahrzehnt islamfeindlicher Propaganda so gewiss, dass sich dahinter Jahrhunderte der geistigen, wissenschaftlichen und kulturellen Befruchtung von einst verstecken müssen!

Buddhismus, Hinduismus? Müssten wir vorher unsere Kastenzugehörigkeit kennen! Wer von uns geht als Brahmane, wer als „Unberührbarer“ in deren Rad der Wiedergeburten ein? Im täglichen Leben dort soll das weitreichend Konsequenzen haben…

„Die Juden“ will wohl der nicht in einer Debatte über Mensch- und Göttlichkeit wiederfinden, wer die blutbesudelten „Alternativlos-Basta“-Kommandanten des Staates als im jüdischen Glauben unterwegs missversteht. Thoragläubige betonen die devote Geduld des Glauben, während andere in seiner schriftgewordenen Auslegung („wie die Regeln der Torah in der Praxis und im Alltag umgesetzt werden sollen“ zit wikip. ) Ermunterrung und Ermahnungen zu Genozid, Unterdrückung und Täuschung in der Welt der Anderen finden. Als Gojim – „Dreck, Viech“ seien wir dort verstanden, die wir keine „jüdischstämmige“ Mutter in der Ahnenreihe nachweisen können, und Palästina und die „angrenzenden Regionen“ zumindest werden von der Behandlung wie „Dreck, Viech“ ein Lied mitsingen können.
Wenn nur als Nutzvieh – wollen wir unter diesen auserwählen Schirm?
Jesus soll sich strikt gegen den Dämon gewandt haben – er gab sämtlichen Jüngern zur Aufgabe, in die Länder zu ziehen und die Juden dem falschen Gott zu entreißen, dem sie nach seines wahren Gottes Worten angeblich verfallen waren. Der sich nicht wiederfand in den Huldigungen für einen „Mörder und Betrüger“.
Der „Zionismus“ – der himmlische Fakten nicht abwarten und bei der Vorbereitung des Ammageddon, des Jüngsten Gerichts, des letzten aller Tage, mit Hand anlegen will, ist der Satanismus des Judentums, und selbst orthodoxe – thoratreue – Juden, distanzieren sich heftigst.

Unlängst noch zu verheerenden Katastrophen in Europa haben sich aber auch die „Einigungen“ unter den „Christen“ ausgewachsen, wo sich die Interpreten des Verkünders mit dem 30jährigen Krieg sehr anschaulich die Meinung sagten – im Prinzip, das wissen wir von dort noch, aber nur ein Vorwand für einen planstabsmäßigen Genozid. Was die katholischen nicht auf die Scheiterhaufen brachte, vollendete die Auflehnung gegen die Aufruhr der Reformisten, und, und sähe man die Französische Revolution im religiösem Kontext – der Mensch will religiös sein – das macht es den Sektierern erst so einfach – und Ideale, und Handlungssinn ableiten und leben – kommt man dabei an der Französischen, der Russischen, der Amerikanischen Revolution mit einer fast vollständigen Befreiung von Gott an – das gleiche Blutbad, und kann hier nicht nichtgedacht werden.
Geglaubt wird hier mittlerweile, was die allgegenwärtige Glotze vermittelt, und mittels der lässt sich alles vermitteln. Nun haben die Strategen seit Reichsrundfunk noch einen Sinn dazuokkupiert, bei den meisten den taktgebendsten: „Ich habs doch im Fersehen GESEHEN!!!“.
Die Meinungsfreiheit macht jede Meinung frei äußerbar, und so wird reilich veräußert, was dem Verkäufer dient. Die werden zunehmend weniger, fressen sich gegenseitig auf, die Interessen können schärfer durchgesetzt werden. So bestimmen immer wenige über die Ware, in unserem Fall: Die konsensfähige Meinung, das integrierende, möglichst allseits anerkannte und vielen für richtig gehaltene Weltbild.
Die verordnete Ausgewogenheit in der Presse mischt die gelegentlich andersartigen Meinungen wieder unter, oder sie werden dort initiiert – wie der Aufstand und die bis in die Kalkulationen einzelner Staaten reichende PR-Aktion eines amerikanischen Populärzeitschrift – Stichwort: Klimaerwärmung. Über den erklärtermaßen damit zusammenhängenden Kohlendioxydausstoß sollen schon Schulkinder völlig schuldbewusst vom eigenen Verderb für den schönen Planeten meditieren. Die Religion der Zukunft? Werden Menschen dann wieder nach Nützlichkeitskriterien ausgesondert, ausgezeichnet, diesmal aus „Sorge um den gesamten Planeten! Ach! Bis in die Sterne hinaus!“…

Ein nagelneuer Papst, der neue Besen kehrt vielleicht gut, sein neuer Name wird vielleicht Programm – Ökomene und Kabbalah. Mit Tieren reden. Vegetarismus – eine ganze Ersatzindustrie könnte da ungeahnt und uneingeschränkt kreativ den letzten Groschen noch abziehen – zur Schonung Seiner Schöpfung. Über die Pfaffen wusste Heine bereits, wie die heimlich taten – Polyesterlamm für uns zu Ostern, während dort vielleicht das Brät durchaus noch auf dem Tischen stehen kann – zu Mittag wird man Seine Heiligkeit nicht stören! An einen netten Versuch überstürzter Reinwaschung qua neues Gesicht können wir eh nicht glauben angesichts des jahrhundertelangen Stoizismus der stimmgewaltigen katholischen Priester – wir glauben lieber an die Beseitigung einer unerwarteten Bremse für den Einzug der Freimaurer in den Vatikan.

Warum der Firlefanz, wenn es doch augenscheinlich Gesetze, auch einträglich für genügend Verkäufer,  auch tun können? Man kann auch einen „Tag der Verfassungsinkrafttretung“ zu einen staatsweiten Festwochenende ausdehnen, einen Tag der Kapitulation nötigenfalls dazu umdeuten – der Anlässe wären weit mehr als nur zwei Auffälligkeiten eines Heiligen im Jahreszyklus. Wenn es doch über die religiösen Gedanken immer wieder Auseinandersetzungen gibt?
Im Zusammenleben – wie in Palästina. Oder hier. Darf ein Jude seinen Sohn beschneiden, ein Moslem seine Tochter – weil die Religion diesen Kult möglicherweise fordert, oder soll er/sie bei Inkrafttreten eigener Verantwortlichkeit dazu erst befragt werden dürfen – wo es für den Kult allerdings zu spät wäre? Kann Otto Unerkanntschlächter den Nachbarn tolerieren, der seinen Osterbraten seinen Heiligen Schriften gemäß mit aufgeschittener Kehle „geradezu verrecken“ ließ?

In Abwandlung eines Zitates: „Wenn auch Du Dich nicht für die Politik interessierst, interessiert  d i e  sich doch für Dich!“ – interessiert sich scheinbar Gott wieder stärker für uns, nach Ansicht unserer Stichwortgeber. Dass in deren okkulten Auslegungen immer ein Stein des Anstoßes für Andere zu finden ist, macht sie zu Sektieren, und wenn ihnen nach Aussendung Gottes wahren Willens war, hinterließen sie immer erst eine sehr menschähnliche Blutspur, gern auch in den eigenen Fußvolkreihen.

Dass wir kein Prinzip darin erkennen wollen – dass „solche Gedanken“ immer wieder Aufkommen, wir  – auch momentan – alle „irgendwie wissen“, was schlecht ist, was gut ist, wir eine ähnliche Vorstellung von Glück haben, nach einem Ziel suchen, weil wir eines vermuten, – dass wir uns kein „Prinzip“, keinen gut durchdachten Plan, keinen Schöpfergeist, intelligenter als unseren – mit Blick auf  vermeintlich gottloses Chaos und Verirrung, freilich – vorstellen könnten – ist wohl mit Abstand der beliebteste Schluss, den wir Schafe in den Augen unsere Schlächter ziehen könnten?

Veröffentlicht in Hühnerauge. 1 Comment »

Eine Antwort to “Osterspaziergang. Ein Wintermärchen.”

  1. Iris Says:

    Ich lebe in Italien und im Februar war mein 60. Geburtstag. Ich habe Ostern damit verbracht, meine Dinge in Schachteln zu packen, da ich von den Banken enteignet worden bin und meine zwangsversteigerte Wohnung verlassen muss. Von den enormen Gasrechnungen, von denen die Hälfte aus Steuern besteht, habe ich die letzten nicht rechtzeitig bezahlt, da sie einfach zu hoch waren, so wurde mir Ende Januar das Gas abgeschnitten. Seitdem kann ich nicht mehr kochen oder baden. Zum Waschen habe ich mir einen Wasserkocher für 14 Euro gekauft, dieses warme Wasser mische ich dann mit dem kalten. Essen tue ich Brot mit Maionnaise und Tunfisch (nicht sehr gesund), Salat und Tomaten, Mais und Erbsen kalt aus Dosen, Käse. Trinken tue ich nur Wasser und kalte Milch mit Kakao (soll auch ungesund sein), denn italienischen Kaffee kann ich nicht kochen. Im Januar war es in meiner Wohnung 12 Grad kalt. Als meine Kinder und Kindeskinder da einmal zu Besuch gekommen sind – und die koennen alles ertragen – und meine Enkelkinder in meiner Wohnung rumgerannt sind und große Unordnung verursacht haben, war die Temperatur auf 14 Grad gestiegen, ist dann nach ihrer Abreise aber gleich wieder abgefallen. Manchmal komme ich rein und ziehe drinnen meinen warmen Mantel an, damit ich vor dem Computer nicht erfriere. Es regnet hier seit Oktober. Am Ostersonntag hat es in Stroemen geregnet, am Ostermontag gab es am Nachmittag einen Durchblick zur Sonne, aber es wehte ein eiskalter Wind, am Dienstag hat es schon wieder geregnet. Ich habe mir den Konsum total abgewoehnt, und auch meine Kinder, nur das Noetigste. Die alten Kleider und Schuhe sind noch gut. Kälte kann ich jetzt gut ertragen, ich habe mich daran gewoehnt und war im Winter kein einziges Mal krank. Ich kann auch ein paar Tage lang fasten. Eigentlich würde ich gerne sterben, aber da das ja die Europäische Regierung will, dass die Alten abkratzen und mehr Geld für die Jungen (Banken) verbleibt, werde ich mich immer mehr abhärten und versuchen, zum Trotz 100 Jahre alt zu werden. An einer Revolution will ich unbedingt teilnehmen, denn ich habe nichts mehr zu verlieren! Lasst mich bitte wissen, wann sie organisiert wird. Im Gefängnis gibts zudem auch warmes Essen und Heizung.


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